Tereza Vanek Die Heidentochter

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Inhaltsangabe zu „Die Heidentochter“ von Tereza Vanek

Klappentext zu "Die Heidentochter" Braunschweig im 12. Jahrhundert. Die schöne, bitterarme Neslin bereitet sich auf ihre Hochzeit mit dem angesehenen Goldschmied Oswald vor. Sie hat ihrem Vater auf dem Totenbett versprochen, Oswald zu heiraten, doch glücklich ist sie darüber nicht. Tatsächlich muss sie bald feststellen, dass Oswald ein Geheimnis mit sich trägt, das ihr Leben für immer prägen wird. Währenddessen wächst in Neslins Schwester Appolonia immer mehr der Wunsch, ins Kloster zu gehen. Nachdem sich ihre Sehnsucht erfüllt hat, muss sie feststellen, dass sie ein hartes, entbehrungsreiches Leben gewählt hat. Eines Tages taucht der schwer verletzte heidnische Priester Rjurik in der Nähe des Klosters auf und bittet um Hilfe. Appolonia fühlt sich sofort unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Zwischen ihr und Rjurik entbrennt eine verbotene Leidenschaft. Doch als er mit ihr fliehen möchte, entschließt sie sich, im Kloster zu bleiben. In dieser Zeit ruft der Sachsenherzog zum Kreuzzug gegen die Wenden auf. Ein grausamer Krieg beginnt. Im Haus von Neslin und Oswald wachsen in diesen stürmischen Zeiten zwei Kinder auf: der Erstgeborene Wilhelm, der seinem Vater so ähnlich sieht, und die kleine, wilde Brida, die sich immer fremdrt in der Familie fühlt, je mehr sie zur Frau heranwächst. Eines Tages beschließt Brida, dem Geheimnis ihrer Herkunft auf den Grund zu gehen und ihr Schicksal in die Hand zu nehmen.

Ein Roman im 12. Jahrhundert, der einen beim Lesen in eine Zeitreise und Gebräuche führt, die uns heutzutage fremd und unwirklich erscheinen

— wattwurm18

Ein historischer Roman über starke Frauen und um einen Glaubenskrieg um Macht und Geld, der ein paar Längen hat, aber toll erzählt wird.

— tinstamp

Ein schönes Buch,man erfährt einiges aus dem Mittelalter

— Katzenmicha

Spannendes Roman mit viel historischen Fakten und sehr lebendigen Personen.

— marpije

konnte mich nicht ganz überzeugen, aber ok

— Gudrun67

Aus meiner Sicht ist dies das bisher beste Buch der Autorin: Einblick in heidnisches Brauchtum, eng verwoben mit dem Leben zweier Schwestern

— Tini2006

Schöner historischer Schmöker, der einem nebenbei auch noch ein bisschen Geschichte näher bringt

— Tammy1982

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  • Interessanter historischer Roman

    Die Heidentochter

    Katzenauge

    16. February 2017 um 12:12

    „Die Heidentochter“ von Tereza Vanek ist ein unterhaltsamer Roman der im 12. Jahrhundert angesiedelt ist.Vor diesem Buch war mir die Autorin noch unbekannt.Sie schreibt in flüssigem und ansprechendem Stil. Die Atmosphäre wird bildhaft geschildert, so dass es dem Leser leicht fällt ins Buch einzutauchen.Die Protagonisten sind nicht alle durchweg als Sympathieträger zu bezeichnen. Teilweise erzeugen ihre Handlungen oder Gedankengänge genau das Gegenteil davon. Mit einigen Charakteren kann man daher eher mitfühlen, andere bleiben bis zum Schluss abweisend und nicht gerade liebenswert. Es ist aber durchaus interessant einmal ein Buch zu lesen, bei dem eigenwillige und auch weniger sympathische Hauptfiguren auftreten.Das Buch liest sich überwiegend flüssig, allerdings finden sich an einigen Stellen, gerade zum Ende hin einige Längen, das eigentliche Ende wird dann wiederum etwas knapp auf wenigen Seiten ausgeführt.  Einen kleinen Wermutstropfen stellten die fehlenden Zeitangaben dar. Hier wäre es hilfreich gewesen, wenn die einzelnen Kapitel mit Ort und Zeit überschrieben worden wären. Fazit: Dieser Roman hat mir gut gefallen. Wer gerne historische Romane liest, findet hier eine unterhaltsame Lektüre.Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen, dies nimmt keinen Einfluss auf meine ehrliche Meinung.

