Tess Gerritsen Playing with Fire

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Inhaltsangabe zu „Playing with Fire“ von Tess Gerritsen

What if your child wanted you dead? Julia doesn't understand what is happening to her daughter, but she thinks she knows what's causing it. She is terrified for Lily, and for herself, but what scares her more is that no one believes her. If she is going to help Lily, she will have to find the answers alone, embarking on a search that will take her to the shadowy back streets of Venice. There, Julia uncovers a heartbreaking, long-buried tale of tragedy and devastation - a discovery that puts her in serious danger. Some people will do anything in their power to keep the truth silent . . .
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    Playing with Fire
    Cambridge

    Cambridge

    13. December 2015 um 20:13

    Ich bin kein Fan von Tess Gerritsen. Da ich keine Serien mag und "Die Chirurgin" nicht besonders mochte, habe ich ihre Publikationen nicht weiter verfolgt. Aber der obigen Klappentext hat mich neugierig gemacht. Julia ist Musikerin. Sie spielt Geige in einem Quartett. Als sie auf einem Gastspiel in Rom ist, sucht sie noch nach einem Mitbringsel für sich. In einem Bücherantiquariat wird sie fündig. Sie findet ein altes Buch über Roma-Musik. Darin wiederum findet sie ein loses Blatt mit einem Walzer. Sie erkennt sofort die Schönheit der Musik und ersteht das Buch mitsamt dem losen Blatt. Zuhause versucht sie, das schwierige Stück zu spielen. Es ist düster und geheimnisvoll und sehr anspruchsvoll. Während sie konzentriert versucht, das Stück zu meistern, passiert etwas unglaubliches. Ihre dreijährige Tochter, ein wahrer Sonnenschein, ersticht die Hauskatze und ist total ungetrübt darüber. Julis ist verstört über diesen Vorfall und schockiert über das Verhalten ihrer Tochter. Als sie Tage später noch einmal das Stück üben will, geschieht ein ähnlicher Vorfall. Julia beginnt sich vor iher Tochter zu fürchten. Was geschieht mit dem Kind während sie diesen Walzer spielt? Doch niemand scheint ihr zu glauben.Sie ist immer alleine bei diesen Vorfällen. Ihr Mann scheint zu befürchten, das sie die Geisteskrankheit ihrer Mutter geerbt hat. Julia rennt von Arzt zu Arzt mit ihrer Tochter auf der Suche nach einer Erklärung. Doch überall sieht sie nur ungläubige Gesichter. Jeder scheint eher anzunehmen, das mit ihr selber etwas nicht stimmt. Zudem ist Julia völlig gefangen von dieser geheimnisvollen Musik. Sie will unbedingt herausbekommen, wer sie geschrieben hat und was aus ihm wurde.  Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen. Während wir einerseits Julia folgen, lernen wir auf der anderen Zeitebene Lorenzo kennen. Er komponierte einst das Stück "Incendio". Lorenzo ist ein junger Musiker in Venedig im Jahre 1938. Und er ist Jude. Sein Schicksal und das seiner Familie, die 1943 unter den ca. 250 Juden sind, die Richtung Polen deportiert wurden, wird auf dieser Ebene erzählt. Wir erfahren, was aus ihm wurde und wie es dazu kam, das er den Walzer schrieb.  Das Problem des Buches ist, das es zu kurz ist. Es handelt beide Zeitebenen relativ rasch ab. Zudem passen die beiden Handlungsstränge nicht wirklich zusammen und sie benötigen sich auch nicht. Julias Geschichte würde reichen für ein Buch. Ebenso Lorenzos. Eher sogar noch mehr. Sein trauriges Schicksal ist durchaus erzählenswert. Aber leider handelt die Autorin das ganze rasch ab. Ebenso Julias Geschichte. Was so geheimnisvoll begann mit ihrer Tochter, die ihr offensichtlich nach dem Leben trachtet, wird zwar ausreichend aber auch rasch erklärt. Zudem gipfelt das Ende dann in einer überstürzten Auflösung, die völlig übereilt kommt und sehr unglaubwürdig ist. Zu Anfang lässt sie sich bei Lorenzo viel Zeit, zum Ende geht es dann überstürzt zu. Julia dagegen ist schon zu Beginn sehr schnell plötzlich in Todesangst vor ihrer dreijährigen Tochter.  Die Buch zusammengenommen erscheint mir unrund und nicht genug ausgearbeitet. Tess Gerritsen, selber wohl Musikern, erzählt auf ihrer Homepage, wie sie durch einen Traum auf die Idee zu diesem Buch kam. Sie erträumte das Musikstück wohl selber. man kann ein Stück davon auf ihrer Website hören. Ich persönlich denke, es wäre ein besseres Buch geworden, wenn sie sich auf die Musik und Lorenzo beschränkt hätte. Die Geschichte mit Julia ergibt keinen wirklichen Sinn, außer das sie Lorenzo aus der Vergessenheit holt. Teilweise wirkt sie wie ein Fremdkörper in dem Buch. Dabei klang gerade ihr Teil für mich persönlich am Interessantesten. Beim Lesen dann war er für mich der Schwachpunkt. Das Buch bekommt rundum gute Kritiken, da stehe ich mit meiner Mäkelei ein wenig alleine da. Mir hat es leider nicht besonders gefallen, auch Gerritsen Schreibstil fand ich nicht sehr ansprechend. Zu holprig und zu übereilt erzählt sie ihre Geschichte. Das ist schade, das sie unbedingt ein Krimielement mit hineinbringen musste. Die Geschichte von Lorenzo, der Juden in Italien und ihre Deportation wären völlig ausreichend gewesen.

