Terry Pratchett Steife Prise

(55)

Lovelybooks Bewertung

  • 53 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 10 Rezensionen
(18)
(23)
(11)
(2)
(1)

Inhaltsangabe zu „Steife Prise“ von Terry Pratchett

Die Welt ist eine Scheibe. Schneiden Sie sich eine neue davon ab. Das Leben ist grausam zu Samuel Mumm, Kommandeur der Stadtwache von Ankh-Morpork: Seine liebende Ehefrau Lady Sybil hat sich mit Lord Vetinari verbündet und Sam zu zwei Wochen Landurlaub auf dem hochherrschaftlichen Familiensitz verdonnert. Für den überzeugten Stadtbewohner, der zudem jede Form von Untätigkeit hasst, die Hölle auf Erden. Doch zum Glück bewahrheitet sich bald die Regel: wo ein Cop, da auch ein Verbrechen. Schnell steckt Samuel Mumm auf dem angeblich so idyllischen Lande bis zum Hals in der Aufklärung gleich mehrerer Missetaten von Drogenschmuggel bis Sklavenhandel. Wilde Fluss-Verfolgungsjagden inklusive … Klappenbroschur mit gestalteten Innenseiten und abtrennbarem Lesezeichen.

Hmmm.....den muss ich wohl nochmal lesen. Ganz überzeugt hat er mich nicht.

— Mrs_Nanny_Ogg
Mrs_Nanny_Ogg

Es ist ein Roman von Terry Pratchett, aber irgendwie… Nun ja, so wirklich das Wahre war “Steife Prise” nicht.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein unterhaltsamer Roman, der aber vorallem durch seine ungewöhnliche Schwäche auffällt. Das kann Terry Pratchett besser!

— Ines_Mueller
Ines_Mueller

Stöbern in Fantasy

The Chosen One - Die Ausersehene: Band 1

Anders als erwartet...

Scarjea

Die Gabe der Könige

Es war ... kompliziert.

Liebeslenchen

Das wilde Herz des Meeres

Ein Buch, das alles hat, was ein gutes Buch braucht! Ich habe Hannah und William sehr gerne auf ihrem magischen Abenteuer begleitet!

EmelyAurora

Das Erbe der Macht - Schattenchronik: Ascheatem

Eine weitere tolle Fortsetzung mit Spannung, unvorhergesehenen Wendungen und jede Menge Humor.

Saphierra

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Zäher Anfang mit spannendem Ende.

EllaWoodwater

Die Chroniken der Seelenwächter - Verborgene Mächte 5 - Erweckung (Finalband 1. Zyklus)

Ein spannendes und sehr gelungenes Staffelfinale. Wirklich nur zu empfehlen.

Saphierra

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu Steife Prise von Terry Pratchett

    Steife Prise
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. September 2014 um 15:08

    Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele Es ist ein Roman von Terry Pratchett, aber irgendwie… Nun ja, so wirklich das Wahre war “Steife Prise” nicht. Ganz im Gegensatz zu “Helle Barden” hatte ich hier so einige Probleme. Mit den Charakteren, mit der Thematik, mit dem Schreibstil. Eindeutig kein Meisterstück, auch wenn “Steife Prise” natürlich trotzdem nicht schlecht ist – nur halt auch bei weitem nicht so gut, wie man es von Pratchett gewöhnt ist. An vielen Stellen wirkte Pratchetts Schreibstil ungewohnt holzig und sperrig, sodass der Lesefluss eben nicht so richtig flüssig war. Ich bin zwar nie wirklich ins Stocken gekommen, aber dadurch kam halt leider keine so rechte Atmosphäre zustande, jedenfalls nicht wie in anderen Scheibenwelt-Romanen. Alles in allem fand ich die Geschichte in “Steife Prise” zwar nicht schlecht, der Roman war durchaus unterhaltsam, aber mit anderen Werken von Sir Terry Pratchett kann dieser Roman eindeutig nicht mithalten.

