Tereza Vanek Chinatown

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Inhaltsangabe zu „Chinatown“ von Tereza Vanek

Ende der zwanziger Jahre in Hamburgs Chinesenviertel: Staunend schaut die Prostituierte Mai Ling zwei kecken jungen Frauen nach, die Arm in Arm durch St. Pauli schlendern. Die eine trägt kurzes, kupferrotes Haar, die andere gar Männerkleider - und sie benehmen sich wie ein Liebespaar! Besonders von der aufgeweckten Rothaarigen fühlt sich die Chinesin auf besondere Weise angezogen...

Unweit der großen Freiheit begegnen sich fremde Welten - China und Europa, Frauenhandel und selbstbewusste Lesben, amerikanischer Jazz und rechtsradikale Kokaindealer. Tereza Vanek wählt Hamburgs historisches "Chinatown" als Kulisse für eine bewegende Frauenliebe.

Interessante historische Aspekte in neuer Perspektive.

— Hilde1945

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  • Einer der wenigen Historienromane mit lesbischen Frauen

    Chinatown

    Hilde1945

    27. March 2016 um 16:52

    In Hamburg der 20er Jahre gab es ein Chinesenviertel, in der der Handel mit so Allerlei blühte - inklusive Zwangsprostituierten wie der Chinesin Mai Ling, die selbst ein tragisches Leben hinter sich hat und nach Europa geflohen ist. Der geschichtliche Umstand war mir bisher überhaupt nicht bekannt, weshalb ich es um so mehr schätzte, dass die Autorin am Ende des Buches noch einige vom Roman unabhängige Seiten dazu niederschrieb. Die Handlung an sich ist spannend und unterhaltsam, nur für die Hauptpersonen hatte ich dann doch nicht so viel Sympathie übrig. Sie kamen mir oft gefühlsarm vor. Dennoch hat das Buch allein von der geschichtlichen Rahmenhandlung her 5 Sterne verdient.

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  • Chinatown in Hamburg

    Chinatown

    HeikeM

    22. April 2013 um 12:51

    Romane, deren Handlung hauptsächlich durch eine Liebesgeschichte geprägt sind, finde ich sehr oft langweilig. Ganz anders dieses Buch, denn die erwartete Lovestory entwickelte sich einerseits erst recht spät, andererseits war sie sehr schön beschrieben und sie war zwar präsent, aber nicht alles überdeckend. Zunächst erfuhr der Leser viele Dinge aus dem Leben der Protagonisten, konnte an Höhen und Tiefen ihres Lebens teilhaben und sie in ihrem Handel verstehen lernen. Das Umfeld der Hauptpersonen, das Chinaviertel im Hamburger Hafen, das es wirklich gab, wurde dem Leser ebenso näher gebracht wie die politische Situation. Auch dem Zeitgeist wurde mit Fortschreiten der Handlung immer mehr Rechnung getragen. Empfand ich zu Beginn des Romanes die zeitlichen Gegebenheiten etwas zu wenig betrachtet, so änderte sich das ab der Mitte des Buches grundlegend. Da konnte ich die verrückten 20er Jahre förmlich spüren. Besonders schön und interessant fand ich die Passagen, die sich um den Jazz rankten. Aber auch das Zusammenspiel zwischen den Chinesen und ihre Distanziertheit zu den Einheimischen wurde sehr kompetent beschrieben. Außerordentlich gut hat mir die Charakterisierung von Alexandra gefallen. Sie kämpfte mit allen Mitteln, um die ihr verhasste Stelle als Sekretärin aufgeben und sich ihren Lebenstraum erfüllen zu können. Dazu musste sie eine gescheiterte Beziehung verkraften. Vergessen fand sie im Alkohol. Der Liebesbeziehung zwischen Alexandra und Mai Ling nähert sich Tereza Vanek sehr feinfühlig, vieles wird nur angedeutet und nicht wirklich ausgesprochen. Der Leser darf seine Fantasie bemühen. Abwechselnd wird die Handlung aus der Sicht der beiden Frauen geschildert und immer wieder gibt es höchst interessante und berührende Rückblenden in Mai Lings Vergangenheit. In einem aufschlussreichen Nachwort klärt die Autorin ihre Leser über die Schnittpunkte ihrer fiktiven Geschichte zur Realität auf, etwas, was ich an historischen Romanen sehr schätze.

