Die Schwestern des Lichts

von Terry Goodkind 
4,3 Sterne bei151 Bewertungen
Die Schwestern des Lichts
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Neue Kurzmeinungen

juLyxx17s avatar

nicht so gut wie der erste Teil, man muss sich erst hineinlesen

Pokerfaces avatar

Einfach nur genial

Alle 151 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Schwestern des Lichts"

Ein atemberaubendes Epos über Verrat und Ehre, Rache und Liebe!

Richard Cypher hat über seinen Vater triumphiert - der machtgierige Magier Darken Rahl ist tot! Doch aus dem Sieg erwächst eine neue, allumfassende Bedrohung: Im Schleier zwischen der Welt der Lebenden und dem Reich der Toten hat sich beim Kampf zwischen Vater und Sohn ein gefährlicher Riss aufgetan. Und nun droht der dunkle Hüter der Unterwelt in die Menschenwelt zu wechseln und alles Leben zu vernichten .

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442369683
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:1328 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:09.06.2008

Rezensionen und Bewertungen

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    Pokerfaces avatar
    Pokerfacevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Einfach nur genial
    Das Schwert der Wahrheit Teil 2 - Die Schwestern des Lichts

    Zum Buch:

    Mit Hilfe seiner geliebten Kahlan konnte Richard seinen Vater, den machthungrigen Tyrannen Darken Rahl, besiegen. Doch der Preis ist hoch. Beim Kampf zwischen Vater und Sohn hat der Schleier, der die Welt der Lebenden vom Reich des Todes trennt, einen Riss bekommen - und der Hüter der Unterwelt streckt gierig seine Klauen nach neuen Seelen aus.

    Doch von all dem ahnt Richard anfangs noch nichts, als ihn die Schwestern des Lichts finden. Sie zwingen ihn, Kahlan zu verlassen, um seine magischen Fähigkeiten ausbilden zu lassen.

    Aber vielleicht führt das Schicksal Richard genau an den Ort, wo er gebraucht wird. Die Schwestern des Lichts benötigen seine Hilfe, auch wenn sie das noch nicht wissen. Denn die grausamen Schwestern der Finsternis, die dem Hüter der Unterwelt dienen, haben ihren Orden längst unterwandert und missbrauchen ihn für ihre eigenen Zwecke. Nur Richard, der niemals aufgibt, scheint den Dienerinnen des Bösen zu widerstehen...

    1. Absatz

    Rachel drückte ihre Puppe fest an die Brust und starrte auf das dunkle Etwas, das sie aus dem Gebüsch heraus beobachtete. Zumindest glaubte sie, dass es sie beobachtete. Es war schwer zu sagen, denn die Augen waren genauso dunkel wie alles übrige - außer wenn das Licht genau richtig darauf fiel, dann leuchteten sie golden auf.

    Meine Meinung:

    Einfach nur genial. Ich hätte nicht gedacht, dass der zweite Band noch besser sein würde als der erste Teil, aber genauso habe ich es empfunden.

    Richtig toll fand ich, dass der zweite Teil genau an der Stelle weitergeht, wo der erste Band geendet ist. Also ist man direkt wieder in der Geschichte. Außerdem muss man lobenswert erwähnen, dass das Buch ohne lange Rückblicke auskommt. Genauso wünsche ich mir das - nicht 500 Seiten Wiederholung vom ersten Band. Hier ist einfach die Voraussetzung, dass man diesen gelesen hat.

    Auch die Perspektivenwechsel haben mir sehr gut gefallen. Wir laufen mit Richard, Zedd oder Kahlan durch die Geschichte und erleben parallel mit, was jedem Einzelnen, auf dem Weg den Riss zu kitten, widerfährt.

    Nicht eine Länge gab es für mich in dieser Geschichte und das, obwohl doch 1300 Seiten Buch vorhanden sind. Bemerkenswert.

    Eine der besten Fantasy-Geschichten, die ich je las.

    Ich freue mich auf die nächsten Bände.

