Terry Hayes Faceless

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Inhaltsangabe zu „Faceless“ von Terry Hayes

Ein schäbiges Hotel in New York wird zum Schauplatz eines grausamen Verbrechens: In einer Badewanne voll Säure liegt die entsetzlich entstellte Leiche einer Frau. Da die Polizei im Dunkeln tappt, wird ein Spezialist hinzugezogen: Pilgrim , ein Undercoveragent des US-Geheimdienstes. Doch die Ermittlungen nehmen eine zutiefst beunruhigende Wendung, als Pilgrim auf eine terroristische Verschwörung stößt, die das Gesicht der westlichen Welt für immer verändern könnte. Ein hochgefährlicher Kampf gegen die Zeit entbrennt und am Ende steht nur noch Pilgrim zwischen einem unsichtbaren Feind und dem Leben von Millionen Menschen ...

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  • der unsichtbare Feind

    Faceless

    ban-aislingeach

    26. May 2016 um 12:55

    „Faceless – der Tod hat kein Gesicht“ ist der Debütroman des englischen Journalisten, Drehbuchautoren und Produzenten Terry Hayes. Unter anderem wirkte er bei der „Mad Max“ Reihe mit Mel Gibson mit wie auch bei „From Hell“ mit Johnny Depp. Das Buch umfasst 792 Seiten und ist 2014 bei Page & Turner erschienen. Im Buch gibt es drei Fälle, welche auf den ersten Blick nicht zusammen gehören. In einem schäbigen Motel in New York wird eine entstellte Leiche gefunden, welche einfach nicht zu identifizieren ist. Die junge Frau wurde nach der Anleitung eines Buches ermordet, welches ein ehemaliger Geheimagent geschrieben hat. Wobei man wohl eher sagen muss, dass der Täter oder die Täterin sich aus mehreren Fällen eine Anleitung gebastelt hat. Dann gibt es noch eine Leiche in der Türkei, genauer gesagt in Bodrum. Ein junger schwerreicher Mann ist durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen. Doch war es wirklich nur ein Unfall? Und dann findet die amerikanische Regierung durch Zufall heraus, dass jemand vorhat die USA auszulöschen bzw. die Bevölkerung und dies nicht indem junge Männer sich in die Luft sprengen. Ein ehemaliger Geheimagent wird unter dem Codenamen Pilgrim in die Türkei geschickt, denn die einzige Spur die man hat führt nach Bodrum. Dort angekommen will man ihn am liebsten sofort wieder loswerden, denn er ist als FBI Agent der den Unfall des schwerreichen Mannes untersuchen soll, in die Türkei gereist. Dort trifft er auf die geheimnisvolle Polizistin Layla Cumali, welche ihn vom ersten Augenblick an abweist, als ob sie etwas verstecken würde. Doch wer ist der unsichtbare Feind und wird es Pilgrim gelingen die Tate zu verhindern? Pilgrim ist ganz klar die Hauptperson im Buch. Am Anfang des Buches hat er verschiedene Namen, aber man kommt dennoch sehr gut mit. Dies liegt vor allem daran, dass das Buch in der ersten Person Singular geschrieben ist. Er ist sehr intelligent und hat mit seinen jungen Jahren schon viele Erfahrungen gesammelt, so sieht er manches Mal mehr als die Polizei. Außerdem ist er stur und geht seinen eigenen Weg, am liebsten alleine. Er ist ein Einzelgänger, der nur dann Hilfe annimmt, wenn es nicht anders geht. Er ist mutig und nicht der klassische Agent, denn er hat in seiner Jugend mal mit Drogen experimentiert und kennt sich bis heute gut damit aus. Zudem wagt er auch Experimente wie aus einem Spiegel Fotos zu machen. Außerdem haben ihm seine reichen Adoptiveltern ein wenig Geld hinterlassen. Das wenige Geld ist so viel, dass er reich ist und nie wieder arbeiten müsste. Nach den Anschlägen in New York hat er den Dienst quittiert und wollte nie wieder in die Welt der Geheimdienste zurückkehren. Doch dann rufen ihn der Flüsterer der Geheimdienste und der Präsident zur Hilfe. So das er doch zu seinen alten Beruf zurückkehren muss. Seinen legendären Ruf hat er nicht umsonst, denn er ist der beste Mann den sie je hatten. Wie schon geschrieben ist das Buch in der ersten Person Singular und aus Pilgrims Sicht geschrieben worden. Der Schreibstil ist fantastisch. Mir kam es beim Lesen so vor, als ob ich einen Film ohne Ton sehen würde und Pilgrim, dessen Stimme ich mir sofort vorstellen konnte, zu dem Film etwas erzählt. Der Einstieg ins Buch war auch genial, aber dann wurde es ein wenig langweilig, als Pilgrims Vergangenheit erzählt wurde, aber dann nach etwa 100 Seiten wurde es wieder spannend und blieb es bis zum Ende des Buches. Die Charaktere waren sehr gut beschrieben, man konnte mit allen mitfühlen. Klasse fand ich auch wie der Feind in die Geschichte eingebunden wurde. Insgesamt hat man drei Fälle. Bei einem Fall bekommt man die Infos vor dem Agent, es ist so als ob der Film fertig gedreht wurde und Pilgrim deshalb auch etwas zur Vergangenheit erzählen kann. Dann gibt es noch zwei Fälle bei denen man miträtseln kann. Außerdem gibt es einige spannende, actionreiche Szenen. Der Buch empfehle ich sehr gerne weiter. Es ist ein Muss für Leser die gerne politische Thriller lesen. Allerdings eignet es sich nicht für Leser die danach Angst haben könnten, die Bedrohung der USA ist nämlich auf diese Art und Weise sehr realistisch.