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  • Rezension zu "Chinatown" von Tereza Vanek

    Chinatown

    WildRose

    28. September 2012 um 16:15

    "Chinatown" ist mein zweites Buch von Tereza Vanek nach "Schwarze Seide." Und ich muss sagen, es hat mir auch etwa gleich gut gefallen wie der Vorgänger. Diesmal spielt Vaneks Roman Ende der Zwanziger-Jahre in Deutschland, genauer gesagt im Chinesenviertel Hamburgs. Das ist natürlich eine sehr interessante Zeit und auch ein sehr interessanter Ort. Die Charaktere, Alexandra und Mai Ling, hätten meiner Meinung nach etwas genauer charakterisiert und beschrieben werden können. Mir persönlich ging in dieser Geschichte vieles einfach etwas zu schnell - gerade noch wurde Mai Ling zur Prostitution gezwungen und grauenhaft zugerichtet, dann lässt sie sich auch schon auf Alexandra ein. An sich fand ich die Liebesgeschichte zwischen den beiden sehr unterschiednlichen Frauen ja wirklich schön, aber manches war recht vorhersehbar und erinnerte mich auch sehr an "Schwarze Seide." Der Schluss war zwar sehr schön, meiner Meinung nach jedoch auch ein bissche unrealistisch. Allerdings finde ich Vaneks Schreibstil auch einfach nicht so überzeugend. Wer gerne romantische Bücher liest und sich für das zwanzigste Jahrhundert interessiert, könnte durch dieses Buch aber mehr über das Thema "Chinesen in Hamburg" erfahren und hätte einen netten Roman für zwischendurch..

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  • Rezension zu "Chinatown" von Tereza Vanek

    Chinatown

    bonomania

    07. January 2010 um 00:27

    Dies ist die Geschichte von Mai Ling, die als Zweitfrau in eine Ehe gezwungen wird. Da sie das neue moderne China verkörperte, wird sie von ihrem Ehemann mehr geachtet als Baihe, die Erstfrau mit ihren gebundenen Lotusfüßen. Als Baihe Mai Ling informiert, dass Shanghai die Stadt der weißen Teufel ist, wo Chinesinnen Arbeit finden können, wird das fatale Folgen auf ihr weiteres Leben haben. Sie gelingt per Schiff illegal nach Hamburg, dank eines hilfreichen Chinesen, der mit ihr in Hamburg gutes Geld machen will. Ganz anders läuft dagegen das Leben von Alexandra ab. Ihr Vater ist ein polnischer Arbeiter, der sein ganzes Leben nach Anerkennung lechzt und die Mutter eine verarmte Adelige. Sie träumt von einem Leben als wilde Jazz Singerin, teilt sich mit Ihrer Freundin Michelle eine chaotische und unaufgeräumte Wohnung und muss doch Ihr Dasein als Sekretärin fristen. Durch Ihre Freundin Greta, die Prostituierte in Sankt Pauli hilft, lernen sich Mai Ling und Alexandra kennen. Es ist ein langsames aneinander herantasten, in Rückblenden erfährt man so nach und nach Mai Ling's grausames Schicksal. Dies läßt einen nicht unberührt zurück. Je weiter man liest, desto mehr fesselt einen die Geschichte. Es kommen auch einige überraschende Wendungen, die die Autorin geschickt eingebaut hat. Die letzten 50 Seiten lesen sich dann fast wie ein Krimi, man weiß bis ganz kurz vor Schluss nicht, wie die Geschichte ausgehen wird. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und vergebe hier gerne 5 Amazon Sterne. Besonders angetan war ich vom Schreibstil, der die schrecklichen Szenen beschreibt, ohne ins Detail zu gehen. Man erfährt nur, was unbedingt nötig ist, nicht mehr und nicht weniger. Beeindruckende Bilder laufen im Kopf ab und geben so ein positives Feedback, trotz der traurigen Grundstimmung. Vielen Dank an Tereza Vanek, die mir die roaring Twenties im Hamburger Chinesenviertel näher gebracht hat, ich freue mich schon auf den nächsten Roman, der im August 2010 erscheinen wird.