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    Gwees avatar
    Gweevor 2 Jahren
    Eine würdige Fortsetzung der Reihe

    Die Aufmachung des Buches richtet sich nach dem ersten Band. Es gibt wieder eine wunderschöne Illustration, die einen Ausschnitt der Handlung wiederspiegelt. Die Kurzbeschreibung fasst das Buch eigentlich recht gut auf wenige Worte zusammen, dabei entgeht ihr allerdings ein wichtiger Teilstrang der Geschichte. Wie auch im Vorgänger hilft da der Klappentext aus, der noch etwas intensiver auf den Plot eingeht. Auch im zweiten Band gibt es wieder eine Karte der Welt. Diesmal kann ich positiv bemerken, dass es auf keiner Seite verschmierte Tinte gab, was mich im ersten Band noch sehr gestört hatte.

    In diesem Buch konnte ich mich langsam mehr von der Serie loslösen, denn quasi 90% der Handlung unterscheiden sich. Aber wie auch im Vorgänger ist das eine positive Entwicklung. Auch die Fortsetzung der Reihe kann überzeugen, vielleicht sogar etwas mehr als der erste Band. Im Großen und Ganzen muss man sagen, dass das Buch für die eigentliche Handlung vielleicht etwas zu lang war. Einiges hätte man bestimmt wegkürzen können, aber an sich macht jede einzelne Szene dieses Buch einzigartig und verleiht ihm Leben. Man mag es kaum glauben, aber in diesen 1.328 Seiten stecken so viele Szenen, die aufeinander aufbauen und für das Ende wichtig sind. Nun gut, manches bleibt auch bis zum Ende ungeklärt, aber dafür gibt es ja die Nachfolgebände. Immer noch gibt es Klärungsbedarf, der durchaus im Buch angeführt hätte werden können. Die Sache mit dem Sucher wurde eigentlich kein Stück weiter erläutert, was sehr schade ist, da Richard in diesem Band noch eine zweite Rolle annimmt und der Leser sozusagen beschäftigt ist sich mit dieser auseinanderzusetzen, während seine Rolle als Sucher zwar durchaus von Wichtigkeit ist, aber eben erst einmal als zweitrangig eingestuft wird. Dennoch konnte mich die Geschichte dieses Mal mehr packen. Wieder ist es ein Kampf gegen das Böse, aber Richard muss erst viele Hürden überwinden, um überhaupt das Endziel des Buches zu erreichen. Dabei lernt man auch wieder viel Neues über die Welt, in der er lebt und begegnet vielen neuen sympathischen Charakteren. In diesem Buch gibt es auch deutlich mehr Action, sogar direkt am Anfang, was mir sehr gefallen hat, und außerdem mehr Spannung. Das einzige, was mich etwas enttäuscht hat, war das sehr kurz abgehandelte Ende. Im Endeffekt wurden die Konflikte auf 100 Seiten gelöst und dabei wurde der Situation zwischen Kahlan und Richard mehr Zeit eingeräumt als der mit dem Schleier.

    In diesem Buch folgt der Leser vor allem drei Charakteren: Richard, Kahlan und Zedd. Es gibt auch noch weitere Perspektiven und wiederkehrende Charaktere, aber die drei wichtigen Handlungsstränge drehen sich um die genannten Personen. Auch in diesem Punkt hat sich dieses Buch verbessert, würde ich sagen. Richard ist zwar manchmal immer noch etwas rätselhaft für mich, aber mittlerweile habe ich mich an seinen ständigen „Zorn“ gewöhnen können und seine Entscheidungen sind für mich nicht mehr ganz so seltsam. Und die meiste Zeit sympathisiere ich sogar sehr mit ihm. Er entwickelt sich auch eindeutig im Laufe der Handlung, das hat er auch vom ersten zum zweiten Band hin. Kahlan muss ich an dieser Stelle sehr loben, denn nachdem sich ihr Handlungsstrang von Richards abtrennt ist sie endlich die starke Konfessor, die ich vermisst habe. Und man merkt endlich, was für eine wichtige Persönlichkeit sie eigentlich ist. Ich würde sogar sagen, dass mir ihre Perspektive dieses Mal am besten gefallen hat. Zedd wiederum ist so sympathisch wie eh und je und bei ihm habe ich bisher auch nie Probleme gehabt, seine Handlungen nachvollziehen. Und auch die anderen Charaktere in diesem Buch sind wieder sehr tiefgründig ausgearbeitet worden, gerade die Schwestern des Lichts sind eine sehr interessante Gruppe und auch die Schlammmenschen lernen wir hier noch etwas besser kennen (und lieben). Chandalen ist eindeutig einer meiner neuen Lieblingscharaktere geworden.

