Teresa Wagenbach

 3.2 Sterne bei 6 Bewertungen

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Teresa WagenbachDem Leben so nah: Roman
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Dem Leben so nah: Roman
Dem Leben so nah: Roman
 (6)
Erschienen am 17.06.2016

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NiQues avatar

Rezension zu "Dem Leben so nah: Roman" von Teresa Wagenbach

Emotional, mit "wilden" Schreibstil
NiQuevor 2 Jahren

Dem Leben so nah – Teresa Wagenbach

Das Buch ist aus der Erzähler Perspektive geschrieben, und im „wilden“ Wechsel der zwei Hauptcharaktere.

Der Text war am Anfang für mich sehr schwer zu lesen, ich war schon drauf und dran aufzugeben. Es wird ziemlich oft wild zwischen den Hauptcharakteren und der Zeit herumgesprungen (wo es teilweise keine Absätze gibt oder dergleichen), dies erschwerte es mir ziemlich hineinzukommen und auch zu kurzer Verwirrtheit führte. Eine Datum Angabe, anderer Schriftstil, Name des jeweiligen Charakters oder ein grösserer Absatz hätten dies vereinfacht. Dazu kam noch das deren Gedankengänge genauso wie die Sprachdialoge markiert sind, was Ausserdem noch irreführend werden könnte. Ab etwa 30% habe ich mich wohl damit abfinden können, denn es viel mir leichter. Ansonsten ist es verständlich geschrieben.

Die Charakter kommen glaubwürdig rüber. Jedoch wird das genau Alter nicht bekannt gegeben, was man sich dann durch die Vergangenheitsblenden errechnen könnte. Die Entwicklungen der 2 Hauptcharaktere sind auch gut dargestellt. Durch die Einblicke in die Vergangenheit lernt man sie mehr kennen. Es ist toll zu lesen, wie sie sich wieder in ihre Leben zurück kämpfen.

Die Story ist sehr emotional und glaubwürdig geschrieben. Sie gefällt mir, aber mir ist zu oft der „glaube“ enthalten (worauf die Story auch zum Großteil baut), da ich nicht gläubig bin, ist es Ansichtssache. Teilweise wird die Story auch ziemlich langatmig, was mit dem oben genannten eine ziemliche Herausforderung wurde. Die verschiedenen Themen zb. Verlust, Trauer, Wut, weiterleben, etc. worden gut dargestellt. Ab ungefähr 65%konnte ich den Rest dann verschlingen und war teils sehr gerührt. Das Ende ist sehr schön geschrieben, wenn auch teils unerwartet.

Das Cover passt zur Story, ist schlicht gehalten, nicht zu viel oder zu wenig. Mir gefällt es.

Fazit&Empfehlung Es war schwer reinzukommen, man muss sich mit dem „Stil“ zufrieden geben können um weiterzukommen, aber die Story ist gut. Ich war etwas enttäuscht, da der Stil das Lesevergnügen zu Anfang oft ziemlich abgestumpft hat.
Wer etwas emotionales mag und sich nicht an den Stil stört, sollte es lesen. Letztendlich bin ich froh es zu Ende gelesen zu haben.
Ich vergebe 3 Sterne, eigentlich dann doch 3,5, aber geht leider nicht.

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JanaBabsis avatar

Rezension zu "Dem Leben so nah: Roman" von Teresa Wagenbach

Leben oder sterben?
JanaBabsivor 2 Jahren

Leben oder sterben?

Seit fast genau einem Jahr versucht Annabel mit dem Schmerz zu leben, dass sie ihre ganze Familie bei einem Autounfall verloren hat. Ihr kleiner Bruder Leon und ihre Eltern mussten sterben, während sie den schrecklichen Unfall überlebt hat. Seit dieser Zeit lebt Annabel alleine in einer heruntergekommenen Wohnung, ohne Familie, ohne Freunde. Als sie glaubt, den Schmerz nicht mehr ertragen zu können, stürzt sie sich von einer Klippe 30 m tief ins Meer. Ihr Selbstmordversuch misslingt jedoch und sie erwacht, nach tagelangem Koma, in einem Krankenhaus.

Als sie erwacht, sitzt an ihrem Bett ein Unbekannter: Lukas. Selbst kein unbeschriebenes Blatt, muss Lukas in diesem Krankenhaus seine Sozialstunden ableisten. Seit Wochen sitzt er täglich viele Stunden an Annabels Bett und als diese endlich aufwacht und entlassen werden darf, ist es für ihn selbstverständlich, dass Annabel erst einmal zu ihm nach Hause kommt, damit sie sich dort gänzlich erholen kann.

In Lukas Zuhause angekommen badet Annabel sich zuerst einmal eine ganze Weile in Selbstmitleid. Sie möchte nur ein paar Tage bleiben, sich ausruhen und dann den 2. Selbstmordversuch wagen, und sie ist davon überzeugt, dass ihr dieser auch ganz sicher gelingen wird.

Zu diesem Zeitpunkt weiß sie noch nicht, dass auch Lukas sein Päckchen zu tragen hat und dieses Päckchen nicht minder schwer ist, als ihr eigenes. Nach und nach legt Annabel ihren Tunnelblick ab, sieht die Probleme der Menschen um sich herum und gemeinsam mit Lukas findet sie den Weg zurück in ein Leben, das ihr lebenswert erscheint.

