Tereza Vanek Das sprechende Kreuz

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Inhaltsangabe zu „Das sprechende Kreuz“ von Tereza Vanek

Johanna Schneiders Familie kam mit dem Kaiser Maximilian nach Mexiko und hat sich 1865 in Valladolid in Yucatan niedergelassen, wo sie einen Eisenwarenladen betreiben. Dort trifft Johanna Carlos Mendez, den Sohn eines wohlhabenden Plantagenbesitzers, der sich in sie verliebt und sich heimlich mit ihr verlobt. Doch sein Vater offenbart ihm ein lang gehütetes Geheimnis, das Carlos veranlasst, die Stadt fluchartig zu verlassen und zu den aufständischen Indios nach Yucatan zu fliehen. Johanna folgt ihm verzweifelt mit ihrer indianischen Dienerin Maruch und findet ihn krank in der Stadt Tulum, die von einer gefährlichen Frau beherrscht wird, María Uicab, die sowohl hohe Priesterin als auch ungekrönte Königin der Mayas ist. Sie zelebriert das Ritual des sprechenden Kreuzes, wodurch sie Weisungen von den Göttern empfängt. Da die Mayas jedoch einen Aufstand planen, weil das göttliche Orakel durch das sprechende Kreuz einen Angriff auf die weißen Eroberer befiehlt, geraten Johanna und Carlos in Lebensgefahr …

Eine spannende Geschichte, gleich einem Abenteuerroman mit geschichtlichem Hintergrund, der vom Unabhängigkeitskampf der Indios erzählt

— tinstamp
tinstamp

exotisch spannend und voller Liebe

— Susimueller
Susimueller

Ein gelungener historischer Roman über den Konflikt zwischen Indios und Kreolen!

— Rebecca1493
Rebecca1493

Wunderschöne Landschaftsbeschreibungen, eine spannende Story und ein wahrer Hintergrund machen die Geschichte zu bester Leseunterhaltung!

— angi_stumpf
angi_stumpf

Ein farbenfrohes Sittenbild aus dem Mexiko des 19. Jahrhunderts

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

Die Autorin hat aus historischen Daten eine spannende und einfühlsame Geschichte geflochten. Das Buch kann ich nur empfehlen!

— baronessa
baronessa

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  • Mexico um 1870

    Das sprechende Kreuz
    irismaria

    irismaria

    13. June 2016 um 15:51

    Ich habe von Tereza Vanek schon einige historische Romane gelesen und besonders gut gefällt mir an ihnen, dass sie in mir ganz unbekannten Settings spielen. So ist es auch bei „Das sprechende Kreuz“, in dem die Leser ins mexikanische Yucatán um 1870 entführt werden. Dort lebt die österreichische Familie Schneider und betreibt einen Laden. Die beiden fast erwachsenen Töchter Johanna und Kornelia kommen unterschiedlich gut in der neuen Umgebung zurecht. Johanna verliebt sich in Carlos Mendez, den Sohn eines reichen Plantagenbesitzers. Doch ihre Liebe wird auf eine Probe gestellt, denn es ist ein Aufstand der Indios, die den Kult des sprechenden Kreuzes praktizieren. Durch die Hauptfiguren, die verschiedenen Bevölkerungsgruppen angehören, erfährt man viel über das jeweilige Lebensgefühl der Einwanderer, spanischstämmigen Oberschicht und der Indios. Vom Kult des sprechenden Kreuzes in Tulum hatte ich noch nie gehört und fand ihn und die Anführerin der Maya, María Uicab, sehr interessant. Zur interessanten Thematik kommen die schöne Sprache Tereza Vaneks und ihre lebendige Figurenzeichnung. Ein Cover, das mich sehr anspricht und eine historische Einordnung am Schluss komplettieren das Buch, für das ich eine absolute Leseempfehlung gebe.

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  • Leserunde zu "Das sprechende Kreuz" von Tereza Vanek

    Das sprechende Kreuz
    Tereza_Vanek

    Tereza_Vanek

    Es ist mal wieder Zeit für eine Leserunde zu meinem aktuellen Mexiko-Roman. Der Verlag stellt 10 Freiexemplare (Printausgaben) zur Verfügung, die verlost werden.In der Geschichte geht es um einen Indianeraufstand im Süden Mexikos um 19. Jahrhundert und zwei junge Frauen, die darin verwickelt werden.Johanna Schneiders Familie kam mit dem Kaiser Maximilian nach Mexiko und hat sich 1865 in Valladolid in Yucatan niedergelassen, wo sie einen Eisenwarenladen betreiben. Dort trifft Johanna Carlos Mendez, den Sohn eines wohlhabenden Plantagenbesitzers, der sich in sie verliebt und sich heimlich mit ihr verlobt. Doch sein Vater offenbart ihm ein lang gehütetes Geheimnis, das Carlos veranlasst, die Stadt fluchartig zu verlassen und zu den aufständischen Indios nach Yucatan zu fliehen. Johanna folgt ihm verzweifelt mit ihrer indianischen Dienerin Maruch und findet ihn krank in der Stadt Tulum, die von einer gefährlichen Frau beherrscht wird, María Uicab, die sowohl hohe Priesterin als auch ungekrönte Königin der Mayas ist. Sie zelebriert das Ritual des sprechenden Kreuzes, wodurch sie Weisungen von den Göttern empfängt. Da die Mayas jedoch einen Aufstand planen, weil das göttliche Orakel durch das sprechende Kreuz einen Angriff auf die weißen Eroberer befiehlt, geraten Johanna und Carlos in Lebensgefahr …