    Mehr
  • Rezension zu "Steife Prise" von Terry Pratchett

    Steife Prise
    Ines_Mueller

    Ines_Mueller

    12. August 2014 um 12:37

    "Seine Gnaden, der Herzog von Ankh, Kommandeur Sir Samuel Mumm von der Stadtwache Ankh-Morpork, stieß hektisch einen Bleistift tief in seinen Stiefelschaft, um dem Jucken endlich Einhalt zu gebieten. Es gelang ihm nicht. Es gelang ihm nie." Als großer Fan von Terry Pratchetts Scheibenwelt-Romanen war es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis der neueste Teil "Steife Prise" zwischen meine lesebegierigen Finger geriet. Doch leider lässt das jüngste Buch die übliche Raffinesse vermissen, die die Fans gewöhnt sind. Thematisch gesehen hat "Steife Prise" wieder einiges zu bieten: Sir Samuel Mumm, Kommandeur der Stadtwache von Ankh-Morpork, muss gezwungenermaßen Urlaub auf dem Land machen. Dass er dabei Hals über Kopf auf ein Geheimnis stößt, das bis zum Himmel stinkt, steht außer Frage. Als er dann auf eine Leiche stößt, geht die Verbrecherjagd erst richtig los. Wie immer verpackt Terry Pratchett tiefgründige Themen in seinen Büchern, die in der modernen Welt Bestand haben. Garniert wird es von dem unverwechselbaren Humoren des britischen Autoren, der mit seiner sarkastischen Art unzählige Fans gewann. Allerdings fehlt "Steife Prise" deutlich an Raffinesse und Qualität. Irgendwie wirkt es wie ein farbloser Abklatsch der Scheibenwelt-Romane und fällt - obwohl er seine Leser durchaus unterhält - gerade dadurch auf. Tatsächlich war es für mich als Fan der Scheibenwelt-Romane kaum zu übersehen, wie schwach dieser Teil sich gestaltet. Liegt es an dem neuen Übersetzer der Reihe? Kann er den Zauber der Scheibenwelt-Romane schlichtweg nicht aufs Papier übertragen? Oder liegt die Ursache vielleicht sogar in Terry Pratchetts Krankheit? Ich weiß es nicht. Doch Tatsache bleibt, dass mich dieser Band enttäuschte. Trotzdem werde ich die Reihe natürlich weiterverfolgen und hoffen, dass sie zur gewohnten Stärke zurückfindet. Fazit: Ein seltsam farbloser Scheibenwelt-Roman, der aber trotzdem seine Leser unterhält - nur nicht in gewohnter Qualität.

    Mehr
  • Sam Mumm macht Urlaub!

    Steife Prise
    PMelittaM

    PMelittaM

    21. March 2014 um 17:07

    Sam Mumm, Kommandeur der Stadtwache von Ankh-Morpork wird Opfer eines Komplottes zwischen seinem Vorgesetzten, Lord Vetinari, und seiner Ehefrau, Lady Sybil Käsedick: Er muss Urlaub machen – ausgerechnet auch noch auf dem Käsedickschen Landgut. Mumm, der Städter, hat so seine Probleme mit dem Land, während sein Sohn, Klein-Sam, sich dort sehr wohlfühlt, kann er doch seine Kaka-Sammlung erweitern. Doch Mumm wäre nicht Mumm, wenn er nicht Hals über Kopf über einen hochinteressanten Fall stolpern würde – und so wird sein Urlaub doch nicht so langweilig wie befürchtet sondern sogar richtig abenteuerlich und gefährlich. Ich liebe die Geschichten um Sam Mumm und die Stadtwache und habe mich schon riesig auf sein neues Abenteuer gefreut. Und, um es vorweg zu nehmen, enttäuscht wurde ich nicht. Ich fand es schön, ein bisschen mehr über die Familie Käsedick zu erfahren, mit den Goblins kam eine neue Spezies ins Spiel und einige Mitglieder der Wache hatten auch ihren Auftritt, denn einige Szenen des Romans spielen in Ankh-Morpork. Sogar eine Verknüpfung zu den Tiffany-Romanen findet sich, denn der Kleine Irre Arthur hat eine nicht allzu kleine Rolle. Und die Geschichte ist auch richtig spannend! Natürlich kann man viel über die Übersetzung meckern, mir fällt auch hier besonders das fehlende „Du“ auf, denn dass sich alle duzten hat für mich viel der Scheibenwelt-Atmosphäre ausgemacht, aber es stört mich nicht wirklich, ich glaube, in meinem Kopf wurde einfach weiter geduzt. Ich meine auch, dass dieser Band weniger von Pratchetts üblicher skurriler Phantasik und Ironie hat, für mich ist es aber trotzdem eine interessante und spannende Geschichte, die ich gerne gelesen habe. Besonders toll auch wieder die Fußnoten, die aber wegen der sehr kleinen Schrift hier nur sehr schlecht zu lesen sind. Ich denke, wer Pratchett liebt, wird auch diesen Band lesen wollen, am besten wahrscheinlich im Original (dann muss man sich auch nicht an dem Du-Sie-Problem stören), wer das aber nicht kann oder möchte, kommt um diesen Band nicht herum. Von mir erhält er auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

