Totenlied

von Tess Gerritsen 
4,2 Sterne bei181 Bewertungen
Totenlied
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Positiv (143):
S

Ein interessantes Buch aber für mich kein Thriller. Würde es eher als Roman sehen.

Kritisch (7):
tragalibross avatar

Definitiv kein Thriller. Dazu fehlte die Spannung.

Alle 181 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Totenlied"

Eine verstörende Melodie, ein tragisches Schicksal, ein tödliches Geheimnis ...
Von einer Italienreise bringt die Violinistin Julia Ansdell als Souvenir ein altes Notenbuch mit nach Hause. Es enthält eine handgeschriebene, bislang völlig unbekannte Walzerkomposition. Julia ist fasziniert von dem schwierigen Stück, doch jedes Mal, wenn sie die aufwühlende Melodie spielt, geschehen merkwürdige Dinge. Etwas Bösartiges geht von dem Walzer aus, etwas, was das Wesen von Julias dreijähriger Tochter auf beunruhigende Weise zu verändern scheint. Weil niemand ihr Glauben schenkt, reist Julia heimlich nach Italien, um nach der Herkunft der mysteriösen Komposition zu forschen ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783809026709
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Limes
Erscheinungsdatum:25.07.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 25.07.2016 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    tragalibross avatar
    tragalibrosvor einem Monat
    Kurzmeinung: Definitiv kein Thriller. Dazu fehlte die Spannung.
    Definitiv kein Thriller und leider nicht überzeugend.

    Eine verstörende Melodie, ein tragisches Schicksal, ein tödliches Geheimnis ...
    Von einer Italienreise bringt die Violinistin Julia Ansdell als Souvenir ein altes Notenbuch mit nach Hause. Es enthält eine handgeschriebene, bislang völlig unbekannte Walzerkomposition. Julia ist fasziniert von dem schwierigen Stück, doch jedes Mal, wenn sie die aufwühlende Melodie spielt, geschehen merkwürdige Dinge. Etwas Bösartiges geht von dem Walzer aus, etwas, was das Wesen von Julias dreijähriger Tochter auf beunruhigende Weise zu verändern scheint. Weil niemand ihr Glauben schenkt, reist Julia heimlich nach Italien, um nach der Herkunft der mysteriösen Komposition zu forschen ...


    Ich habe mir dieses Buch gekauft, im Glauben, dass es sich hier um einen spannenden Thriller handeln würde, wie man ihn sonst von der Autorin erwarten kann. 
    Leider hat sich dies nicht bestätigt. 

    Das Buch ist eher eine Mischung aus historischem Drama und etwas Horror, aber meiner Meinung nach, auf keinen Fall ein Thriller. 

    Es dauerte sehr, sehr lange, bis die Handlung an Fahrt aufnahm. Zwar gab es zu Beginn den einen oder anderen Hauch von Spannung, dieser ebbte aber recht schnell wieder ab, sodass die Handlung über die nächsten Kapitel zunehmend seicht dahin floss. Erst im letzten Drittel konnte ich die lang ersehnte Action spüren. Leider verlief auch sie wieder ziemlich schnell im Sande. 
    Als nächstes kamen einige, nach meinem Empfinden, hastig niedergeschriebene Erklärungen, um die Handlung zu einem raschen Ende zu bringen. 

    Mich haben in dieser Geschichte leider weder die Story selbst, noch die einzelnen Protagonisten überzeugen können. 
    Die Charaktere, welche die Autorin sonst immer sehr sorgsam und tiefgründig beschreibt, sind hier zu oberflächlich geblieben und haben mich nicht berührt. 

    Da ich vom "Totenlied" gar nicht überzeugt bin, vergebe ich hier nur zwei von fünf Sternen. Einzig die Idee hinter der Geschichte, rettet diesen sogenannten "Thriller" auf diese Bewertung. 
    "Totenlied" ist leider nicht die Sternstunde der Autorin.

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wow! Es ist zwar kein Thriller, aber einfach genial!
    Wow! Es ist zwar kein Thriller, aber einfach genial!

    Bislang konnte mich die Autorin mit jedem ihrer Bücher begeistern, deshalb konnte ich es auch kaum erwarten, bis der vorliegende Thriller erschienen war.

