Hinter den Augen der Welt

von Tess Schirmer 
4,1 Sterne bei20 Bewertungen
Hinter den Augen der Welt
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Ein grandioses Werk über das zu sich stehen und die Verbindung von Liebe, die jede Gesellschaftslinie zerstören kann.

Y

Keine leichte Kost!

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Inhaltsangabe zu "Hinter den Augen der Welt"

Das Leben der jungen Mary Grosvener im England des 17. Jahrhunderts besteht aus Reiten, eleganten Ballkleidern und der Suche nach der richtigen Partie, am besten ein Sprössling aus einer der einflussreichen Adelsfamilien. Kein Wunder, dass Fynn, der schweigsame und geheimnisvolle Stallbursche auf Eaton Hall, ihr den Kopf verdreht und alles, woran Mary in ihren jungen Jahren zu glauben meinte, gehörig durcheinanderwirbelt.
Als sich bald herausstellt, dass es sich bei dem zupackenden jungen Mann um eine Frau handelt, ist Mary nur kurz entsetzt und erkennt schnell, dass Fynn ihr eben deshalb die Sinne so zu vernebeln vermag.
Diese unmögliche Liaison beäugen jedoch viele mit Skepsis und Missgunst: die Tochter des intriganten Earls of Marlborough, Elizabeth; Marys Zofe Camillia, die eigene dunkle Geheimnisse hegt, und nicht zuletzt Marys Vater und ihr Halbbruder Richard, die sie den Familieninteressen unterwerfen wollen – bei einem Hexenprozess zeigt sich schließlich, wer auf der Seite der Liebenden steht.
In Hinter den Augen der Welt erzählt Tess Schirmer die komplexe, lebendige und detailreiche Geschichte zweier starker Frauen, die der Welt, ihrer Zeit und allen Standesunterschieden romantisch-kämpferisch trotzen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783896562524
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Querverlag
Erscheinungsdatum:27.02.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    YH110BYvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Keine leichte Kost!
    Hinter den Augen der Welt

    Mary Grosvenor lebt mit ihrer Familie in England im Jahre 1700. Ihr Vater ist ein Baronet und so ist es Mary gewohnt, sich wie eine Adelige zu verhalten und zu benehmen. Eines Tages trifft sie auf den Stallknecht Fynn. Er fällt ihr auf, weil er der einzige der Knechte ist, der kein Französisch spricht und doch in ihrer Familie sehr viel Wert darauf gelegt wird. Er behandelt sie anders als die anderen Knechte und ist ihr gegenüber immer sehr kurz angebunden und abweisend. Doch gerade diese Art bringt sie dazu, sich in ihn zu verlieben. Doch nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass Fynn ein Mädchen ist und einige Geheimnisse mit sich herumträgt. Doch das schreckt Mary nicht ab und die beiden haben ein heimliches Verhältnis miteinander, das jedoch bald entdeckt wird. Fynn wird darauf als Hexe verschrieen und wird vor die Inquisition gestellt. Das Lesen dieses historischen Romanes ist mir sehr schwer gefallen. Der Schreibstil war sehr gewöhnungsbedürftig, darunter auch die französchischen Überschriften der Kapitel und manchmal auch bruchstückhafte Unterhaltungen auf Französisch. Die deutsche Übersetzung war zwar am Ende des Romans zu finden, jedoch war das Blättern mir oft sehr lästig. Leider konnte das Buch mich nicht richtig in seinen Bann ziehen und ich musste mich wirklich hindurchquälen. Die Grundidee an sich war zwar mal etwas ganz anderes, doch die Umsetzung konnte mich leider nicht überzeugen.

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    Huebners avatar
    Huebnervor einem Jahr
    Kurzmeinung: verspielt, romantisch, verträumt
    verspielt, romantisch, verträumt

    Tess Schirmer überzeugt in ihrem Debut durch sprachliche Rafinesse, Liebe zum Detail, wortgewandtem Spannungsaufbau und herrlich verträumter Atmosphäre des Englands im 17.Jh.
    Wer ausgesucht sinnliche historische Romane mit außergewöhnlicher Handlung mag, wird "Hinter den Augen der Welt", Querverlag, 2017, lieben.

    Im Fokus steht die Geschichte zweier Mädchen, Mary und Finn, die sich auf subtile Weise näher kommen, sich ineinander verlieben und doch hinter den Augen der Welt ihre Verbindung nicht lange geheim halten können. Tess Schirmer gelingt es, durch verwobene Intrigen Handlungsstränge ineinander fließen zu lassen und so dem Leser viel Spielraum für Fantasiereisen ins antithetische Barockzeitalter während des 30jährigen Krieges zu geben. Ohne übertrieben politisch oder sozialpsychologisch vorzugehen, fesselt die Autorin den Leser durch vortrefflich recherchierte Fakten des Landadels, kenntnisreiche Darstellungen des Handlungszeitraumes, zeigt somit nachvollziehbar die Antriebe und Beweggründe der dargestellten Personen auf.

