Terry Pratchett Dem Tod die Hand reichen

(8)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(7)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Dem Tod die Hand reichen“ von Terry Pratchett

Der Scheibenwelt-Schöpfer über Leiden und Sterben und das Recht auf einen selbstbestimmten Tod. »Die meisten Menschen fürchten sich nicht vor dem Tod. Sie fürchten sich vor dem, was davor kommt – dem Messer, dem Schiffsuntergang, der Krankheit, der Bombe. Wenn man Glück hat, gehen diese Schrecken dem Augenblick des Sterbens nur um Nanosekunden voraus. Hat man Pech, können es Jahre sein.« Als man bei Terry Pratchett Alzheimer diagnostizierte, war er in seinen Fünfzigern. Und der Zorn packte ihn. Nicht auf den Tod, sondern auf die Krankheit, die ihn an dessen Tür absetzen würde. Und auf das Leiden, das ihm bevorstand, wenn er seinem Zustand kein Ende bereiten durfte. In dem vorliegenden Aufsatz plädiert er für das Recht, dieses Ende wählen zu dürfen. Denn zu einem guten Leben gehörte für Terry Pratchett, der im März 2015 mit nur 66 Jahren starb, auch das Recht auf einen guten Tod.

Ein Plädoyer für das selbstbestimmte sterben.

— Bücherwahnsinn

Plädoyer für einen guten Tod.

— buecherkompass

Stöbern in Sachbuch

Nur wenn du allein kommst

Ein schweres, intensives und zutiefst aufrüttelndes Buch

Tasmetu

Für immer zuckerfrei

Ein interessanter Einblick in die zuckerarme Ernährung.

Katzenauge

Das Sizilien-Kochbuch

Dolce Vita auf Sizilianisch! Schauspieler Andreas Hoppe, seit über 20 Jahren als Mario Kopper im „Tatort“ Ludwigshafen zu sehen, hat eines

Mrslaw

Sex Story

Ein wirklich pfiffig gemachtes "Geschichtsbuch" im Comicstil - lehrreich und informativ!

chaosbaerchen

Das Problem mit den Frauen

Ein ganz herrliches kleines Buch!

Alina97

Hygge

Ein tolles Buch zum verschenken

Amber144

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Offene Worte zur Sterbehilfe und dem Tod an sich.

    Dem Tod die Hand reichen

    michael_lehmann-pape

    05. December 2016 um 12:26

    Offene Worte zur Sterbehilfe und dem Tod an sich.Mit 59 Jahren erhielt Terry Pratchett die Diagnose Alzheimer. Und etwa zur gleichen Zeit ein Angebot, einen Vortrag in der BBC zu halten im Rahmen einer Fernseh-Vortragsreihe.Tod, Sterben, die Qualen, die mit gewisser Wahrscheinlichkeit am Ende vieler Leben warten werden, darum kreisten seine Gedanken, hier wurde aus der persönlichen Betroffenheit Inspiration für grundlegende Gedanken über das Sterben und den Tod.Zorn bewegte Pratchett, tiefe Emotionen waren seine Antriebskraft, sich ebenso tief der „letzten Grenze“ des menschlichen Lebens zuzuwenden. Eine emotionale Kraft, die man dem Buch anmerkt und die den Leser gefangen nimmt. Hinein in dieses persönliche Thema, das für jeden Leser seine ganz direkte Kraft alleine schon daraus zieht, dass der Tod für jeden anstehen wird.Wobei dabei die großen Themen von Sterbebegleitung, Versorgung todkranker und Sterbehilfe ins Zentrum des Vortrages gerückt wurden. Um zu kämpfen „für einen Tod, für den es sich zu sterben lohnt“.„Er wollte, dass jedem von uns die Möglichkeit offensteht, zu einem von ihm selbst bestimmten Zeitpunkt in Würde zu sterben“.Bei aller Ausrichtung seiner Gedanken auf den Tod und das Sterben gelingt es Pratchett ebenso, eher nebenbei, das Leben mit in den Blick zu nehmen. Nur eben „von hinten“ betrachtet. Mit klaren Ableitungen, was denn ein gutes Leben ist und wie in einem guten Leben dann auch mit innerem Frieden „dem Tod die Hand“ gereicht werden kann.Ein Vortrag, der an vielen Stellen mit dem typisch selbstironischen britischen Humor angereichert ist, der Pratchett auch in seinen Werken auszeichnet, der aber, anders als im literarischen Schaffen, hier sehr persönlich wird.„An dem Tag, an dem mein Vater seine Diagnose erhielt, sagte er mir: „Wenn Du mich je in einem solchen Krankenhausbett siehst, voller Schläuche und Sonden….sag ihnen, sie sollen mich abschalten““.Bevor Pratchett offen und klar von seiner Krankheit berichtet, von den zunehmenden Einschränkungen (statt selbst zu tippen musste er u.a. seine letzten Bücher diktieren).„Es hat den Anschein, als seien Hilfe und Pflege das reinste Glücksspiel. Und aus diesem Grund heraus gibt es Menschen, die nicht gepflegt werden möchten“.Ein persönlicher, tiefer und, im Lauf des Vortrags, sehr gut begründeter Aufruf zur Sterbehilfe, der zur damaligen Zeit für Aufruhr sorgte und die Diskussion bis zum heutigen Tag mit in Gang hält.