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  • Das sprechende Kreuz

    Das sprechende Kreuz
    nirak03

    nirak03

    05. June 2016 um 13:19

    1871 Yucatán/Mexiko, hier lebt die österreichische Familie Schneider in der Stadt Valldolid . Die zwei Töchter des Hauses, Johanna und Kornelia leiten den kleinen Delikatessenladen der Familie. Doch dann verliebt sich Johanna in Carlos Mendez. Er ist der Sohn eines der reichsten Familien der Stadt. Ihre Liebe steht unter keinem guten Stern. Der Vater von Carlos ist mit seiner Wahl nicht einverstanden, es kommt zum Streit und Carlos flieht in die Wälder. Johanna folgt ihm. So geraten beide in den Aufstand der Rebellen. Plötzlich müssen sie um ihr Leben fürchten. Während dieser Zeit wächst die eher schüchterne Kornelia über sich hinaus. Sie versucht ihrer Schwester zu helfen, gilt diese doch als entführt und bedarf der Rettung. Auch für Kornelia beginnt eine schwere Zeit. Tereza Vanek nimmt ihre Leser mit auf eine Reise nach Mexiko, zur Zeit der Aufstände der Maya. Anschaulich schildert sie von dem Leben dieser Zeit an diesem Ort. Ihr Erzählstil ist dabei leicht zu lesen und lässt einen dabei aber auch nicht mehr los. Die Seiten fliegen quasi nur so dahin. Die Familie Schneider ist eine Einwanderungsfamilie, die es nicht immer leicht hatte. Hier wird erzählt, wie sie mit ihrem neuen Leben zurecht kamen. Erst als es richtig schwierig wird, fangen vor allem die Mädchen an, dieses Land ein wenig zu verstehen und vor allem ihre Ureinwohner besser kennenzulernen. Vanek hat dies sehr schön in Szene gesetzt. Auch die Kultur dieser Menschen versucht sie näher zu bringen. Mir war die Verehrung des sprechenden Kreuzes nicht bekannt und so war gerade dieser Teil sehr spannend zu lesen. Die Mischung aus Fiktion und historischem Hintergrund ist hier gut gelungen. Wobei beide Seiten der Bevölkerung dargestellt werden. Hier stehen die reichen, Großgrundbesitzer auf der einen Seite und die einheimische Bevölkerung, eben die Nachfahren der Maya auf der anderen Seite. Ihr Konflikt wird gut erzählt und anschaulich umgesetzt. Die Liebe zwischen Carlos und Johanna wird geschildert und zeigt, wie wichtig Toleranz anderen Menschen und Kulturen gegenüber ist. Aber auch Kornelia macht hier eine interessante Wendung durch. Sie wird vom schüchternen Mädchen, welches sich eigentlich für die Welt nicht interessiert, zu einer verantwortungsbewussten jungen Frau, die ihr eigenes Schicksal in die Hände nimmt und den Leser zum Ende hin noch mal in Erstaunen versetzt. Am Ende steht ein kurzes Nachwort, welches Fiktion und Wahrheit trennt und eine kleine Zeittafel fasst noch einmal die wichtigsten Daten dieser Zeit zusammen. Das sprechende Kreuz ist ein schöner historischer Liebesroman, der neben der Liebe einige interessante Informationen zu Mexiko bereithält. Genau richtig zum schmökern und darin versinken. Ich hatte angenehme Lesestunden.  