    Zu Goodkinds Schreibstil gibt es auch nicht viel Neues zu sagen. Diesmal fiel es mir leichter seinen Beschreibungen zu folgen und sie waren mir nie zu lang. Man kann also wirklich sagen, dass der Autor sich mit dem zweiten Band verbessert hat. Die Beschreibungen sind natürlich trotzdem verhältnismäßig lang, aber sorgen für eine stimmige Atmosphäre. Es gab in diesem Teil der Reihe keinen Moment, der mir sprachlich aufgestoßen wäre. Im Gegenteil, es las sich sehr flüssig und wird dem Genre wieder gerecht. Nur die Dialoge waren an manchen Stellen etwas langatmig.

    Manchmal gab es in diesem Buch Strecken, die sich wirklich zäh gelesen haben und das Ende war für meinen Geschmack wieder etwas kurz, aber im Gesamten ist es inhaltlich wieder ein sehr gut gelungener Roman. Meinem Wunsch nach mehr Action wurde auch nachgegeben und so gibt es deutlich mehr Kämpfe und damit einhergehend viele Spannungsmomente, die aber natürlich nicht nur in Verbindung mit Schlachten auf den Tag treten. Der zweite Band toppt den ersten auf alle Fälle.

    Fazit:
    Wem der erste Band der Reihe gefallen hat, der sollte hier auf jeden Fall nicht zögern. Es ist in jedem Punkt noch ein bisschen besser als der Vorgänger und vereint wieder viel Action mit der Thematik der Liebe. Und in diesem Band kommen Fans magischer Elemente ebenfalls sehr auf ihre Kosten. High Fantasy vom Feinsten.

    Gesamt: 4/5

    Inhalt: 4/5
    Charaktere: 4/5
    Lesespaß: 5/5
    Gestaltung: 4/5
    Schreibstil: 5/5
    Preis/Leistung: 4/5

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    themagicalworldofbookss avatar
    themagicalworldofbooksvor 3 Jahren
    Grandioser zweiter Band der Fantasy-Saga " Das Schwert der Wahrheit"

    Um es diesmal in kurzen Worten zu sagen, die Reihe ist so ziemlich das beste was ich an High-Fantasy bisher gelesen habe. Auch der zweite Band "Die Schwestern des Lichts" überzeugt mit bildreichen Schilderungen und unzähligen, raffiniert verstrickten Geschehnissen. Das Buch hat über 1300 Seiten und noch nicht eine davon hat mich gelangweilt oder war überflüssig. Absolut perfekt geschrieben und ein Meisterwerk der Fantasyliteratur !!

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    thiefladyXmysteriousKathas avatar
    thiefladyXmysteriousKathavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: richard ist einfach toll^^ ich freue mich auf band 3
    Das zweite Abenteuer des Suchers

    Die Schwestern des Lichts
    Dies ist der zweite Band in der Reihe "das Schwert der Wahrheit". Ich mochte Teil eins sehr gerne, habe aber lange an diesem Buch gelesen da es 1300 Seiten hat. Nun ist es endlich geschafft und es hat mir gut gefallen.

    Inhalt
    Richard Cypher hat über seinen Vater triumphiert - der machtgierige Magier Darken Rahl ist tot! Doch aus dem Sieg erwächst eine neue, allumfassende Bedrohung: Im Schleier zwischen der Welt der Lebenden und dem Reich der Toten hat sich beim Kampf zwischen Vater und Sohn ein gefährlicher Riss aufgetan. Und nun droht der dunkle Hüter der Unterwelt in die Menschenwelt zu wechseln und alles Leben zu vernichten ...

    Meinung
    Ich bin damals auf die Bücher durch die Fernsehserie Legend of the Seeker aufmerksam geworden und habe Band 1 mit über 1000 Seiten in wenigen Tagen durchgesuchtet. Danach musste ich erstmal etwas pausieren habe aber recht schnell mit Band 2 angefangen. Dieser hat mich nun ein Jahr lang begleitet und ich habe immer wieder darin gelesen. Es lag nicht an der Geschichte, dass ich so selten Lust auf das Buch hatte sondern an der Dicke und Schwere des Buches. Wenn ich gelesen habe waren ganz schnell 300 Seiten verschlungen aber nur selten konnte ich mich aufraffen in diesem Brocken zu lesen. Der Schreibstil von Terry Goodkind ist wirklich toll aber an vielen Stellen beschreibt er alles sehr ausführlich wodurch die Geschichte etwas langatmig wird. Richard hat es mir einfach angetan genauso Kahlan und Zedd. Sie sind so tolle Charaktere ubd man will sie am liebsten nie gehen lassen. Wer dieses Buch lesen möchte sollte vorgewarnt sein: es dauert 900 Seiten bis es endlich um den Palast der Propheten geht. Außerdem ist vorher sehr sehr viel Kriegshandlung im Buch enthalten. Da ich ein paar kleine Kritikpunkte habe gibt es nur 4 Sterne für den zweiten Band rund um Richard und seine Freunde aber ich freue mich riesig auf Band 3!

