Tereza Vanek Im Dienst der Gräfin

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Inhaltsangabe zu „Im Dienst der Gräfin“ von Tereza Vanek

1606: Durch eine Seuche zur Waise geworden, gelangt die 17-jährige Emilia in die Dienste der Gräfin Elisabeth Bathory, der mächtigsten Frau Ungarns. Emilia ist glücklich über die Möglichkeit ihrer Berufung zur Gewandschneiderin folgen zu können, doch schon bald überschatten Todesfälle und Misshandlungen das Leben am Hof. Obwohl Emilia in der Gunst der Gräfin steht, die ihre Fähigkeiten schätzt und ihr vertraut, erkennt sie eine dunkle Seite an ihrer neuen Dienstherrin. Als sie sich in Istvan verliebt, der ebenfalls schicksalshaft mit Elisabeth verbunden ist, spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu und Emilia gerät in einen lebensgefährlichen Strudel aus seelischen Abgründen und politischen Ränkespielen.

Eine sehr historische schöne Geschichte

— SteffiDe
SteffiDe

gut recherchiert, aber das mitreißende fehlt

— Buchmagie
Buchmagie

Interessanter Historien-Roman über die umstrittene Blutgräfin Elisabeth Barthory.

— Hilde1945
Hilde1945

Ein sehr schöner, historischer Roman über die Blutgräfin Báthory, der sich einmal nicht der bekannten Klischees bedient.

— FreydisNeheleniaRainersdottir
FreydisNeheleniaRainersdottir

Hervorragend! Spannend! Interessant!

— ChristineChristl
ChristineChristl

Ein gut recherchierter, glaubwürdiger Roman über die Blutgräfin Bathory. Spannend bis zur letzten Seite.

— Ikopiko
Ikopiko

Auch wer noch nie von der Blutgräfin Elisabeth Báthory gehört hat, kann mit diesem historischen Roman viel Freude haben!

— Sick
Sick

Ein wirklich brilliantes Buch

— karin66
karin66

Eintauchen in die Welt der Gräfin Báthory

— Gudrun67
Gudrun67

Grausam, aber unheimlich gut...

— nicigirl85
nicigirl85

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  • Im Dienst der Gräfin

    Im Dienst der Gräfin
    SteffiDe

    SteffiDe

    07. February 2017 um 18:26

    Cover: Das Cover passt zur Geschichte, ich finde es wirklich gut gelungen. Klappentext: 1606: Durch eine Seuche zur Waise geworden, gelangt die 17-jährige Emilia in die Dienste der Gräfin Elisabeth Bathory, der mächtigsten Frau Ungarns. Emilia ist glücklich über die Möglichkeit ihrer Berufung zur Gewandschneiderin folgen zu können, doch schon bald überschatten Todesfälle und Misshandlungen das Leben am Hof. Obwohl Emilia in der Gunst der Gräfin steht, die ihre Fähigkeiten schätzt und ihr vertraut, erkennt sie eine dunkle Seite an ihrer neuen Dienstherrin. Als sie sich in Istvan verliebt, der ebenfalls schicksalshaft mit Elisabeth verbunden ist, spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu und Emilia gerät in einen lebensgefährlichen Strudel aus seelischen Abgründen und politischen Ränkespielen. Meinung: Das Buch hat es geschafft mich in seinen Bann zu ziehen und es läßt sich sehr schön flüssig lesen. Das Buch ist von vorne bis hinten nur Historisch, sehr Spannend und wirklich Interessant. Es gibt Gefühle und Intrigen, Verrat und Mord, Macht und Liebe  und vieles mehr. Kann es empfehlen zu lesen!

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  • gut recherchiert, aber das mitreißende fehlt

    Im Dienst der Gräfin
    Buchmagie

    Buchmagie

    07. November 2016 um 14:43

    Rezi zu „Im Dienst der Gräfin“ Autorin: Genre: historischer Roman Epoche: Beginn 17. Jahrhundert Verlag: Drachenmond Inhalt: Wir schreiben den Anfang des 17. Jahrhunderts und befinden uns in der Geschichte der Gräfin Elisabeth Barthory. Eine der mächtigsten Frauen Ungarns dieser Zeit aber auch eine der brutalsten. So ging sie in die Geschichte als Blutgräfin ein. Die gerade 17 jährige Emilia kommt aus einer Familie von Gewandschneidern. Da sie ihre Eltern bei einer Seuche verloren hat wurde sie notgedrungen von Verwandten aufgenommen. Diese sind ihrer nun überdrüssig und schicken sie mit einem fahrenden Händler durch die Lande. Doch schnell Bietet sich Emilia eine Chance diesem Leben zu entfliehen. Als Gewandschneiderin landet sie am Hofe der Gräfin Elisabeth. Schnell gewinnt sie das Vertrauen der Gräfin. Seltsame Todesfälle überschatten aber ihr Leben. Es gibt Intrigen zwischen dem Adel und auch die Dienstboten, mit denen es immer wieder Rangeleien gibt machen ihr das Leben schwer. Ihre Hoffnung ist die Liebe, die sie zu István empfindet, doch auch dieser scheint seine Geheimnisse zu haben. Meinung: Die Autorin legt hier einen souveränen, gut recherchierten Roman hin. Zu den historischen Fakten und Personen gibt es am Ende des Romans ausführliche Informationen, die sehr interessant und informativ sind. Gemischt wurden historische Fakten mit Fiktiven, beginnen tut die Geschichte mit Emilia, sie steht auch im weiteren Verlauf im Vordergrund. Die Gräfin und ihre Geschichte tritt mir dadurch etwas zu sehr in den Hintergrund. Insgesamt hätte den einzelnen Protagonisten mehr Persönlichkeit, wie Charakterzüge gut getan. Sie wirken sehr farblos, obwohl die Gräfin dies in Wirklichkeit nicht gerade war. Hier fehlt mir die richtige Würze. Vom Schreibstil und Inhalt her liest sich der Roman gut, allerdings habe ich über diese Epoche schon weitaus bessere gelesen. Hier fehlt einfach noch das Gewisse Etwas. Etwas das den Leser mehr mitnimmt und ihn bewegt. Was bei dieser Thematik eigentlich sehr gut realisierbar gewesen wäre.