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  • Das sprechende Kreuz

    Das sprechende Kreuz
    tinstamp

    tinstamp

    30. May 2016 um 15:19

    Im Mittelpunkt steht die österreichische Auswandererfamilie Schneider, die sich im 19. Jahrhundert in Valladolid eine neue Existenz aufbauen will. Der Vater der beiden Töchter, Johanna und Kornelia, hat nach dem Tod seiner Frau eine Mexikanerin geheiratetet, die ein kleines Feinkostgeschäft mit in die Ehe bringt. Während der Vater seine Töchter damit versorgt glaubt, widmet er sich der Malerei und seine Frau dem Müßiggang. So führen die beiden Töchter das Geschäft, das sich auf europäische Erzeugnisse spezialisiert hat. Vorallem Johanna ist eine sehr tüchtige Geschäftsfrau, während Kornelia mehr durch ihre blonden Locken und ihre Schönheit auffällt und sich nach ihrer alten Heimat Österreich und den Bergen sehnt. Doch Johanna ist es, die Aufregung in die Familie bringt, als sie sich in Carlos Mendez verliebt, Sohn einer der reichsten Plantagenbesitzer der Stadt. Gegend den Widerstand des Vaters von Carlos wollen die beiden Verliebten heiraten. Doch dann offenbart ihm sein Vater ein furchtbares Geheimnis, das Carlos fassungslos zurücklässt und woraufhin er seine Familie und Johanna verlässt. Er flüchtet Hals über Kopf in den Dschungel. Er rechnet jedoch nicht mit seiner sturen Verlobten, die ihm mit Hilfe von Maruch, dem Indio-Dienstmädchen des Hauses, folgt. Doch bald darauf werden sie von aufständischen Indios, den Cruzobs, gefangen genommen und geraten zwischen die Fronten der beiden Parteien... Tereza Vanek hat sich in diesem Roman mit dem  Unabhängigkeitskrieg der Maya's im 19. Jahrhundert befasst. Grundthema neben den Kämpfen ist vorallem das damalige Kastendenken der mexikanischen Bevölkerung. Wie in den USA die Indianer nach und nach von den europäischen Siedlern vertrieben wurden, so wird auch der Lebensraum der Mayas immer weniger. Doch statt sich einheitlich gegen die weißen Einwanderer zu stellen, bekämpfen sie sich auch noch gegenseitig und so ist es nicht verwunderlich, dass sie ein ähnliches Schicksal wie die Indianer ereilt. Die Verhältnisse zwischen den neu zugewanderten Europäern, der kreolischen Oberschicht und den rechtlosen Indios wird ebenfalls sehr deutlich dargestellt. Hervorgehoben wird auch das Machtverhältnis der reichen Plantagenbesitzer, die sich mit Bestechung auch gegen das Gesetz stellen können, ohne verurteilt zu werden. Besonders die jungen Söhne, wie Miguel Almaviva, glauben sich alles erlauben zu können und schrecken auch vor Mord nicht zurück. Das hat sich ja bis heute leider nicht wirklich geändert.... Die Geschichte führte mich in eine fremde Welt voller Exotik und Aberglauben. Der Großteil des Buches spielt im Dschungel, liest sich wie ein Abenteuerroman und bringt dem Leser die Mayakultur näher. Der Titel bezieht sich auf den Kult des sprechenden Kreuzes, der von den Cruzob praktiziert wurde. Man lernt hier spielerisch mehr über die Geschichte der Indios, die uns Europäern eher unbekannt ist, kennen. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und konnte kaum aufhören zu lesen. Einzige Mankos waren für mich die vielen Fehler - ein neues Lektorrat würde ich empfehlen! - und den für eine europäische Frau eher leichtsinnigen Ausflug in den Dschungel, der ein kleinen hauch von Unglaubwürdigkeit hat. Trotzdem ist die Geschichte äußerst fesselnd und NICHT vorhersehbar, denn die Autorin hat geschickt einige überrachende Wendungen eingebaut, die die Spannung erhöhen. Charaktere: Die verschiedenen Charaktere sind sehr lebendig dargestellt. Besonders gefallen hat mir, dass es sowohl gute als auch böse Indios und Kreolen gibt und nicht eine Seite als Bösewicht und die andere als Gutmensch dargestellt wird.  Unsere Hauptprotagonistin Johanna ist eine sehr toughe junge Frau, die sich nicht scheut, auszusprechen, was sie denkt. Damit stößt sie besonders in der damaligen Zeit viele Menschen vor dem Kopf. Trotzdem ist sie aufgeschlossen, interessiert sich für die Menschen in ihrer neuen Heimt und kann kräftig zupacken. Sie gibt nicht so schnell auf und setzt ihren Kopf durch. Kornelia hingegen hat Heimweh nach Österreich, interessiert sich nicht für die neue Heimat und hat eher nur ihr Aussehen im Kopf. Doch sie wandelt sich im Laufe der Geschichte zu einer selbstständigen und verantwortungsbewussten Frau. Papa Schneider konnte ich überhaupt nicht verstehen. Er widmete sich rein dem Müßiggang und griff weder bei einem Überfall auf seine Töchter, noch als der Laden kurz vor dem Ruin steht, ein. Für mich als Elternteil absolut unvorstellbar! So einen egoistischen und unsympathischen Menschen, der nicht zu den Bösewichten zählt, habe ich noch in keinem Buch kennengelernt. Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist packend und lässt sich unheimlich gut lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, war fasziniert von der fremden Welt und konnte darin versinken. Die historischen Fakten wurden gut recherchiert und mit der fiktiven Geschichte hervorragend verknüpft. Es ist wirklich schade,  dass der Lesefluss durch das schlechte Lektorrat geschmälert wurde. Fazit: Eine tolle und spannende Geschichte, gleich einem Abenteuerroman mit geschichtlichem Hintergrund, der vom Unabhängigkeitskampf der Indios erzählt. Exotische Plätze, Aberglauben und keine kitschige Liebesgeschichte runden dieses Lesevergnügen ab. Nur die vielen Fehler, die das Lektorrat übersehen hat, haben dieses geschmälert... Wer sich nicht, so wie ich, an den Fehlern stört, erhält eine wunderbare Geschichte voller Spannung und Exotik. Meine Leseempfehlung!

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  • Eine Liebe zwischen mexikanischen Kreolen und Indios

    Das sprechende Kreuz
    Susimueller

    Susimueller

    29. May 2016 um 15:29

    Johanna und Kornelia Schneider sind mit ihrer Familie 1865 von Österreich nach Mexico geflohen, um sich dort mit Hilfe eines Spezialitätengeschäftes eine neue Existenz aufzubauen. Doch auch in Mexico ist das Überleben nicht einfach. Während Johannas und Kornelias Vater nach dem Tod ihrer Mutter eine faule Mexicanerin geheiratet hat, die sich überhaupt nicht am Geschäftsalltag beteiligt und dieser sich dann auch aus dem Geschäftsleben zurückgezogen hat, müssen die beiden ungleichen Schwestern die Existenz des Ladens sichern.  Doch bald werden sie zum Spielball der kriegerischen Mächte zwischen der mexiakanischen Oberschicht und der Indios, die um ihre Freiheit kämpfen. Als sich Johanna in den Halbindio Carlos verliebt, der von seinem reichen, mexikanischen Vater verstoßen wurde, muss sie plötzlich im Dschungel um ihr Überleben kämpfen.  Währenddessen versucht Kornelia ihre Schwester mit Hilfe der mexikanischen Oberschicht zurückzuholen und legt sich mit der falschen Seite an.  Mich hat das Buch von Anfang an mitgenommen und in eine ferne Welt entführt. Mir gefällt die etwas edle, mitreißende Ezählsprache, die das fremde Land und die Menschen aus einer anderen Zeit zum Leben erweckt. Die Geschichte beginnt bereits in den ersten Kapiteln mit einem Hauch Exotischem, den Anfängen der Liebe und Spannung. Die Schwestern Johanna und Kornelia waren mir von Anfang an sehr sympathisch, so unterschiedlich sie auch sind. Beide vermitteln Gefühle mit denen der Leser etwas anfangen kann und beide lieben einen Mann. Und auch wenn es nicht der gleiche Mann ist, werden beide zu tiefst verletzt und trauern. Ein Thema das in der Geschichte sehr stark zum Ausdruck kommt ist das Kastendenken. Es geht um die reichen Kreolen, für die die Indios ein niemand sind. Bestenfalls ein Tier und die sich auch von den Menschen mit weniger Reichtum abheben. Das Buch ist nicht leicht zu durchschauen, was mir sehr  gefällt.  Immer wenn ich denke, was kann denn da jetzt noch kommen, nimmt das Schicksal wieder eine Wendung und es wird ganz anders als man denkt. Ich finde die Gegensätze und Vorurteile unheimlich toll herausgearbeitet. So, dass man irgendwie fast immer beide Seiten versteht und auf beiden Seiten mitfühlen kann. Auch die Exotic des Dschungels und des Maya Dorfes kommen sehr gut herüber. Ich hatte schon lange kein Buch mehr das mich so gefesselt hat. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Es ist irgendwie ein Happy End, aber ohne kitschig zu werden. Ein Ende, dass trotzdem noch einiges offen lässt und einfach zu dem Buch, zu der Zeit und zu dem exotischen Buch passt. Fazit. Ein wirklich tolles Buch, das mich einige Stunden mit auf eine ferne Reise in den Dschungel genommen hat. Ein Buch , das mich aus dem Alltag entführt hat und mir die Exotig in die heimische Wohnung gebracht hat. Es wird mit Sicherheit nicht das einzige Buch von Tereza Vanek bleiben, das ich lesen werde.