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    MiniKampfkekss avatar
    MiniKampfkeksvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ich bin so froh, diese Reihe gefunden zu haben. Richard, Kahlan und all die anderen dürfen in meinem Regal nicht mehr fehlen. :)
    4,5 Sterne für diese starke Fortsetzung!

    "»Ich sage es dir nicht noch einmal, Richard. Wenn du mich liebst, wirst du das Angebot annehmen und den Halsring anlegen. [...] Tu es jetzt, oder es ist vorbei. Alles ist vorbei. «" (S.359)

    Inhalt: Nachdem Richard seinen Vater, Darken Rahl, getötet hat, bricht in ihm "die Gabe" aus und droht, ihn zu töten. Drei Schwestern des Lichts kommen und wollen ihn mitnehmen, um ihn auszubilden - ihm zu lehren, die Gabe zu beherrschen. Trotz seiner Weigerung, den Halsring anzulegen, zwing Kahlan ihn der Liebe wegen dazu, doch zunächst versteht er nicht. Im Palast der Propheten, in der Alten Welt, erwartet ihn jedoch noch größeres Unheil...Währenddessen werden nicht nur die Midlands von einer gewaltigen Kraft bedroht, und Kahlan sieht sich gezwungen, ihren Kummer zu vergessen und das zu tun, wozu sie geschaffen wurde: Als Mutter Konfessor die Midlands zu beschützen. Eine Prophezeiung sagt ihr Ende voraus, doch sie lässt sich nicht beirren. Und der Hüter ist dabei, durch seinen Agenten Darken Rahl den Schleier einzureißen und die Welt der Lebenden zu vernichten...

    Sprache & Aufbau: Von der Sprache her ist kaum ein Unterschied zum ersten Band der Reihe zu erkennen. Immer noch ist das Satzbau sowie der Wortschatz recht verständlich gehalten und weitestgehend überzeugend. Die paar Stellen, die mich gestört haben, schiebe ich einfach auf die Übersetzung. :D Der Aufbau ändert sich allerdings in diesem Teil ein wenig. Da Kahlan und Richard getrennte Wege gehen, wechselt Goodkind hier immer wieder die Perspektiven, und das deutlich öfter als im ersten Band. Man lernt so auch viele unterschiedliche Charaktere kennen.

    Persönliche Meinung: Was mich gleich zu meinem größten Kritikpunkt bringt. Man wird beinahe mit neuen Charakteren "bewusstlos geschlagen", hat aber hunderte Seiten Zeit, sie kennenzulernen. Goodkind scheint sich sehr viel Mühe gegeben haben, sie zu erstellen. Allerdings - vor allem gegen Ende - rücken sie immer mehr in den Hintergrund, sterben, wenn sie ihre Rolle gespielt haben, oder haben plötzliche Anwandlungen, die gar nicht wirklich zu ihnen zu passen scheinen. Ein einfaches Mittel zum Zweck. Davon betroffen: Chandalen, Darken Rahl, Denna, Orsk. Und noch viele mehr. Das ist wirklich schade, immerhin hat man zuvor viel Zeit investiert, diese Charaktere kennenzulernen. Ansonsten: Eine gelungene Fortsetzung! Die Handlung hat mich viel mehr mitgenommen als im ersten Teil und ist mir auch nicht so gestreckt erschienen. Die Welt hat ihren Friede-Freude-Eierkuchen-Glanz verloren. Die Menschen werden erwachsener, und so auch die Geschichte. Viel mehr Gefühle sind hier verarbeitet, und ich hatte nicht nur einmal eine kleine Träne im Auge. Ich freue mich schon auf den dritten Teil. :)

    Klare Leseempfehlung!  