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  • Leserunde zu "Die Heidentochter" von Tereza Vanek

    Die Heidentochter

    Tereza_Vanek

    Es ist mal wieder Zeit für eine Leserunde, diesmal für meinen neuen Mittelalterroman, der sich mit dem Heidenkreuzzug Heinrichs des Löwen befasst. Hier der Klappentext:  Braunschweig im 12. Jahrhundert. Die schöne, bitterarme Neslin bereitet sich auf ihre Hochzeit mit dem angesehenen Goldschmied Oswald vor. Sie hat ihrem Vater auf dem Totenbett versprochen, Oswald zu heiraten, doch glücklich ist sie darüber nicht. Tatsächlich muss sie bald feststellen, dass Oswald ein Geheimnis mit sich trägt, das ihr Leben für immer prägen wird. Währenddessen wächst in Neslins Schwester Appolonia immer mehr der Wunsch, ins Kloster zu gehen. Nachdem sich ihre Sehnsucht erfüllt hat, muss sie feststellen, dass sie ein hartes, entbehrungsreiches Leben gewählt hat. Eines Tages taucht der schwer verletzte heidnische Priester Rjurik in der Nähe des Klosters auf und bittet um Hilfe. Appolonia fühlt sich sofort unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Zwischen ihr und Rjurik entbrennt eine verbotene Leidenschaft. Doch als er mit ihr fliehen möchte, entschließt sie sich, im Kloster zu bleiben. In dieser Zeit ruft der Sachsenherzog zum Kreuzzug gegen die Wenden auf. Ein grausamer Krieg beginnt. Im Haus von Neslin und Oswald wachsen in diesen stürmischen Zeiten zwei Kinder auf: der Erstgeborene Wilhelm, der seinem Vater so ähnlich sieht, und die kleine, wilde Brida, die sich immer fremdrt in der Familie fühlt, je mehr sie zur Frau heranwächst. Eines Tages beschließt Brida, dem Geheimnis ihrer Herkunft auf den Grund zu gehen und ihr Schicksal in die Hand zu nehmen.Nach Ablauf der Anmeldefrist wird wie üblich verlost.

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    • 400
  • Die Heidentochter

    Die Heidentochter

    Booky-72

    23. January 2017 um 14:36

    Neslin und Appolonia sind Schwestern. Nach dem Tod des Vaters heiratet Neslin den angesehenen Goldschmied Oswald und kümmert sich weiter um ihre kleine Schwester. Doch auch, wenn die beiden ein Kind zusammen haben, ist es doch eine außergewöhnliche Ehe der beiden, denn Oswald ist eher jungen Männern zugeneigt als die Ehe mit seiner Frau zu pflegen. Appolonia setzt ihr Ansinnen durch und geht ins Kloster. Das Leben der beiden Schwestern verläuft von nun an unterschiedlich und jedes auf seine Art schwierig. Beide verlieben sich und bei beiden darf es so eigentlich nicht sein. Die „Heidentocher“, dass ist Brida, die aus der Liason Appolonias mit dem Priester Rjurik geboren wird. Damit Appolonia im Kloster bleiben kann, nimmt Neslin Brida als ihre Tochter auf. Neslin´s Liebe zu einem jungen Christen wird ebenso auf eine harte Probe gestellt und darf in ihrer Gesellschaft nicht bekannt werden. Im zweiten großen Abschnitt des Roman erleben wir die Suche der nun jugendlichen Brida nach ihrem Vater in der Zeit des Kreuzzugs der Wenden im Kampf gegen die Christen. Die Zeittafel mit den "mitspielenden" Personen am Ende des Buches ist sehr hilfreich.

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  • Christen vs. Heiden im 12. Jahrhundert

    Die Heidentochter

    Mrs. Dalloway

    04. January 2017 um 20:33

    Die Geschichte beginnt mit den jungen Schwestern Neslin und Appolonia, die verschiedene Wege einschlagen. Neslin heiratet den Goldschmied Oswald und ihre kleine Schwester tritt einem Kloster bei. Neslin hat sich ihre Ehe ganz anders vorgestellt als sie letztendlich verläuft. Und auch auf Appolonia kommt eine schwere Zeit zu....Mir gefallen historischen Romane, die Frauen in den Mittelpunkt stellen sehr gut und Tereza Vanek kann dies toll umsetzen. Über die Zeit im 12 Jahrhundert als die Christen gegen die Heiden (Wenden) kämpften wusste ich bis dato noch nichts, aber es ist ein unglaublich spannendes Thema, über das ich nun nach der Lektüre dieses Romans gerne noch mehr erfahren würde.Besonders gut gefällt mir auch, dass hier nicht alles klischeehaft verläuft. So erwartet Neslin in ihrer Ehe ja etwas völlig anderes als erwartet. Zudem werden die damaligen Umstände toll und authentisch beschrieben. Man erfährt viel über die Lebensweisen, Familienkonstellationen, Traditionen und Bräuche beider Völker.Fazit: ein toller Roman, der spannende Fakten mit Fiktion verbindet.

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  • Liebe und Leid liegen dicht beieinander