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  • Außergewöhnlich & fesselnd

    Das sprechende Kreuz
    AnnaMagareta

    AnnaMagareta

    29. May 2016 um 14:52

    Das Buch „Das sprechende Kreuz“ von Tereza Vanek ist ein spannender Roman der im 19. Jahrhundert in Mexico spielt.  Schon das Cover des Buches vermittelt einen guten ersten Eindruck, da die Darstellung und die Farben perfekt zum geschehen des Romans passen.  Zum Inhalt: Die Familie Scheider ist aus Österreich ausgewandert und dem Kaiser Maximilian nach Mexiko gefolgt. Dort führen sie – leider nicht sonderlich erfolgreich und seitens der Eltern wenig ambitioniert - einen kleinen Laden in Valladolid mit europäischen Erzeugnissen. Die ältere Tochter Johanna verliebt sich in Carlos - den Sohn eines reichen Kreolen – während ihre jüngere Schwester Kornelia  darauf hofft, nach Österreich zurückzukehren. Die Liebe von Johanna und Carlos scheint aussichtslos zu sein, da Carlos bereits Henrietta versprochen wurde. Carlos widersetzt sich seinem Vater und verlässt Valladolid. In der Folge sucht ihn Johanna gemeinsam mit ihrer Dienerin Maruch  und kämpft sich durch das Leben. Aber auch Kornelias Leben bleibt nicht ruhig und beschaulich.  Der Schreibstil von Tereza Vanek ist spannend und authentisch. Man kann mühelos in die – für mich bisher eher fremde – Welt des Romans eintauchen.  Die Kombination aus Fiktion und Historischem finde ich sehr gelungen. Der Buch ist gut recherchiert und die Lebensgewohnheiten und Unterschiede der Einwanderer und der Einheimischen sind realistisch beschrieben.  Die enorm unterschiedlichen Charaktere sind so detailreich dargestellt, dass man eine gute Vorstellung von ihnen bekommt und dementsprechend Sympathien bzw. Antipathien entwickelt.    Mein Fazit: Das Buch „Das sprechende Kreuz“ von Tereza Vanek ist ein gut recherchierter und spannender Roman, der einen kleinen Einblick in das Leben der Menschen in Mexico im 19. Jahrhundert gibt. Historische Hintergrundinformationen wurden in die Geschichte um Johanna und Kornelia perfekt eingebettet und ich fühlte mich gut unterhalten.

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  • Spannung und Gefühl in Mexiko

    Das sprechende Kreuz
    allegra

    allegra

    28. May 2016 um 17:33

    Im Roman „Das sprechende Kreuz“ thematisiert Tereza Vanek den sogennanten Kastenkrieg, einen Unabhängigkeitskrieg der Maya Bevölkerung auf Yucatán im 19. Jahrhundert. Der Titel bezieht sich auf den Kult, des sprechenden Kreuzes, der von den Rebellen, „Cruzoob“ genannt, praktiziert wurde. Im Zentrum stehen zwei Schwestern österreichischer Herkunft, die in Valladolid einen Laden mit europäischen Spezialitäten führen. Johanna, die couragiertere der beiden, verliebt sich in einen Mexikaner, dem sie in den Dschungel von Yucatán folgt. Unklar über den Verbleib ihrer Schwester versucht Kornelia einerseits den Laden weiter zu führen und andererseits ihre Schwester zu retten. Die Figuren und Handlungsorte sind sehr anschaulich beschrieben, so dass man sich die Stadt Valldolid in den Jahren um 1870 sowie die Protagonisten sehr gut vorstellen kann. Der historische Hintergrund ist sehr gut recherchiert, ohne dass der Roman Lehrbuch mäßig wirkt. Der Roman zeichnet sich vor allem durch abenteuerliche Flucht- und Rettungsaktionen aus. Die Liebesgeschichte ist mit sehr viel Fingerspitzengefühl eingeführt und wirkt zu keinem Zeitpunkt übertrieben oder kitschig. Durch die überschaubare länge der einzelnen Kapitel und regelmäßige Perpektivwechsel bleibt die Spannung durchgehend hoch. Die schöne, flüssig zu lesende Sprache macht aus dem Buch eine hervorragende Reiselektüre. Ich empfand den einen oder anderen Ausflug in den Dschungel für eine europäische Frau als eher unwahrscheinlich oder zumindest für eine bodenständige Frau wie Johanna äußerst leichtsinnig. Dennoch handelt es sich um eine spannende Geschichte, die sich so hätte abspielen können. Das Ende war für mich sehr positiv und überhaupt nicht voraussehbar, was das Buch schön abrundet. Da ich mich durchwegs gut unterhalten fühlte, vergebe ich eine Leseempfehlung mit 4 Sternen.