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  • Serienmörderin oder Opfer politischer Intrigen?

    Im Dienst der Gräfin
    MikkaG

    MikkaG

    14. September 2016 um 23:51

    (4,5 von 5 Sternen) Erzsébet Báthory / Elisabeth Bathory (*1560 - †1614) ist eine historische Gestalt, die es zu eher zweifelhafter Berühmtheit gebracht hat.Die englischsprachige Wikipedia-Seite nennt die ungarische Gräfin eine Serienmörderin und behauptet, die Anschuldigungen, sie habe hunderte von jungen Frauen gefoltert und getötet, seien durch Zeugenaussagen und den Fund misshandelter Opfer und entstellter Leichen bewiesen. Die deutsche Wikipedia-Seite ist da vorsichtiger und berichtet zwar ebenfalls von ihrer Verurteilung als Serienmörderin, unterscheidet aber zwischen unbestrittenen Fakten und solchen, die aus heutiger Sicht durchaus anzuzweifeln sind - wie zum Beispiel Zeugenaussagen, die durch Folter erpresst wurden und daher fragwürdig sind. Daher werden im deutschen Artikel zu Erzsébet Báthory zwei verschiedene Theorien präsentiert: Báthory als grausame Serienmörderin, oder Báthory als Opfer einer politischen Intrige.Was immer auch die Wahrheit ist, die Legende der skrupellosen Schlächterin, die 600 junge Frauen ermordet haben soll, um in ihrem Blut zu baden, hält sich hartnäckig. Im Laufe der Zeit wurde die Gräfin so zu einer Art weiblichem Dracula.Daher war ich sehr gespannt, wie Tereza Vanek über die "Blutgräfin" schreiben würde, und war freudig überrascht davon, wie überzeugend, vielschichtig und glaubhaft sie diese Frau in ihrem Buch zum Leben erweckt.Erzsébet ist hier ohne Zweifel eine harte, unnachgiebige Frau, die auch vor Grausamkeiten nicht zurückschreckt. Aber sie ist auch eine zutiefst verwundete Frau, die vom Leben gebrochen und bis zur Unkenntlichkeit verzerrt wurde. Man kann als Leser immer wieder erahnen, dass sie eigentlich sogar die Veranlagung zu Wärme und Mitgefühl in sich trägt: in einem Lächeln, in einer Geste des Großmuts oder Vergebens blitzt dieses Potential immer wieder auf, und das macht sie zu einem Menschen aus Fleisch und Blut - und einer tragischen Gestalt.Ob sie sich am Schluss des Romans als Monster erweist oder als missverstandene, von Intrigen verunglimpfte Frau (oder gar eine Mischung aus beidem), das möchte ich hier natürlich noch nicht verraten, aber ich fand das Ende auf jeden Fall schlüssig. Die Geschichte wird aus Sicht der jungen Emilia erzählt, einer frei erfundenen und dennoch nicht weniger glaubhaften Frauengestalt. Ich habe mich öfter bei dem Gedanken ertappt, dass sie Erzsébets Spiegelbild ist, denn wo Erzsébet dunkel ist, ist sie Licht. In meinen Augen ist sie, was Erzsébet hätte sein können. Sie ist mitfühlend, hilfsbereit und selbstlos, und dennoch ein komplexer Charakter, der auch mal falsche oder dumme Entscheidungen trifft. Ihre große Leidenschaft ist das Entwerfen und Schneidern prächtiger Gewänder, und mit Kreativität, Intelligenz und Entschlossenheit schafft sie es, die Aufmerksamkeit der Gräfin zu gewinnen und in ihren Dienst zu treten - und das, obwohl sie nach einer Verkettung tragischer Umstände eigentlich schon gezwungen war, mittellos mit einem Hausierer durchs Land zu ziehen.Gemeinsam haben Emilia und Erzsébet, dass sie sich nicht mit der Rolle zufrieden geben, die die Gesellschaft der damaligen Zeit ihnen zuweist. Während Erzsébet wenigstens noch den Vorteil hat, dass sie eine adlige Frau ist, wird von Emilia eigentlich erwartet, dass sie den Hausierer heiratet, den ihre Tante ihr (aus rein egoistischen Gründen) ausgesucht hat, ihm jederzeit für Sex zur Verfügung steht, ihm in allem untertan ist und seine Kinder austrägt. Doch sie lehnt sich entschlossen dagegen auf, auch wenn das nicht ganz ungefährlich ist.Der Schreibstil lässt die damalige Zeit wunderbar lebendig vor dem inneren Auge auferstehen, in all ihrer Pracht und all ihrem Elend. Das ist wirklich lebendige Geschichte, originell und spannend erzählt.  Mir ist das Buch nie langweilig geworden, und ich fand es auch nie vorhersehbar, weil ich bis zum Schluss nicht wusste, wie sich nun alles auflösen würde.Eine Liebesgeschichte gibt es natürlich auch, aber die fand ich erfreulicherweise kein bisschen kitschig. Im Gegenteil, sie schraubt die Spannung der Geschichte sogar noch hoch, denn sie bringt Emilia in Gefahr...Fazit:Tereza Vanek erweckt in ihrem Roman eine unheilvolle Frauengestalt zum Leben: die "tBlutgräfin" Erzsébet Báthory, die in die Legende einging als skrupellose Serienmörderin - und es mit angeblichen 600 Opfern sogar ins Guinnessbuch der Rekorde schaffte. Die Autorin zeichnet ein deutlich weniger reißerisches Bild dieser Frau! Sie lässt die Gräfin auf die junge Gewandschneiderin Emilia treffen und eine fragile Freundschaft zwischen ihnen entstehen. Rund um die beiden Frauen entspinnen sich politische Intrigen, junge Mädchen kommen zu Tode, und bis zum Schluss kann man sichicht sicher sein, ob Erzsébet Báthory Täter ist oder Opfer oder beides.Auch, wenn man wohl nie mit Sicherheit erfahren wird, was damals wirklich passiert ist: die Version der Geschichte, die Tereza Vanek erzählt, ist zumindest eine glaubhafte, und dabei auch spannend und unterhaltsam. Sie schreibt überzeugende, starke Frauencharaktere, und gerade ihr differenziertes Porträt der Gräfin hat mich vollendes überzeugt.