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    LarissaMarias avatar
    LarissaMariavor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Schwestern des Lichts" von Terry Goodkind

    Nachdem ich Teil 1 der Saga begeistert verschlungen hatte, machte ich mich sofort an die Fortsetzung. Nur leicht eingeschüchtert von dem beträchtlichen Umfang (immerhin 1300 Seiten fasst das gute Stück!) begann ich mich einzulesen.
    Leider hielt sich die Spannung doch sehr im Rahmen; teilweise lange Passagen, bei denen man sich zwingen muss nichts zu überfliegen...
    Doch die Mühe hat sich gelohnt, das Finish war grandios und man möchte wirklich auf der Stelle mit Teil 3 fortfahren (was ich auch schnellstmöglich machen werde!)

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    Stefan83s avatar
    Stefan83vor 7 Jahren
    Gute, schlüssige Fortsetzung

    Obwohl mich der erste Band der „Das-Schwert-der-Wahrheit“-Saga zwar gut unterhalten, aber nur mäßig begeistert hat, war die Neugier auf die Fortsetzung doch zuletzt überraschend groß, weshalb ich kurzum „Die Schwestern des Lichts“ in meiner Leseplanung ein paar Plätze nach vorne gezogen habe. Im Nachhinein kann ich nur sagen: Alles richtig gemacht, denn „Die Schwestern des Lichts“ hat mich, trotz des epischen Umfangs von weit mehr als 1.300 Seiten, fast über die ganze Distanz nicht mehr aus seinen Fängen gelassen. Und das obwohl Goodkind sich in Punkto literarischer Qualität und Innovation weiterhin im unteren Mittelfeld bewegt, was den auf dem Cover prangenden Tolkien-Vergleich mehr als fraglich erscheinen lässt und den Versuch, den amerikanischen Autor an die Spitze der High-Fantasy zu heben, erneut konterkariert. Aber manchmal funktioniert halt packende Unterhaltung auch ohne höheren Anspruch. Zumindest dann, wenn die Geschichte stimmig ist und an den richtigen Stellen Überraschungen bereit hält, was hier in hohem Maße der Fall ist. Band zwei, der in seiner aktuellen Ausgabe erstmals den kompletten Inhalts des englischen Originals (den man früher auf Deutsch in zwei Bücher gesplittet hat) umfasst, knüpft inhaltlich direkt an den Beginn der Reihe an.:

    Es war ein harter Kampf auf Messer Schneide, aber mit Hilfe seiner geliebten Kahlan ist es Richard Cypher gelungen, seinen Vater, den dunklen Magier Darken Rahl, zu besiegen. Der Preis für diesen Triumph war hoch. Beim Duell zwischen Vater und Sohn hat der Schleier, der die Welt der Lebenden vom Reich des Todes trennt, einen Riss bekommen – und nun streckt der Hüter der Unterwelt gierig seine Klauen nach neuen Seelen aus. Von all dem ahnt Richard jedoch anfangs noch nichts, als ihn die Schwestern des Lichts im Dorf der Schlammmenschen finden. Sie zwingen ihn, Kahlan zu verlassen, um die unerträglich gewordenen und in naher Zukunft tödlichen Kopfschmerzen zu lindern, indem er seine magischen Fähigkeiten ausbilden lässt. Aber vielleicht führt das Schicksal Richard genau an den Ort, wo er gebraucht wird, denn auch wenn es niemand im Palast der Propheten in der Stadt Tanimura wahrhaben bzw. zugeben will: Die Schwestern des Lichts brauchen dringend Hilfe. In den letzten Jahren hat der längst für ausgestorben geglaubte Orden der grausamen Schwestern der Finsternis, welche dem Hüter der Unterwelt dienen, die Ausbildungsstätte der Zauberer unterwandert. Nun missbrauchen sie diese für ihre eigenen Zwecke. Richard, der unter der Trennung von Kahlan leidet und in allen Schwestern nur den Feind sieht, wird widerwillig in einen uralten Konflikt hineingezogen … und erfährt dabei allerhand Erstaunliches über sich selbst.