    Schon das Foto auf dem Cover birgt gewisse Rätsel. Zu welchem Musikinstrument gehört der Ausschnitt? Hat dieses Instrument etwas mit dem Titel des Buches zu tun?

    Ich war schon sehr gespannt, welcher Thrill mich hier erwarten würde.

    Nicht vorenthalten möchte ich den ersten Satz, der ja bekanntlich schon den Leser begeistern soll. "Schon im Eingang steigt mir der Geruch nach alten Büchern in die Nase, ein Hauch von spröden Papier und angegriffenen Leder."

    Hm..auch ich liebe den Geruch von Büchern und kann mir deshalb gut vorstellen was hiermit gemeint ist. Nichtsdestotrotz klingt der erste Satz schon mal sehr interessant und macht Lust weiter zu lesen.

    [Achtung Spoilergefahr] Im ersten Teil des Geschichte lernt der Leser Julia kennen. Sie ist Musikerin und spielt Geige in einem Orchester. Nach einem Engagement in Rom entdeckt sie in einem Antiquitätenladen sehr alte Noten, die sie unbedingt haben möchte. Wieder zuhause angekommen, übt sie das neue Stück. Schon dabei stellt sie fest, dass ihr eine gewisse Kälte widerfährt. Aber nicht nur das, während sie übt, tötet ihre Tochter die Familienkatze. Was wie ein seltsamer Zufall aussieht, wird an deinem anderen Tag blutige Realität. Julia übt wieder, und wird von ihrer Tochter mit einer Glasscherbe attackiert. Nur der Krankenhausärzte scheint die Verbindung zwischen dem Musikstück und ihrer Tochter zu erkennen.

    Der zweite Teil: Lorenzo gleicht nun eher einem Roman. Von Thriller, leider keine Spur. Diese Kapitel spielen in der Zeit um 1938 in Italien. Lorenzo lernt die junge Laura kennen und möchte mit ihr ein Musikstück vorspielen. Für diese Vorführung hatte er extra ein Stück selbst komponiert "La Dianora. Da er jedoch Jude ist, wird ihm der Auftritt verwehrt.

    Zurück zu Julia geht es dann wieder im dritten Teil. Hat ihre Tochter wirklich Erinnerungen an ein früheres Leben? Und was ist dieses Geheimnis um die Mutter? Diesen Teil fand ich nun wieder viel spannender und habe es bedauert, dass er nur so kurz war. Inzwischen kann man jedoch schon erkennen, worauf alles hinauslaufen wird. Ich finde die Geschichte um Julia sehr spannend.

    Im weiteren Verlauf, wechseln die Zeitebenen immer wieder, um langsam aber sicher zu einem genialen Abschluss zu kommen. Ein Abschluss, der spannend ist, aber auch sehr betroffen macht.

    Das Kernthema dieses Buches ist ja die Macht der Musik, das mit der Geschichte nahezu perfekt umgesetzt wurde. Jeder kennt es: Verbindungen zwischen Musikstücken und den eigenen Gefühlen. Man hört ein Lied und erinnert sich. Mal an schöne Dinge, aber auch an weniger Schöne. Aber so hat jedes Lied seinen eigenen Platz. Mit Musik werden Gefühle jeglicher Art ausgedrückt, gerade dann, wenn wir keine Worten mehr haben. Wir hören ein Lied und schon kullern die Tränen. Mal aus Freude, dann wieder vor Traurigkeit. Musik weckt Emotionen. Und gerade dieses wird in dem vorliegenden Buch sehr deutlich.

    Abschließend kann ich sagen, dass ich das Buch innerhalb eines Tages nahezu verschlungen habe. Das Genre Thriller erscheint mir jedoch etwas unpassend, da ich es eher in die Kategorie Roman eingeordnet hätte. Für mich war es eine sehr schöne Geschichte, die ich auch so schnell nicht vergessen werde.