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  • Historien-Roman, der keine schnulzige Liebesgeschichte zum Hauptthema hat

    Im Dienst der Gräfin
    Hilde1945

    Hilde1945

    27. March 2016 um 18:08

    Die üblichen hostorischen Romane verlaufen ja oft nach einem gewissen Konzept: da gibt es die schöne, unschuldige Maid, die durch widrige Umstände in die weite Welt gestossen wird, und den edlen Ritter, der sie nach mehreren Abenteuern und Prüfungen aus ihrem Elend holt und zurück zu Heim und Herd bringt. Im Grunde ist das bei Tereza Vaneks IM DIENST DER GRÄFIN nicht absolut anders, denn auch hier geht es um ein Mädchen - Emilia - die als Waise in der Fremde dienen muss, in eine abenteuerliche Geschichte verwockelt wird und ihren künftigen Mann dabei kennen lernt. Trotzdem hebt sich der Roman von anderen ab, denn im Zentrum steht eine wahre Begebenheit, nämlich die sogenannte Blutgräfin Elisabeth Barthory, die mehrere Dienstmägde umgebracht haben soll, und dies auf grausame Weise. Damit verlässt der Roman bereits eingetretene Pfade wie Fehden zwischen Adelshäusern, Kriege und ähnliches. Es ist selten, dass gerade eine Frau die zentrale Figur ist, um die eine Geschichte wie diese herum gebaut wird. Und Tereza Vaneks Emilia ist zudem eine sehr selbstständige, intelligente Frau, die nicht gleich weinend nach einem Retter schreit, wenn der Wind rauher wird. Sie weiß genau, was sie will, und sie tritt dafür ein. Daher war die in der Handlung beinhaltete Liebesgeschichte auch keine schnulzige Abhandlung nach Schema F.Tereza Vanek versteht sich aus meiner Sicht sehr gut darauf, ihren historischen Romanen eine kräftige Portion Realismus zu verpassen. Da gibt es beispielsweise Vergewaltigungen, was sicher zu jener Zeit zum Bedrohnis Nummer Eins alleinstehender Frauen gehörte. Die Handlung gleitet insgesamt nie ins Kitschige ab. Das ist das, was ich an ihren Romanen schätze.

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  • Mega Spannend und Interessant!

    Im Dienst der Gräfin
    ChristineChristl

    ChristineChristl

    16. September 2015 um 08:29

    Kurzbeschreibung: 1606: Durch eine Seuche zur Waise geworden, gelangt die 17-jährige Emilia in die Dienste der Gräfin Elisabeth Bathory, der mächtigsten Frau Ungarns. Emilia ist glücklich über die Möglichkeit ihrer Berufung zur Gewandschneiderin folgen zu können, doch schon bald überschatten Todesfälle und Misshandlungen das Leben am Hof. Obwohl Emilia in der Gunst der Gräfin steht, die ihre Fähigkeiten schätzt und ihr vertraut, erkennt sie eine dunkle Seite an ihrer neuen Dienstherrin. Als sie sich in Istvan verliebt, der ebenfalls schicksalshaft mit Elisabeth verbunden ist, spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu und Emilia gerät in einen lebensgefährlichen Strudel aus seelischen Abgründen und politischen Ränkespielen. Titel‣ Im Dienst der Gräfin Autor‣ Tereza Vanek Verlag‣ Drachenmond Verlag  Sprache‣ Deutsch Erscheinungsdatum‣ 26. Mai . 2014 Seiten‣ 420 Seiten / Taschenbuch ISBN‣ 978-3931989811 Reihe‣ Einzelband "Historisch, einnehmend, spannend und sehr Interessant! " Meine Meinung: Wirklich ein herausragendes Buch. Historisch, einnehmend, spannend und wirklich interessant. Die Autorin schafft es einen in das Buch hineinzuziehen. Es beginnt ein Spiel um Macht, Geld, Liebe und Intrigen. Für mich hat das Buch schon besonders "schön" angefangen, da ich wirklich sehr selten so ein schönes Cover und auch eine schöne und liebevollen innen Gestaltung gesehen habe. Auch der Schreibstil ist wirklich besonders angenehm und leicht zu lesen. Obwohl doch öfters "schwierige" Themen angesprochen werden und es doch auch viele Namen von Orten und verschiedensten Protagonisten gibt wird es hier nie unübersichtlich oder zu viel. Die Autorin hat es geschafft das alles wunderbar unter einen Hut zu bringen ohne dabei das lesen anstrengend zu gestalten. Jedoch wirkt durch die Geschichte und das Historische das ganze Buch alles andere als "banal", es ist ein bezauberndes Buch mit einer schönen Geschichte. Teils Historisch, teils aus der Fantasie der Autorin entsprungen. Das finde ich eine wirklich schöne Mischung. Auch haben mir die Hauptprotagonisten sehr zugesagt, es wurden alle sehr schön beschrieben und ich konnte richtig mit Emilia mitfühlen. Vieles habe ich zwar nicht so ganz verstanden und wäre am liebsten durch das Buch gesprungen, alle angebrüllt und einfach mal Emilia dann mit zu mir genommen „grin“-Emoticon Aber andererseits war es damals einfach eine andere Zeit. Und das hat mich auch öfter zum nachdenken gebracht, das wir doch in einer wunderschönen "behüteten" Zeit auf wachsen, Leben dürfen. Alles in allem war es wirklich sehr spannend. Die Geschichte von Emilia zu verfolgen, die in dieser harten Welt/Zeit ihren platz sucht. Und auch die Adels Geschichten fand ich sehr interessant. Das Buch war dadurch keine Sekunde langweilig für mich und ich habe es sehr schnell gelesen gehabt. Einzig und allein das dass Buch leider zu Ende ging, gefiel mir nicht. „smile“-Emoticon Mit dem Schluss kann ich so auch wirklich gut leben, nur hätte ich mir doch etwas mehr Informationen gewünscht wie es mit Emilia weiter geht. (Ich will ja nicht Spoilern deswegen sag ich hier nicht zu viel ) Auch einige Geschehnisse die im Zusammenhang mit der Gräfin passierten sind für mich nicht alle so Glasklar, was aber auch einen gewissen Reiz ausübt. Da es ja Historisch ist und das alles ja nicht wirklich 1 zu 1 übertragen wurde und man nie weiss was Geschichten sind und was die Wahrheit ist. Auch der Anhang am Ende gefällt mir sehr gut! Unter "Erzsebet Bators, Mythos und Wahrheit" entführt uns die Autorin nochmal kurz in die Geschichte. Abschliessend kann ich nur sagen "Hut ab" ein wirklich hervorragendes Buch was sich von mir allemal 5 Masken verdient hat!! Cover: Das Cover ist wunderschön und gefällt mir sehr sehr gut. Ich bin wirklich stolz darauf dieses Buch im Regal stehen zu haben. Und freu mich auch schon auf weitere Bücher vim Drachenmond Verlag! Fazit: Ein Historischer Roman wie ich ihn schon lange nicht mehr erlebt habe! Spannend, mitreissend voller Gefühle und Intrigen, Macht und Liebe. Verrat und Mord. Es hat einfach alles was ein gutes Buch braucht, mit viel Abwechslung und mehreren Geschichten so das es einem nie langweilig wird. Auch gilt es hier von Anfang etwas mit zu rätseln und mit Spannung zu erwarten wie dieses Buch zu ende geht. Auf jeden Fall ein muss für alle Historische Roman - Liebhaber. UND auf jeden fall ein MUSS für alle die in diese Richtung noch nichts gelesen haben, da es wirklich verständlich leicht und flüssig geschrieben ist.