    Mehr
  • durchwachsen

    Steife Prise
    Markus Walther

    Markus Walther

    06. June 2013 um 08:17

    Nicht schlecht ... aber leider auch nicht wirklich gut. "Steife Prise" hat eigentlich alle Zutaten für eine Geschichte die angerichtet a la Terry Pratchett ein gutes Rezept ergeben. Leider wollte mir die Gesamtkomposition nicht so recht munden.  Die gröbsten Schnitzer hat sich der deutsche Verlag geleistet: Ein wirklich grauenhaftes, unpassendes Cover und ein Übersetzer, der vieles anders - aber bestimmt nicht besser gemacht hat (z.B. siezt man sich neuerdings auf der Scheibenwelt).  Aber auch die Scheibenwelt bleibt sich nicht treu: Plötzlich verändert Lord Vetinari seine Eigenheiten und der Butler mutiert vom Gentleman zum gewissenlosen Killer und Schläger.  Die Story ist lange nicht mehr so süffisant erzählt, an manchen Stellen mangelte es mir schlicht am Verstehen des Gesagten. Zu sehr verliert sich der Autor (oder der Übersetzer) in Anspielungen, die vermutlich witzig wären, wenn sie aufgelöst würden.  Viele Witze gehen bei Terry Pratchett neuerdings unter die Gürtellinie. Dafür geht das Hintergründige beinahe verloren bzw. wirkt nur plakativ eingesetzt.  Der dramaturgische Höhepunkt verwässert irgendwo im hinteren Drittel des Buches, wartet sogar mit einem zweiten Auf, wenn man ihn nicht verpasst. Autsch. Da bin ich viel besseres gewohnt.  Als Fan, der nahezu alle Bücher von Terry Pratchett gelesen hat,habe ich nur drei mögliche Erklärungen für dieses vergleichsweise schwache Buch:  1. Terry Pratchetts Erkrankung (Alzheimer) ist so weit fortgeschritten, dass seine grandiosen Fähigkeiten nachlassen.  2. Der Übersetzer hat absoluten Mist gebaut.  3. Für dieses Buch ist ein Ghostwriter verantwortlich.  Damit wir uns nicht missverstehen: Das Buch ist routiniert gemacht und unterhaltsam. Aber an der Meisterklasse des Terry Pratchetts kann es nicht mehr heranreichen. 