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    Ashimauss avatar
    Ashimausvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Vorsicht, kein Thriller! Ein Roman mit integrierten geschichtlichen Ereignissen. Leider teils zu langatmig, jedoch interessante Geschichte!
    Eher ein Roman, als ein Thriller

    Für mich war es mein erster #gerritsen und es wird nicht der letzte gewesen sein 😁 Jedoch kann ich die vielen negativen Bewertungen etwas nachvollziehen, nachdem ich das Buch nun gelesen habe. Damit möchte ich nicht sagen, dass das Buch schlecht ist, sondern die Deklaration #thriller einfach unvorteilhaft gewählt wurde. Denn dieses Buch hat mit einem Thriller kaum was gemein 🙅 Der Leser bekommt hier einen Roman mit wahren geschichtlichen Hintergründen geliefert, was auch alles andere als uninteressant ist. Jedoch erwartet ein Leser bei dem Wort Thriller einfach etwas komplett anderes 🤷
    Alles in allem hat der Roman mir wirklich gut gefallen 👍 Leider ist er aber, trotz gerade mal etwas über 300 Seiten, doch teils ziemlich langatmig. Diese Längen betreffen hauptsächlich die Hintergründe des Musikstückes; die ihren Ursprung in Italien 1938-1944 finden. Eine Zeit die jedem geläufig ist und die ganze Welt erschütterte.
    Die Protagonisten in der Vergangenheit wie auch der Gegenwart waren sehr sympathisch und man konnte sich gut in sie hineinversetzen. Speziell mit Julia konnte ich sehr mitfühlen. 
    Die Geschichte nimmt leider zum Ende hin einen Verlauf, der mir nicht so zugesagt hat. Jedoch nimmt diese Thematik zum Glück nur einen kleinen Teil ein.
    Meine Erwartungen über die Aufklärung des sehr mystisch klingenden Klappentextes wurden in ganzer Linie erfüllt, denn alles wird gut und sachlich zum Ende hin gelöst 👌🏼
    Speziell das Nachwort der Autorin hat mir nochmal gut gefallen, da die Hintergründe, die sie zu diesem Roman inspiriert haben, dort für den Leser erläutert werden.
    Von mir gibt es daher 🌟🌟🌟/5 Sterne 😊

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    __Laura__s avatar
    __Laura__vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch was man gelesen haben muss!
    Ein unglaublich gutes Buch!

    Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen! Spannend bis zu letzten Seite! Es gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Erschütternd und spannend zugleich. Unbedingt lesen!

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    B
    BunteWortevor 7 Monaten
    Gute Spannung, aber....

    Voller Vorfreude habe ich mich auf das Buch gestürzt und wurde auch am Anfang nicht enttäuscht. Die geheimnisvolle Komposition scheint wirklich das abgrundtief Böse in unschuldigen Menschen hervorzurufen. Die Atmosphäre, die in den Erzählteilen rund um Julia aufgebaut wird, ist düster und verstörend. Ständig fragt man sich, ob Musik wirklich schlimme Taten hervorrufen kann.

    Was der Klappentext nicht verrät ist die Tatsache, dass wir auch die Geschichte des Komponisten verfolgen, und aus seiner Sicht berichtet wird, wie diese Komposition entstanden ist.

    Auch die Geschichte des Komponisten ist wirklich gut geschrieben, man kann alle tragischen Ereignisse gut nachvollziehen.



    ****Fazit****

    Als beide Geschichten mehr oder weniger zusammen gefügt werden, gerät der Inhalt allerdings etwas außer Kontrolle. All die Mystik und Düsternis wird durch eine fast schon banale Erklärung aufgelöst, die dazu führt, dass das Ende ziemlich unzufrieden stellend ist,

    Weniger Realität hätte dem Ende der Geschichte gut getan.

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    Maritahenriettes avatar
    Maritahenriettevor 8 Monaten
    Ein etwas anderer Thriller