Ich denke, dass wir uns ähnlicher sind, als uns lieb ist. Wir sind beide verlorene Seelen, die an einem Ort wandeln, der nicht für sie bestimmt zu sein scheint. (Position 1218)

Die Handlungen von Lukas und Annabel waren für mich nicht immer nachvollziehbar und ich musste ganz oft überlegen, wie alt die Beiden eigentlich sind, je nach Aktivität schienen sie mir zwischen 15 und 40 zu sein. Ich weiß gar nicht, ob im Buch überhaupt erwähnt wird, wie alt sie tatsächlich sind.

Bei den Nebenprotagonisten spielt Lukas Schwester Karen eine große Rolle und ihre Figur ist sehr liebenswert angelegt. Sie spielt aber auch eine größere Rolle die anderen Nebenprotagonisten, weswegen diese Figuren dann auch eher im Hintergrund agieren. Auch Lukas Mutter ist eher unscheinbar und für mich nicht zu greifen, obwohl sie einen wirklich tragende Rolle spielt.

Leider konnte mich die Geschichte, die in diesem Buch erzählt werden sollte, nicht wirklich überzeugen. Obwohl immer wieder Dinge passieren, die den Leser durchaus mitnehmen könnten, fehlten mir persönlich die Emotionen.

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MadameLustigs avatar

Rezension zu "Dem Leben so nah: Roman" von Teresa Wagenbach

Leider wurde ich erst spät gepackt
MadameLustigvor 2 Jahren

Ich lese ja ganz gerne Romane mit tragischem Hintergrund und einer guten Portion Drama, wodurch diesem Buch mit seinem tollen Titel und Cover schnell meine Aufmerksamkeit zuteil wurde. Dass hier zusätzlich noch ein spiritueller Aspekt zum Tragen kommt, klang interessant und weckte meine Neugier.

Die Erzählperspektive wechselt zwischen Annabel und Lukas hin und her, was ich bei zwei zentralen Charakteren grundsätzlich sehr begrüße, da ich dadurch einen Bezug zu beiden aufbauen kann. Allerdings gingen mir die Perspektwechsel hier bisweilen zu schnell von statten, so dass ich oft verwirrt war und den Überblick verloren hatte. Das führte dazu, dass ich mich häufig gezwungen sah, nochmal zurückzublättern, was ich dann doch leider als etwas nervig empfand.


Es herrschte eine entspannte Atmosphäre in der Wohnung,
und Lukas erkannte plötzlich wieder etwas von dem Glanz,
welches dieses Haus früher für ihn besessen hatte. (S. 105)


Leider geht die Autorin auch während der einzelnen Szenen sehr sprunghaft vor, wodurch diese gar keine Chance bekamen, sich zu entfalten. Das hatte zur Folge, dass ich so meine Schwierigkeiten hatte, mich in Charaktere und Handlung einzufühlen. Dazu kamen gerade zu Beginn einstudiert wirkende Dialoge, die es mir zusätzlich nicht nur schwer machten, einen Bezug zu Annabel und Lukas aufzubauen, sondern nahmen dem Ganzen auch Glaubhaftigkeit und Tiefe. Schade, denn anstatt mich voll und ganz in die Geschichte zu vertiefen, hüpfte ich vorerst eine ganze Weile hilflos und überfordert von all den Szenenbruchstücken durch die Seiten, was nicht nur meinen Lesefluss, sondern auch meine Leselust störte.


Sie wollte ihm dafür danken, was er alles für sie getan hatte,
doch sie konnte ihren Dank nicht in Worte fassen. Sie wollte ihm sagen,
was für ein toller Mensch er war,
doch sie konnte ihre Gefühle nicht ausdrücken. (S. 175)


In Dem Leben so nah erzählt Autorin Teresa Wagenbach eine Geschichte über Schmerz, Trauer, Hoffnung, Glauben, tiefer Verzweiflung und Liebe. Eine Geschichte über das füreinander da sein und stützen, über Verantwortung, uneigennütziger Hilfestellung und den Kampf fürs Leben. Eine Geschichte, die durch all dies eigentlich eine gewaltige und emotionsgeladene Atmosphäre hätte schaffen und ein Wechselbad der Gefühle nach dem anderen auslösen sollte, doch das tat sie aus oben bereits genannten Gründen bei mir leider erst spät. Aber sie kamen, die Gefühlsstrudel, die mich gefangen hielten und nicht mehr losließen. mich mit den Charakteren mitfühlen und hoffen ließen und ab dem Moment war der Knoten geplatzt und es wurde wirklich gut. Schade nur, dass ich circa die Hälfte des Buches lesen musste, ehe ich meine Freude daran gewann, denn die Geschichte um Annabel, Lukas und all ihren Problemen hat es eigentlich verdient, dass man von Beginn an an den Seiten klebt.


Zusammengefasst heißt das
Nach anfänglichen Schwierigkeiten, mich in die Geschichte einzufinden wurde das Buch für mich ab circa der Hälfte zu einer fesselnden Lektüre, wobei es hauptsächlich dem angenehmen Schreibstil der Autorin zu verdanken war, dass ich überhaupt bis dahin kam. Aber ich wurde belohnt. Wer nun also von meinen Kritikpunkten nicht abgeschreckt ist, sollte sich das Buch ruhig mal etwas genauer ansehen.

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