    Die Heidentochter

    wattwurm18

    03. January 2017 um 12:27

    Die arme, aber schöne Neslin hat auf dem Sterbebett ihrem Vater versprochen, dass sie den Goldschmied Oswald heiratet, um sich und ihre Schwester Appolonia finanziell und gesellschaftlich abzusichern. Glücklich ist sie darüber nicht. Auch ihre Schwester strebt ein anderes Leben an, sie möchte ins Kloster gehen.Ein Geheimnis das Oswald umgibt prägt das weitere Leben und die Entscheidungen von Neslin und auch Appolonia wird im Kloster durch den Heidenpriester Rjurik auf die Probe gestellt, ob sie für sich das richtige Leben gewählt hat.Dies war mein erster Roman von Tereza Vanek und sie hat mit ihren umfangreichen Recherche über die Epoche des 12. Jahrhunderts in Braunschweig einen aufschlussreichen und interessanten Roman über die Kreuzzüge gegen die Heiden geschrieben. Die Geschichte von Neslin und Appolonia sowie ihre Liebe zu nicht erreichbare Männer bringen einen erzählenswerten Aspekt des Lebens der Frauen in der damaligen Zeit in die Handlung.Für mich einzige Unterbrechung der Spannung sind diverse Zeitsprünge in den Handlungssträngen und zwischenzeitliche Längen. Dies ermöglichte es mir jedoch beim Lesen das Buch auch einmal wegzulegen und später sofort wieder in die Geschichte einzutauchen.Insgesamt für mich ein spannender und lesenswerter historischer Roman, der Lust darauf macht, die anderen Romane von Tereza Vanek in die Hand zu nehmen und in eine neue Epoche und Geschichte zu versinken.

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  • Interessante Geschichte über dem Kampf um die Freiheit der Wenden

    Die Heidentochter

    nirak03

    13. December 2016 um 19:33

    Die Schwestern Neslin und Appolonia leben im 12. Jahrhundert in Braunschweig. Der Tod des Vaters zwingt die Mädchen dazu, sich ihrer Zukunft zu stellen. Für Neslin, sie ist die Ältere, bedeutet es den Goldschmied Oswald zu heiraten. Sie will diese Ehe nicht und ist überrascht, als sie merkt, wie sich die Beziehung entwickelt. Ihre Schwester verspürt mehr und mehr den Wunsch, in ein Kloster einzutreten. Doch auch hier ist sie nicht auf das vorbereitet, was dann geschieht. Ein Fremder taucht eines Tages vor den Klostermauern auf und stürzt Appolonia in schwere Zweifel. Dies Kennenlernen bleibt nicht ohne Folgen. Die angehende Nonne bekommt ein Kind. Der Fremde war eine Heide aus dem Wendenland und verschwindet so überraschend, wie er auch aufgetaucht ist. Die Geschichte der Heidentochter spielt sich über einen größeren Zeitraum ab. Zu Beginn wird die Geschichte der Schwestern erzählt. Von ihrem Leben in Braunschweig, von ihren Gefühlen, Träumen und Wünschen. Später dann kommen die Kinder zu Wort. Gerade für die Tochter von Appolonia wird es schwer. Sie begibt sich auf einen gefahrvollen Weg. Die Autorin erzählt von dem Leben, von den Menschen in diesem Jahrhundert. Zum einen davon, wie es in einer Goldschmiedefamilie zu ging. Der zweite Handlungsstrang erzählt dann aus dem Reich der Wenden. Hier wird anschaulich geschildert, was es für diese Menschen bedeutet, als die Christen in ihr Reich eingefallen sind. Mir haben gerade die Einblicke in das Wendenreich gut gefallen. Ich fand es interessant zu lesen, wie dieser Kreuzzug zustande kam und wie die Menschen damit umgingen. Neslin und ihre Schwester haben mich jetzt nicht so sehr berührt, wie erwartet. Auch fand ich das Leben von Neslin jetzt nicht so aufregend. (Obwohl sie wohl nicht das typische Leben dieser Zeit gelebt hat). Dafür hat mich aber der Teil in Bezug auf die Wenden voll entschädigt. Hier wird spürbar, dass sich Vanek intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Eindrucksvoll schildert sie von den Menschen dort, von ihren Bräuchen und Ritualen. Dass es in dieser Geschichte ein paar Zeitsprünge gegeben hat, hat mich eigentlich nicht gestört, es wäre aber schöner gewesen, diese mit Zeitangaben über den Kapiteln anzukündigen. So gab es hin und wieder doch Verwirrung. Ein kleines Nachwort zum Schluss klärt noch schnell Fiktion und Wahrheit, (finde ich ja immer sehr interessant) und eine Zeittafel, die den geschichtlichen Ablauf erklärt ist auch vorhanden. Leider gab es hier einige Rechtschreib- und Grammatikfehler, die doch den Lesefluss gestört haben. Schade, dass das Lektorat hier nicht so gründlich gearbeitet hat. „Die Heidentochter“ ist ein unterhaltsamer Roman aus dem 12. Jahrhundert. Hier ist der Kreuzzug gegen die Wenden Hauptbestandteil der Geschichte und wird spannend erzählt. Die Liebesgeschichten fügen sich wie von selbst in die Handlung ein. Sie sorgen ein wenig dafür, dass die Hoffnung nicht verloren geht.