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  • Im Dienst der Gräfin

    Im Dienst der Gräfin
    Ikopiko

    Ikopiko

    13. May 2015 um 07:56

    Emilia ist eine Waise und lebt bei ihren Verwandten. Sie ist eine begabte Schneiderin, aber in ihrer neuen Familie wird das nicht anerkannt. Nachdem dort ihr Erbe durchgebracht wurde, soll sie, der Ballast, gewinnbringend verheiratet werden. Aber Emilia lässt sich nicht unterkriegen. Ihr Talent und ihr Wille schaffen es, dass die Gräfin Elisabeth Bathory auf sie aufmerksam wird und ihr eine Anstellung gibt. Das Leben am Hof ist unheimlich. Nachts hört Emilia Schreie, aber keiner spricht darüber. Und immer wieder sterben Dienstmädchen. Auch tagsüber wird nicht gerade sanft mit dem Personal umgegangen. Da Emilia hoch in der Gunst der Gräfin steht, kann sie einige Ungerechtigkeiten verhindern, macht sich damit aber nicht nur Freunde. Emilia lernt Istvan kennen und lieben. Istvan steht in einer besonderen Verbindung zur Gräfin und Emilia muss aufpassen, sie nicht eifersüchtig zu machen. Die reiche Gräfin ist vielen Machthabern ein Dorn im Auge. Ihr Sturz wird geplant. Als die Lage sich zuspitzt, wird es auch für Emilia und Istvan gefährlich. Fallen auch sie diesem Putsch zum Opfer? Für ihren Roman „Im Dienst der Gräfin“ hat Tereza Vanek intensiv das Leben der Elisabeth Bathory, die den Beinamen „Blutgräfin“ trug, erforscht. Der Gedanke, dass der Roman auf der Lebensgeschichte einer realen Person beruht, lässt es mir angesichts der grausamen Geschehnisse eiskalt den Rücken runter laufen. Die Abhängigkeit so vieler Menschen von einer einzelnen Person, deren Sklaven sie quasi sind, ist erschreckend. Der Tagesablauf richtet sich nach der Laune der Gräfin. Selbst das kleinste Vergehen kann die Existenz rauben. Tereza Vanek hat diese Macht der Adligen sehr anschaulich zum Ausdruck gebracht. Das Leben zu damaliger Zeit am Hof habe ich fast körperlich mitgefühlt. Leider wimmelt der Roman vor Rechtschreibfehlern. Da die Autorin hierfür nicht verantwortliche ist, gebe ich hierfür jedoch keinen Abzug. Trotzdem gebe ich nicht die volle Punktzahl, da mir der Schluss nicht gefallen hat. Eine Figur, die meine volle Sympathie hatte, hat diese komplett verspielt und wird in meinen Augen trotz Gräueltaten zu gut dargestellt. Eine andere kann ich auf den letzten Seiten nicht mehr verstehen.