    Mehr
  • Der Tod die Hand reichen von terry Pratchett

    Dem Tod die Hand reichen

    Bücherwahnsinn

    30. November 2016 um 10:41

    Dieses Büchlein ist nicht nur optisch ein wirklich tolles Buch. Aber das Cover gefällt mir wirklich gut! So schlicht, und doch mit hohem Erkennungwert. Denn der Hut war das Erkennungszeichen von Terry Pratchett. Auch der Titel find ich schön gewählt auch wenn es im Originalen etwas lockerer daher kommt. Was etwas besser zu ihm gepasst hätte, meiner Meinung nach.Da dieses ein Rede, ein Vortrag ist, ist der schreibst natürlich ganz anders als den wir sonst in den Büchern vorfinden. Schliesslich kann man das ja nicht vergleichen. Aber es lässt sich gewohnt leicht lesen. Terry wurde in diesem Vortrag sehr persönlich. Er erzählt uns ehrlich wie es ihm geht. Nicht nur grade während der Vortrags, sondern im Alltag. Was die Diagnose mit ihm, seiner Familien und Bekannten angestellt hat.  Das er sich alleine gelassen fühlt mit der Krankheit, das er aber gleichzeitig Zuspruch bekommen hat von Menschen die er nicht kannte. Durch Briefe, die eingetroffen sind nachdem er bekannt machte das er Alzheimer hat. Er verrät und aber auch etwas über seine Wünsche, und ein Wunsch ist ihm sehr ans Herz gewachsen. Das selbstbestimmte sterben. Er machte sich die letzten Jahre für "Sterbehilfe" stark. Wie wichtig diese Selbstbestimmung doch ist und das man dafür kämpfen muss um das Tabu aufzuheben.Rob Wilkins, welcher das Vorwort im Buch geschrieben hat, verrät uns das Terry erst bedenken hatte so offen und ehrlich über das Thema zu schreiben, aber wie sich am Schluss herausstellte, war diese Angst völlig unbegründet, denn der Vortrag kam mehr als nur gut bei den Zuschauern an. Wilkins erzählt uns auch das Terry angst hatte den Vortrag nicht selber abhalten zu können, denn er hatte schon ziemlich Mühe mit der Wortfindung und so haben sie sich entschieden den Vortrag vortragen zu lassen, schliesslich sind die Gedanken und Worte zum Thema zu wichtig. Und der Zufall wollte es so das Tony Robinson, ein befreundeter Schauspieler, an diesem Tag in London eintraf und man ihn bat den Vortrag zu sprechen.Wir sollten uns um ein gutes und erfülltes Leben bemühen, und am Ende dieses Lebens, in unserer vertrauten Umgebung und im Kreis unserer Lieben, um ein Tod, für den es sich zu sterben lohnt.Terry PratchettTerry Pratchett hat die letzten Jahre viele Interviews gegeben, in Zeitschriften, am TV, aber ich denke, dieses war ihm besonders wichtig. Es ist authentisch und lässt tief in seine Seele blicken. Ich kann dieses Büchlein wirklich jedem ans Herz legen, nicht nur den Fan's von ihm. Denn das Thema und das Tabu rum diese Krankheit und vor allem um die "Sterbehilfe" sollten in der Gesellschaft viel intensiver ausgetragen werden. Die Worte regen zum nachdenken an. Vielleicht schafft es Terry mit seinem Vortrag das manch einer sogar umdenkt.

