Teresa Solana Höllenfahrt ins Paradies

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Inhaltsangabe zu „Höllenfahrt ins Paradies“ von Teresa Solana

Im Zimmer 507 des Hotel Ritz duftet es nach roten Rosen und teurem Parfüm, goldener Stuck ziert die Wände. Doch ein Detail stört das harmonische, luxuriöse Ensemble: Auf dem kostbaren Teppich breitet sich ein dunkelroter Fleck aus. In der Blutlache liegt die Leiche Elisenda Palaus. Entsetzt fragt sich die Öffentlichkeit, wer die beliebte Bestsellerautorin so brutal erschlagen konnte – noch dazu mit dem bronzenen Apfel, einem begehrten Literaturpreis, der der Schriftstellerin erst kurz zuvor verliehen worden war!

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Oxen. Das erste Opfer

Sehr spannend und aufregend; macht neugierig auf die folgenden zwei Bände

Leserin3

Kreuzschnitt

Bogart Bull ist ein Kommissar, den ich gerne weiter begleiten möchte und auf dessen nächstes Abenteuer irgendwo in Europa ich gespannt bin.

misery3103

Durst

NEsbo knüpft mit diesem Thriller wieder an alte Stärke an. Mehr oder weniger die Fortsetzung von "Koma"

hundertwasser

In ewiger Schuld

Ich bin mega begeistert. Habe das Buch innerhalb von einer Nacht durchgelesen, weil es so spannend war.

elohweih

The Girl Before

Spannend, jedoch ziemlich sprunghaft und teilweise schleppend geschrieben.

Lina-Mit-Ell

Böse Seelen

Anders als die bisherigen Bücher der Reihe - aber sehr gut und spannend

Thommy28

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  • Mord im Literaturmilieu

    Höllenfahrt ins Paradies
    Stefan83

    Stefan83

    19. November 2011 um 15:30

    Schon ihr Erstling, "Mord auf katalanisch", gehörte für mich im Genre des Kriminalromans zu den positiven Überraschungen des Jahres 2007. Dementsprechend hohe Ansprüche stellten sich automatisch ein, als mit "Höllenfahrt ins Paradies" Teresa Solanas zweites Buch um das Detektiv-Duo Eduard und Borja den Weg in mein Bücherregal fand. Warum ich es nicht auf Anhieb nach dem Kauf verschlungen habe ist für mich im Nachhinein nicht mehr nachvollziehbar, denn die katalanische Autorin schafft es tatsächlich noch mal die Messlatte ein Stück höher zu legen. Nach gut zwei, drei Seiten war ich sofort wieder in der Story und ließ mich vom knackig, trockenen Schreibstil Solanas an die Hand nehmen. Kam ich schon beim Vorgänger streckenweise aus dem Schmunzeln nicht mehr raus, so sorgte ich nun wohl für Unterhaltung im Kreise der Nachbarn, derart häufig wurde ich von lauten Lachattacken geschüttelt. Im Mittelpunkt stehen erneut die Zwillinge Eduard und Borja, von denen keiner weiß, dass sie miteinander verwandt sind und die jeder fälschlicherweise für echte Detektive hält. Tatsache ist: Beide haben keinerlei Lizenz für ihre kleine Detektei, die im Prinzip nur aus einem Büro und einer imaginären, durch versprühtes Parfum dem Klienten vorgegaukelten Sekretärin besteht. Ihre Erfahrung in detektivischer Ermittlung dürfte im Bereich null tendieren, was allerdings durch ein gewisses Maß an Bauernschläue ausgeglichen wird. Oft nur mit Ehebrüchen und Beobachtungsjobs von der katalanischen Upper-Class beauftragt, werden sie nun auf einen Mordfall angesetzt. Elisenda Palau, Autorin von seichten, Liebesschnulzen, wurde hinterrücks mit dem Bronzenen Apfel, einem noch am selben Abend erhaltenen Literaturpreis erschlagen. Hauptverdächtiger ist der Zweitplatzierte, leicht psychotische Amadeu Ribot, dessen Agentin nun Eduard und Borja darauf ansetzt, die Unschuld ihres Mandanten zu beweisen. Das erweist sich als schwierig, da der einzige Mensch, der dem Schriftsteller ein Alibi geben könnte, ein verzweifelter und verschuldeter Familienvater ist, der Ribot zur Mordzeit mit einer Spielzeugpistole überfallen hat. Was folgt ist eine Tour de Force durch Barcelona, die beim Leser kein Auge trocken lässt. Solanas Schreibstil überzeugt mit einer Leichtigkeit, um die sie wohl der Großteil ihrer Konkurrenz beneiden dürfte. Da werden ganze Absätze zum feisten Fest und Sprachgenuss, so dass man sich bald beim Zurückblättern ertappt, um es noch mal zu lesen. Absolutes Highlight ist hier die Szene, in der das literarische Who is Who Barcelonas den halluzigenen Wirkungen einer Überdosis Stechapfel in ihren Kanapees erliegt und einen amüsanten Abend mit nettem Pläuschchen in eine handfeste Orgie verwandelt. Der eigentliche Krimi-Fall gerät, wie auch schon beim Erstling, zur Nebensache, was mich allerdings in keinster Weise gestört hat. Vielmehr bietet "Höllenfahrt ins Paradies" eine derartige Portion Kurzweil, dass mir die Auflösung, abgelenkt von all dem Lesespaß, letztendlich ziemlich gleich war. Das diese aber dennoch toll und mit viel Ironie ausgearbeitet wurde, setzt dem Ganzen noch das Sahnehäubchen auf. Insgesamt ist "Höllenfahrt ins Paradies" ein wunderschöner, saukomischer Ausflug ins Literaturmilieu Barcelons, mit dem Solana einen Großteil ihrer eigenen Biographie verarbeitet (Sie war selbst lange Zeit Übersetzerin) und sich auch gleichzeitig ganz weit nach oben in meiner persönlichen Bestenliste geschrieben hat.

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  • Rezension zu "Höllenfahrt ins Paradies" von Teresa Solana

    Höllenfahrt ins Paradies
    Gruenente

    Gruenente

    26. January 2009 um 16:40

    Eduard und Borja, zwei ungleiche Zwillingsbrüder haben eine Art Beratungsbüro und führen auch schon mal Ermittlungen durch. Durch Zufall werden Sie (gegen saftiges Honorar) gebeten einen Schriftsteller zu entlasten, der Elisanda Palau, eine Bestsellerautorin, mit dem ihr gerade verliehenen Literaturpreis erschlagen haben soll. Dieses Buch beschreibt die Ermittlungen, die manchmal an Miss Marple erinnern. Es beschreibt aber auch Barcelona, sein Plätze, Kneipen, Lebensart. Um die Hintergründe der anderen Protagonisten zu erleuchten, werden einige Kapitel aus deren Sicht erzählt. Insgesamt ist das Buch nett erzählt, stellenweise sehr witzig (z.B. die Beschreibung einer Orgie, die dadurch entsteht, das auf einer Gedenkfeier Stechapfelkanapees serviert werden...). Sowas wie Kluftinger auf katalanisch!

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