Tereza Vanek Die Träume der Libussa

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Inhaltsangabe zu „Die Träume der Libussa“ von Tereza Vanek

Mitte des 8. Jahrhunderts, im Land der Behaimen an der Moldau. Als Libussa überraschend zur Herrscherin bestimmt wird, will sie auf ihren Geliebten, den Bauernsohn Premysl, nicht verzichten. Mit einer List erreicht sie, dass die Göttin selbst Premysl zu ihrem vorbestimmten Ehemann erklärt. Gemeinsam gründet das Paar an der Moldau eine neue Stadt, die ihrem Volk Reichtum und Glanz schenken soll. Doch die christlichen Frankenkrieger wollen Libussa und ihre alte Religion gewaltsam vertreiben.

Meine Einstimmung auf die nächste Prag-Reise

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  • Rezension zu "Die Träume der Libussa" von Tereza Vanek

    Die Träume der Libussa
    traumwald

    traumwald

    12. September 2011 um 16:02

    Mitte des 8. Jahrhunderts, im Land der Behaimen an der Moldau. Als Libussa überraschend zur Herrscherin bestimmt wird, will sie auf ihren Geliebten, den Bauernsohn Premysl, nicht verzichten. Mit einer List erreicht sie, dass die Göttin selbst Premysl zu ihrem vorbestimmten Ehemann erklärt. Gemeinsam gründet das Paar an der Moldau eine neue Stadt, die ihrem Volk Reichtum und Glanz schenken soll und einmal Prag heissen soll. Doch die christlichen Frankenkrieger wollen Libussa und ihre alte Religion gewaltsam vertreiben --- Der Mythos der Fürstin und Hohepriesterin Libussa Vor unseren Augen leben die Gestalten alter Volkssagen wieder auf. Auf einem heidnischen Fest traf die jüngste Tochter der Fürstin und Hohepriesterin Sharka auf ihren künftigen Geliebten. Seither konnte sie keinen klaren Gedanken mehr fassen. Sie war wie berauscht und musste Premysl finden. Komme was wolle! --- Meine Lieblingszeilen (Kapitel 1/S.19) > -- Das Mädchen ohne Namen In den Ländereien der Lemuzi fand sie ihn. Bis zu dem Tag der Wahrheit war sie für Premsyl "das Mädchen ohne Namen". Aus Angst er würde sich von ihr entfernen, schwieg sie über ihre Herkunft. Eines Tages jedoch, als der Mann mit den rauen Händen neben ihr eingeschlafen ward, ritt sie hinfort. Im dichten Wald wurde sie plötzlich von mehreren kriegerischen Männern umzingelt. Unter anderem von Tyr, einem Nordmann, der bestialisch nach Schweiß und Met roch. Sie fühlte sich bedroht, hielt mit zittriger Hand den Schaft des Dolches und suchte nach einer Fluchtmöglichkeit. Der große Mann zerrte sie an Haaren, zerriss ihre Kleider und verletzte sie, bis plötzlich der Klang eines Horns durch den Wald schallte, ein Mann von seinem Ross sprang und die Männer anschrie. Es war die tiefe Stimme Neklans. Der Sohn der Lemuzis. Und dann wusste auch Premsyl, der zwischenzeitlich hinzustieß und mit all seiner Kraf versucht hatte sein Mädchen zu schützen, wer sie wirklich war. Noch am selben Tag erfuhr Libussa vom plötzlichen Tod ihrer Mutter. -- Es handelt sich um eine sagenhafte Geschichte die reich an Wörtern ist, einen in den Bann zieht, und mit auf Reisen nimmt. Eine Geschichte von einer Frau, die sich wahrlich ein anderes Leben, als dass der Nachfolgerin ihrer Mutter wünschte. Doch sie beweist Mut und Verstand. So wie es die Götter vorausgesagt hatten. Libussa wird zu einer Kämpferin und lebt ihre Träume. Vielmehr möchte man gar nicht dazu schreiben. Nachdem ich die letzte Seite ausgelesen hatte, dachte ich: Ja, genauso könnte es gewesen sein. Genauso könnte Prag entstanden sein und mir wird klar, warum ich alte Sagen liebe und dieses Buch für mich zu einem wahren Schatz geworden ist. -- 5 Sterne von 5 Sterne