    Gleichzeitig begibt sich Kahlan in Begleitung dreier Schlammmenschen auf den Weg nach Aydindril, um dort ihren alten Freund, den Zauberer Zedd, aufzusuchen und um Rat zu bitten. Bevor sie jedoch überhaupt dorthin gelangt, zwingt ihre Pflicht als Mutter Konfessor sie zum Kampf. Die Imperiale Ordnung hat den Zentralrat aufgelöst und überzieht die Midlands mit Krieg. Ihr Ziel ist das Ende der Konfessorherrschaft und die Ausrottung jeglicher Magie. Kahlan, welche in den Trümmern der Stadt Ebinissia kein lebendes Wesen mehr finden kann, schwört Rache und zieht mit den Überresten der Armee der Stadt ihren zahlenmäßig weit überlegenen Gegnern entgegen. Während sie im tiefen Schnee des Gebirges ihre Feinde mit Guerillataktiken zermürbt, müssen Zedd und die alte Magierin Adie an anderer Stelle um ihr Leben rennen … denn die Wesen des Hüters sind bereits auf dem Vormarsch.

    Kaum zusammen und schon wieder getrennt. Terry Goodkind bietet auch im zweiten Band Kost nach dem üblichen Schema und bereitet Glück und Frieden schon gleich zu Beginn ein relativ schnelles Ende. Relativ deshalb, weil sich der Autor fast dreihundert Seiten damit aufhält, einmal mehr das Leben im Schlammmenschen-Dorf zu beschreiben und die unsterbliche Liebe zwischen Kahlan und Richard hervorzuheben. Bevorzugtes Stilmittel sind dabei ständige Wiederholungen, damit selbst der tumbeste Idiot kapiert, was genau auf dem Spiel steht und wieso diese Trennung jetzt so schmerzhaft ist. Die Folge: Zähneknirschen beim Leser, der dieser zähen Einleitung gleich mehrmals in den Hintern treten möchte, damit sie endlich in die Gänge kommt. Nachdem dann jedoch Richard und Kahlan in unterschiedliche Richtungen eilen, nimmt auch der Plot endlich die langvermisste Fahrt auf. Die räumliche Trennung sorgt dafür, dass Goodkind zwischen zwei (mit Zedds Geschichte drei) Handlungssträngen wechseln muss, was nicht nur für Tempo sorgt, sondern auch einige fingernägelgefährdende Cliffhanger zur Folge hat. Hinzu kommt, dass Kahlan, Richard und Co. in Situationen gebracht werden, in denen all ihre Macht nichts mehr nützt bzw. List und Tücke gefragt sind. Ein guter Ansatz, war doch der vor Zorn schlächtende Richard im ersten Band am Ende vor allem nur noch eins: Äußerst ermüdend. Diesmal ist es dem Autor gelungen, eine gewisse Balance zu finden. Und was vorher noch auszuschließen war: Ich beginne den bärtigen Waldführer langsam zu mögen.

    Keine Frage: Wenn man näher hinguckt, Goodkinds Geschichte mit der Genre-Konkurrenz vergleicht, birgt der Plot wenig Glanz, liest sich das Ganze schon sehr strukturiert und dünn. Hat man sich allerdings erst einmal damit abgefunden, dass Liebe hier schmalzigen Kitsch und Gewalt roher Blutrausch bedeutet, sieht man über all diese Qualitäts-Schlaglöcher bald hinweg. Und das nicht zuletzt weil „Die Schwestern des Lichts“ einfach spannend ist. Egal ob Kahlan im Adamskostüm eine Kavallerieattacke reitet oder Richard mit einer Schwester im finsteren Hagenwald die Schwerter kreuzt: Nach dem trägen Start bietet das Buch ein unterhaltsames Highlight nach dem nächsten. Hierbei ist es auffällig, dass alle Handlungsstränge für sich faszinieren können und man am Ende eines jeden Kapitels etwas traurig ist, wieder an einen anderen Ort wechseln zu müssen.

    Desweiteren gelingt es Terry Goodkind endlich seine selbst konzipierte Karte (die ich mir immer noch viel detaillierter gewünscht hätte – Wo liegt Ebinissia? etc.) mit etwas Leben, die Völker, Wesen und Städte mit einem glaubhaften Hintergrund zu füllen. Besonders im Palast der Propheten habe ich mich sehr wohl gefühlt, was weniger an den schönen Schwestern, als vielmehr an der herrlich düsteren Atmosphäre lag. Wer gut ist und wer böse, das bleibt lange im Schatten. Wie Richard selbst traut man niemanden so recht über den Weg. Und vielleicht genießt man gerade deswegen dessen arrogantes und bedrohliches Auftreten, das ohne Zweifel sehr überzeichnet daherkommt, aber dafür das Blut eines jeden Rollenspielers in Wallung bringt. Überhaupt sind die Grenzen zwischen Unterwelt und Oberwelt weit verschwommener, als dies noch im ersten Band der Fall war. Das Böse ist nun weit anonymer, was dem Bedrohungselement zusätzlich entgegenkommt. Zudem führt Goodkind mit den Schwestern der Finsternis ein Element ein, das im weiteren Verlauf der Saga noch von Wichtigkeit sein wird.