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  • Sehr untypisch Gerritsen, aber dennoch gut.

    Playing with Fire
    jess020

    jess020

    28. October 2015 um 17:30

    Die Bestseller- und meine Lieblingsautorin im Genre der Psychothriller, Tess Gerritsen, veröffentlichte nun ihr neuestes Werk. “Playing with Fire” ist ein alleinstehender Roman, welcher sich völlig von der Rizzoli-&-Isles-Reihe unterscheidet – nicht nur was die Charaktere betrifft, sondern auch thematisch und vom Stil her. In einem Antiquitäten-Geschäft in Rom entdeckt Julia eines Tages ein altes Buch voller unbekannter Musikstücke – darunter das Stück von einem nicht bekannten Komponisten, einen außergewöhnlichen Walzer, betitelt mit “Incendio” – Feuer. Als sie Zuhause mit ihrer Violine versucht, das Stück zu spielen, geschehen grauenvolle Dinge – ihre eigene, dreijährige Tochter versucht, sie zu töten, davon ist Julia überzeugt. Sie beginnt, die Geschichte hinter dem geheimnisvollen Stück aufzuspüren – mit fatalen Folgen. Mit ihrer Rizzoli-&-Isles-Reihe hat Tess Gerritsen für mich die sehr hohe Messlatte für gute Psychothriller festgelegt und seit Jahren verschlinge ich jedes neue Buch der Autorin. So war ich sehr gespannt auf ihr neuestes Werk. “Playing with Fire” ist jedoch tatsächlich vollkommen anders, als Gerritsens übliche Werke. Es ist zwar nicht unbedingt weniger brutal, es ist jedoch auf eine völlig andere Weise brutal. Statt die Arbeit einer Polizistin und Gerichtsmedizinerin zu verfolgen, werden hier die Geschichte einer jungen, verzweifelten Mutter beschrieben, sowie die Geschichte eines jungen Mannes – Lorenzo. Lorenzo ist Teil einer jüdischen Familie und verfügt, ähnlich wie Julia, über ein überaus großes musikalisches Talent. Bevor er aber einer musikalischen Karriere nachgehen kann, wird er mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Italien konfrontiert. Abwechselnd erzählt Gerritsen zwei Geschichten – die von Julia in der Gegenwart und die von Lorenzo, in den Jahren 1938 bis 1944. Und auch wenn beide Handlungsstränge absolut nicht einem typischen Gerritsen-Thriller ähneln, sind sie beide doch auf eine spezielle Art und Weise fesselnd. Die Musik spielt dabei eine sehr vorrangige Rolle, was auf jeden Fall eine interessante Abwechslung darstellt. Kurzum: auch wenn dieser Thriller nicht unbedingt typisch Gerritsen ist, ist er doch gut, da es die Autorin mal wieder schafft, die Handlung durch rein gewöhnliche Dinge spannend zu halten und ihre Geschichte mit der tatsächlichen Geschichte um den Zweiten Weltkrieg verbindet. Viele der erschreckenden Themen in dieser Handlung sind also in der Vergangenheit wirklich passiert, auch wenn nicht mit diesen Charakteren – und das macht das Gesamte eigentlich noch grauenvoller. Letztendlich hat mir der Thriller unheimlich gut gefallen – wenn da nicht das ziemlich enttäuschende Ende gewesen wäre. Normalerweise schafft es die Autorin immer, mich mit einer vollkommen unvorhersehbaren Wendung zu überraschen, doch das, was sie sich hier als Ende, als Erklärung ausgedacht hat, enttäuschte mich sehr, weil es im Rückblick viel zu gewöhnlich ist. “Playing with Fire” zeigt dem Leser eine ganz andere, neue Seite von Tess Gerritsen. Dieser Thriller ist zwar weitaus weniger blutrünstig und brutal als man es normalerweise von der Autorin gewohnt ist, schafft es aber dennoch, den Leser mit seiner interessanten Geschichte zu fesseln. Einzigen Kritikpunkt gibt es lediglich für das etwas enttäuschende Ende, ansonsten ein absolut empfehlenswerter Thriller.

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  • Tess Gerritsen - Playing with Fire

    Playing with Fire
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    27. October 2015 um 11:01

    When in Rome, violinist Julia buys an antique book with Gypsy music. In it she finds the notes for an unusual and fascinating waltz. After returning home, she plays the piece called “Incendio” – fire - and soon after strange things start happening. First, her three-year-old daughter stabs the cat, then she even injures her own mother. Examinations of the girl lead to nothing, but there must be a connection to the piece and its history. Parallel to this, Gerritsen narrates the story of violinist Lorenzo and cellist Laura who fall in love with each other while rehearsing together. But times are hard for Jews in WW II Italy, and thus there is not much hope for this young love. The two stories are interconnected and this link will pose a serious danger for Julia. A stunning novel, which is less based on the thrill the readers of Gerritsen’s novels know well, but on the fine tones that music creates. There is suspense – even a lot of it – you want to know why the little girl behaves in this strange way and how the music could have triggered this behaviour. At the same time, the story based in war Venice was to me much more appealing, to see how the common passion for music can link to people and create a bond which lasts beyond death. Action comes up at the end of the story which solves all mysterious in a believable and comprehensible way. I have read several of Gerritsen’s novels, but I definitely liked this one best because it is a perfect combination of historical events, the power of music as a very strong theme and mysteries which a waiting to be solved.

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