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  • Mexiko - ein gefährliches Abenteuer, nicht nur Kaiser Maximilian

    Das sprechende Kreuz
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    Tereza Vanek entführt ihre Leser in das Mexiko kurz nach der Erschießung des Kaiser Maximilian. Mit Maximilian, ein Bruder des Österr. Kaisers Franz Joseph, sind einige seiner Landsleute, geblendet von den „ungeheuren Möglichkeiten“ auf Yucatan gelandet. Dass die raue Wirklichkeit eine andere ist, zeigt die Handlung des Romans:Inhalt:Johanna und Kornelia Schneider, die mit ihren Eltern aus Österreich eingewandert sind, führen einen kleinen, aber exklusiven Laden, der europäische Erzeugnisse vertreibt in Valladolid. Der Laden wirft nicht allzu viel ab, was einerseits an dem künstlerisch interessierten, aber völlig unfähigen Vater und dessen mexikanischen zweiten Frau sowie andererseits dem sehr kleinen Kreis von betuchten Käufern geschuldet ist. Johanna, die mit beiden Beinen im Laden und Leben steht, verliebt sich in Carlos Mendez, dem Sohn eines sehr reichen Grundbesitzers. Doch ihre Liebe hat keine Zukunft, da Carlos Henrietta, die Schwester seines Saufkumpanen Miguels, heiraten soll. Als Carlos sich seinem Vater widersetzt, enthüllt ihm der ein schreckliches Geheimnis, das Carlos aus seinem bisherigen Leben reißt. Er verlässt Valladolid. Johanna und ihre indianische Dienerin Maruch suchen und finden Carlos bei den aufständischen Indios. Die Erhebung unter Maria Uicab, der Priesterin des „sprechenden Kreuzes“ in Tulum scheint zu Beginn Erfolg versprechend, bis Carlos von seiner Vergangenheit eingeholt wird und das Liebespaar in höchste Lebensgefahr gerät.Erzählstil/Spannung:Ich kenne Tereza Vaneks Bücher, die in China spielen und finde mich mit ihrem Erzählstil gut zurecht.Trotz des spannenden Themas, finde ich die Geschichte nicht ganz rund. Es werden die Lebensgewohnheiten der Reichen, der Einwanderer und der Indios gut beschrieben. Spannend wird der Roman durch die ständige Frage „kriegen sie sich oder nicht?“ Charaktere:Die Machos sind sehr gut dargestellt, selbstgefällig und überaus von sich eingenommen. Diesem Miguel hätte ich am liebsten erwürgt (Gott sei Dank hat seine Schwester Henrietta für ein Ende seiner Gräueltaten gesorgt).Carlos Mendez, als verstoßener Sohn, ist ein Wanderer zwischen den Welten. Johanna, die toughe Tochter, die alles daran setzt, den Laden weiter zu führen, die für ihre Liebe kämpft und - gewinnt.Ihre Schwester Kornelia, zu Beginn des Romans ein putzsüchtiges und etwas oberflächliches Geschöpf, entwickelt Verantwortung und lässt ihren Vater zurück. Vater Schneider und seine mexikanische Ehefrau hätte ich auch am liebsten gebeutelt. Einfach faul in den Tag hinein zu leben und die „lieben Gott einen guten Mann sein lassen“, grrr!Henrietta, Miguels Schwester, wehrt sich auf ihre Weise gegen eine Heirat mit einem alten reichen Mann.Maria Uicab hätte ich mir charismatischer gewünscht. Dass der Aufstand an den unterschiedlichen Interessen scheitern würde, war vorprogrammiert.Fazit:Ein schönes Sittengemälde dieser Zeit, eingebettet in eine tolle Kulisse. Der historische Hintergrund ist wie immer penibel recherchiert. Über den Aufstand und die Legende vom „Sprechenden Kreuz“ hätte es durchaus noch mehr sein können. Gut und hilfreich, das Glossar.

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    • 3
  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Spannende Geschichte mit kleinen Schwächen!

    Das sprechende Kreuz
    Rebecca1493

    Rebecca1493

    27. May 2016 um 12:46

    1865: Johanna und ihre Schwester Kornelia betreiben einen kleinen Laden in Valladolid, einer Stadt in Mexiko. Als eines Morgens in dieses Geschäft die Söhne einflussreicher Kreolen stürmen, lernt Johanna Carlos kennen. Die Österreicherin und der junge Mann verlieben sich ineinander und wollen gegen den Widerstand seines Vaters heiraten. Doch nachdem Carlos seinem Vater die Nachricht überbracht hat, flüchtet er aus zunächst nicht erkennbaren Gründen in den Dschungel. Johanna macht sich daraufhin mit ihrer Muchacha Maruch auf den Weg und es gelingt ihnen den Kreolen aufzuspüren. Ihre Wiedersehensfreude hält allerdings nicht lang an, denn sie werden von aufständischen Indios, die sich Cruzob nennen, gefangen genommen. Das junge Paar gerät zwischen die Fronten eines seit Jahren herrschenden Konflikt zwischen den Ureinwohnern und den Kreolen... Der Einstieg in das Buch ist mir nicht schwer gefallen. Die ausführlichen Beschreibungen der Stadt Valladolid und ihrer Bewohner sind der Autorin sehr gut gelungen. Auch die Machtverhältnisse bzw. die Hierarchie, die zur damaligen Zeit an diesem Ort vorzufinden sind, werden gut erklärt und lassen den Leser das Verhalten der Personen untereinander besser verstehen.  Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass der Begriff Kreole etwas früher erläutert wird. Leider kommen im ersten Teil des Buches sehr extreme Zeitsprünge vor, die es mir schwer gemacht haben, die Entwicklung der Charaktere zu verstehen. Der zweite Teil gefällt mir aufgrund seiner lückenlosen Berichterstattung deutlich besser. Insgesamt liest sich das Buch sehr flüssig. Nach und nach wird ein Spannungsbogen aufgebaut, der den Leser an die Seiten fesselt. Vor allem das letzte Drittel des Buches hat mich dahingehend sehr überzeugt und ich konnte den Roman kaum noch aus der Hand legen. Besonders gut gefallen hat mir, dass immer wieder die Erzählperspektive gewechselt wird. Dadurch wird einerseits noch mehr Spannung erzeugt, da man nicht sofort erfährt wie Handlung für eine bestimmte Person weitergeht und andererseits kann man die Beweggründe der Protagonisten Johanna, Carlos, Kornelia und Henrietta besser nachempfinden! Besonders Kornelias Wandlung im Laufe der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Tereza Vanek gelingt es den Konflikt der beiden Parteien stimmungsvoll dazustellen: Es gibt nicht die durchweg guten Indios und abgrundtief bösen Kreolen, sondern auf beiden Seiten gibt es Personen, die nur zu ihrem eigenen Wohl handeln und sich bereichern wollen, was den Zwist zwischen den beiden Parteien nur noch mehr anheizt. Aber am Ende bekommen alle das, was sie verdienen! Das Ende der Geschichte passt sehr gut zur Erzählung, wirkt stimmig und ist meiner Ansicht nach nicht vorhersehbar! Das schafft nicht jedes Buch ;) Alles in allem hat mir das Buch bis auf die erwähnten Zeitsprünge, die mir das Lesen etwas schwer gemacht haben, sehr gut gefallen. Vor allem der zweite Teil der Geschichte hat mich in seinen Bann gezogen!    