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  • fesselnder historischer Roman

    Die Heidentochter

    irismaria

    13. December 2016 um 15:28

    Tereza Vaneks wunderschöner historischer Roman „Die Heidentochter“ spielt im 12. Jahrhundert in Norddeutschland. In dieser Zeit sucht der Landesfürst Männer, die zum Kreuzzug gegen die slawischen Wenden auf, die noch nicht christianisiert sind und deren große Ländereien Reichtum für die Ritter verheißen. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Schwestern Neslins und Appolonia. Ihre Eltern sind früh gestorben und Neslin muss den Braunschweiger Goldschmied Oswald heiraten. Das Paar harmoniert zwar gut bei der Arbeit und der Freude über die Kunst, aber Liebe stellt sich zwischen ihnen nicht ein. Neslin kann durch ihre Schönheit und sympathische Art die Freundschaft der Fürstin erlangen und diese ermöglicht Appollonia ihren großen Wunsch, ins Kloster gehen zu können. Doch „Die Heidentochter“ bleibt nicht beim Schicksal der Schwestern stehen, sondern nimmt ihre Kinder in den Blick und Neslins Geliebten, die im Land der Wenden auf eine fremde Kultur treffen.Wieder einmal überrascht Tereza Vanek mit einem mir bis daher unbekannten Abschnitt der Geschichte und es gelingt ihr, aus dem Leben fiktiver Charaktere und der erzählten tatsächlichen Geschichte einen fesselnden Roman zu machen. Ihre Heldinnen sind ungewöhnliche Frauen, die ihr Lebensglück suchen und sich dabei den Konventionen ihrer Zeit stellen müssen. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und die Story durchweg spannend.

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  • Bridas Suche

    Die Heidentochter

    Dreamworx

    11. December 2016 um 15:56

    12. Jd. Braunschweig. Bevor der Vater stirbt, kümmert er sich noch darum, dass seine beiden Töchter Neslin und Appolonia nicht heimat- und mittellos sind. Während Neslin den wohlhabenden und gutmütigen Goldschmied Oswald zum Ehemann nimmt, obwohl sie ihn nicht wirklich liebt, träumt Appolonia von einem Leben als Nonne und geht ins Kloster. Doch das Leben beider Schwester verläuft anders als geplant, keine ist wirklich glücklich mit der Wahl ihres Lebensweges. Neslin begegnet dem Ritter Falk und verliebt sich in ihn. Appolonia hat sich das Leben im Kloster ganz anders vorgestellt und lässt sich für eine Nacht mit einem Mann ein, von dem sie schwanger wird. Ihre Tochter namens Brida gibt sie zu Neslin und Oswald, die sich um die Erziehung des Mädchens kümmern, während Appolonia im Kloster bleibt. Eines Tages erfährt Brida, dass ihre Zieheltern nicht ihre leiblichen sind und macht sich auf eine gefährliche Reise durch die Kriegswirren, um ihren richtigen Vater zu finden, nachdem sie inzwischen weiß, dass Appolonia sie geboren hat. Als sie ihn endlich findet, gerät sie in Gefahr…Tereza Vanek hat mit ihrem Buch „Die Heidentochter“ einen sehr spannenden und geschichtlich sehr gut recherchierten Roman vorgelegt, der die Kreuzzüge zwischen Christen und Heiden innerhalb Deutschlands im 12. Jahrhundert thematisiert und die den Hintergrund zur einer sehr interessanten Handlung bilden. Die kriegerischen Handlungen und die Macht der Kirche werden ebenso thematisiert wie die damaligen Lebensumstände und Traditionen. Durch den sehr flüssigen Schreibstil findet sich der Leser sehr schnell mitten in einer anderen Zeit und im Geschehen wieder und setzt ein wunderbares Kopfkino in Gang. Tereza Vanek ist bekannt für sehr gut recherchierte Historienromane, bei denen immer starke Frauen eine Hauptrolle spielen, dies ist auch hier nicht anders. Durch die verschiedenen Erzählstränge wird zum einen die Spannung gesteigert, zum anderen erhält der Leser so einen Einblick in die differenzierten Sichtweisen und Gefühlswelten der einzelnen Protagonisten.Die Charaktere sind sehr unterschiedlich angelegt, haben alle ihre Eigenheiten und wirken gerade deshalb besonders authentisch und lebensecht. Besonders zu erwähnen ist, wie gut die Autorin es beherrscht, ihre Charaktere innerhalb der Handlung „wachsen“ zu lassen. Jeder von ihnen macht im Verlauf eine Entwicklung durch, wie es im richtigen Leben auch der Fall ist. Dadurch wirkt die Geschichte umso glaubhafter. Neslin ist eine Protagonistin, die es einem schwer macht, sie zu mögen. Einerseits blendet sie die Menschen mit ihrer Schönheit, andererseits wirkt sie oft oberflächlich und eigennützig. Allerdings erstaunt sie einen dann wieder, indem sie das Kind ihrer Schwester als ihr eigenes aufzieht und so doch Mitgefühl und Herz zeigt. Appolonia ist eine Träumerin, die die Wahrheit auf harte Weise erkennen muss. Ihr Durchhaltevermögen und ihre Überzeugung sind zu bewundern, zeugen sie doch von einem starken Charakter, wenn sie auch einmal Schwäche zeigt. Der sympathischste Mann in diesem Buch ist der Ehemann von Neslin, der Goldschmied Oswald. Er ist gutmütig und mitfühlend, doch auch Oswald hat ein Geheimnis, das er sehr gut behütet, weil es ihn um seinen Ruf gebracht hätte. Die anderen Protagonisten unterhalten und stützen mit ihren eigenen Erlebnissen, Gedanken und Episoden die Handlung und steigern dabei die Spannung.„Die Heidentochter“ ist ein wunderbarer und unterhaltsamer historischer Roman, der durch eine toll erzählte Geschichte und den sehr gut recherchierten Hintergrund besticht. Fans dieses Genres werden hier voll auf ihre Kosten kommen, absolute Leseempfehlung!