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  • Rezension zu "Die Träume der Libussa" von Tereza Vanek

    Die Träume der Libussa
    bonomania

    bonomania

    12. August 2009 um 18:56

    Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen. Durch die Visionen von Libussa eher ein historischer Fantasy Roman.
    Kann ich 100% weiter empfehlen.

  • Rezension zu "Die Träume der Libussa" von Tereza Vanek

    Die Träume der Libussa
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. August 2009 um 14:32

    Mit ihrem Roman "die Träume der Libussa" hat Tereza Vanek einen Roman vorgelegt, der sich mit der Entstehungsgeschichte der Stadt Prag (deren Name Praha in der Landessprache "Türschwelle" bedeutet) beschäftigt. Der Legende nach wurde die Stadt von Libussa gegründet, einer Fürstentochter aus dem Volk der Cechen und ihrem Gefährten Premysl, einem gebürtigen Bauern. Nach dem Tod ihrer Mutter wird Libussa gegen ihren Willen zur Stammesfürstin erklärt, einer Stellung, die ihr als jüngster Tochter eigentlich gar nicht zustehen würde. Die junge Frau, die gerne Hohepriesterin ihres Volkes geworden wäre, muss nun lernen, sich in ihrer neuen Stellung zu behaupten. In einer Zeit, die eine Wende zwischen der alten Religion der Mutter und dem aufkommenden Christentum bedeutet, ist es für sie nicht immer leicht, sich gegen das vorrückende Patriarchat zur behaupten. Gegen den Willen ihrer Familie geht sie eine Verbindung mit Premysl ein, einem Bauern, dem sie von Herzen zugetan ist. In einer Vision sieht sie nicht weit von ihrem Heimtatort entfernt an einem Fluss die prächtigen Gebäude einer blühenden Stadt. Spontan entschließen sich Libussa und ihr Gefährte, sich dort eine neue Heimat zu bauen. Tereza Vaneks Roman besteht eigentlich aus zwei Teilen. Im ersten Teil lernen wir Libussa kennen, erleben ihren Aufstieg zur Stammesfürstin, ihren Kampf um Anerkennung und die Bemühungen, die vorrückenden Franken unter Karl dem Großen aufzuhalten. Der zweite Teil schildert die vorrückende Christianisierung aus der Sicht ihres Sohndes Lidomir, der bei den Franken aufgewachsen ist und nach einigen Jahren mit seiner christlichen Gattin Radegund in die Heimat zurückkehrt. So wie Libussa für die alte Religion und die Traditionen ihres Volkes steht, so steht Lidomirs Gattin Radegund für das Christentum mit all seinen Neuerungen. Schnittstelle zwischen diesen beiden ist Libussas Sohn Lidomir, der sich in einem permanenten Zwiespalt zwischen Tradition und altem Glauben, sowie dem ursprünglich nicht ganz freiwillig angenommen Christentum befindet und somit zwischen dem alten und dem neuen Weltbild hin- und hergestoßen wird. Auch die weiteren Protagonisten wie Premysl, Libussas Mann, der nicht ablegen kann, dass er als Bauer geboren wurde oder Libussas Schwester Kazi, die über ihre Abneigung den Menschen gegenüber nicht merkt, was sie mit ihrem Verhalten den ihr nahe stehenden Menschen antut, sind glaubhaft und bis ins Detail gezeichnet. Man kann sie nicht immer verstehen, manchmal möchte man sie am Liebsten ohrfeigen, aber ich denke, wenn man sich so intensiv mit Protagonisten eines Buches beschäftigt, dann ist das das beste Zeichen, dass man ein sehr gutes Buch vor sich hat. Wären sie einem egal, hätte die Geschichte ihre Wirkung verfehlt. Die Gründung der Stadt Prag beruht auf einer Legende. Nichts desto trotz ist es Tereza Vanek gelungen, aus der Legende eine Geschichte zu machen, wie sie hätte sein können. Ganz tief taucht man beim Lesen ab in das Land der Cechen, der Behaimen und Mähren, ist dabei, wenn die Franken versuchen ihre Position auszubauen, fühlt das Schwinden der alten Traditionen und das Aufkommen des Christentums und fühlt die Zerrissenheit, die dieser Wandel bei den Figuren auslöst und den Zwiespalt, in den sie geraten. Wenn man das Buch beendet hat, hallt die alte Legende von der Gründung der goldenen Stadt und ihrer Gründerin noch lange nach, dreht sich, windet sich, fließt, perlt, wie der Fluss, der an Prag vorbei fließt und im Ohr hat man ganz leise die Klänge von Smetanas "Die Moldau".