    Julia Ansdell ist Berufsmusikerin und spielt  Violine. Nach einem Auftritt besorgt sie nicht nur für Mann und Tochter ein Reiseandenken. In einem Antiquariat findet sie Noten von einem unbekannten Walzer.  Diese Notenblätter muss sie unbedingt kaufen. 
    Immer wenn sie ihn  in Gegenwart ihrer dreijährigen Tochter übt zu spielen  scheint das Mädchen komisch darauf zu reagieren....
    MEINE MEINUNG:
    Ich habe schon einige Thriller von Tess Gerritsen gelesen. Dieser war ganz anders als ihre vorherigen Bücher.  Auch dieser hat mir gut gefallen. 
    Der Schreibstil ist gut zu lesen,  ich konnte mir Handlung,  Schauplätze und Personen gut vorstellen und dem Handlungsstrang folgen. Er wirkt authentisch,  besitzt kaum Längen und führt mich sowohl in die Vergangenheit,  rund um die Judenverfolgung in Italien und ìn die Gegenwart. Wobei der Fokus auf den Walzer gelegt wurde. Realität und Fiktion werden geschickt zusammen gewoben,  ohne Wertung oder den mahnenden Zeigefinger. Ich musste mich jedoch erst einmal darauf einlassen da ich damit so nicht gerechnet habe.  Der Thriller ist gefühlvoll,  erschreckend und hat mich auch nachdenklich gemacht. 
    Meine Lieblingsprotagonist war eindeutig Julia Anstell. Mit ihr musste ich das eine oder andere mal mitleiden und öfter konnte ich ihr Umfeld,  insbesondere ihre Mann Rob,  nicht verstehen. Außerdem  hat mich die jüdische Famile zimliche gepackt. Das Ende war durchaus passend,  ich konnte es nicht voraus erahnen und war auch etwas überrascht davon. Die 21 Kapitel und eine geschichtliche Zusammenfassung am Ende des Buches sind unterschiedlich lang. Das Cover passt gut zum Buch,  obwohl ich durch den Namen der Autorin auf das Buch aufmerksam wurde. 
    FAZIT:"Totenlied " von Tess Gerritsen wird durch den Blanvalet Verlag veröffentlicht. Dieser Thriller ist anders als die sonstigen Bücher der Autorin. Sie hat eine spannende und gefühlvolle Geschichte erschaffen. Gerade der geschichtliche Hintergrund hat mich oft sehr gepackt und nachdenklich werden lassen.  Nicht nur Tess Gerritsen - Fans könnte dieser Thriller gefallen.  Ich erteile eine eindeutige Leseempfehlung.

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    maeddsches avatar
    maeddschevor 8 Monaten
    Kein klassischer Gerritsen

    Cover:
    Das Cover ist Schlicht gestaltet und wirkt durch den dunkel gehaltenen Hintergrund trotzdem bedrohlich. Am rechten Rand sieht man den Kopf einer Geige, der einen eindeutigen Bezug zum Inhalt herstellt. Titel und Autorenname sind in schlichter weißer Schrift aufgedruckt, wobei der Autorenname noch zusätzlich eingepresst wurde und somit leicht vertieft ist.
    Insgesamt überzeugt mich dieses Cover vor allem durch seine Schlichtheit und seine düstere Optik.

    Inhalt:
    Die Geschichte spielt in zwei Zeitzonen. Zum einen begleiten wir Julia, die von ihrer Reise das alte Notenbuch mitbringt und darin die mysteriöse Walzerkomposition entdeckt, die ihr Leben völlig auf den Kopf stellen wird. Zum anderen begleiten wir den jungen Lorenzo in Venedig kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges und den darauffolgenden Jahren. Durch die Augen des jüdischen Italieners erleben wir hautnah die damaligen Entwicklungen hinsichtlich der Judenverfolgung mit – von einem sorglosen Leben bis hin zur Internierung.
    Die beiden Perspektiven wechseln sich nicht nach jedem Kapitel ab, sondern wir begleiten beide immer jeweils über mehrere Kapitel hinweg. Dadurch wird der Lesefluss durch die abwechselnden Handlungsstränge nicht gestört, man kommt immer wieder gut in die jeweiligen Geschehnisse rein und kann allem sofort folgen.
    Natürlich stellt sich dem Leser dabei schnell die Frage was die beiden Geschichten miteinander zu tun haben und wie alles mit dem geheimnisvollen Musikstück zusammenhängt.