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  • Historischer Roman

    Die Heidentochter

    Katzenmicha

    10. December 2016 um 15:22

    „Die Heidentochter“ Braunschweig im 12. Jahrhundert. Die schöne, bitterarme Neslin bereitet sich auf ihre Hochzeit mit dem angesehenen Goldschmied Oswald vor. Sie hat ihrem Vater auf dem Totenbett versprochen, Oswald zu heiraten, doch glücklich ist sie darüber nicht. Tatsächlich muss sie bald feststellen, dass Oswald ein Geheimnis mit sich trägt, das ihr Leben für immer prägen wird. Währenddessen wächst in Neslins Schwester Appolonia immer mehr der Wunsch, ins Kloster zu gehen. Nachdem sich ihre Sehnsucht erfüllt hat, muss sie feststellen, dass sie ein hartes, entbehrungsreiches Leben gewählt hat. Eines Tages taucht der schwer verletzte heidnische Priester Rjurik in der Nähe des Klosters auf und bittet um Hilfe. Appolonia fühlt sich sofort unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Zwischen ihr und Rjurik entbrennt eine verbotene Leidenschaft. Doch als er mit ihr fliehen möchte, entschließt sie sich, im Kloster zu bleiben. In dieser Zeit ruft der Sachsenherzog zum Kreuzzug gegen die Wenden auf. Ein grausamer Krieg beginnt. Im Haus von Neslin und Oswald wachsen in diesen stürmischen Zeiten zwei Kinder auf: der Erstgeborene Wilhelm, der seinem Vater so ähnlich sieht, und die kleine, wilde Brida, die sich immer fremdrt in der Familie fühlt, je mehr sie zur Frau heranwächst. Eines Tages beschließt Brida, dem Geheimnis ihrer Herkunft auf den Grund zu gehen und ihr Schicksal in die Hand zu nehmen. Fazit: Es geht um zwei Schwestern,die unterschiedlicher nicht sein können.Neslin geht eine arangierte Ehe ein mit dem Goldschmied Oswald.Apolonia fühlt sich ins Kloster berufen.Für beide Frauen beginnt eine harte Zeit im Zeichen der Kreuzzüge zwischen Christen und Heiden.. Es ist ein schöner historischer Roman,die geschichtlichen Hintergründe sind gut beschrieben.Der Roman ist spannend und anschaulich.Man erfährt viel über die Kreuzzüge und wie alles in der Zeit um 12.Jahundert war.

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  • Kreuzzug gegen die Wenden

