Terry Pratchett Going Postal

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Inhaltsangabe zu „Going Postal“ von Terry Pratchett

Moist von Lipwig is a con artist and a fraud and a man faced with a life choice: be hanged, or put Ankh-Morpork's ailing postal service back on its feet. It was a tough decision. But he's got to see that the mail gets through, come rain, hail, sleet, dogs, the evil chairman of the Grand Trunk Semaphore Company, and a midnight killer. (Quelle:'Flexibler Einband/13.05.2010')

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    Going Postal
    brudervomweber

    brudervomweber

    18. November 2013 um 20:46

    Pratchetts Discworld-Novel GOING POSTAL ist nach dem für meine Begriffe recht enttäuschenden THE TRUTH der Beweis, daß es nicht einer der drei Sub-Serien (Witches, Wizards, Watch) der Discworld bedarf, um einen dennoch kurzweiligen und einfallsreichen, auf der flachsten Welt im Universum spielenden Roman zu schreiben. Das traditionelle Postgewerbe in Ankh-Morpork liegt in Trümmern, der Glanz der alten Tage ist mit Taubendreck verkrustet, und Briefe aus über vier Jahrzehnten sind kunstvoll in allen Räumlichkeiten des ehemaligen Prunkbaus des Hauptpostamts verstaut worden, wo notwendig mit grober Gewalt. Der Discworld-Machiavelli Lord Vetinari sieht angesichts der in Heuschreckenhand gefallenen Clacks-Technologie die Autarkie seiner Tyrannenherrschaft in Gefahr und bläst zur Gegenoffensive. Die traditionelle Auslieferung von Nachrichten von Hand bekommt eine letzte Chance, sich gegen das Blitzmedium des Grand Trunk, das nun unter der Ägide eines gewissenlosen Finanzkonsortiums steht, zu behaupten. Dafür braucht es einen Mann mit Visionen. Oder zumindest jemanden, der anderen die Illusion von Visionen vorgaukeln kann, kurz: es braucht dazu einen Betrüger. Praktischerweise hat soeben der Trickbetrüber Moist von Lipwig a. k. a. Albert Spangler sein Leben am Strang ausgehaucht und erhält nun eine zweite ... naja, Moist kann sich aussuchen, ob er sein Schicksal mit seinem verblichenen alter ego Mr Spangler teilen will oder lieber die Berufung zum Postmaster General annimmt. In GOING POSTAL hält die Großfinanz in Form der schlimmsten Alpträume der Private Equity Einzug in die größte Stadt der Discworld. Die Clacks-Technologie, die die Reiche der Discworld zur discal village verknüpft, ist in die Hand dieser Maraudeure geraten und wird nun als politisches Druckmittel eingesetzt. So fatal die nur technische Kompetenz der Erfinder des Grand Trunk sich für sie selbst ausgewirkt hat, so sehr wirkt sich die nur finanzielle Interessenlage der auf Kostenersparnis und Rationalisierung setzenden neuen Besitzer auf die Funktionstüchtigkeit der Technik aus - Verbindungsabbrüche und erhöhte Anfälligkeit für Sabotageakte von Clacks-Hackern nehmen stetig zu. Hier zeigt sich Pratchett erneut als hochpolitischer Fantasy-Autor mit einem Herz für die Unterdrückten: Seine Beschreibung trifft die Weltlage des globalisierten Wirtschaftsgebarens in Kern - das Lächeln über die Winkelzüge des Antagonisten Reacher Gilt, der als Vorstandsvorsitzender des Konsortiums den größten Betrüger überhaupt gibt, ist nur ein halbes. Man ahnt, daß einiges von dem selbstherrlichen und gewissenlosen Gebaren auch im irdischen Manager steckt. Gottlob wird diese finstere Welt der Großfinanz flankiert von dem belebenden Geist des Start-Ups (oder Start-Agains) des Ankh-Morpork Post Office, dessen um ein paar Buchstaben beraubtes Motto mitteilt, daß "neither Rain nor Snow nor Glom of Nit" die Postboten von der Ausübung ihrer Pflicht abzuhalten vermag. Wo Worte auf engem Raum zusammengedrängt sind - das wissen wir hinlänglich von der Unseen University Library und ihrem L-Space - da geschehen seltsame Dinge; so auch im Hauptpostamt von Ankh-Morpork. Die einzig verbliebenen Beamten, der betagte Junior Postman Groat und der autistische Stecknadelsammler Stanley, lassen sich von dem in seine Rolle geradewegs hineinwuchernden Moist ebenso mitreißen wie die über die Ankh-Morpork Times informierte Bürgerschaft der Stadt, bis der offen ausgetragene Wettbewerb mit dem Clacks-Imperium halsbrecherische, ja sogar lebensgefährliche Züge annimmt. Fazit: Wer sein Urteil nicht allein auf dem Handlungsanteil der bekannteren Discworld-Charaktere aufbaut, den dürfte nichts davon abhalten können, diesen Roman (wie üblich bitte im Original) mit wachsender Begeisterung von A bis Z zu verschlingen. Nicht einmal Glom of Nit.

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  • Rezension zu "Going Postal" von Terry Pratchett

    Going Postal
    kirjoittaessani

    kirjoittaessani

    10. December 2007 um 21:38

    Through a pink mist his eye caught the line: 'safety is our foremost consideration'. Why hadn't the lead type melted, why hadn't the paper blazed rather than be part of this obscenity? The press should have buckled, the roller should have cleaved unto the platen... Terry Pratchett hat seine Discworld-Reihe als Fantasy-Parodie begonnen, aber sie ist im Laufe der Zeit auch immer unverblümter gesellschaftskritisch geworden. Going Postal, der jüngste als Taschenbuch erschienene Band, setzt diese Entwicklung fort: Pratchett fährt einen Frontalangriff gegen die Finanzwelt und ihre volkswirtschaftlich schädlichen Entscheidungen. Das hindert ihn aber nicht im mindesten daran, all jene Absurditäten in die Geschichte einzubauen, die uns seit dem ersten Band erfreuen. Da gibt es eine Geheimgesellschaft von Postboten — komplett mit Initiationsritual; Hardware-beschädigende Semaphor-Viren; GNU; Pinheads; ... Außerdem gibt es natürlich den kleinen Trickbetrüger, der am liebsten falsche Diamanten verkaufen würde, stattdessen aber mit (meistens) kühlem Kopfe und seinen people skills den großen Trickbetrügern eins auswischt. Zusammen sind das fast fünfhundert Seiten Pratchett vom feinsten und einer der besten Discworld-Bände überhaupt.

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