    Fazit:
    Tess Gerritsen heißt für mich automatisch auch Rizzoli-&-Isles. Wer allerdings von diesem Stand-Alone-Thriller etwas Ähnliches erwartet, wird enttäuscht werden. Mir war anhand des Klappentextes klar, dass mich hier nicht die klassische Mordermittlung oder ein Serienkiller erwartet.
    Man begleitet Julia bei ihrer Suche nach Antworten und fragt sich die ganze Zeit wie der Walzer damit in Zusammenhang steht und wie am Ende alles sinnhaft aufgeklärt werden könnte. Dadurch ist die Spannung hier viel subtiler, aber keineswegs weniger präsent.
    Gleichzeitig regt die Geschichte von Lorenzo zum Nachdenken an und macht uns einen dunklen Teil der Geschichte (wieder) bewusst. Diesbezüglich gibt es am Ende des Buches noch eine kurze Anmerkung zum geschichtlichen Hintergrund, sodass man alles sehr gut nachvollziehen kann.
    Alles in allem konnte mich das Buch überzeugen und ich kann es durchaus empfehlen. Einen extremen Thriller darf man hier nicht erwarten, aber vor allem die geschichtlichen Aspekte haben mich überzeugt. Wären diese nicht gewesen, fände ich das Buch nur halb so gelungen, da diese Thematik die eigentliche Story teilweise fast schon in den Schatten stellt. Am Ende wird aber alles gut miteinander verknüpft, sodass der Schluss in sich stimmig ist und auch alle Fragen hinreichend geklärt werden.

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    nicigirl85s avatar
    nicigirl85vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Buch über den Holocaust in Italien
    So viel mehr als ich erwartet habe...

    Ich kenne von Tess Gerritsen ausschließlich die Bücher der Rizzoli und Isles Reihe und war nun neugierig, ob mich die Autorin auch ohne meine Lieblingscharaktere überzeugen kann, doch was sie mir hier geboten hat, das hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen.

    In der Geschichte geht es um Julia Ansdell, die von einer Konzertreise in Rom ein uraltes Notenbuch mit einem mysteriösen Walzerstück mitbringt. Kaum Zuhause muss sie dieses Stück spielen. Doch beim Spiel des Stücks passieren jedes Mal seltsame Dinge. Ist das Stück verflucht? Julia kann das Stück nicht mehr vergessen, wird es ihr Leben für immer zerstören?

    Die Ereignisse werden uns über zwei Handlungsstränge näher gebracht. Da haben wir zum Einen die Gegenwart, in der wir Julia bei ihrer Recherche zu dem ominösen Walzer begleiten. Zum Anderen wandeln wir in der Vergangenheit gemeinsam mit Lorenzo und seiner Familie, die als Juden in Italien zur Zeit des zweiten Weltkrieges lebten. Die Handlung hier wird beginnend ab 1938 erzählt.

    Mir hat hier wirklich außerordentlich gefallen, dass die Autorin die Handlung über zwei Zeitem dem Leser näher bringt und vor allem dass sie meine Lieblingsepoche gewählt hat.

    Mit Julia als Charakter fühlt man direkt mit. Man spürt ihre Verzweiflung und ihre Angst, dass ihr Leben aufgrund dieser Melodie sich so stark verändert hat, dass nichts mehr ist wie es mal war. Die Auflösung ihres Problems kam für mich völlig überraschend, aber absolut logisch und nachvollziehbar.

    Noch viel mehr als Julias Geschichte hat mich alles um Lorenzo gefesselt. Er ist ein so herzensguter Charakter, der für seine Familie alles getan hat. Und auch Familie Balboni, die die Juden so tatkräftig unterstützt, war sehr gut dargestellt. Die zarten Bande zwischen Lorenzo und Laura berühren einen zutiefst und machen die Judenverfolgung umso tragischer für die beiden. Bei der Beschreibung wie Lorenzo als Musiker im KZ aufspielen muss, hatte ich Tränen in den Augen.

    Ich fand sehr interessant, dass es die Judenverfolgung auch in Italien gegeben hat, das war mir bisher nicht wirklich bekannt. Ebenso wenig, dass es dort Vernichtungslager gab.

    Fazit: Eine tief bewegende Geschichte, die mehr als nur ein Thriller ist. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen, da mich dieses Buch tief bewegt hat. Spitzenklasse!

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    Nirenas avatar
    Nirenavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Das Buch hat mich beeindruckt - gerade, weil es anders ist und der vergangene Handlungsstrang eine Eindrücklichkeit besitzt, die fasziniert
    Hat mich beeindruckt

    Als großer Fan der Reihe um Rizzoli und Isles habe ich im Laufe der Jahre auch einige Stand-alones von Tess Gerritsen gelesen. Diese konnten mich leider nie wirklich überzeugen, weshalb ich das dann irgendwann aufgegeben habe.