    Mehr
  • Rezension zu "Steife Prise" von Terry Pratchett

    Steife Prise
    GeschichtenAgentin

    GeschichtenAgentin

    19. February 2013 um 19:04

    Es gibt wohl kein Land, das ich so gut kenne, ohne es jemals persönlich besucht zu haben, wie die Scheibenwelt. Gefühlt habe ich alle Pratchetts gelesen. Zum Glück ist das nur eine gefühlte Wahrheit – so habe ich immer noch ein paar Scheibenwelt-Romane als Geheimvorrat für Notzeiten. „Steife Prise“ heißt das gerade neu erschienene Buch von Terry Pratchett. Im Mittelpunkt stehen Kommandeur Mumm, das britische Landleben und der Land-Adel, Klein-Sam und seine Lieblings-Kinderbuch-Autorin sowie Elefanten-Kacka… und schon geht es wieder los: es ist nicht möglich, die Handlung eines Scheibenwelt-Romans halbwegs geradlinig zusammenzufassen. No way. Und das ist gut so. Auch „Steife Prise“ ist wieder großartig, witzig, schräg, intelligent, überraschend. Ein echter Pratchett eben. Und doch hat sich im Laufe der Jahre etwas am Stil geändert. Die Atmosphäre ist dichter geworden, die Charaktere sind vielschichtiger und die Geschichte läuft flüssiger, hüpft nicht mehr so sehr von einem Schenkelklopfer zum nächsten Brüller, um dort abzuprallen und beim übernächsten Lachanfall wieder aufzuschlagen. Ja, der Handlungsstrang erweckt den Eindruck, dass der Autor bereits am Anfang des Buches eine Vorstellung davon hat, wie die Geschichte enden könnte. Bei den frühen Rincewind-Geschichten war das noch nicht der Fall – da musste doch recht häufig der Unwahrscheinlichkeits-Drive (eine Erfindung von Douglas Adams) weiterhelfen. Natürlich könnten diese Lese-Eindrücke und diese Veränderungen im Stil auch durch die Übersetzung entstanden sein, die im Laufe der Jahre immer besser wurde. Was ist vom Autor beabsichtigt, was ist durch die Übersetzung entstanden – da war ich mir bei den Büchern von Terry Pratchett nie so sicher. Leider brachte mich der Selbst-Versuch, Scheibenwelt-Romane im Original zu lesen, nicht weiter. Spaß hatte ich mit der englischen Lektüre auch und meinem Wortschatz hat es gut getan. Doch ist mein Englisch einfach nicht gut genug, um die Leistung des Übersetzers zu beurteilen. Bei jedem Roman von Terry Pratchett stellt sich für mich nach der Lektüre die Frage, was ich zu meinem Lieblings-Gag ernenne. Am meisten Spaß hatte ich diesmal mit den Witzen über das Essen. Die reichten von Mumms Problemen, ein ordentliches Schinken-Sandwich zu bekommen, über den Oberst und die eingelegten Garnelen, die laut Aussage seiner Frau nicht miteinander auskommen, bis hin zu der landestypischen Küche von Quirm, in der alles mit zu viel avec serviert wird. Sollte es unter den Lesern dieser Folge von „Adopt a blogger“ tatsächlich noch jemanden geben, der keinen Scheibenwelt-Roman gelesen hat… dann muss ich erst mal tief ausatmen… um dann sofort „Ab die Post!“ zu empfehlen. Oder vielleicht was von den alten Hexen – „Total verhext“? Oder lieber die Geschichte von Mort, der Lehrbub bei „Gevatter Tod“ wird? Oder… ach egal, greift euch einfach irgendeines, es wird schon passen!