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  • Eine gelungene Zeitreise ...

    Das sprechende Kreuz
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    26. May 2016 um 22:13

    Die Geschichte: Die österreichische Einwandererfamilie Schneider betreibt in Valladolid einen kleinen Spezialitätenladen. Die Hauptarbeit übernimmt dabei die immer kräftig zupackende Johanna, unterstützt von ihrer jüngeren Schwester Kornelia. Als eines Tages drei betrunkene junge Männer der Oberschicht in den Laden stolpern, um Kornelia ihre Aufwartung zu machen, nimmt das Schicksal unerbittlich seinen Lauf. Kornelias Verlobter verschwindet ohne sie nach Amerika und Johanna verliebt sich in Carlos Mendez, den Sohn eines reichen Plantagenbesitzers. Auch diesem Paar ist leider kein Glück beschieden, denn Carlos flüchtet sich nach einem schlimmen Erlebnis in die Wildnis des Dschungels. Johanna will Carlos mit Hilfe ihres indianischen Dienstmädchens wieder zurück holen, doch am Ende landen alle zusammen in Gefangenschaft der bekannten Hohepriesterin Maria Uicab. Sie ist die Anführerin einer Gruppe, die an die Weissagungen des “Sprechenden Kreuzes” glauben. Werden Johanna und Carlos wieder zurück nach Valladolid kommen? Und was wird Kornelia erleben, die sich leider in ihrer Verzweiflung an die falschen Leute wendet? Meine Meinung: Die Bücher von Tereza Vanek finde ich ja immer so wunderbar, weil sie die Leser mit ihrem sehr atmosphärischen Schreibstil schon nach wenigen Seiten in eine ganz andere Welt entführen kann. In dieser Geschichte reisen wir ins Jahr 1871 nach Mexiko. Das Leben dort ist geprägt von vielen Auseinandersetzungen: Ureinwohner, Einwanderer, spanischstämmige Einheimische und Mexikaner liefern sich immer wieder erbitterte Gefechte um Landbesitz und Unabhängigkeit. Mitten in dieser brisanten Zeit finden zwei sehr unterschiedliche Menschen zueinander: die toughe Österreicherin Johanna und der reiche Plantagenbesitzersohn Carlos. Die beiden Figuren stehen im Mittelpunkt der Story, haben aber etwas gebraucht, bis ich sie wirklich ins Leserherz geschlossen habe. Andere Charaktere haben es mir da leichter gemacht, denn diese mochte ich von Anfang an sehr gern. Aber für mich zeigt das nur, dass die Autorin wirklich lebensechte Protagonisten erschaffen hat, die – wie auch alle realen Menschen – nicht immer nur nett und freundlich erscheinen. Besonders gehadert habe ich mit Johannas Vater und ihrer Stiefmutter: die beiden sind regelrecht antriebslos, so dass man ihnen am liebsten ständig in den Hintern treten möchte. Kornelia wurde mir auch erst sehr spät etwas sympathischer, zunächst wirkte sie noch sehr verwöhnt und egoistisch. Die Geschichte ist abwechslungsreich und durch gelungene Szenenwechsel kommt es auch immer wieder zu Cliffhangern, die alles noch fesselnder machen. Es fehlt nicht an Spannung und Überraschungen und vor allem an Emotionen. Wobei man sagen muss, dass niemals etwas kitschig daherkommt oder wir gar mit seitenlangen Bettgeschichten rechnen müssen. Alles wirklich prima und absolut unterhaltsam zu lesen, auch für Leute, die mit Liebesgeschichten eher nicht so viel am Hut haben. Superschön sind an vielen Stellen die Beschreibungen der Landschaft, die so ursprünglich, geheimnisvoll und traumhaft erscheint, dass man sich sofort hinwünschen würde. Wären da nicht die äußeren Umstände mit Krieg und harter Arbeit. Aber heutzutage kann man dort wohl bestens Urlaub machen, wie die Autorin bei ihren Recherchen erleben durfte. Durch einen Anhang, der noch einen Überblick über die wahren geschichtlichen Ereignisse dieser Zeit bietet, erfährt man, dass vieles im Roman auf historischen Überlieferungen beruht. Diese Verkettung von Fiktion und Geschichte finde ich immer absolut gelungen und so lernt man nebenbei sogar noch etwas. Fazit: Nicht nur eine tolle, emotionale und spannende Story, sondern nebenbei lernt man auch noch einiges über die wahre Geschichte Mexikos. Unbedingt lesen!