    Dennoch konnte ich mir eine Lesung der Autorin (schon viel zu lange her) natürlich nicht entgehen lassen und wenn diese über "Totenlied" ist, nun gut.

    Nach der Lesung allerdings wusste ich, dass ich "Totenlied" auf jeden Fall werde lesen müssen! Denn, auch wenn ganz anders als "Rizzoli und Isles", hat dieses Buch etwas ganz besonderes. Im Mittelpunkt steht ein Musikstück, welches tatsächlich existiert und von der Autorin eigens komponiert wurde.

    "Incendio", was übersetzt "Feuersbrunst" heißt, wurde während der Lesung von dem österreichischen Violinisten Jörg Widmoser gespielt und in dieser Atmosphäre war das wirklich sehr eindrucksvoll, selbst wenn man, wie ich, sonst nicht viel für Violinmusik übrig hat.

    Das Buch selbst wird wechselweise in zwei Handlungssträngen erzählt und auch das ist etwas, was es von anderen Thrillern abhebt: Denn spielt in der Gegenwart die eigentliche Thrillerhandlung, die wenn auch erst gegen Ende wirklich spannend, von einigen Ereignissen zwischendurch abgesehen, sehr unterhaltsam und überraschend ist, so befindet sich der zweite Handlungsstrang zu Zeiten der Judenverfolgung des Dritten Reiches in Italien. Im Mittelpunkt stehen ein junger jüdischer Komponist und seine Familie.

    Diesen historischen Handlungsstrang hat Tess Gerritsen mit so einer Eindrücklichkeit geschrieben, dass man nicht nur mittendrin ist, sondern einem die Handlung wirklich unter die Haut geht.

    Beides zusammen ist für den Leser ein Wechselbad der Ereignisse und Emotionen. Entsprechend sehr gut ist der Lesefluss und am Ende weiß man, dass "Totenlied" ein Buch ist, das in Erinnerung bleibt

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    kleinechaotins avatar
    kleinechaotinvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Anders als erwartet - zwei Handlungsstränge fließen zu einem großartigen Thriller zusammen
    Anders als erwartet - "Totenlied" ein untypischer Thriller aus der Feder von Tess Gerritsen


    Im Mittelpunkt des Buches "Totenlied" von Tess Gerritsen steht die Musikerin Julia, die von einer Italienreise ein antiquarisches Musikstück mitbringt. Sie sammelt alte und seltene Musikstücke aus der ganzen Welt und die Melodie, die sich in ihrem Kopf bildet, lässt sie nicht los. Als sie die Noten zu Hause zu spielen beginnt, gleitet ihr ihr Leben aus den Händen.. Ihre geliebte Tochter scheint von dem Musikstück paralysiert zu sein - jedes Mal, wenn Julia ihre Violine zur Hand nimmt und diesen einen besonderen Walzer zu spielen beginnt, geschehen merkwürdige Dinge, die alle von ihrer Tochter auszugehen scheinen. Was macht diese verstörende Melodie mit ihrem geliebten Kind?


    Julia weiß keinen Ausweg mehr - sie reist nach Italien um das Geheimnis rund um den Walzer zu lüften. Sie erhofft es sich zumindest, doch wird sie Antworten auf ihre Fragen erhalten? Die junge Musikerin ahnt nicht, was sie mit ihrer Nachforschung ins Rollen bringen wird und auch nicht in welche Gefahr sie sich damit bringt...

    Mir gefiel das Buch sehr gut - es ist definitiv anders als erwartet und sicherlich kein typischer Thriller von Tess Gerritsen. Zwei Handlungsstränge fließen zu einem Gesamtbild zusammen, welches den Leser sicherlich überrascht. Ich hätte mir zu Beginn nicht gedacht, dass das Buch eine starke historische Komponente aufweist - aber ich bin der Meinung, dass es guter Mix ist und mir sagte das Buch auf jeden Fall zu.Das Ende ist auf jeden Fall überraschend und bis auf ein paar Kleinigkeiten fügt es sich für mich zu einem passenden Gesamtbild zusammen. 


    Mein erstes 5 - Sterne - Buch im Jahr 2018 und eine klare Leseempfehlung (wobei wieder mit dem Hinweis, dass es kein typischer Thriller ist ;-) ) für ein starkes Buch, das sich klar abhebt. 

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