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  • Rezension zu "Chinatown" von Tereza Vanek

    Chinatown

    beowulf

    07. January 2010 um 00:19

    Ein historischer Roman aus einer Zeit, die schon Kino und Radio kannte, Auto und Telefon und die die Zeit unserer Großmütter oder Urgroßmütter war. Eine Zeit die uns nah vorkommt, gegen das in den historischen Romanen so beliebte "Mittelalter" des 17. Jahrhunderts, aus dem Hamburg der 20iger Jahre des vorherigen Jahrhunderts und über die wir doch so gut wie nichts mehr wissen. Meine Großmutter und mein Großvater brachten in dieser Zeit in China meinen Vater zur Welt, eine harte Welt für Chinesen. In Shanghai steht am größten Park ein Schild Für Hunde und Chinesen verboten- in dieser Reihenfolge. Eine unsichere Zeit, Pu Yi - der letzte Kaiser- sitzt noch in seinem Palast, die Macht verkörpert er nicht mehr. Mai Ling, die Chinesin, (wie wir in der Leserunde gelernt haben nicht verwandt mit der englischen Post wie mailing, aber auch nicht mit Münchens Mailingerstrasse) verlässt in dieser Zeit die scheinbar sichere Welt der traditionellen chinesischen Familie und den Schutz ihres Ehemannes um als moderne Frau ihren Weg in die Welt zu machen- und landet da wo auch heute Ausreißer häufig landen- im Bordell der Großstadt. Von Shanghai wird sie nach Deutschland verschifft um in Hamburg im Hafenviertel anschaffen zu gehen um die Träume ihres Zuhälters von der großen Gangsterkarriere erfüllen zu helfen. Mai Ling ist am Ende, am Boden angekommen. Sie steckt im Schmutz der Großstadt und im Schmutz der Prostitution, hilflos in der Fremde, ohne Papiere, illegal, ohne Hilfe. Alexandra, die Deutsche, hoffnungsvolle Sängerin in wilden Jazzclubs und frustrierte Fremdsprachensekretärin, die in einer Anwaltskanzlei arbeitet. Alexandra ist unzufrieden mit ihrem Leben, gerade wurde sie von einer großen Liebe verlassen, einer Anwältin in der Kanzlei ihres Chefs, ihre Zukunft als Tippse beim Anwalt findet sie öde und sie erkennt nicht, dass sie in ihrer Zeit privilegiert ist, überdurchschnittlich gut verdient und ein recht freies Leben hat. Diese beiden Frauen treffen im Hamburg der „Roaring Twenties“ aufeinander, zwischen Partys voll Schnaps und Koks, verschwenderischem Reichtum und krassester Armut stoßen diese Frauen aus zwei Kulturen aufeinander, deren Kommunikationsprobleme unüberwindlich erscheinen, nichts scheinen sie gemeinsam zu haben an Erziehung, gesellschaftlichem Hintergrund, Lebenserfahrung oder Lebenseinstellung. Dazu kommt noch, dass Typen mit kurzen blonden Haaren, die über die Juden und alle Ausländer herziehen und dabei auch keine Skrupel vor Gewaltanwendung haben offenbar immer stärkeren Zulauf haben, die Witzfigur die deren Partei vorsteht kann doch keiner ernst nehmen- und doch geht von diesen Typen eine Gefahr aus. Tereza Vanek beschreibt in sehr beeindruckenden Bildern diese Athmosphäre einer Zeit, die nicht Umbruchzeit wurde, sondern eine Art Zwischenzeit, ein seltsamer Schwebezustand indem alle auf der Suche sind ein ziel zu finden, eine Zukunft. Die einen verlaufen sich in die braune Irre, andere marschieren in die innere Immigration, andere ins Exil. Das alles wird, wie der Leser weiß passieren- und Tereza Vanek erzählt wie die Entwicklung beginnt. Eine unbedingte Leseempfehlung.

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