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  • Grausames 17. Jahrhundert

    Im Dienst der Gräfin
    Pelikanchen

    Pelikanchen

    24. January 2015 um 21:34

    " Im Dienst der Gräfin " spielt im frühen 17. Jahrhundert und damals war man nichts Wert , wenn man nicht zum Adel gehörte. Tereza Vaneks lässt uns mitten in dieser Zeit am geschehen teilhaben und ihr Schreibstil ist wirklich flüssig und toll zu lesen. Grausame Intrigen waren an der Tagesordnung und die Bediensteten wurden ständig bestraft. Emilia Sternerin , deren ganze Familie und auch ihr verlobter durch eine Krankheit hingerafft wurden , hat alles verloren und durch Zufall ist sie in den Dienst der Gräfin Erzsébet Báthory gekommen. Ein Mädchen nach dem anderen stirbt und die Gräfin findet es normal , das eine war ein Unfall , das andere war eine Krankheit und die andere hat sich selbst das Leben genommen. Eine wirklich gefährliche Zeit für die Bediensteten und die einzige die sich mal mehr Gedanken darüber macht und auch Fragen stellt ist Emilia und dadurch wird es immer gefährlicher für sie . Ich finde es wirklich spannend in diese Zeit einzutauchen und man kann gar nicht mehr zu lesen aufhören , weil es einfach bis zum Ende Spannend bleibt . So viele Gefühle wie Leid , Tod , Schmerz , Folter und auch Liebe lassen einen richtig eintauchen in die Geschichte. Das einzige was ich zu bemängeln habe , sind die vielen Rechtschreibfehler und auf Seite 206 ist in einem Satz sogar die falsche Schwester gestorben , weil die Namen verwechselt wurden. Das sollte in einem Buch dieser Preisklasse nicht passieren und daher gibt es für mich ein Sternchen Abzug , auch wenn die Geschichte toll war.

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  • Leserunde zu "Im Dienst der Gräfin" von Tereza Vanek

    Im Dienst der Gräfin
    Tereza_Vanek

    Tereza_Vanek

    Hallo, nachdem es mit der Rebellin von Shanghai so gut lief, möchte ich nun meinen nächsten Roman zu einer Leserunde anbieten. Es gibt wieder 10 Freiexemplare zu gewinnen, gedruckte Bücher, keine E-Books. Anmeldeschluss ist Ende Oktober und die Runde würde dann Mitte November losgehen. Hier die Inhaltsangabe: 1606: die junge Emilia wurde durch eine Seuche zur Waise, verfolgt aber zielstrebig ihren Traum, fürstliche Gewandschneiderin zu werden. So gerät sie in die Dienste der Gräfin Bathory und folgt dieser schließlich nach Ungarn. Als Favoritin der Gräfin genießt Emilia viele Privilegien, doch wird das Leben am Hof von seltsamen Todesfällen und Misshandlungen von Dienstmägden überschattet. Als Emilia sich in István verliebt, einem weiteren Diener der Gräfin, spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu. Sie gerät in einen Sog aus politischen Intrigen und menschlichen Abgründen, der ihr Leben bedroht. Gleich im vorab, damit keine falschen Erwartungen aufkommen: das ist kein Schauerroman über Vampire oder sonstige fantastische Kreaturen. Obwohl es um die berüchtigte Elisabeth Bathory geht, ist es auch kein Horrorsplatter. Blutige Szenen sind zwar drin, aber meines Erachtens nicht mehr als in anderen Büchern über diese doch sehr brutale Epoche. In diesem Roman habe ich versucht, mich der historischen Gestalt der als "Blutgräfin" bekannt gewordenen, angeblichen Psychopathin durch Quellenstudium und das Abwägen historischer Fakten zu nähern. Viele Grüße Tereza Vanek  

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  • Im Dienst der "Blutgräfin"