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  • Spannung pur

    Faceless

    tanteruebennase

    05. January 2016 um 13:28

    In meinen Augen DER Thriller schlechthin. Mehr Spannung ist kaum möglich, die Ideen, Geschichten und Hintergründe sind intensiv recherchiert und auf geniale Art und Weise miteinander verknüpft. Um den Überblick zu behalten sollte man keine allzu lange Pausen einlegen - was bei diesem Buch aber ohnehin nicht freiwillig passieren wird.

  • Agententhriller um ein hochaktuelles Thema - spannend!

    Faceless

    Thommy28

    08. February 2015 um 15:20

    Um einen (sehr, sehr) kurzen Einblick in das Geschehen zu bekommen, kann sich der interessierte Leser hier auf der Buchseite kurz informieren. Diese Kurzinfo kann aber den sehr komplexen Inhalt wirklich nur anreißen. Das fast 800 Seiten starke Buch ist in Ichform geschrieben und verrät daher von Anfang an, dass der Protagonist überleben wird. Allerdings trübt das weder die Geschichte, noch die Spannung. In vielen Zeitebenen wird der Werdegang des Protagonisten und seines Widerparts bis hin zum aktuellen Geschehen geschildert. Das gibt dem Buch eine beindruckende Stringenz. Das Thema "Terrorismus" ist von hoher Aktualität und lässt den Leser stellenweise in atemloses Entsetzen fallen. Auch über die Arbeit der Geheimdienste wird schockierend geschrieben und daraus ein Thriller gemixt, der den Leser weitgehend von Anfang bis Ende in Atem hält. Stellenweise war die - an und für sich hervorragende Schreibweise - durch ein paar vermeidbare Längen etwas getrübt. 100 Seiten weniger hätten dem Buch meiner Meinung nach besser getan...! Trotzdem zusammenfassend ein gutes - bis sehr gutes - Buch das allen, die sich an so einen ziemlichen "Wälzer" trauen, durchaus zu empfehlen ist.