    Die Heidentochter

    tinstamp

    07. December 2016 um 18:25

    Im Mai dieses Jahres habe ich Tereza Vaneks Roman "Das sprechende Kreuz" gelesen. Ihren Schreibstil und die tolle Recherchearbeit über Themen, über die ich zuvor noch nie gelesen habe, ließen mich auch "Die Heidetochter", das bis jetzt nur bei Weltbild erschienen ist, auf meine Wunschliste setzen.Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich bei einer Leserunde bei Lovelybooks wieder mitlesen durfte.Leider fand ich "Die Heidetochter" nicht ganz so spannend, wie mein erstes Buch der Autorin. Die Geschichte hat einige Längen und ich konnte den Roman mühelos zur Seite lesen. Doch schnell ist man wieder mitten im Geschehen. Völlig neu war mir der geschichtliche Hintergrund um die heidnischen Wenden, gegen die die deutschen Herzöge Krieg führten. Während die Kreuzzüge ins Heilige Land jedem historischen Interessierten ein Begriff sind, weiß kaum ein Mensch etwas über diese Kreuzzüge gegen die "Ungläubigen" im jetzigen Deutschland.In dieser Zeit wachsen die beiden Schwestern Neslin und Appolonia in Braunschweig auf. Ihr Vater, ein angesehener, aber verschuldeter Kaufmann, hat noch auf seinem Totenbett seine ältere Tochter Neslin dem Goldschmied Oswald versprochen. Anfangs ist Neslin alles andere als glücklich, dass sie diese Ehe eingehen muss, doch mit dem herzensguten Oswald hat ihr Vater einen guten Griff gemacht. Nur verbirgt er vor Neslin ein Geheimnis, das ihr Leben später noch auf den Kopf stellen soll.Appolonia hegt den Wunsch ins Kloster zu gehen und bekommt von Oswald und der Herzogin Unterstützung. Doch ganz so einfach ist es im Kloster nicht wie sich Appolonia dies vorgestellt hat und so steht auch die jüngere Schwester vor einigen harten Prüfungen.Für die beiden Frauen beginnt beginnt eine dunkle und düstere Zeit. Die Kämpfe zwischen Christen und Heiden wurden damals wie heute im Namen des Glaubens geführt. Dabei geht es in Wirklichkeit doch immer nur um Macht und Geld, sowie die Unterdrückung von Andersdenkenden.Während Appolonia im Kloster ihr Leben führt, Neslin sich nach und nach einrichtet und durch den Status ihres Mannes zu Besuch bei Hof und dem Herzog sein kann, macht sich viele Jahre später die junge Brida zu den Wenden auf, um ihren Vater zu finden. Die Hintergründe dazu muss man lesen, denn mehr will ich hier nicht verraten (der Klappentext verrät sowieso schon zu viel, deshalb habe ich auch ein bisschen daraus gekürzt).Mit Neslin wurde ich im Laufe des Romans nicht wirklich warm. Sie steht durch ihre strahlende Schönheit immer im Mittelpunkt und erkennt nicht das Glück, welches sie durch die Ehe mit Oswald eigentlich hat. Appolonia sieht ihr Heil im Kloster und auch sie muss erkennen, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Bei den männlichen Charakteren ist mir eindeutig Oswald ans Herz gewachsen, der für einen Mann der damaligen Zeit sehr viel Verständnis für seine Frau aufbringt.Den Frauen kommt in diesem Roman eindeutig die Hauptrolle zu. Sie sind sehr starke Charaktere und müssen sich in dieser schweren Zeit behaupten. Auch Sylva, die eine Seherin der Wenden ist, ist eine überaus starke Persönlichkeit. Alle drei kämpfen um ihre Überzeugung und um die Liebe eines Mannes. Die männlichen Protagonisten sind im Roman allerdings mehr oder weniger Nebencharaktere. Sie spielen aber im Leben der Frauen große Rollen, auch bedingt durch den Krieg zwischen Christen und Wenden.Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. So erhält man auch einen guten Einblick in die Welt der Wenden und deren Bräuche und Riten. Gut gefallen hat mir, dass die Autorin wieder ein Setting gewählt hat, das für mich neu war und historische Fakten mit einer fiktiven Geschichte verknüpft hat.Schreibstil:Schon das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe, hat mich wirklich gefesselt. Hier fand ich den Spannungsbogen allerdings nicht so hoch. Jedoch erzählt Tereza Vanek wunderbar facettenreich und schreibt über Themen, die ich noch in keinem anderen historischen Roman gelesen habe. Mit ihrer bildreichen Sprache erzählt sie so interessant über fremde Riten und Bräuche, dass man keinerlei Probleme hat, diese zu verstehen.Leider gibt es auch in diesem Buch wieder einige Rechtschreib- und Grammatikfehler. Allerdings ist es nicht so schlimm, wie bei "Das schwarze Kreuz". Warum hier das Lektorat schon wieder schlampt, obwohl der Roman diesmal in einem anderen Verlag verlegt wurde, kann ich echt nicht verstehen!Fazit:Wieder ein wunderbarer historischer Roman aus der Feder von Tereza Vanek, auch wenn mir "Das schwarze Kreuz" doch um einiges besser gefallen hat. Die geschichtlichen Hintergründe sind großartig recherchiert und mit einer interessanten fiktiven Geschichte verknüpft. Wer gerne über einem etwas anderen Kreuzzug lesen möchte, sollte hier zugreifen! Ich vergeb 3 1/2 Sterne

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  • Geheime Liebe

    Die Heidentochter

    marpije

    29. November 2016 um 18:41

    Zwei Schwestern, Neslin und Appolonia in Braunschwieg im 12 Jahrhundert, zwei verschiedene Charaktere und zwei unterschiedliche Lebenswege - Neslin heiratet ein Goldschmied Oswald, Appolonia geht zum Kloster. Neslin hat in Brauschwieg ein junge Liebhaber, Ritter Falk, Appolonia vergisst für eine Nacht dass sie eine None ist - sie gebärt eine Tochter, Brida welche Neslin nimmt zu sich als eigene Tochter. Brida erfährt dass Oswald nicht ihre Vater ist und will unbedingt sein leibliche Vater kennen lernen, sie unternimmt eine gefährliche Reise zum Land den Wenden , überall wütet ein grausamer Krieg zwischen Christen und die Wenden , aber ihr ist gelungen zu den Vater durchzukommen, hier trifft sie auch der Ritter Falk.... Tereza Vanek hat sehr gutes historisches Roman geschrieben wo die Personen sehr lebhaft und authentisch sind, der Alltag ist gut beschrieben und die historische Hintergründe gründlich recherchiert. Trotz der Vielfalt von die Personen in diese Geschichte habe ich überhaupt keine Probleme, jede einzelne hat ganz andere Charakter und ist sehr gut mit viel Details beschrieben , auch das Gefühlswelt von die Protagonisten kann ich gut spüren. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, die ganze ist über längere Zeitspanne geschrieben was mir hat sehr gut gefallen , ich habe die Möglichkeit die Protagonisten als junge, unerfahrene Leute zu erleben und auch als erwachsene , ich kann auch die innerliche Änderungen beobachten welche in die Jahren die Personen vornehmen. Tereza Vanek  schreibt sehr überzeugend und mit viel Liebe zum Details was hat mich beim lesen ermöglicht ganz in die Geschichte einzutauchen, ihre Erzählweise hat mich in die damalige Zeiten versetzt , ich habe Freude aber auch tiefe Trauer erlebt , die Personen waren mir alle sehr nah und zu jeder einzelner habe ich ein Gefühl entwickelt. Für alle Fans von  historischen Romanen - sehr empfehlenswert !!!