    Diese wird nur weiterverfolgen, wer darüber hinwegsehen kann, dass Goodkind vielerorts an niedere Instinkte appelliert bzw. Heldenpathos und brutale Gewalt zu den Stützpfeilern seiner Bücher zählen. Der feinsinnige Ton liegt dem Autor nicht. Wie Kollege Bernard Cornwell, so schönt auch Goodkind den Krieg nicht, zu dem in der Vergangenheit eben nicht nur der glorreiche Kampf, sondern halt auch stets die erbarmungslose Erniedrigung des Feindes in Form von Folter, Mord und Vergewaltigung gehört hat. Diese Elemente bleiben bei „Die Schwestern des Lichts“ für den besser nicht allzu zartbesaiteten Leser bis zum Ende ein ständiger Begleiter.

    Dieses Ende führt wiederum alle Handlungsstränge zusammen und hat dafür gesorgt, dass ich auch bei der Durchquerung der übervollen Darmstädter Fußgängerzone das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Belohnt wurde ich mit einem guten Schluss, der einige Probleme löst, aber auch vieles offen lässt bzw. neue Fragen in dem Raum stellt, die Platz für weitere Geschichten lassen. Und diese werde ich wohl ganz sicher ebenfalls in Angriff nehmen.

    Insgesamt ist „Die Schwestern des Lichts“ eine gute, schlüssige Fortsetzung, die mir, trotz des Kitsches, weitaus besser als der erste Band gefallen und über viele Stunde bestens unterhalten hat. Mal sehen wie es weitergeht.

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    :Pandora:s avatar
    :Pandora:vor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Schwestern des Lichts" von Terry Goodkind

    Nach dem Darken Rahl nun endlich tot ist, scheint es so als wäre sein Tod nicht endgültig. Ein Riss im Schleier der Welten ermöglicht Darken Rahl hinüber zu greifen und noch immer in der Welt der Lebenden Furcht zu verbreiten. Zudem wird Richard von seiner Gabe übermannt und seine einzige Chance ist sich erneut einen Halsring umzulegen und mit den Schwestern des Lichts zu gehen.
    Der Anfang des zweiten Bands ging bei mir sehr zäh. Ab und zu sind zwar spannende Szenen, doch dem Gefühl nach wird die ganze Zeit nur über scheinbar unlösbare Probleme debattiert. Erst ab der Mitte ist es nicht mehr nur eine einzige Reise. Es wird sehr interessan und der Leser kann kaum noch aufhören.

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    Arielys avatar
    Arielyvor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Schwestern des Lichts" von Terry Goodkind

    Dieses zweite Buch von Goodkinds Schwert der Wahrheit-Reihe kann leider nicht ganz an die Erwartungen des ersten Bandes anknüpfen. Es ist teils recht langatmig und manchmal fragt man sich, was gewisse Kapitel überhaupt mit der im Klappentext angekündigten Handlung zu tun haben. Nichtsdestotrotz schafft es Goodkind, dass man das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen hat, schließlich hofft man, dass nach all den Problemen auch mal eine ruhige Zeit auf Kahlen und Richard zukommt. Ein relativ offenes Ende sorgt dafür, dass man sich auch gleich den nächsten Band besorgen möchte. Eine wesentliche Verbesserung zum ersten Band ist in meinen Augen die Darstellung der Protagonisten Kahlen und Richard. Diese wirken nun wesentlich sympathischer, da die beiden nun nicht mehr so unnahbar und viel stärker als zuvor dargestellt werden. Trotz manch zäher Stellen lohnt es sich also das Buch zu lesen.

