Die Spionin des Winterkönigs

von Tereza Vanek 
4,3 Sterne bei3 Bewertungen
Die Spionin des Winterkönigs
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Eine gelungene Mischung aus historischen Fakten und fiktiver Liebesgeschichte

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Junge Adelige geht abenteuerliche Wege und trifft dabei den Mann ihres Lebens - nette Histo-Unterhaltung!

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Inhaltsangabe zu "Die Spionin des Winterkönigs"

Fronicka von Odenwald lebt zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Hofdame auf dem Heidelberger Schloss. Ihre erste große Liebe gilt Friedrich, dem zukünftigen Kurfürsten und Hoffnungsträger der deutschen Protestanten. Dieser aber heiratet die englische Prinzessin Elizabeth Stuart, der bald auch schon seine ganze Leidenschaft gilt. Froni wird als Begleiterin des Herrscherpaares in einen Strudel gesellschaftlicher Ereignisse gerissen, der die ganze politische Ordnung Mitteleuropas durcheinanderbringt. In Prag, wo Friedrich und seine schöne Gemahlin nach einem Aufstand zum neuen Königspaar gekrönt werden, trifft Froni auf einen Mann, der sie Friedrichs Zurückweisung endlich vergessen lässt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746089348
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:420 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:06.04.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    miriamBvor 20 Tagen
    Kurzmeinung: Eine gelungene Mischung aus historischen Fakten und fiktiver Liebesgeschichte
    Die Geschichte einer mutigen Frau

    Tereza Vanek entführt uns in das beginnende 17. Jh. Die junge Fronicka von Odenwald ist Hofdame am Hof des jungen  Kurfürsten von der Pfalz, Friedrich V. Sie kennen sich seit ihrer Kindheit und das Mädchen ist auch ein wenig verliebt in den Kurfürsten. Seine Heirat mit der englischen Prinzessin Elizabeth ist bitter für sie, aber sie bleibt Hofdame und wird somit Zeugin der wichtigen Ereignisse jener Zeit, die den Beginn des Dreißigjährigen Krieges darstellen.

    Der Roman zeichnet sich  durch genau recherchierte historische Fakten aus, egal ob sie nun den Krieg betreffen und die verschiedenen politischen Intentionen, die aufeinander trafen oder den Alltag der Protagonisten. Besonders gut haben mir die detaillierten  Beschreibungen des opulenten Lebens am Hof und die psychologisch eingehende Charakterisierung von Friedrich und Elizabeth gefallen. Aber zumindest ebenso eindrücklich wurde das Leben der einfachen Menschen geschildert, die Sorgen und Nöte, mit denen sie zu kämpfen hatten.

    Die Autorin versteht es ausgezeichnet, historische Fakten mit persönlichen Schicksalen zu verbinden und Geschichte damit interessant und fassbar zu machen. Denn vor dem historischen Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges wird die fiktive Geschichte einer mutigen und tatkräftigen jungen Frau erzählt, die Schwierigkeiten meistern und viel riskieren muss, um ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen führen zu können.

    Dieser Roman ist also eine gelungen Mischung aus unterhaltsamen Geschichtsunterricht und spannender Liebesgeschichte!

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    nirak03s avatar
    nirak03vor einem Monat
    Aus dem Leben einer Hofdame

    Der Heidelberger Kurfürst Friedrich heiratet die englische Königstochter Elisabeth Stuart. Gemeinsam wollen sie sich eine Zukunft aufbauen. Als ihnen dann die Krone Böhmens angeboten wird, greifen sie zu, ohne sich der Folgen bewusst zu sein.

    Fronicka von Odenwald kommt schon als junges Mädchen an den Hof des Kurfürsten. Sie verliebt sich in Friedrich und zunächst scheint es auch so, als wenn diese Liebe auf Gegenseitigkeit bestehen könnte, dann jedoch heiratet er Elisabeth und auch Froni muss einsehen, dass ihre Liebe vielleicht auch nur jugendliche Schwärmerei war. Sie begleitet das Paar nach Prag. Hier trifft sie unerwartet auf einen Mann, der eventuell ihre Gefühle für Friedrich zum Verstummen bringen könnte. Aber der Aufstand im Land, die Unruhen im Reich, lassen sie nicht zur Ruhe kommen.