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  • konnte mich nicht ganz überzeugen, aber ok

    Die Heidentochter

    Gudrun67

    17. November 2016 um 16:37

    Das Cover ist vortrefflich und hat einen gewissen 3-D-Effekt auf mich. Der Stil und die Aufmachung machen Lust auf mehr und neugierig auf den Inhalt.Die Rechtschreib-, Grammatik- und Flüchtigkeitsfehler im Buch sind so gehäuft, dass sie den ersten Eindruck und den Lesefluss schmälern. SchadeDer Schreibstil ist zwar ganz ok, weist auch einige Spannungsmomente auf, plätschert jedoch meist so dahin. Die Autorin hat die damaligen realen Vorkommnisse detailreich ins Geschehen verknüpft, oftmals sich jedoch so ins Thema "verbissen", dass ich zwar wissen wollte, wie es weitergeht, jedoch eine gewisse Langeweile aufgekommen ist. Manchmal sind die Übergänge etwas holprig. Das Buch handelt vom Leben rund um Neslin, Appolonia und Brida, die in Braunschweig im 12. Jahrhundert ansässig waren. Die drei Frauen erleben die Zeit während des Kreuzzuges des Sachsenherzogs. Überlebens-, Machtkämpfe, Intrigen, Liebe und Leid müssen sie immer wieder erfahren. Mein Fazit: konnte mich nicht ganz überzeugen, aber ok

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  • Spannende Unterhaltung auf hohem Niveau

    Die Heidentochter

    Zabou1964

    01. October 2016 um 12:26

    Ich bin ein großer Fan der Autorin, habe jedes ihrer Bücher gelesen. Ihre Werke zeichnen sich immer durch außergewöhnliche Themen und sehr gute Recherchearbeit aus. So auch im vorliegenden neusten Roman „Die Heidentochter“. Neben der Geschichte, die im Braunschweig des 12. Jahrhunderts spielt, erfährt der Leser einiges über die Geschichte der Wenden und deren Religion. Dieses Volk war mir bisher vollkommen unbekannt und ich habe mit sehr großem Interesse etwas über dessen Geschichte gelesen. Die beiden Schwestern Neslin und Appolonia sind Waisen. Um ihr Überleben zu sichern, heiratet Neslin den angesehenen Goldschmied Oswald. Sie liebt diesen Mann nicht, hat aber ihrem Vater versprochen, die Ehe mit ihm einzugehen. Schon bald muss sie entdecken, dass Oswald ein Geheimnis verbirgt, das sie alle in große Gefahr bringen könnte. Appolonia dagegen möchte ins Kloster gehen. Dieser Wunsch wird ihr auch erfüllt. Dort muss sie jedoch feststellen, dass sie sich das Leben als Nonne wohl etwas zu romantisch und einfach vorgestellt hat. Als ihr der Heidenpriester Rjurik begegnet, beginnt sie an ihrer Entscheidung zu zweifeln. Neben dem Schicksal der beiden Schwestern widmet Tereza Vanek auch einen großen Teil der Geschichte den Wenden. Heinrich der Löwe hat im 12. Jahrhundert mehrere Kreuzzüge gegen die im heutigen Mecklenburg-Vorpommern angesiedelten sogenannten Obodriten unternommen. Sinn und Zweck der Kreuzzüge war zum einen die Bekehrung des Volkes zum christlichen Glauben. Zum anderen wollte der Sachsenherzog sich aber natürlich auch deren Land aneignen. Hier fand ich es besonders spannend, über das Schicksal der einzelnen Figuren zu lesen. Mit Neslin und Appolonia hat die Autorin wieder authentische Figuren erschaffen. Brida, die Heidentochter, hat mir aber noch besser gefallen als die beiden. Ihr Drang, die Wahrheit über ihre Herkunft herauszufinden und ihr Mut, den sie bei diesem Unterfangen entwickelt, haben mir sehr imponiert. Neslins Mann Oswald hat mir mit seiner ruhigen und besonnenen Art ausnehmend gut gefallen. Auch Rjurik, der Priester der Wenden, und Philipp, ein Freund Bridas, sind sehr gelungene Figuren. Obwohl der Roman über stattliche 624 Seiten verfügt, ist mir an keiner Stelle langweilig geworden. Häufige Szenenwechsel und einige unerwartete Wendungen haben mich förmlich an das Buch gefesselt. Am Ende gibt es noch eine Zeittafel und ein kurzes Nachwort der Autorin. Fazit: Auch mit „Die Heidentochter“ konnte mich Tereza Vanek wieder vollends begeistern. Ihre Romane sind ein Garant für gute Recherche und spannende Unterhaltung auf hohem Niveau.