    Mehr
  • Rezension zu "Steife Prise" von Terry Pratchett

    Steife Prise
    Thaelwen

    Thaelwen

    09. January 2013 um 18:59

    Von wegen Landurlaub! Ein echter Samuel Mumm legt sich nicht auf die faule Haut und lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Ein echter Samuel Mumm findet überall ein Verbrechen. Oder gar mehrere. Mit seinem untrüglichen Gespür kommt er der organisierten Kriminalität auch in den idyllischen Gefilden von Gut Käsedick auf die Schliche... Nachdem ich vom letzten Scheibenweltroman ziemlich enttäuscht war und das nicht zuletzt dem neuen Übersetzer angekreidet hatte, wurde ich von "Steife Prise" positiv überrascht. Entweder war "Der Club der unsichtbaren Gelehrten" einfach nicht mein Thema oder der Übersetzer hat inzwischen zum Charme der Scheibenwelt gefunden. Jedenfalls hatte ich dieses mal wieder das Gefühl, einen echten Pratchett zu lesen, wie ich ihn kenne und schätze. Stimmung und Wortwitz begeisterten mich endlich wieder. Doch auch abseits der Übersetzungsfrage hat "Steife Prise" mich überzeugt. Pratchett liefert einen spannenden Kriminalroman, gewürzt mit ein paar Mysterien, Gesellschaftskritik und einer Menge Humor. Besonders herausheben möchte ich die Charakterentwicklung in diesem Roman. Pratchetts Figuren bleiben nicht über etliche Romane hinweg statisch. Wurde Mumm uns ja neben seiner Polizistenrolle bereits früher als liebender Ehemann, der sich der sanften Entscheidungsgewalt seiner Frau gerne mal beugt, nahe gebracht, so sehen wir in "Steife Prise" wieder eine neue Facette seiner Persönlichkeit: den stolzen und besorgten Vater. (An dieser Stelle sei gesagt, dass Klein-Sam ein ganz entzückendes Figürchen ist.) Aber auch Willikins, den treuen Leibdiener Mumms, lernen wir ein wenig näher kennen. Neben den Charakteren wird auch die Scheibenwelt weiter ausgebaut: Pratchett zeigt uns die Natur und Kultur der Goblins, einer Spezies, die bislang nur am Rande erwähnt wurde. Diesen Einblick finde ich besonders gelungen, wirkt die Darstellung doch stimmig und glaubhaft. Gemeinsam mit Mumm begibt sich der Leser auf eine Entdeckungsreise in die Tiefen einer bislang verschlossenen Welt und das macht wirklich Spaß. Kurz und gut: ein rundum gelungener Scheibenwelt-Roman!

    Mehr
  • Rezension zu "Steife Prise" von Terry Pratchett

    Steife Prise
    Kopfgestoeber

    Kopfgestoeber

    04. December 2012 um 16:51

    Ich fass mich kurz... Das Cover ist einfach scheusslich! ABER .. wer Sam Mumm und Lady Sybil mag, der wird dieses Buch lieben! Ein weiterer Roman aus der Scheibenwelt, der sich mit Sam Mumm (und der Stadtwache) beschäftigt! Sam Mumm - Kommandant der Stadtwache - wird zum Urlaub auf dem Land verdonnert! Das kann ja nur schiefgehen ;) Das Buch beinhaltet alles was ich an der Scheibenwelt mag .. komische und tragische Figuren, eine spannende Story und zu guter Letzt ... den typischen Scheibenwelthumor! Klare Empfehlung!