    Im Dienst der Gräfin
    Sick

    Sick

    29. December 2014 um 13:55

    Emilia ist ziemlich unglücklich mit ihrem Leben. Durch eine Seuche hat sie ihre gesamte Familie einschließlich Verlobtem verloren. Seitdem lebt sie bei ihrer Tante und dem Onkel in Augsburg, wo sie die Tage damit verbringt der Magd bei ihren Aufgaben zu helfen. Das Erbe wurde schon lange versoffen und Emilia begräbt langsam aber sicher ihren Traum Gewandschneiderin zu werden. Eines Tages taucht ihr Cousin Kurt auf, der als Hausierer durch Europa zieht. Er hat einige schöne, aber abgenutzte Kleider dabei, die Emilia in den darauffolgenden Tagen wieder herrichtet. Kurt überredet seine Eltern dazu, dass Emilia ihn als seine Gefährtin begleiten soll, weil er sich durch ihren geschickten Umgang mit der Nadel mehr Gewinn erhofft. Emilia ist das zunächst gar nicht recht, aber als sie in Wien zum ersten Mal die reparierten Kleider verkauft, blüht sie regelrecht auf. Zu ihrem Glück kann sie die meisten Stücke an eine junge Adlige namens Ilona Hertz abtreten, die ihrer Herrin sogleich von Emilias Talenten erzählt. So gelangt die junge Deutsche in den Dienst der ungarischen Gräfin Erzsébet Báthory. Schon bald erfährt sie, dass die Gräfin ziemlich grausam mit ihren Bediensteten umspringen soll und auch schon einige Mädchen dabei den Tod gefunden haben. Emilia selbst bekommt zunächst nicht viel davon mit, aber als einige tragische Ereignisse geschehen, beschleicht auch sie der Verdacht, dass es im Hause Báthory nicht mit rechten Dingen zugeht...   "Im Dienst der Gräfin" greift die Legende der "Blutgräfin" Elisabeth Báthory auf, die von 1560 bis 1614 gelebt hat. Die Handlung umfasst etwa die Jahre 1609 bis 1611. Damals war die Gräfin bereits verwitwet und bereitete die Hochzeit ihrer zweiten Tochter Katharina, genannt Kata, vor. Zu diesem Zweck stellt sie Emilia an, die das Brautkleid entwerfen und die Brautjungfern einkleiden soll. In diesem historischen Roman werden also geschichtlich belegte Persönlichkeiten mit rein fiktiven Figuren vermischt. Dabei ist besonders interessant, dass nicht nur der Adel hinreichend dokumentiert wurde, sondern auch einige Hausangestellte der Gräfin tatsächlich so oder so ähnlich in Erscheinung getreten sind. Im Anhang des Buches befindet sich neben einem Glossar eine Zusammenfassung der Ereignisse und Informationen darüber, in welcher Weise sie in die Handlung eingeflossen sind. Um die "Blutgräfin" ranken sich viele Legenden, aber was sich wirklich in ihrem Haushalt zugetragen hat, weiß man bis heute nicht genau. Tereza Vanek verknüpft in ihrem Roman bereits bekannte Vermutungen zu einer ganz neuen Ansicht, die gleichermaßen spannend und schockierend ist. Vieles bleibt bis zum Schluss geheimnisvoll, sodass man auch als Leser miträtseln kann, was wohl passiert sein mag. Den Großteil der Handlung kann man aus der personalen Sichtweise Emilias erleben, nur manchmal gibt es Einschübe aus anderen Adelshäusern, die mit der Báthory in Verbindung stehen. Die Erzählweise ist sehr anschaulich und fesselnd, sodass ich mich gleich im beginnenden 17. Jahrhundert wiedergefunden habe. Emilia ist eine sympathische Protagonistin, die ihre Ziele hartnäckig verfolgt und dabei doch nie ihre Mitmenschen aus den Augen verliert. Obwohl sie von den anderen Bediensteten nicht gleich anerkannt wird, weil sie Deutsche ist, schafft sie es Freundschaften zu schließen und das Vertrauen der anderen zu gewinnen. Auch das Vertrauen der Gräfin ist ihr schon bald sicher, was der Haus- und Hofsängerin Ilona Hertz so gar nicht recht ist. Mit der Aufseherin Dorottya Szentes und deren Freundin Helena Jó kommt Emilia ebenfalls nicht gut aus, da beide ihre Stellung ausnutzen und die Mädchen für die kleinsten Vergehen schlimm bestrafen. Trotzdem schafft Emilia es recht schnell in der Hierarchie des Hauses aufzusteigen, was ihr einerseits zugute kommt, doch andererseits einige Gefahren birgt. Doch nicht nur Emilia wird toll umschrieben, auch die anderen Figuren haben sehr gut ausgearbeitete Persönlichkeiten. Man kann nachvollziehen, wieso sie gerade diese Wirkung auf die anderen haben, die sie haben. Dabei sind auch einige Charaktere mehrdimensional angelegt, sodass sie einen ab und zu zu überraschen wissen. Der Großteil der Handlung trägt sich auf Burg Schächtitz, ungarisch Csejte zu, welche in der heutigen Slowakei liegt. Die Umgebung und ihre Bewohner sind sehr schön in die Beschreibungen eingebunden, was die gesamte Erzählung noch ein bisschen lebendiger gemacht hat.   Auch wer noch nie von der Blutgräfin Elisabeth Báthory gehört hat, kann mit diesem historischen Roman viel Freude haben. Ein bisschen Interesse für das Leben der damaligen ungarischen Bevölkerung samt Adel sollte man mitbringen, der Rest kommt beim Lesen von ganz alleine.

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  • Im Dienst der Gräfin

    Im Dienst der Gräfin
    karin66

    karin66

    19. December 2014 um 13:42

    Dies ist mein erstes Buch, das ich von Tereza Vanek gelesen oder besser gesagt, verschlungen habe. Es werden bestimmt noch einige folgen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist brillant. Es gelingt einem sofort sich in die einzelnen Personen hineinzuversetzen. Ich muss auch gestehen, dass ich von der Gräfin bis jetzt noch nie etwas gehört habe. Die Geschichte handelt von Emilia, der Tochter eines Schneiders, deren Eltern verunglückt sind, so dass sie bei Verwandten aufwächst. Doch als diese sie nicht mehr weiter durchfüttern wollen geht sie mit einem Hausierer auf Wanderschaft. Sie hilft ihm, indem sie alte Gewänder aufbessert und sie dann zum Verkauf anbietet. So macht sie dann auch die Bekanntschaft mit Ilona, einer Gespielin der Gräfin. Damit beginnt dann ihre Anstellung bei der Gräfin. Im weitern Verlauf wird dann ihr Leben und Wirken, bei der Gräfin beschrieben. Mehr möchte ich nicht verraten, es soll ja noch spannend sein. Ein wirklich sehr brilliantes Buch, das ich mit gutem Gewissen sehr empfehlen kann

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  • Im Dienst der Blutgräfin

    Im Dienst der Gräfin
    irismaria

    irismaria

    12. December 2014 um 16:29

    Tereza Vanek hat mich in ihren Büchern schon mehrfach in mir ganz unbekannte Zeiten und Länder entführt und auch in „Im Dienst der Gräfin“ konnte ich wieder mit der Hauptperson mitfiebern und sie auf ihrem Weg begleiten. Im Mittelpunkt stehen die 17 jährige Emilia und die ungarische Gräfin Erzsébet Báthory, die im 17. Jahrhundert tatsächlich gelebt hat und als „Blutgräfin“ bekannt wurde. Emilia ist Tochter eines Gewandschneiders und dieser Beruf ist auch ihr Leben. Als die Eltern sterben, wird Emilia von ihren Verwandten an einen fahrenden Händler vermittelt, für den sie schneidern soll, doch der will das talentierte Mädchen nur ausnutzen. So ist es Emilias große Chance als sie in Wien Gräfin Báthory kennen lernt und von ihr eingestellt und nach Ungarn mitgenommen wird. Doch die Gräfin umgibt ein dunkles Geheimnis… „Im Dienst der Gräfin“ ist eine gelungene Mischung aus Historie und der Geschichte einer jungen Frau, die ihren Platz im Leben sucht. Tereza Vanek schreibt wie gewohnt spannend und lebendig. Am Ende des Buchs erläutert die Autorin die Quellenlage zur historischen Erzsébet Báthory, die eine zwiespältige und ungewöhnliche Persönlichkeit gewesen sein muss.