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  • Pilgrim vs. Sarazene

    Faceless

    Havers

    Dass der Amerikaner Terry Hayes ein versierter Drehbuchautor ist, merkt man seinem ersten Roman „Faceless“ an. Er weiß, wie man einen spannenden Plot anlegt, wie man das Interesse an den Protagonisten und ihrem Schicksal weckt und wie man interessante Locations einbaut, die der Geschichte einen zusätzlichen Kick Exotik geben.   In „Faceless“ liefern sich zwei außergewöhnliche Persönlichkeiten ein Duell. Es ist ein Rennen gegen die Zeit, ein Kampf Gut gegen Böse, in dem sich die beiden Kontrahenten gegenüber stehen. Angefangen hat alles in New York, als eine durch Säure komplett entstellte weibliche Leiche in einem Hotel aufgefunden wird. Alle Spuren sind beseitigt, es gibt keinerlei Hinweis auf Opfer oder Täter. Der Täter hat offenbar akribisch genau die Methode befolgt, die ein ehemaliger Agent mit dem Codenamen „Pilgrim“ unter Pseudonym in einem Manual beschrieben hat. Der leitende Detective nimmt Kontakt zu ihm auf, reaktiviert ihn und holt ihn zum Tatort, wo dieser wieder einmal beweist, dass er auch in aussichtslosen Fällen eine Spur findet. Er hat wieder Blut geleckt und verbeißt sich in den Fall und deckt so die Pläne eines Terroristen, genannt „der „Sarazene“ auf, der sein Können zur Vernichtung der nicht unbedingt zum Wohle der westlichen Welt einsetzen möchte…   Eigentlich folgt die Geschichte, die Terry Hayes in „Faceless“ erzählt dem altbekannten Muster der Agententhriller nach 9/11. Aber die Art und Weise, wie er sie aufbaut, ist sehr gekonnt. Nach der Ausgangssituation, dem Auffinden der Leiche in New York, stellt er die beiden Gegenspieler Pilgrim und Sarazene ausführlich samt Rückblick in deren Kindheit vor, was für den Leser deren Handlungsweisen verständlicher macht und zu einer tieferen Charakterisierung der Protagonisten beiträgt, als es in diesem Genre üblich ist.   Aber es gibt auch den einen oder anderen Wermutstropfen: Verschiedene Handlungsorte bringen zusätzlich Farbe in Geschichte und sorgen für Abwechslung. Das Tempo steigert sich zwar konstant, wird aber immer wieder durch detaillierte Schilderungen ausgebremst, was ungeduldige Leser zum Überblättern animieren könnte. Womit ich in der Tat ein Problem habe, ist die Schlusssequenz, die von Hayes – und hier kommt offenbar der Filmemacher durch -  so offensichtlich auf eine Fortsetzung ausgelegt ist, dass sie den vorhergehenden Handlungen einiges an Glaubwürdigkeit nimmt. Das trübt dann wiederum den guten Eindruck. Alles in allem ein solider Thriller mit Luft nach oben.

