Terry Pratchett Nation

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Inhaltsangabe zu „Nation“ von Terry Pratchett

When a giant wave destroys his entire Nation - his family and everyone he has ever known - Mau finds himself totally alone. Until he meets Daphne, daughter of a colonial Governor and the sole survivor from a shipwreck. They have no common language, no common culture - but together they discover some remarkable things.

Durchunddurch Pratchett

— Saralonde
Saralonde

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    Nation
    Saralonde

    Saralonde

    15. August 2014 um 16:14

    Wir befunden uns auf der Erde, aber nicht in unserer Welt, sondern in einer Art Paralleluniversum – es ist alles ein bisschen anders. Und wir befinden uns nicht in der Gegenwart, sondern schätzungsweise im späten 19. Jahrhundert. Im großen südpelargischen Ozean will der Junge Mau seine Initiation bestehen und damit zum Mann werden. Dazu muss er eine Aufgabe auf einer Nachbarinsel erledigen. Doch dann kommt der Tsunami, den Mau auf seinem Kanu übersteht – und Maus Insel, einfach “Nation” genannt, ist menschenleer, als er zurückkehrt. Angesichts der Katastrophe beginnt Mau, an den Traditionen und dem Glauben seiner Insel zu zweifeln. Zur gleichen Zeit stirbt in England die gesamte Königsfamilie an einer Seuche. Der verbleibende Thronfolger ist Gouverneur einer weiteren Insel im südpelargischen Ozean, und seine Tochter ist auf einem Schiff zu ihm unterwegs. Doch auch das Schiff wird vom Tsunami erwischt. Wo es wohl stranden wird? Ich spare mir Terry Pratchetts Bücher immer eine Weile auf, da ich Angst habe, dass sie mir ausgehen, bevor er Nachschub liefert ;-) Anlässlich meines Urlaubs hab ich mir nun eines gegönnt, und zwar eines, das nicht zur Scheibenwelt-Reihe gehört. Dennoch ist Pratchetts unverwechselbarer Schreibstil so vertraut, dass ich mich sofort in dem Buch “zu  Hause gefühlt” habe. Trotz der im Grunde traurigen Vorgeschichte durchzieht Pratchetts Humor das gesamte Buch. Das, was sich bezüglich der Geschichte der Insel gegen Ende herausstellt, ist schlicht genial, sehr Terry Pratchett eben! Ja, das Buch enthält ein gewisses Maß an Religionskritik, doch finde ich diese nicht drastisch, sondern respektvoll, sodass aufgeklärte religiöse Menschen das Buch eigentlich lesen können sollten, ohne zu sehr vor den Kopf gestoßen zu werden – meiner Meinung nach jedenfalls. Ich empfinde das Buch wie so viele Werke von Terry Pratchett als hochintelligenten Aufruf zur Toleranz. Die Geschichte des Südseejungen Mau und der unverhofft zur Prinzessin gewordenen Daphne hat mir sehr gut gefallen, ich bin rundum glücklich mit diesem Buch!

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  • Rezension zu "Nation" von Terry Pratchett