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  • Die Blutgräfin

    Im Dienst der Gräfin
    Spatzi79

    Spatzi79

    07. December 2014 um 12:23

    Österreich, Anfang des 17. Jahrhunderts. Die junge Emilia lebt als Waise bei Onkel und Tante. Diese beschließen eines Tages, sie mit dem befreundeten Hausierer Kurt auf Wanderschaft zu schicken. Als Tochter eines Gewandschneiders soll Emilia ihr Talent nutzen und alte Gewänder neu aufarbeiten und dann verkaufen. Besonders glücklich ist Emilia nicht, will aber das Beste aus der Situation machen. Als Kurt jedoch zunehmend zudringlich wird, sucht sie nach einem Ausweg und findet diesen in einer Anstellung bei der Gräfin Erzsebet Bathory, die gerade in Wien weilt. Die Gräfin nimmt Emilia in ihren Haushalt auf und als sie zurück nach Ungarn reist, soll Emilia mitkommen. Obwohl man sie vor der Gräfin und den unerklärlichen Dingen, die in ihrem Haushalt passieren, gewarnt hat, nimmt Emilia die Gelegenheit wahr und geht mit nach Ungarn. Doch was hat es wirklich mit den zahlreichen Todesfällen unter Erszebets Dienerschaft auf sich? Nur traurige Unglücksfälle oder steckt mehr dahinter? Emilia gelangt mehr und mehr in die Position einer Vertrauten der Gräfin. Auch wenn diese immer unberechenbar in ihren Launen bleibt, darf Emilia es ab und an wagen, ihr zu widersprechen und kommt so unglücklichen Bediensteten immer wieder zur Hilfe. Damit macht sie sich die bisherige Favoritin der Gräfin, die Sängerin Ilona, zur Feindin, ebenso wie die grausame Haushälterin, die bisher schalten und walten durfte, wie sie wollte. Solange die Gräfin jedoch ihre Hand über Emilia hält, ist sie halbwegs sicher vor den Intrigen und Machtkämpfen unter den Angestellten. Währenddessen jedoch schmieden die ungarischen Adligen ein Komplott gegen die mächtige Gräfin. Die politischen Hintergründe in Österreich-Ungarn zu jener Zeit werden anschaulich beschrieben, auch wenn es bei den vielen beteiligten Figuren nicht immer einfach ist, den Überblick zu behalten. Der Autorin gelingt es ganz wunderbar, den schwierigen und zwiespältigen Charakter der sogenannten Blutgräfin darzustellen. Obwohl ihre Handlungen teilweise äußerst abstoßend sind, blieb bei mir als Leserin dennoch immer ein Rest Mitgefühl für diese Frau aufgrund der Umstände, die sie zu dem gemacht haben, was sie war bzw. den Teil von ihr hervorgerufen haben, der vielleicht besser für immer im Hintergrund geblieben wäre. In jedem Fall ist sie eine sehr interessante und faszinierende historische Figur. Da ich bisher noch nie näheres über sie gehört hatte, war die Lektüre für mich äußerst spannend. Im Nachwort geht die Autorin detailliert darauf ein, was historisch belegt und was ihre eigene Interpretation ist.

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  • Der Mythos Elisabeth Bathory

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    Dreamworx

    Dreamworx

    06. December 2014 um 16:16

    17. Jh. Ungarn. Emilia ist die Tochter eines deutschen Gewandschneiders und ist die einzige Überlebende ihrer durch eine Krankheit verstorbenen Familie. Auch ihr Verlobter fiel der Krankheit zum Opfer. Vorübergehend wird sie bei Verwandten aufgenommen, doch dort fühlt sie sich nicht willkommen. Emilia schließt sich einem Hausierer an, geht mit ihm auf Wanderschaft und verdingt sich als Gewandschneiderin. So landet sie durch einen Zufall im ungarischen Haushalt der reichen Gräfin Elisabeth Bathory, die Emilia als Gewandschneiderin benötigt. Emilia soll das Brautkleid und die Jungfernkleider für die Hochzeit der Tochter des Hauses fertigen. Während Emilia im gräflichen Hause lebt und arbeitet, kommen ihr allerhand Gerüchte zu Ohren über Morde und Misshandlungen an Dienstboten. Zuerst beachtet sie diese Dinge nicht, doch immer mehr Beweise lehren sie eines Besseren. Sie will einfach nicht glauben, dass ihre Hausherrin zu solchen Gräueltaten fähig ist, hat sie diese doch selbst oftmals ganz anders erlebt. Als Emilia auch noch der Liebe begegnet, wird es für sie ebenfalls gefährlich. Tereza Vanek hat mit ihrem Buch „Im Dienste der Gräfin“ einen sehr spannenden und farbenprächtigen Historienroman vorgelegt. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, lebhaft und spannend, der Leser wird buchstäblich in die Geschichte hineingezogen und wird bis zur letzten Seite in dieser vergangenen Zeit gefangen genommen. Der Spannungsbogen wird erst gemächlich aufgebaut, doch dann steigert er sich regelrecht ins Unermessliche. Der geschichtliche und politische Hintergrund um die mysteriöse Figur der historisch belegten Gräfin Elisabeth Bathory wurde von der Autorin hervorragend recherchiert und in die Romanhandlung eingebettet. So wird man gleichzeitig sehr gut über die Machtspielchen und Intrigen informiert, während man der spannenden Geschichte folgt. Auch die Lebensumstände der Menschen im 17. Jahrhundert werden wieder lebendig. Die Protagonisten sind sehr vielschichtig, detailliert und authentisch skizziert, sie wirken sehr real und lebensecht, wodurch ein wunderbares Kopfkino beim Lesen entsteht. Oftmals hat man Schwierigkeiten, die Guten von den Bösen zu unterscheiden, was die Spannung noch erhöht. Emilia ist eine sympathische junge Frau, die schon einige Verluste hinnehmen und viel ertragen musste. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen und besticht durch ihren Mut und ihre Stärke. Gräfin Elisabeth Bathory ist eine strenge, oftmals unbarmherzige Frau, die ebenfalls einiges durchmachen musste und die ob ihres Reichtums und ihrer Macht viele Feinde hat und sich durch ihre unnahbare Art diese vom Hals halten und sich selbst schützen will. Das Personenverzeichnis und die belegten historischen Fakten am Ende des Romans geben dem Leser noch reichliche Informationen zu den einzelnen Charakteren und den damaligen Verhältnissen. Tereza Vanek ist ein spannender Historienroman gelungen, der wunderbar zu lesen ist und in dem Realität und Fiktion auf herrliche Art und Weise ineinander laufen. Ein MUSS für jeden, der geschichtliche Romane liebt und sich in andere Jahrhunderte entführen lassen möchte. Absolute Leseempfehlung!