    Die Geschichte von Froni beginnt im Jahre 1610 und erzählt zunächst ihr Verhältnis zu Friedrich. Diese Szenen sind nur kurz, stellen die Protagonisten vor und erleichtern den Einstieg in die Handlung. Später geht es dann mit der erwachsenen Froni weiter. Sie lebt am Hof des Kurfürsten und dient seiner Frau Elisabeth als Hofdame. Dieses Leben führt sie zunächst nach Prag. Dort regiert Friedrich ein Jahr lang und wird nur der Winterkönig genannt.

    Tereza Vanek hat ihre fiktive Handlung rund um den Prager Fenstersturz und den nachfolgenden Ereignissen entstehen lassen. So ist der Leser dabei, als Friedrich die Krone Böhmens angeboten bekommt und erlebt hautnah die Konsequenzen daraus.


    Da Froni aber ihren ganz eigenen Weg gehen muss, darf der Leser sie bei einigen Abenteuern begleiten, er ist unter anderem dabei, als sie die Liebe trifft. Ihr eigener Kampf für ihre Zukunft spiegelt auch ein wenig den Kampf ihres Jugendfreundes Friedrich.


    Der leicht zu lesende Erzählstil trägt dazu bei, dass die Seiten schnell gelesen waren. Mir hat „die Spionin des Winterkönigs“ gut gefallen. Erzählt die Handlung doch davon, wie Friedrich nicht nur an die Krone kam, sondern auch von den Folgen des Aufstandes für das Volk und die Menschen. Elisabeth und er waren das Glamourpaar ihrer Zeit. Diese Pracht und das Leben hat die Autorin wunderbar wiedergegeben. Historische Fakten hat Vanek gekonnt mit ihrer fiktiven Handlung verwoben und so ein schönes Bild dieser Zeit entstehen lassen. Mir hat die Mischung aus Historie und Fiktion gut gefallen.


    Der Spannungsbogen ist gut aufgebaut. Beginnt die Geschichte zunächst mit dem eher beschaulichen Leben von Froni, steigert es sich mehr und mehr. Am Ende hat Froni nicht nur einige Begleiter mehr, wie zu Beginn, sondern auch einiges an Erfahrung sammeln dürfen. Sie wird sich so nach und nach darüber klar, wie sie ihr Leben wirklich leben möchte. Mit den Möglichkeiten ihrer Zeit, versucht sie ihren eigenen Traum zu leben. War sie am Anfang auch noch naiv zu nennen, wächst sie doch mit ihren Aufgaben. Während sie mir zu Beginn noch zu kindlich war, wurde sie im Laufe der Geschichte immer sympathischer. Man spürt ihre eigene Veränderung, die sie durchmacht.


    Ein Nachwort klärt zum Schluss Fiktion und Wahrheit.


    „Die Spionin des Winterkönigs“ war für mich ein leicht zu lesender, aber durchaus spannender historischer Roman. Das Ende lässt zwar noch die eine oder andere Frage offen, aber gibt somit auch genügend Spielraum für die eigene Fantasie. Vielleicht wird es ja auch irgendwann mal ein Wiedersehen mit Froni und ihren Begleitern geben.


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    Tini2006s avatar
    Tini2006vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Junge Adelige geht abenteuerliche Wege und trifft dabei den Mann ihres Lebens - nette Histo-Unterhaltung!
    Über abenteuerliche Wege zum persönlichen Glück

    Histo-Romane mit einer schönen jungen Frau am Cover laufen immer nach einem ähnlichen Schema ab: da ist dieses junge (meist jungfräuliche) Mädchen, das erst einmal von der Liebe enttäuscht wird, in Turbulenzen gerät (meist ein Krieg, eine Revolte, Vertreibung, Intrigen usw.)  und im Laufe dessen irgendwann auf einen interessanten, kühnen Mann trifft, der ihr Herz erobert. Am Ende werden die beiden miteinander glücklich (zumindest hofft man das). "Die Spionin des Winterkönigs" folgt genau diesem üblichen Schema, und wer auf so etwas steht, findet hier die ideale Lektüre.

    Was Tereza Vaneks Hauptfiguren immer etwas von anderen abhebt, ist, dass die Frauen intelligent und ziemlich selbstständig sind, dass sie sehr kritisch sind und in der Regel überlegt handeln.  Das macht ihre Histo-Romane für mich sehr lesenswert. Zudem entführt sie mich immer an Schauplätze und in geschichtliche Zeitabschnitte, über die ich zuvor noch nicht viel wusste.

    Natürlich wollte auch ich, dass die liebe Vroni mit ihrem Marek am Schluss zusammen kommt. Ein Wunsch, der - das ist wohl kein Geheimnis - mir auch erfüllt wurde.

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