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    horrorbienes avatar
    horrorbienevor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Schwestern des Lichts" von Terry Goodkind

    „Die Schwestern des Lichts“ ist der zweite Teil einer Fantasysaga mit dem Namen „Das Schwert der Wahrheit“. Bislang sind elf Teile erschienen:

    Teil 1: Das Erste Gesetz der Magie
    Teil 2: Die Schwestern des Lichts
    Teil 3: Die Günstlinge der Unterwelt
    Teil 4: Der Tempel der vier Winde
    Teil 5: Die Seele des Feuers
    Teil 6: Schwester der Finsternis
    Teil 7: Die Säulen der Schöpfung
    Teil 8: Das Reich des Dunklen Herrschers
    Teil 9: Die Magie der Erinnerung
    Teil 10: Am Ende der Welten
    Teil 11: Konfessor

    Zum Inhalt: (Klappentext) Mit Hilfe seiner geliebten Kahlan konnte Richard seinen Vater, Darken Rahl, besiegen. Doch der Preis ist hoch. Beim Kampf zwischen Vater und Sohn hat der Schleier, der die Welt der Lebenden von Reich des Todes trennt, einen Riss bekommen – und der Hüter der Unterwelt steckt gierig seine Klauen nach neuen Seelen aus. Doch von all dem ahnt Richard anfangs noch nichts, als ihn die Schwestern des Lichts finden. Sie zwingen ihn, Kahlan zu verlassen, um seine magischen Fähigkeiten ausbilden zu lassen. Aber vielleicht führt das Schicksal Richard genau an den Ort, wo er gebraucht wird. Die Schwestern des Lichts benötigen seine Hilfe, auch wenn sie das noch nicht wissen. Denn die grausamen Schwestern der Finsternis, die dem Hüter der Unterwelt dienen, haben ihren Orden längst unterwandert und missbrauchen ihn für ihre eigenen Zwecke. Nur Richard, der niemals aufgibt, scheint den Dienerinnen des Bösen zu widerstehen.

    Meine Meinung: Dieses Mammutwerk von über 1300 Seiten ist geprägt von der räumlichen Trennung zwischen Richard und Kahlan. Richard befindet sich zuerst auf dem Weg nach Tanimura und verbleibt anschließend dort zur Ausbildung bei den Schwestern der Lichts. Kahlan kämpft zunächst gegen die Armee der Imperialen Ordnung und dann gegen eigentlich Verbündete, die ihr jedoch ihren Vorsitz im Zentralrat der Midlands streitig machen. Diese räumliche Trennung schafft zwei vollkommen unabhängige Handlungsstränge, die zwar gegen Ende zusammen, doch weitestgehend nebeneinander herlaufen. Dies macht das Werk im Vergleich zu seinem Vorgänger etwas zäh, vor allem da Richard und Kahlan sich nicht in Liebe von einander getrennt haben. Das Richard einfach nicht verstehen will, was Kahlan von ihm erwartet und dies vollkommen falsch deutet, hat wirklich an meinen Nerven gezerrt. Richard ist schon manchmal etwas zu halsstarrig dargestellt. So wie die gesamte Liebesbeziehung der beiden schon beinahe überzeichnet, mindestens aber sehr schmalzig ist.
    Ich finde außerdem, dass die Handlung im Palast der Propheten meistens so dahinplätschert und sich nicht wirklich Atmosphäre aufbaut. Dies ist doch sehr schade, da Richard doch eine ganze Weile im Palast bei den Schwestern lebt.
    Doch mit den Schwestern der Lichts, die dem Schöpfer folgen, und den Schwestern der Finsternis, die sich dem Hüter der Unterwelt verschworen haben, bringt Goodkind hier ein Element ein, dass im weitern Verlauf der Saga wichtig bleiben wird. Dieser klassische Konflikt von Gut gegen Böse wird hier in Schöpfer gegen Hüter bzw. deren Anhängern umgemünzt. Interessant ist daran vor allem, da im Palast der Propheten nicht bekannt ist wer dem Hüter anhängt und das dies durch die ausgeprägte Anonymität auch dem Leser nicht verraten wird.

    Fazit: Trotz einiger Längen ist der zweite Teil der Saga im Großen spannend und aufgrund der neuen eingeführten Elemente auch nicht langweilig. Dieses Buch ist eine sinnvolle Weiterführung der Story aus Band 1 und bildet den Grundstein für die folgenden Bände.
    Diese ersten beiden Bände kann man jedoch auch gut lesen, ohne zu planen den Rest der Serie zu lesen, da Beide eine in sich abgeschlossene Handlung haben.

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