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    • 2

    Arun

    12. September 2014 um 00:22
  • Epischer Debütroman

    Faceless

    kubine

    3 Entwicklungshelfer werden irgendwo im tiefsten Hindukusch tot aufgefunden. Getötet durch einen Virus - dem Pockenvirus. Dem Virus, gegen den es kein Heilmittel gibt, da er als ausgestorben gilt. Auch entsprechende Impfstoffe sind eine Rarität. Als ob das schon nicht schlimm genug wäre, scheint der Virus so modifiziert zu sein, dass er auch Impfstoffe mühelos überwinden kann. Das lässt nur einen Schluss zu - er wurde künstlich hergestellt. Einziger Verdächtiger: Ein arabisch sprechender Mann. Niemand weiß, wer er ist und was genau er vor hat. Nur eins ist klar: er wird den Virus verbreiten. In den USA. Die einzige Spur, die er hinterlassen hat, sind 2 Anrufe in eine Telefonzelle nach Bodrum in der Türkei. Um eine weltweite Panik zu vermeiden, beschließt man eine Ein-Mann-Operation ins Leben zu rufen. Der geeignete Kandidat ist auch schnell gefunden: Der ehemalige Rider of the Blue, Leiter einer streng geheimen Organisation innerhalb des Geheimdienstes. Nach dem 11. September hat dieser sich zur Ruhe gesetzt, niemand weiß wo er steckt. Aber er hat Spuren hinterlassen - in Form eines Buches über Verbrechen und deren Aufklärung. Ben Bradley, New Yorker Polizist und Leser des Buches, macht ihn ausfindig. Und ruft ihn zu einem Mordfall, der Rätsel aufgibt. Dadurch wird er auch vom Geheimdienst gefunden, der ihn, als FBI-Agent getarnt und mit dem Codenamen Pilgrim versehen, nach Bodrum schickt. Offiziell, um dort wegen eines verdächtigen Unfalls eines reichen Amerikaners zu ermitteln, inoffiziell um herauszufinden, mit wem der mysteriöse Mann dort Kontakt hatte und ihm auf die Spur zu kommen. Um seine Tarnung aufrecht zu erhalten, muss er mit der örtlichen Polizei zusammenarbeiten, allem voran mit Leyla Cumali. Neben der schier unlösbaren Aufgabe, dem Unbekannten auf die Spur zu kommen, muss er auch noch im Fall des toten Millionärs ermitteln. Auch Leyla Cumali hat Geheimnisse, die ihn reizen. Wird es ihm gelingen, in allen 3 Fällen die Wahrheit ans Licht zu bringen? Terry Hayes war erfolgreicher amerikanischer Journalist, bevor er sich auf das Schreiben von Drehbüchern verlegte. Die "Mad Max"-Filme ebenso wie die Jack the Ripper-Verfilmung "From Hell" entstammen seiner Feder. Mit "Faceless" ist er jetzt auch bei den Buchautoren zu Hause. Sein Debütroman ist dabei ein Werk schon fast epischen Ausmaßes, dem der Klappentext nicht im geringsten gerecht wird. Denn der dort erwähnte Mord ist nur ein Tropfen, der dieses Buch literarisch füllt. Das eigentliche Thema sind Biowaffen: Welche Gefahr sie wirklich darstellen, wie ein groß angelegter Anschlag damit aussehen könnte, wie man das ermöglichen kann. Alles andere ist nur schmückendes, aber auch durchaus spannendes Beiwerk. Und es hat seine Berechtigung. Jede Figur, jede Begebenheit, jede noch so kleine Unwichtigkeit - gerade in den ersten 200 Seiten, wo man sich als Leser schon fragen kann, was diese auf den ersten Blick belanglosen Dinge für einen Zweck haben, außer das Buch unnötig aufzublähen - ist mit Bedacht eingewoben worden. Entweder sind sie wichtig für die Lösung einer der 3 Fälle, oder sie dienen der Charakterisierung der handelnden Personen. Gerade die Personen sind hervorragend gezeichnet. Terry Hayes gibt ihnen den nötigen Raum, sich zu entfalten. In Rückblicken wird die Vergangenheit des Arabers, des Riders of the Blue und anderer Personen enthüllt. So ergibt sich nach und nach ein Bild, warum die Protagonisten handeln, wie sie handeln. Dadurch kann man als Leser vieles nachvollziehen und plötzlich gibt es nicht mehr Gut und Böse, schwarz und weiß, sondern die Grenzen verwischen Hervorragend recherchiert bringt der Roman dem Leser das Leben auf der arabischen Halbinsel näher und beleuchtet (zugegeben nur ansatzweise) die Konflikte der Länder untereinander. Desweiteren werden die möglicherweise wahren Hintergründe der vielen Attentate moslemischer Fundamentalisten beleuchtet. Diese Theorien scheinen auf den ersten Blick nicht sehr überzeugend, machen aber durchaus Sinn. Aber auch das Wirken der Geheimdienste wird, zumindest scheint es so, sehr realistisch dargestellt. Dabei kommen CIA und Co. nicht immer gut weg. Die Ächtung einiger Foltermethoden wie z. B. dem Water-Boarding seitens des Rider of the Blue wird genauso mit eingebaut, wie ein übereifriger Angestellter, der durch seine Arbeit alles noch schlimmer macht. Die Geschichte ist leicht und flüssig geschrieben. Trotz vieler, gerade am Anfang vermeintlichen Unwichtigkeiten, wird der Spannungsbogen kontinuierlich gesteigert und bis ganz knapp vor Schluss auch gehalten. Kurze Kapitel, die oft mit einem Cliffhänger enden, und Rückblicke tragen dazu ebenso bei wie wechselnde Erzählperspektiven. Einen kleinen Kritikpunkt gibt es trotzdem. Als geübter Thrillerleser kommt man sehr schnell hinter Leylas Geheimnis. Das nimmt einen gewissen Überraschungseffekt vorweg. Manchmal möchte ich als Leser einfach nicht schon mehr wissen als die agierenden Personen. Auch den Drehbuchautor konnte Terry Hayes gerade am Anfang noch nicht ganz abschütteln. Hin und wieder lesen sich einzelne Passagen wie die Reclam-Hefte großer deutscher Dichter mit den "Regieanweisungen" in den einzelnen Akten. Davon abgesehen, ist es schon ein kleines Debüt-Meisterwerk. Sehr spannend, sehr aktuell - ich bin sicher, dass viele Thriller-Leser ihre Freude daran finden. Und zumindest der letzte Satz gibt Anlass, darüber zu spekulieren, das man Pilgrim noch auf weiteren Abenteuern begleiten darf.