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  • Für mich persönlich bisher der beste Roman der Autorin

    Die Heidentochter

    Tini2006

    10. August 2016 um 19:25

    Zwei Schwestern, deren Lebenswege unterschiedlicher nicht sein könnten, stehen laut Klappentext des Buches im Mittelpunkt dieser Geschichte, die im 12. Jahrhundert angesiedelt ist: Neslin flüchtet sich aus existenziellen Gründen in eine Ehe mit dem angesehenen Goldschmid Oswald. Appolonia, die Jüngere der beiden, entscheidet sich für ein Leben als Nonne. Neslins Ehe ist nicht wirklich der Erfüllung ihrer Träume. Oswald behandelt sie gut, doch sein Herz und seine Leidenschaft gehören jemand anderem. Immerhin wird sie von ihm schwanger, und der Sohn sichert Oswald die Nachfolge im Handwerksbetrieb.Appolonia verbringt als junge Novizin eine Nacht mit einem verwundeten Mann heidnischen Glaubens. Sie ist verliebt in ihn, kann aber ihrem Glauben nicht abschwören. Auch sie ist schwanger; das Kind, ein Mädchen namens Brida, wächst in der Familie ihrer Schwester auf, fühlt sich dort aber immer fremd. Irgendwann, als sie alt genug ist, kommt Brida hinter das Geheimnis ihrer Geburt und sicht nach ihrem unbekannten Vater. Ein echtes Abenteuer wird vor allem deshalb daraus, weil die Christen mit den heidnischen Wenden im Krieg sind, und Brida sozusagen ins Feindesland überwechseln muss - kein einfaches Unterfangen.Dieser Roman ist eigentlich kein Roman über die Schwestern Neslin und Appolonia, denn über Appolonias Gefühlsleben erfährt man im Verhältnis beispielsweise ziemlich wenig, und Neslin, die zwar mehr Raum bekommt, ist nur eine starke Frauenfigur von mehreren, über die die Autorin hier erzählt. Ein beachtlicher Teil des Buches handelt von Brida, die ihre Wurzeln sucht, aber auch von Sylva, der heidnischen Seherin, die für christliche Verhältnisse ein zu dieser Zeit unglaublich freies, selbstbestimmtes Leben führt. Für mich war letztere die spannendste Figur dieses Buches - da hätte die Autorin gerne noch mehr darüber schreiben können :-)Insgesamt aufgrund der starken Frauen, die nicht notwendigerweise alle nur nach dem Märchenprinzen suchen, ein typischer Tereza-Vanek-Roman - aus meiner Sicht von all ihren Romanen, die ich bisher gelesen habe, der beste.

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  • Schöner Ausflug ins 12. Jahrhundert und Einblick in die Kultur der Wenden

    Die Heidentochter

    Tammy1982

    02. August 2016 um 09:17

    In ihrem Buch "Die Heidentochter" entführt Tereza Vanek den Leser ins 12. Jahrhundert nach Braunschweig und lässt die Kreuzzüge gegen die heidnischen Wenden anhand von fiktiven Figuren sehr bildlich vor dem geistigen Auge des Lesers auferstehen. Aus Sicht der Schwestern Olga und Appolonia erlebt man als Leser zum einen das damalige Leben im historischen Braunschweig und darf sogar die erste Frau des Sachsenherzogs kennenlernen. Gleichzeitig wird über Appolonia und noch einige andere Figuren auch der Blick in das Wendenreich gewährt und die dortigen Bräuche und Kultur detailreich dargestellt. Ganz klar kann man dabei sagen, dass in diesem Roman eindeutig die Frauen die Hauptrollen haben, dabei jedoch nicht unbedingt die Sympathieträger sind. Alle weiblichen Charaktere müssen sich in einer doch zum Teil stark männlich dominierten Gesellschaft behaupten und tun das jeweils auf ihre ganz eigene Art und Weise. Dabei musste ich schon mit einigen Figuren innerlich kämpfen, da sie nicht einfach zu handhaben war, jedoch immer so beschrieben wurde, dass auch ein "anstrengendes" Verhalten für mich immer nachvollziehbar war. Die männlichen Hauptfiguren in diesem Roman treten eher leiser auf und dienen vor allem als Rahmen für die Frauengeschichten, ohne dabei aber blass oder schwach zu wirken. Eine sehr gelungene Figurenmischung und zu meiner Freude variieren auch noch die Sichtweisen aus denen die Geschichte erzählt wird, was zu einem schönen runden Bild bei mir geführt hat.Bis zu diesem Buch hatte ich noch nie etwas vom Volk der Wenden gehört und habe ganz fasziniert über ihren Glauben und ihre Kultur gelesen. Die Autorin schafft es mit ihrer bildreichen Sprache die Rituale und Denkweisen mir als Leser sehr gut näher zu bringen, ohne dass ich beim Lesen gemerkt habe, wie viel Wissen mir da vermittelt wurde.Gut gefallen hat mir auch, dass gut in das Buch eingeflochten wurde, dass die Kreuzzüge sogar schon damals von wenigen als wirkliche Glaubensangelegenheiten betrachtet worden sind, sondern schon vielen klar war, dass es sich eher um einen politisch motivierten Krieg handelt. Dieses Gedankengut wurde sehr gut in die gesamte Handlung integriert.Alles in allem ein schöner historischer Schmöker, den ich gerne gelesen habe, der nur zum Teil einige Längen aufgewiesen hat und bei dem ich es noch vorteilhaft gefunden hätte, wären die einzelnen Kapitel mit Jahreszahlen datiert worden. So war es zum Teil doch immer wieder etwas schwieriger erstmal herauszufinden, wie viel Zeit seit dem Ende des letzten Kapitels vergangen ist.Insgesamt vergebe ich dafür 4 von 5 Sternen.

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