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  • Challenge Historische Romane 2016

    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    Hallo Freunde der Historischen Romane! Unsere Challenge findet auch im Jahre 2016 statt. Mit neuen Kategorien und neuen Regeln. In diesem Jahr müssen  20 Bücher gelesen werden. Es gibt noch ein paar andere Änderungen. Am Ende des Jahres wird ein Bücherpaket verlost. Es gelten folgende Regeln: Ablauf:  Du kannst dich unten mit einem Kommentar anmelden. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, in dem ihr euere Rezensionen sammelt. Ich werde daraufhin eine Teilnehmerliste führen. Dann habe ich einen Überblick. 15 Bücher müssen rezensiert werden. 5 dürfen mit einem Leserkommentar bewertet werden. Es zählen nur rezensierte Bücher oder die 5 mit Leserkommentar. Auch dieses Jahr wird es  wieder Kategorien geben. Ich gebe euch 8 Kategorien und ihr müsst daraus die Hälfte lesen. Den Rest dürft ihr frei wählen. In jeder Kategorie max. 2 Bücher. Zeitspanne: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 Mindestzahl Bücher:  20 Bücher müssen gelesen werden. Du kannst jederzeit einsteigen oder dich wieder abmelden. Du verpflichtest dich nicht fix. Die Challenge soll Spass machen! KATEGORIEN Historische Auswanderer-Romane: Auf vielfachen Wunsch wurden Siedler-Romane gewünscht. Ich habe den Begriff "Historische Auswanderer Romane" gefunden. Kaiserreiche /Königsreiche: Alle Romane über die Kaiser- und Königsreiche der Vergangenheit sind hier gefragt. Es gibt genügend Auswahl.  Mittelalter: bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) Historische Personen: Keine Biografien. Sondern fiktionale Romane über historische Personen. Z.B. Tanja Langer, die ein Buch über Heinrich Kleists Selbstmord geschrieben hat. Historische Krimis: Kriminalromane bis zirka zum 2. Weltkrieg. Danach sind es für mich keine Historische Krimis mehr. 1. und 2. Weltkrieg: Romane, die sich im Umfeld der beiden Weltkriege bewegen. Historische Ereignisse: Romane, die sich im Umfeld von Historischen Ereignissen spielen. Zum Beispiel Russische Revolution, Französische Revolution, Franco-Ära etc... Glauben: Es gibt unzählige Romane über die Katholische Kirche (Papst), die Reformation und andere Glaubenskriege. 10 Bücher aus diesen Kategorien müssen gelesen werden. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer und einen regen Austausch! Teilnehmerliste: Gesamt: anne_lay   20/20anushka    20/20 ban-aislingeach    8/20 Bellis-Perennis  90/20 Buchraettin    20/20ChattysBuecherblog  22/20Curin    2/20 DieBerta       0/20 engineerwife    27/20Filzblume   16/20 Finesty22   0/20 Floh      41/20 Fornika  21/20Ginevra    20/20 histeriker   21/20Insider2199  6/20 JuliB      7/20 Kirschbluetensommer    20/20 LadySamira091062      1/20Lese_gerne  15/20 leseratteneu    0/20 LibriHolly     5/20mabuerle   42/20 PMelittaM    20/20 Pucki60      15/20 Rissa    2/20 robberta        3/20 specialang   3/20 sursulapitschi     20/20Sternenstaubfee   36/20Svanvithe    0/20 tiggger  2/20Traubenbaer 4/20 werderaner  14/20 Historische Auswanderer-Romane: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  1/2 Ginevra  0/2 histeriker    0/2 Insider2199 2/2 JuliB       2/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne  2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM   1/2 Pucki60    2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi     2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2Kaiserreiche / Königreiche: anne_lay 1/2anushka    2/2 ban-aislingeach   2/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199   0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      1/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle  2/2 PMelittaM  2/2 Pucki60     1 /2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee    0/2Svanvithe    0/2tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  2/2 Mittelalter: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2Insider2199 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly    1/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60     1/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  2/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Historische Personen: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife   2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM   2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe     0/2 tiggger  4/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2 Historische Krimis: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 0/2 JuliB      2/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2tiggger  0/2Trauenbenbaer 0/2 werderaner  2/2 1. und 2. Weltkrieg: anne_lay 0/2anushka    2/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    1/2 ChattysBuecherblog  0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  0/2histeriker    2/2Insider2199 1/2 JuliB       1/2 Kirschbluetensommer     0/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  1/2Traubenbaer 0/2 werderaner  1/2 Historische Ereignisse: anne_lay   2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  1/2 Ginevra 1/2 histeriker    0/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    1/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      1/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Glauben: anne_lay 2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    0/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  0/2 Ginevra  2/2 histeriker    0/2 Insider 21099 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne   1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe    0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  0/2

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  • Abenteuer im Dschungel

    Das sprechende Kreuz
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    25. May 2016 um 08:58

    Familie Schneider aus Österreich ist  1865 Kaiser Maximilian nach Mexiko gefolgt. Dort, in Yucatan, verliebt sich einige Jahre später die ältere Tochter Johanna in den Sohn eines reichen Kreolen, während die jüngere Kornelia darauf wartet, dass ihr Verlobter sie zurück nach Österreich bringt.Auf dem Cover steht "Roman", aber das Buch lässt sich problemlos als "Abenteuerroman" einordnen. Denn während Vater und Stiefmutter Schneider sich gerne ausruhen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen, erleben vor allem Johanna, aber auch Kornelia, allerhand Abenteuerliches. Natürlich sind Männer der Grund, der sie all dies erleben lässt.Mir hat die patente Johanna sehr gut gefallen. Sie führt das Geschäft der Eltern, während der Vater seiner Leidenschaft, dem Malen, frönt. Von niemandem lässt sie sich etwas sagen und weiß genau was sie will. Später im Buch entwickelt sich auch Kornelia in eine ähnliche Richtung. Wer als auf Romane mit starken Frauenfiguren steht, ist mit diesem Buch gut beraten.Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen, weil es Familie, Liebe, Auswanderung und Abenteuer in einem vereint absolut spannend ist.

