Terry Pratchett The Amazing Maurice and His Educated Rodents

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Inhaltsangabe zu „The Amazing Maurice and His Educated Rodents“ von Terry Pratchett

Maurice, a streetwise tomcat, has come up with the perfect scam. Inspired by the Pied Piper tale, cat and kid lead a band of rats from town to town to fake invasions of vermin. The rewards to get the rats out of town are plentiful. It works perfectly - until their little con game is sussed. Ages 8+.

Pratchett verpackt in dieser toften Geschichte ein kulturphilosophisches Konzept der Menschwerdung, discworld-style. Liebe Jugend: lies das!

— brudervomweber
brudervomweber

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    The Amazing Maurice and His Educated Rodents
    brudervomweber

    brudervomweber

    18. November 2013 um 20:38

    Auch wenn Pratchetts THE AMAZING MAURICE AND HIS EDUCATED RODENTS als ein Jugendbuch beworben wird, sollte man sich von diesem Label nicht abschrecken lassen. Das Buch ist mehr, deutlich mehr als das. Zwar handelt es sich auch nicht um eine „normale" Discworld-Novel, wenn man darunter das (wenn auch nur marginale) Auftreten einer der drei W-Institutionen (Watch, Witches, Wizards) versteht, aber der Tonfall und das Setting sind unzweifelhaft discworldian. Was auch bedeutet: Pratchett bedient erneut zwei Ebenen der Wahrnehmung. Er erzählt auf seine unnachahmliche Weise eine hinreißend komische und nichtsdestotrotz fesselnde Geschichte über eine intelligente Katze, ein Rudel nicht minder intelligenter Ratten und einen nicht ganz so intelligent aussehenden Jungen mit einer Flöte, die als eingespieltes Team in dem Überwalder Städtchen Bad Blintz eine Rattenplage inklusive gut bezahlter Beseitigung inszenieren wollen. Leider müssen sie feststellen, daß Bad Blintz bereits eine Rattenplage hat - aber seltsamerweise keine Ratten ... Unter - oder in - dieser Geschichte erzählt Pratchett aber noch etwas anderes. Worum es sich dabei handelt, läßt er in den ersten paar Sätzen durchklingen (man darf sich an den letzten Satz in Orwells „Animal Farm" über die Ununterscheidbarkeit von Schweinen und Menschen erinnert fühlen): „As the amazing Maurice said, it was just a story about people and rats. And the difficult part of it was deciding who the people were, and who were the rats. But Malicia Grim said, it was a story about stories." Ein Thema, das Pratchett mit dem altklugen, sprechenden Hund Gaspode bereits vor geraumer Zeit in sein Discworld-Universum aufgenommen hat, wird in „The Amazing Maurice ..." dekliniert. In der Tat sind Kater und Ratten durch einen längeren Aufenthalt auf der Müllhalde der Unseen University mit quasi-menschlicher Vernunft begabt. Das kann aber nur der Anfang sein. Hier kommen die Fragen ins Spiel: Woher kommen wir? Wozu sind wir da? Was geschieht mit uns nach dem Tod? In einem Rattenlabyrinth, das von dem Experimentator Pratchett aufgebaut wird, treten die Ratten aus dem unhinterfragten Naturzustand heraus und formulieren Vermutungen hinsichtlich Sinn und Zwecken ihres Daseins, sie stellen ethische Regeln auf und fixieren diese in Rattenschrift, sie beginnen in Kategorien von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu denken, kurz: sie schaffen Kultur. Die Ratten haben dabei ihre eigene Bibel (hier kommt dann das Kinderbuch ins Spiel): "Mr Bunnsy has an Adventure". Und die bittere Erkenntnis, daß diese Bibel nur eine Geschichte ist, muß erst überwunden werden, um erkennen zu können: alles ist nur eine Geschichte. Und die wichtigste Fähigkeit, die den Menschen / die Katze / die Ratte vom Tier unterscheidet und Kultur erst möglich macht, ist es, Geschichten zu erzählen. Nichts anderes tut Pratchett hier. Und er tut es sehr gut. ---------------------------------------------------------------------------- PS: Daß man den Roman nach Möglichkeit im englischen Original lesen sollte, hatte ich schon erwähnt? Noch nicht? Also: Man sollte ihn nach Möglichkeit im englischen Original lesen, wenn man nichts verpassen will: Symptomatisch für die deutschen Übersetzungen von Pratchetts Romanen ist auch hier wieder einmal der deutsche Titel dieses Buches: "Der Kater Maurice". Punkt. Keine Educated Rodents. Die sind wohl auch nicht so wichtig ...

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