    Mehr
  • Rezension zu "Steife Prise" von Terry Pratchett

    Steife Prise
    Buecherwelten

    Buecherwelten

    09. October 2012 um 16:54

    Inhalt Der neueste Band der Stadtwachen-Reihe von der Scheibenwelt beginnt damit, dass Kommandeur Samuel Mumm zu zwei Wochen Urlaub auf dem Land verdonnert wird. Natürlich ist er davon gar nicht begeistert, da er in purer Stadtmensch ist. Aber wenn's die Ehefrau sagt... dann muss der liebe Ehemann kuschen. Mumm fügt sich also und gibt wiederwillig seine Dienstmarke für diese Zeit ab. Auf dem Gut Käsedick angekommen lernt er sogleich die etwas altbackenen Sitten auf dem Land kennen. Sam langweilt sich und kann es deshalb auch nicht lassen, sich bei den Leuten auf dem Land einwenig umzuschauen um zu erfahren, ob sich irgendwo ein Verbrechen versteckt. Denn wo ein Polizist ist, so sei auch bekanntlich ein Verbrechen! Und dieses lässt auch nicht lange auf sich warten... Schreibstil + Story Wie immer hat mir die Story um Mumm sehr gut gefallen. Da ich auch am liebsten die Geschichten lese, die sich um ihn bzw. um die Stadtwache drehen (in diesem Falle um ihn) habe ich mich sehr gefreut, dieses Buch lesen zu können. Das Buch ist wie gewohnt mit viel Witz und Wortspiel geschrieben worden, was ein Markenzeichen Pratchetts ist. Manche haben ja bemängelt, dass der neue Übersetzer Gerald Jung an den alten (Andreas Brandhorst) in keinster Weise herankommt. Dies sehe ich nicht so drastisch wie manch anderer. Ich muss sagen, dass ich die Übersetzung von Brandhorst immer sehr gut fande, aber auch Jung konnte mich überzeugen. Ich habe zwar nicht das englische Original gelesen, aber kann trotzdem sagen, dass ich viel Spaß beim Lesen hatte. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir irgendetwas gefehlt hat. Für mich war es immer noch in typischer Scheibenwelt-Manier geschrieben. Die Story an sich hat mir, wie schon gesagt, ebenfalls sehr gefallen. Man hat alte Bekannte wiedergetroffen, aber auch viele neue Charaktere kennengelernt. Unteranderem zum Beispiel die Goblins, die ich bis jetzt in noch keinem anderen Scheibenwelt-Roman zu Gesicht bekommen habe. Wie immer gibt es viele Wendungen in der Geschichte un man muss auch selber sein Köpfchen ein bisschen anstrengen um die ganzen nicht immer offensichtlichen Hinweise zu verstehen. Man sollte also wiedermal zwischen den Zeilen lesen können ;) Charaktere Mumm ist hier mal wieder der Hauptchrakter, was mich sehr gefreut hat. Er ist immer noch der selbe, scharfsinnig, ein guter Ehemann, ein liebender Vater und natürlich Polizist - und all das natürlich wie immer nicht ohne Fehler, was ihn gerade so menschlich und sympathisch macht. Mumm ist, wie in (fast) allen anderen Stadtwache-Büchern, mit allen Wassern gewaschen und weiß stets, wie er mit den verschiedensten Situationen umgehen muss. Da er zudem durch und durch ein echter Cop ist, fällt es ihm nicht schwer dem Verbrechen, welches sich allem Anschein nach um Gut Käsedich zuträgt, nachzugehen. Sybil, Mumms Ehefrau spielt ebenfalls eine nicht gerade kleine Rolle und kommt ziemlich oft im Buch vor. Sie war es auch, die Vetinari dazu angewiesen hat, Mumm zwei Wochen gemeinsamen Urlaub mit ihr und dem kleinen Sam, ihrem gemeinsamen Sohn, der mittlerweile schon sechs Jahre ist, zu verpassen. Sybil ist diejenige, die bei den beiden in der Beziehung die Hosen an hat. Sie weiß, wie sie mit Samuel umzugehen hat, was er stillschweigend hinnimmt. Dies hat mich oft zum Schmunzeln gebracht, da ich denke, dass es oft so ist, dass die Frauen ihren Ehemännern was vorschreiben (Bsp: Mumm bekommt kein SCHINKEN-Tomaten-Salat-Sandwich mehr, sondern ein Schinken-TOMATEN-SALAT-Sandwich). Willikins, Mumms persönlicher Leibdiener, hat in diesesm Scheibwelt-Roman ebenfalls eine größere Rolle bekommen, was ich sehr toll fande, da ich ihn sehr mag. Ich finde seine unterschwellige Art und seine leisen Drohungen sehr ammüsant. Er ist zwar ein Butler, aber wie er von sich selber sagt, auch immer noch ein Schurke. Er weiß gut mir Waffen umzugehen und ist Mumm bei der Aufdeckung des Verbrechens ein guter Helfer. Cover Das Einzige, was mir so gar nicht an dem Buch gefallen hat, ist das Cover. Ich finde es nicht sehr schön, da es irgendwie computeranimiert aussieht. Früher hat Paul Kidby die Covergestaltung übernommen und zu jedem Buch ein wunderschönes Cover gemalt. Die neueren Cover können da leider absolut nicht mithalten. Ich hoffe, dass sich das irgendwann wieder ändert und jemand neues, mit ebenso viel Phantasie wie Kidby gefunden wird, der wieder mehr Leben in die Cover einhauchen kann. Fazit Ein wieder mal rundum toller Pratchett-Roman mit viel Witz, Genie und Spannung, der aber leider nur in eine nicht sonderlich schöne Hülle gepackt wurde. Bewertung: 4,5 von 5