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  • Rezension zu "Die Träume der Libussa" von Tereza Vanek

    Die Träume der Libussa
    Kathchen

    Kathchen

    25. January 2009 um 03:34

    In diesem Roman erzählt die Autorin den Mythos der Libussa und den langsamen Untergang einer Kultur. Im westlichen Europa hat sich der christliche Glaube schon lange durchgesetzt und auf den Thronen der Länder sitzen die Könige, die die anderen Länder auch verchristlichen wollen. In einem der nichtchristlichen Länder leben die Behaimen. Sie haben ihre eigenen Götter, an die sie glauben und vorallem eine ganz andere Lebensart. Denn hier haben die Frauen das Sagen, politisch sowie beim Finden eines passenden Gefährten. Doch nicht nur außerhalb droht Gefahr, sondern auch innerhalb der Gemeinschaft ist die Struktur am bröckeln... Mir hat dieser Roman sehr, sehr gut gefallen. Am liebsten hätte ich nicht mehr aufgehört zu lesen, doch aufgrund von wenig Zeit kam ich nicht so viel zum Lesen, wie ich es mir gewünscht habe. Vorallem zum Ende hin wurde es sehr rasant und ich musste unbedingt wissen, wie es ausgeht. Ich habe bisher noch keinen historischen Roman gelesen, der in Tschechien spielt und war daher sehr gespannt. Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Die Figuren waren alle sehr gut herausgearbeitet und man konnte richtig mit ihnen mitfühlen, sei es Trauer, Freude, Wut, etc. Auch verschiedene Rituale und Bräuche der Behaimen wurden sehr gut dargestellt und man hatte das Gefühl, zu ihnen zu gehören. Besonders gut hat mir gefallen, dass nicht nur beschrieben wird, wie die Behaimen auf die Christen reagieren, sondern man bekommt auch die Sichtweise der Christen mit, die das Leben der Behaimen mit "sündig" beschreiben. Ich war so in der Geschichte fest verankert, dass ich mich daher sehr über die Reaktionen der Christen geärgert habe und mehr zu den Behaimen gehalten habe. Ich fand es sehr gut, dass es zum Schluss auch noch ein Nachwort gibt, dass noch Informationen zu diesem Mythos enthält. Mir hat das Lesen sehr großen Spaß gemacht und das Buch ist für mich eine positive Bereicherung.

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  • Rezension zu "Die Träume der Libussa" von Tereza Vanek

    Die Träume der Libussa
    Raubrittertorsti

    Raubrittertorsti

    11. September 2008 um 19:58

    Nicht gerade der Reisser und dann auch noch ein trauriges Ende. Auffallend oft tat es den verschiedenen Personen leid, was sie im Moment gesagt haben und sie es am liebsten zurück genommen hätten.