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    • 3
  • ein recht langatmiger Agententhriller

    Faceless

    robbylesegern

    07. June 2014 um 10:32

    Und wieder hat es die islamische Welt auf den Westen abgesehen und schickt einen arabischen Terroristen ins Geschehen. Ein Thema , was sicherlich schon häufig in Büchern verarbeitet wurde, aber ich lasse mich immer wieder gerne überraschen, wie man so etwas in Szene setzt. Zu Anfang dachte ich dann auch "super", denn was mit einem interessanten Plot anfing, in dem eine weibliche Leiche in einer mit Säure gefüllten Badewanne gefunden wird, um jegliche Spur ihrer Identität zu verwischen, hat mir gefallen. ich legte mich also gemütlich auf meine Couch und bereitete mich auf einen spannenden, dicken Spionagethriller vor. Was ich dann allerdings vorgesetzt bekam war gähnende Langeweile. Viele Rückblenden, die ich zu Anfang ja noch interessant fand, die aber mit noch mehr Personen gespickt waren, haben mich immer wieder dazu gebracht, Seiten quer zu lesen. Das erste Kapitel, in dem der Geheimagent " Pilgrim " , der sich eigentlich schon zur Ruhe gesetzt hat, vorgestellt wird, fand ich sehr flüssig und interessant beschrieben, danach ließ die Spannung aber immer mehr nach, weil zu viele Kleinigkeiten beschrieben wurden. Der Mord gerät dann auch schnell aus dem Fokus des Geschehens und fungiert eher als Nebenschauplatz. Das Ganze findet zwar irgendwann wieder zusammen, aber dazwischen verlangt der Autor sehr viel Durchhaltevermögen vom Leser. Ich war sehr enttäuscht von diesem Buch, von dem ich mir zu Anfang eine spannende und mit Überraschungen gespickte Spionagegeschichte erwartete. Doch die Spannungskurve im Plot konnte leider nicht gehalten werden. Auch der sehr distanzierte Schreibstil, der eher einem Bericht gleichkam, konnte mich nicht überzeugen. Der Protagonist " Pilgrim" war mir zu glatt, ohne Ecken und Kanten, was das Ganze für mich noch etwas interessant gemacht hätte. Nein, dieser Mann konnte alles, durchblickte alles, war seinen Feinden meist einen Schritt voraus und hatte somit das Geschehen immer im Griff - also ein Supermann, wie langweilig. Im Nachhinein denke ich, 200 Seiten weniger hätten das Buch nicht nur leichtgewichtiger gemacht , denn es ständig in der Hand zu halten, hat kräftige Armmuskel vorausgesetzt, vielleicht wäre das Ganze auch etwas spannender geraten. Schade

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