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  • Im Dienst der Gräfin

    Im Dienst der Gräfin
    Selfesteem

    Selfesteem

    05. December 2014 um 23:34

    Emilias Vater war Gewandschneider und sie konnte ihr einiges darüber beibringen. Jedoch starb er früh und Emilia wuchs bei ihren Verwandten auf. Diese schickten sie mit einem bekannten auf Reisen. Dabei wurde eine Gräfin auf die Fähigkeiten der Schneiderei auf Emilia aufmerksam und nahm sie in ihren Dienst. Die Charaktere, vor allem Emilia und die Gräfin sind sehr Interessante Persönlichkeiten, denn sie sind stark haben Geschichten und einen sehr starken Willen.  Die Geschichte ist bis zum Ende wirklich sehr spannend, da man bis zum Schluss nicht genau erahnen kann, was als nächstes passieren wird, und vor allem wie viele der Dinge geschehen konnten! Am liebsten möchte man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Außerdem fand ich gut, dass am Ende des Buches ein kurzes Text über die Fakten und Gegebenheiten geschrieben ist, was bestimmt auch einige Interessieren wird! 

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  • Fantastischer historischer Roman

    Im Dienst der Gräfin
    LunasLeseecke

    LunasLeseecke

    22. November 2014 um 15:53

    Inhalt Durch Glück und Talent gelingt es der Waisen Emilia in Wien, in die Dienste der ungarischen Gräfin Elisabeth Bathory zu treten und darf mit ihr nach Ungarn reisen. Dort bekommt sie die Chance, sich ihren Traum zu erfüllen und als Gewandschneiderin zu arbeiten. Doch schon bald fällt ihr auf, dass im Haushalt der Gräfin nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Immer wieder sterben Mädchen und hinter dem Rücken der Gräfin planen mächtige Gegner ihren Untergang. Als Emilia sich in István verliebt, der ebenfalls in Elisabeth Diensten steht, verkompliziert sich ihre Lage erheblich, denn nicht alle im Haushalt der Gräfin sinnt ihr gut gesinnt. Meine Meinung Die Perspektive der Geschichte folgt hauptsächlich Emilia, immer wieder gibt es aber auch Szenen, die den Gesprächen der Männer folgen, welche gegen die Gräfin intrigieren. Dadurch merkt man immer, dass sich an der Situation etwas ändert, und Emilia, als Vertraute der Gräfin zunehmend in Gefahr gerät. Außerdem trägt es sehr gut zur Dynamik der Geschichte bei. Die Charaktere die Tereza Vanek schafft, fand ich sehr interessant. Ihr ist es erstaunlich gut gelungen, vielschichtige Charaktere zu porträtieren, und insbesondere der ambivalente Charakter der Gräfin war sehr faszinierend in Szene gesetzt. Emilia ist eine sehr gelungene Hauptprotagonistin. Sie ist wunderbar unschuldig und manchmal etwas unbedarft. Sie ist außerdem sehr ehrlich, hat viel Mitgefühl, und setzt sich sehr für andere ein. Leider ist sie viel zu gut für die damalige Zeit und ich hatte oft Sorge, dass ihr ihr gutmütiges Wese zum Verhängnis wird. Doch Emilia ist auch sehr diplomatisch und beharrlich und vor allem nicht auf den Mund gefallen. Ihre mutige Art hat mir sehr gefallen. Neben Emilia spielen natürlich auch noch andere Charaktere eine wichtige Rolle. Obwohl mir viele Charaktere nicht sympathisch waren, was aufgrund ihrer Rolle sicher auch so gedacht war, konnte ich ihren Standpunkt und ihre Handlungen nachvollziehen. Vor allem die Gräfin war wirklich wunderbar dargestellt. Mir persönlich ist es echt schwer gefallen, mich zu entscheiden, ob ich sie nun mag oder nicht. Schwarz und weiß gab es hier nicht, sondern viele Abstufungen von Grau, was sehr authentisch wirkte. Und auch sprachlich fand ich den Roman sehr gelungen. Vor allem die Dialoge haben mir hier sehr gefallen, ebenso, wie die Beschreibungen der Umgebung. Dadurch hatte ich ein sehr genaues Bild der Kulisse vor Augen, was mir persönlich sehr wichtig ist. Fazit Insgesamt ist „Im Dienst der Gräfin“ ein rundum gelungener historischer Roman, der mit Spannung, und vor allem mit tollen und authentischen Charakteren überzeugen kann. Ich habe sehr mit Emilia mitgefiebert und fand vor allem den historischen Hintergrund um die „Blutgräfin“ sehr gut gewählt und umgesetzt. Ein großes Dankeschön geht an den Drachenmond-Verlag für das Rezensionsexemplar und an meine Mitleser von Leserunden.de.

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