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  • Das Orakel und die Königin von Tulum

    Das sprechende Kreuz
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    27. March 2016 um 15:27

    Valladolid, 1865: Die österreichische Familie Schneider ist nach Yucatán ausgewandert. Die beiden Töchter Johanna und Kornelia betreiben einen kleinen Gemischtwarenladen. Der Laden läuft mehr schlecht als recht, doch dann stürmen sechs Jahre später Carlos und seine Freunde den Laden und richten jede Menge Unheil an.Johanna versucht zu retten, was noch zu retten ist und bugsiert die Vandalen hinaus. Doch Carlos will die Sache nicht auf sich beruhen lassen und sucht Johanna wieder auf. Nach und nach muss Johanna erkennen, dass sie sich trotz der Standesunterschiede zu Carlos hingezogen fühlt. Auch Carlos ist einer Beziehung zu Johanna nicht abgeneigt. Aber sein Vater hat andere Pläne mit ihm.Schließlich flieht Carlos in den Dschungel und Johanna bleibt nichts anderes übrig, als ihm zu folgen …Auch wenn ich zu Beginn so meine Probleme mit dem Buch hatte, konnte ich doch schon bald in die historisch-exotische Kulisse Mexikos eintauchen. Die Schneider – Schwestern Johanna und Kornelia sind so unterschiedlich, dass man kaum glauben mag, dass sie tatsächlich Schwestern sind. Tereza Vanek schafft es, dass die beiden Schwestern eigene Charakter haben, sich aber dennoch ergänzen und dadurch das Bild einer Familie bilden.Aber auch Carlos, der aus Mexiko stammt, erhält das „passende“ Gesicht und man merkt in seiner Handlung und seinem Denken, dass er einer ganz anderen Kultur entstammt. Doch Tereza Vanek geht noch weiter und führt die Hauptprotagonisten mit den Ureinwohnern der Region zusammen. Der Zusammenprall ist für Johanna zunächst verständlicherweise heftig. Doch die schlägt sich durch und man lernt gemeinsam mit Johanna die Bräuche und Gepflogenheiten kennen. Doch nicht nur die verschiedenen Kulturen werden dem Leser vermittelt, auch die Kämpfe, Politik und Machenschaften, die zu jener Zeit in diesem Gebiet herrschten. Dabei geht Tereza Vanek so geschickt vor, dass man keine Probleme hat, dem Geschehen zu folgen und nicht vom Fachwissen erdrückt wird.Im Gegenteil. Ich wurde durch das ganze Geschehen so neugierig, dass ich mich selbst – außerhalb des Buches – zu der Thematik informierte.Natürlich stehen hier die Frauen im Mittelpunkt, aber auch die Männer werden nicht vergessen und erhalten ihren Platz in der Geschichte. Und was es mit dem sprechenden Kreuz auf sich hat, erfährt man auch nach einiger Zeit.Fazit:Auch wenn ich zu Beginn meine Probleme mit dem Buch hatte, so fand ich irgendwann doch Zugang zu der Geschichte und konnte das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen. Mir hat diese exotische Geschichte sehr gut gefallen und ich habe Johanna und Carlos bald ins Herz geschlossen und an ihrem Schicksal teil genommen, so dass ich am Ende traurig war, die beiden wieder verlassen zu müsen.

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  • Exotische Kulisse mit viel Abenteuer

    Das sprechende Kreuz
    baronessa

    baronessa

    30. January 2016 um 13:44

    Johanna und ihre Schwester leben in Valladolid und betreiben einen kleinen Laden. Dort begegnet sie Carlos und seine Freunde, von denen sie nicht begeistert ist. Die beiden verlieben sich ineinander, aber die Standesunterschiede machen eine Heirat unmöglich. Als Carlos sie trotzdem heiraten will, beichtet ihm sein Vater ein Geheimnis, welches ihn aus dem Hause treibt. Johanna lässt nichts unversucht, um Carlos im Dschungel zu finden. Ebendort trifft sie auf Maria Uicab und ihre Gefolgschaft. Die Rebellen versuchen alles, um ihr Überleben zu sichern. Die Oberschicht jedoch verfolgt die Aufständigen und die Kämpfe arten aus. Johanna und Carlos geraten in Lebensgefahr. Kornelia, ihre Schwester, versucht eine Rettung zu erreichen und gerät selbst in Gefangenschaft.   Ein historischer Roman mit einer exotischen Kulisse. Ein schweres Thema, denn Mexiko und die Maya sind kein Ereignis aus unseren Breiten. Die Autorin musste gut recherchieren, bevor sie aus dem Thema eine gelungene Geschichte geschrieben hat. Die historischen Daten, die in der Geschichte einfließen, hat sie im Anhang aufgelistet und in bunte Darstellungen umgewandelt. Man hat eine sehr gute Vorstellung der damaligen Zeit, ihrer Verhältnisse und der Gesellschaft. Ebenso kommen die Protagonisten glaubwürdig rüber. Gut finde ich Johanna, die sich gegen Ungerechtigkeit und gewisse Regeln auflehnt. Aber auch ihre Schwester finde ich interessant, denn durch den Handlungsverlauf gewinnt sie an Stärke und Mut, um ihren eigenen Weg zu finden. In erster Linie stehen die Frauen im Mittelpunkt, alles starke Persönlichkeiten. Während die Domäne der Männer in zweiter Linie basiert. Aber auch die Einwanderung und das Heimweh spielen eine große Rolle. Ebenso hat die Autorin die politischen Unruhen gut umgesetzt, die sie mit einer Familiengeschichte gut eingebunden hat. Das sprechende Kreuz, wie der Titel sagt, ist das Symbol von Maria Uicab, die sich damit die Gefolgschaft der Männer sichert. Was in der damaligen Zeit ein Unding war – eine Frau als Anführerin.   Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und das Cover passt hervorragend dazu.   Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Historie verbunden mit Abenteuer und einer exotischen Kulisse, dazu die gesellschaftlichen Zwänge und Konflikte. Nicht vergessen – die Religion, welche gerade bei den Ureinwohnern eine große Rolle spielt.

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