    Mehr
  • Dem Tod die Hand reichen. Terry Pratchett.

    Dem Tod die Hand reichen

    buecherkompass

    20. November 2016 um 17:54

    ZUM AUTORTerry Pratchett, geboren 1948, zählt zu den erfolgreichsten Autoren Großbritanniens und ist einer der populärsten Fantasy-Autoren der Welt. 80 Millionen Exemplare seiner Scheibenwelt-Romane verkauften sich weltweit, seine Werke sind in 38 Sprachen übersetzt. Auch bekam er im Jahr 2009 für seine Verdienste um die englische Literatur von Queen Elizabeth die Ritterwürde verliehen. 2007 diagnostizierte man bei Pratchett eine besondere Form von Alzheimer, eine Krankheit gegen die der Autor einen erbitterten Kampf führte. Terry Pratchett starb am 12.3.2015 im Alter von 66 Jahren.INHALTIm Alter von 59 Jahren diagnostiziert man bei Terry Pratchett eine seltene Form von Alzheimer. Doch nicht die Krankheit treibt seine Wut an, sondern die allgemeine Art des Umgangs mit dem unausweichlichen Tod. Denn während die Krankheit bereits am Betroffenen nagt, bleibt diesem keine andere Wahl, als sein Leid schweigend zu ertragen und das Schicksal walten zu lassen.In Dem Tod die Hand reichen plädiert Terry Pratchett für das Recht, sein eigenes Ende wählen zu dürfen. Denn ein gutes Leben beinhaltet auch einen guten Tod. 2010 hält Tony Robinson, Schauspieler von Beruf, Terry Pratchetts Dimbley Lecture und trifft die Zuschauer mit dessen Worten mitten ins Herz.MEINUNGDas Büchlein beginnt mit einem wunderbaren Vorwort von Rob Wilkins, der die Rede Pratchetts für den Leser verortet und die Entstehungsgeschichte beleuchtet.Dem Tod die Hand reichen wurde am 1. Februar 2010 von BBC 1 ausgestrahlt. Die Dimbley Lecture steht in einer langen Tradition. So wird sie seit 1972, in Erinnerung an den im Jahr 1965 an Krebs verstorbenen Richard Dimbley, jährlich auf BBC ausgestrahlt.Ebenso wie die Familie Dimbley, entschied auch Pratchett sich dazu, die Aufmerksamkeit auf ein Thema zu lenken, dem in gesellschaftlichen Debatten zu wenig Platz eingeräumt wird. Sein Plädoyer für das Recht auf einen guten Tod ist berührend und wahr zugleich.Mit einer unglaublichen Leichtigkeit verpackt der Autor zahlreicher Fantasy-Romane, ein schwerwiegendes Thema. Seine Worte regen zum Nachdenken an und machen eine relevante Problematik der Erkrankten deutlich. Unser Verhältnis zum Tod bleibt bislang unverändert. Nun ergreift der Scheibenwelt-Schöpfer die Initiative und steht damit stellvertretend für eine Vielzahl Betroffener, gefangen in den Fängen ihrer Krankheit.Ein Buch, das ich gerne jedem ans Herz legen möchte.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks