Die Gelehrten der Scheibenwelt

von Terry Pratchett und Ian Stewart
3,8 Sterne bei69 Bewertungen
Die Gelehrten der Scheibenwelt
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J

Mehr Wissenschaftsbuch als Scheibenwelt-Roman... Trotzdem absolute Kaufempfehlung!

ullli23s avatar

Tolle Mischung aus Pratchett und Wissenswertem.

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Inhaltsangabe zu "Die Gelehrten der Scheibenwelt"

Drei unnachahmlich unterhaltsame Sachbücher aus Sicht der Gelehrten der Scheibenwelt – unverzichtbar für alle Terry-Pratchett-Jünger: Als Ergebnis eines missglückten Experiments besitzen die Zauberer der Unsichtbaren Universität plötzlich ein Miniaturweltall: die irdische Rundwelt. Unter Führung der weisen Magier verfolgen wir die Geschichte unseres Universums vom Urknall bis zum Internet und darüber hinaus.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492269148
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:528 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:12.11.2012

Rezensionen und Bewertungen

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    Jonas_Kraftvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Mehr Wissenschaftsbuch als Scheibenwelt-Roman... Trotzdem absolute Kaufempfehlung!
    Mehr Wissenschaftsbuch als Scheibenwelt-Roman... Trotzdem absolute Kaufempfehlung

    Dies ist eine Rezension von buchsofa.de




    Inhalt:

    "Die Gelehrten der Scheibenwelt" von Terry Pratchett und ist einer der 41 zur Scheibenwelt erschienenen Romanen des Autors. Der Roman ist 2000 vom Heyne Verlag deutschsprachig veröffentlicht worden.
    Die Handlung spielt, wie in allen Scheibenwelt-Werken, auf der Scheibenwelt, welche von vier Weltelefanten getragen werden, die wiederum auf der Sternenschildkröte Groß A'tuin stehen. Die Zauberer der unsichtbaren Universität erschaffen im Roman bei einem Unfall im "Forschungstrakt für hochenergetische Magie" das Universum der Rundwelt. Ein Mitwirkender, namens Rincewind, wird nach mehreren Beobachtungen der Entwicklung der Rundwelt auf eben diese geschickt um weitere Forschungen anzustellen. Als sich auch noch Leben auf der Rundwelt entwickelt, können sich die Zauberer nicht erklären, wie dieses ohne "Narrativum" zu Stande kommen konnte. Narrativum ist ein Treibstoff, der Erzählungen zufolge im Universum der Scheibenwelt für alle Geschehnisse sorgt. Rincewind beobachtet wie Zivilisationen entstehen und fallen, von intelligente Krabben und deren Untergang, bis hin zur Entstehung unserer Art.

    Buchkritik:


    Zentral ist die Evolutionsgeschichte unserer Erde, welche abwechselnd mit einem Kapitel interessanter Fakten, sowie einem Kapitel über die Entwicklung der Rundwelt im Labor der Zauberer beschrieben wird.

    Die Autoren gehen, bis auf in der kurzen Einleitung, in den Kapiteln über das Abenteuer der Zauberer nicht sehr auf Gegebenheiten und Fachbegriffe der Scheibenwelt weiter ein, wodurch es jemandem für den das Buch das erste Scheibenwelt-Werk ist etwas schwer fallen könnte einzusteigen.
    Es wird nicht wirklich erklärt, was das Narrativum genau ist, oder wieso der Bibliothekar ein Affe ist, der Bananen liebt. Allerdings werden andere Werke vermerkt, in denen dies erklärt wird.
    Für Spannung wird eher weniger gesorgt, da die launische, faule und sorgenlose Natur der Bewohner der Scheibenwelt auf  witzige Weise in den Vordergrund gestellt wird.
    Dies zieht sich durch das gesamte Buch. Passagen der tatsächlichen Story fallen immer recht kurz aus und die Charaktere sind so gut wie nie einer tatsächlichen Gefahr ausgesetzt, bis auf das fehlschlagende Experiment zu Anfang des Buches, welches die gesamte Existenz zu Vernichten bedroht. Auf diese Bedrohung reagieren die Zauberer jedoch eher gelassen, da ihre einzige und größte Angst dem Verpassen des Mittagessen entspricht.
    Der erste Eindruck der Verwirrung weicht nach geraumer Zeit dem Eindruck der Belustigung. Zum einen, da wie bereits erwähnt die Ansichten und Ängste der Charaktere aus gesellschaftlicher Sicht auf humorvolle Art bescheuert sind, aber auch, da man sich nach und nach mehr in sie hineinversetzen kann und unsere Erde aus einem anderen Blickwinkel sehen und für humorvoll sehen kann.
    So ist es für die Bewohner der Scheibenwelt keinesfalls denkbar, dass etwas "einfach so" durch Zufall passiert. Für Alles muss es eine, wenn man so will, "göttlich gegebene" Sache oder einen Mechanismus geben, die/der dafür sorgt, dass etwas so ist, wie es ist. Zu beobachten wie der Lauf der Dinge dies zu einem Großteil übernimmt, sorgt bei ihnen für staunen. Ihr Supercomputer HEX, der natürlich aus Ameisen besteht, kann sich zum Beispiel anfangs keinen Reim darauf machen, wie Gravitation, Gezeiten, Regen, etc. von ganz allein funktionieren kann. Er akzeptiert diese Erkenntnisse erst Stück für Stück und zeigt dem Leser, wie unvorstellbar es eigentlich ist, dass solche Dinge einfach so da sind und ohne weiteres so funktionieren, wie sie es tun. Des Weiteren lässt der Aufstieg und Fall der hochentwickelten Krabben-Zivilisation uns darüber nachdenken und schmunzeln, wie unbedeutend kurz unsere Hochkultur erst besteht und wie wir wohl auf einen außenstehenden Beobachter wie Rincewind wirken würden.
    Auch in den kommentierenden Kapitel gehen die Autoren mit Witz und verschiedenen Vergleichen auf bestimmte geschichtliche Ereignisse oder Theorien sowie Ereignisse aus den erzählenden Kapitel ein. Zum Thema Mond und dessen Entstehung werden die drei beliebtesten Theorien zuerst erklärt, woraufhin zur dritten Theorie, nach der unser Mond von anderswo kam und zufällig im Gravitationsfeld unserer Erde endete, das Beispiel eines Golfballs angebracht wird, der zufällig so gerollt kommen müsste, dass er schließlich immer weiter am Rand entlang rollt.
    Die Sprache wirkt in diesen Kapiteln sehr gewählt und sachlich, jedoch nicht trocken und lässt sich auch leicht lesen. Die Autoren verwenden Fachjargon so oft es nur geht; Für jedes Thema, welches im vorangegangenen Kapitel bei den Erlebnissen der Scheibenweltler eine Rolle spielte, werden sachliche Wörter und Ausdrücke gefunden. Es werden allerdings viele Adjektive und Bewertungen hinzugefügt, die den eher sachlichen Themen doch wieder ein wenig mehr Leben einhauchen. Zum Beispiel bei der Erwähnung der Theorie des griechischen Philosophen Empedokles, nach welcher Alles aus den vier Elementen besteht, deren sachlicher Beschreibung kommentierende Sätze folgen, die diese als einfältig bezeichnen und Aussagen wie "schmutziger Haufen Asche" beinhalten.
    Des Weiteren werden gerne Wörter und Ausdrücke aufgegriffen, welche im alltäglichen Sprachgebrauch nicht oder nicht mehr bekannt sind.
    Zum Beispiel werden dem Begriff "Privativum", welches im allgemeinen Sprachgebrauch gerne fälschlicherweise durch das Wort "Gegenteil" ersetzt wird, mehrere Seiten gewidmet. Ein Privativum ist ein Wort, welches das Ausbleiben einer Sache oder eines Zustands impliziert, wie beispielsweise im Buch aufgeführte "Unwissenheit" oder "Kälte". Durch Gedankenexperimente wie z.B. der Frage, ob nun "nüchtern" oder "betrunken" das Privativum des jeweils Anderen ist, sorgen sie für Unterhaltung.

    Fazit:


    Der Roman ist kein einfacher Action oder Fantasy Roman, der durch Spannung, ausgefeilte Charaktere und Beziehungen begeistert, aber auch kein reines Sachbuch. Trotzdem liegt meiner Meinung nach der sachliche Teil stark im Vordergrund. Das Ziel des Buches ist es, den Leser zum Denken anzuregen und ihm humorvoll Fakten, Wissen und Fragen zum Thema Physik, Chemie, Biologie aber auch Philosophie mit auf den Weg zu geben. Hiervor sollte man jedoch nicht zurückschrecken, denn ein bestimmtes Vorwissen ist keine Voraussetzung. Gelangweilt oder überschüttet, wie in einem klassischem Sachbuch, wird man nicht. Die alternierende Behandlung von Story und Wissenswertem sorgt für Abwechslung und die Geschehnisse bei den Scheibenweltlern liefern  immer das nächste Thema und machen Appetit auf das nächste Wissenskapitel. Aus meiner Sicht eine ganz klare Kaufempfehlung, besonders für solche, die gerne Sachbücher lesen würden, denen diese aber im Allgemeinen zu trocken sind!



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    Iuraniens avatar
    Iuranienvor 5 Jahren
    Nicht zu Ende gelesen

    Ich habe das Buch nicht zu Ende gelesen. Das kommt selten vor, aber diesmal ist es passiert.

    Warum?

    Weil das Buch weder Fisch noch Fleisch ist. Das Buch ist kapitelweise in "Scheibenwelt-Episoden" und "Populärwissenschaft" unterteilt. Und irgendwie bin ich mit beiden Teilen nicht warm geworden.

    Die Scheibenwelt-Episoden sind viel zu kurz.

    Die populärwissenschaftlichen Teile schlecht geschrieben - finde ich.

    Wenn ich Scheibenwelt lesen will, suche ich mir eines der anderen - da bin ich ein großer Fan!
    Wenn ich Populärwissenschaft lesen will, hole ich mir Frank Schätzing oder Stephen Hawking.

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    Markus Walthers avatar
    Markus Walthervor 9 Jahren
    Rezension zu "Die Gelehrten der Scheibenwelt" von Terry Pratchett

    Für Fans sowieso ein Muss. Aber auch alle Leser, die sich am "PM-Magazin" erfreuen können und Sein und Schein der realen Welt gerne auf humorvolle Art gerne hinterfragen lassen, finden hier äußerst lesenswerte Lektüre.
    Zum Inhalt. Die gewohnt witzige Scheibenweltgeschichte (mit Rincewind und der Fakultät der Unsichtbaren Universität) wird durch eingeschobene Sachtexte kommentiert. Diese sind aber keinesfalls trocken und sachlich. Vielmehr gehen beide Textarten eine perfekte Symbiose ein. Vieles auf unserer Welt kann man hinterher mit anderen Augen betrachten.

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    Freaky_Tattoovor 11 Jahren
    Rezension zu "Die Gelehrten der Scheibenwelt" von Terry Pratchett

    Es gibt immer eine andere Möglichkeit Dinge, Geschehnisse und überhaupt alles zu betrachten. Und diese andere Möglichkeit zeigen uns die Zauberer der Unsichbaren Universität auf. Ein Kunstwerk aus wissenschaftlichen Erungenschaften und viel, viel schwarzen Humor. Selbst wer keine Ahnung hat warum die Dinge so sind wie sie sind wird seinen Spaß haben mit diesem Buch..

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    ullli23s avatar
    ullli23vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle Mischung aus Pratchett und Wissenswertem.
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