    Mehr
  • Rezension zu "Steife Prise" von Terry Pratchett

    Steife Prise
    Rahel1102

    Rahel1102

    02. October 2012 um 11:10

    Kommandeur Mumm wird von seiner liebreizenden, aber sehr bestimmenden Frau Sybil zum Landurlaub verdonnert. Natürlich steckt irgendwie auch Lord Vetenärie dahinter, aber das tut er ja immer... Wo es zuerst nach Langeweile, lauten Tiergeräuschen und Steife Veranstaltungen aus sieht, wird es schnell spannend, als Mumm merkt das es ein riesiges Geheimnis gibt. Prompt landet er mit seien vielseitig begabten Butler Wilkins in einer Schläger und in jede menge Blut, ohne Leiche... Fazit: Immer wenn es von Pratchett ein neuen Schweibenweltroman gibt bin ich stets begeistert. Vor allem wenn Mumm und seine Stadtwache im Mittelpunkt steht. Auch diese hier ist wie immer humorvoll, trotz neuen Übersetzter und schwerer Krankheit des Autoren. Ich hoffe es wird noch viele Romane der Scheibenwelt folgen..

    Mehr
  • Rezension zu "Steife Prise" von Terry Pratchett

    Steife Prise
    begevau

    begevau

    24. September 2012 um 10:42

    Das war DAS Buch auf das ich mich bei den Herbstneuerscheinungen am meisten gefreut habe. Aber ich wusste schon, dass es mich enttäuschen würde. Ich will jetzt nicht darüber jammern, dass die früheren Scheibenweltbände viel besser waren. Kein Autor kann ein erreichtes hohes Niveau auf Dauer durchhalten. Zumindest habe ich noch keinen entdeckt. Das mag als Entschuldigung gelten. Vielleicht ist es auch der neue Übersetzer, der schon in „Der Club der unsichtbaren Gelehrten“ statt des vertrauen Du der Figuen untereinander zum Sie übergegangen ist. Allein das verändert die Stimmung sehr stark. Ob das mit den Originalbänden zusammenhängt kann ich nicht beurteilen. Ich bin sicher, dass Andreas Brandhorst, der frühere Stamm-Übersetzer von Pratchett, mehr Stimmung hineingezaubert hätte. Das Titelbild ist - wie seit mehreren Bänden - gewohnt schrottig. Der neue Roman um Sir Samuel Mumm, Herzog von Ankh, Kommandeur der Stadtwache von Ankh-Morpork, Tafelwart und wie seine Titel alle lauten mögen, spielt diesmal kaum in der Stadt sondern auf dem Landgut, auf dem Samuel Mumm auf Geheiß seiner Gattin Urlaub verbringen muss. Doch wo ein Bulle da auch Verbrechen und ein Verbrechen kann Mumm nicht ignorieren. Nachdem im letzten Band Orks als neue Spezies der Scheibenwelt eingeführt wurden, erfahren wir diesmal viel über Goblins. Arme, unterdrückte, elende Figuren die aber am Ende des Romanes immerhin anerkannt werden. Als arme, unterdrückte und elende Figuren vielleicht, aber immerhin auf einer Stufe mit Trollen. Es darf spekuliert werden, wen oder was Pratchett hier parodiert bzw. in seine Parabel einbaut. Mir hat es sich nicht erschlossen. Er hat aber einige nette Seitenhiebe gegen die bessere Gesellschaft – aber auch hier war er schon bissiger. Am besten sind die wenigen Passagen die von der Stadt und den Stadtwächtern handeln. Hier kommt wieder ein wenig Scheibenweltgefühl auf. Alles in allem: Ein Muss für alle Pratchett-Fans, ansonsten ein eher bemüht sozialkritisch-seichter Kriminalroman, der passagenweise an die guten alten Landhauskrimis von George, Crombie oder Christie erinnern.

    Mehr