    Nation
    Zwischen-den-Zeilen

    Zwischen-den-Zeilen

    10. January 2013 um 23:07

    Nation ist mein erstes Buch von Terry Pratchett gewesen - ja, Schande über mein Haupt, als Fantasyfan sollte man doch mal was von ihm gelesen haben. Dafür hat mir Nation dann aber wirklich unglaublich gut gefallen. Es ist eine Robinsonade der ganz anderen Art. Denn das Buch wird nicht nur aus der Perspektive der Gestrandeten, sondern auch aus der der Inselbewohner erzählt. Die Sichtweise der Eingeborenen auf die seltsam hellhäutigen "Trousermen" und die Kollision der westlichen Kultur mit der der Inselbewohner ist einfach nur göttlich. Dieser Kniff und der tolle Humor des Autors haben mich das Buch in nur 2 Tagen verschlingen lassen. Dabei habe ich mindestens alle drei Seiten herzhaft lachen müssen. Die Geschichte beginnt an dem Tag, als Mau in seinem Kanu zur "Boy's Island" aufbricht, um dort ein Mann zu werden. Dort angelangt, zieht ein Sturm herauf, und ein Tsunami überrollt seine Heimatinsel. Als er in seinem Kanu dorthin zurückkehrt, sind alle tot, und das Dorf ist weggespült. Die Nation wurde ausgelöscht. Allerdings liegt ein riesiges Kanu zwischen den Palmen und eine geisterhafte Gestalt, die in flatternde Gewänder gehüllt ist, beobachtet ihn, während er die Toten zur letzten Ruhe bettet. Ermintrudes erste Seereise artet in eine Katastrophe aus: das Schiff, auf dem sie gereist ist, gerät in einen Sturm, den nur sie und der Schimpfworte schreiende Papagei des Käptns überlebt haben. Sie landet auf einer einsamen Insel - zumindest schien sie dass, bis ein wilder im Lendenschurz anfängt, unter Tränen die Opfer der Flutwelle zu begraben. Sie hat Mitleid mit ihm, gibt ihm zu essen und lädt ihn mit einer goldgerahmten Einladungskarte ein, ihr am nächsten Tag bei Scones und Tee im Schiffswrack Gesellschaft zu leisten - Blöd nur, dass Mau nicht lesen kann. Aus dieser Grundsituation entwickelt sich eine witzige Story darüber, wie Mau und Ermintrude, die viel lieber Daphne heißen würde, sich anfreunden, und wie sie nach dem Tsunami Maus Nation wieder aufbauen. Nach und nach treffen immer mehr Leute auf der Insel ein, die gehofft hatten, dass hier noch jemand lebt. So finden über die Zeit zum Beispiel ein Priester, zwei Schwangere, zwei Krieger, eine Gruppe Meuterer und schliesslich auch ein zweites Schiff voller Engländer den Weg zur Nation. Daphne und Mau kommen sich im Laufe des Buches immer näher, lernen die Sprache und Gebräuche des jeweils anderen und erkunden die Geheimnisse der Insel. Daphne, die mal eine feine Lady werden sollte, aber deren größte Angst es ist, einmal wie ihre Großmutter zu werden, wächst auf der Insel über sich selbst hinaus, und lernt all die Dinge, die in England unschicklich gewesen wären: den richtigen Umgang mit dem Inselvolk, wie man Kinder entbindet, Bier brauen, mit den Geistern reden, kochen und noch vieles mehr. Nur den Papagei mit dem losen Mundwerk werden sie und Mau einfach nicht los. Mir hat sehr gut gefallen, wie offen Daphne und Mau, die beide so um die 13 sind, zu Beginn des Buches aufeinander zugehen. Obwohl sie eine Menge Vorurteile von ihren Eltern und Bekannten gehört haben, sind sie bereit, dem Gegenüber eine Chance zu geben, die sich schliesslich auch auszahlt. Überhaupt hat Pratchett neben dem ganzen Humor einige wichtige und tiefgründige Passagen in den Text eingebaut. So finden sich hier diverse Anspielungen auf Religion, Wissenschaft, Philosophie, Geschichte und Politik, insbesondere auf die britische Angewohnheit, auf jedes Stück Land eine Flagge zu setzen und der Insel einen dämlichen Namen zu geben. Viele der gängigen Vorurteile der Kolonialzeit werden hier gekonnt und mit viel Sarkasmus durch den Kakao gezogen. Obwohl Nation vor über 200 Jahren spielen soll, sind die Themen immer noch aktuell. Vielleicht gerade wegen der zeitlichen Distanz können wir heute über die damalige Weltanschauung lachen. Nation ist ein äußert lesenswertes und humorvolles Buch - nicht nur für eingefleischte Pratchettfans. Der Autor hat hier ein interessantes Setting mit einzigartigen Charakteren auf einer einsamen Insel geschaffen. Abenteuer, Tiefgründiges und Lustiges ergeben eine tolle Mischung, die von mir 5 Sterne bekommt.

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  • Rezension zu "Nation. Eine Insel, englische Ausgabe" von Terry Pratchett

    Nation
    kirjoittaessani

    kirjoittaessani

    23. February 2011 um 22:37

    Ein Tsunami löscht innerhalb von Minuten fast alles Leben auf einem kleinen Südseearchipel aus. Unter der etwas wackeligen Ägide eines Jungen, den die Welle gerade während seiner Initiation zum Mann überrascht hat, findet sich ein Häufchen Überlebender zusammen. Außerdem ist da noch Ghost Girl, ein dreizehnjähriges Mädchen aus gutem britischem Hause, der die "Wilden" zwar etwas suspekt sind, andererseits aber auch willkommene Gelegenheit zur Auflehnung gegen gesellschaftliche Regeln. Während wir das Schicksal unserer buntgemischten Truppe verfolgen, lernen wir manches darüber, wie die Welt funktioniert und wie wir mit ihr umgehen. Daß man anständige Hosen tragen muß, um etwas entdecken zu können, weiß der Fan ja schon etwas länger... So ganz fern der Scheibenwelt ist Nation doch ein echter Pratchett. Wie bereits in den späteren Scheibenweltromanen übt der Autor hier recht deutliche Gesellschaftskritik, und das Buch ist an manchen Stellen durchaus traurig, wenngleich der gewohnte Humor natürlich nicht zu kurz kommt. Ja, und wenn der Erzähler am Schluß als the old man noch kurz aus der Anonymität heraustritt, dann werde ich das Gefühl nicht los, daß Pratchett sich hier selbst in seine Geschichte geschlichen hat. Überhaupt drängt sich dem Leser die Charakterisierung Spätwerk auf -- die Leichtigkeit etwa der Hexengeschichten scheint verflogen, und der Blick auf die Welt ist ein wenig melancholisch, aber doch voller Hoffnung.

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  • Rezension zu "Nation" von Terry Pratchett

    Nation
    Aeryn

    Aeryn

    16. May 2009 um 13:32

    Eine wunderschöne Geschichte, warmherzig, witzig, aber auch traurig und nachdenklich stimmend. Pratchett at his best!

  • Rezension zu "Nation" von Terry Pratchett

    Nation
    AndreaBottlinger

    AndreaBottlinger

    28. January 2009 um 00:04

    "Nation" ist kein Scheibenweltroman, was ich an sich schon sehr gut finde. Die Scheibenwelt ist toll und wunderbar und alles, aber ich glaube, es wurde Zeit für etwas neues. "Nation" ist außerdem für Pratchett-Verhältnisse ziemlich ernst. Es ist noch immer lustig an vielen Stellen, aber es zeigt auch einen Jungen, dessen gesamte Familie von einer Flutwelle fortgespült wurde, der als einziger Überlebender die Toten begraben muss und der deswegen wütend auf die Götter ist und sich fragt, ob es sie überhaupt gibt. Und ich finde, das Buch ist eines der besten, das Pratchett je geschrieben hat. Es hat eine wunderbare Welt, die nicht ganz die Erde ist, die wir kennen, und eine wunderbare Story.

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