    Ohne den Romanschluss vorwegnehmen zu wollen, bleibt der Leser gespannt, ob wir durch einen Fortsetzungsband verwöhnt werden, nachdem die Protagonistinnen ihrer romantischen Beziehung zueinander überführt und einem inquisitorischen Gericht ob vermeintlicher teuflischer Handlungen vorgeführt werden. Es bleibt spannend.

    Ivonne Hübner, 2017

    Kommentare: 1
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    Booklover88s avatar
    Booklover88vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Buch, das durch seine Sprache besticht.
    Nichts für jeden.

    Was zunächst recht typisch und langweilig daher stolpert, entpuppt sich im Verlauf als ein sprachlich herausfordernder Roman. Sicherlich etwas, dass die Leser spalten wird.
    So erzählt uns die Autorin die Geschichte einer adeligen im England des 16. Jahrhunderts, die sich wenig orginell in einen einfachen Bediensteten verliebt. Doch erwartet man jetzt die typischen Gefühlsduselein, wird man schwer enttäuscht. Nicht nur ist der einfache Bursche eine Frau sondern auch allein die Sprache der Autorin und ihre Erzählweise nehmen den Leser mit zu der Frage, ob alles nur Vergangenheit ist.

    Meiner Meinung nach ist die Geschichte etwas einfach, doch die Art und der Schreibstil der jungen Autorin haben mich letztlich überzeugt und gefesselt, deswegen auch 5 Sterne! Aber wer nur ein einfaches Buch für den Strandurlaub oder Gefühlsduselein sucht, der wird vermutlich enttäuscht werden.

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    Dreamworxs avatar
    Dreamworxvor einem Jahr
    Was nicht sein darf...

    17. Jh. England. Mary Grosvenor ist die Tochter eines Baronets und wurde schon von Kindesbeinen an erzogen, sich wie eine Adlige zu bewegen und zu benehmen. So weiß sie sich auf Bällen und Empfängen zu verhalten und ist sich ihrer Rolle durchaus bewusst. Ist es doch ein ständiges Streben ihres Vaters, immer mehr Macht und Anerkennung zu erreichen, weshalb er Mary auch angemessen verheiraten möchte. Zu den einfachen Angestellten und Bediensteten hat Mary kaum engeren Kontakt. Dies ändert sich schlagartig, als sie dem jungen Stallburschen Fynn begegnet. Von ihm fühlt sie sich regelrecht angezogen und auch Fynns Herz schlägt schneller bei ihrem Anblick. Schon bald kommen sich die beiden näher, doch ihre Beziehung ist nicht von Glück beschienen. Ihre Treffen finden in aller Heimlichkeit statt, denn Fynn hat ein Geheimnis, und auch in Marys Familie hat jeder etwas zu verbergen. Wenn jemand herausfindet, dass Fynn gar kein Mann ist, bringt es sowohl Mary als auch Fynn in größte Gefahr und könnte sogar mit dem Tod enden. Hat ihre Liebe trotzdem eine Chance und wer ist ihr größter Feind?

    Tess Schirmer hat mit ihrem Buch „Hinter den Augen der Welt“ einen sehr spannenden historischen Debütroman vorgelegt, der vor der Kulisse des mittelalterlichen Englands seine Bühne findet. Der Schreibstil ist geprägt sowohl von Poesie als auch Melancholie, gespickt mit französischen Redewendungen, die mancher Leser nicht gewohnt sein mag, jedoch die passende Sprache der herrschaftlichen und adligen Familien zu jener Zeit wiederspiegelt und sehr authentisch umgesetzt wurde. Der Spannungsbogen wird gemächlich aufgebaut und die Perspektivwechsel zwischen Fynn und Mary mit ihren Gedanken und Gefühlen steigern diese immer mehr bis zum finalen Schluss. Besonders hervorzuheben ist die gelungene Darstellung der einzelnen Gesellschaftsschichten und ihre jeweilige Sicht der Dinge; die Autorin hat hier sehr gute Arbeit geleistet und die jeweiligen Sprachunterschiede und Verhaltensweisen besonders herausgearbeitet, was alles noch authentischer und lebendiger macht. Die aufwendige Recherche hat sich hier auf jeden Fall gelohnt. Auch die Wahl der Hauptthematik, nämlich die damals tabuisierte Liebe zwischen zwei Frauen, hat die Autorin sehr gut ausgearbeitet und spannend in Szene gesetzt. Ständig schwebt der Leser zwischen Heimlichkeit und Aufdeckung, bangt und leidet mit den beiden Hauptprotagonisten, denen die gestohlenen Stunden der Zweisamkeit die glücklichsten Momente ihres Lebens bescheren. Daneben spielen Missgunst, Neid und ständige Intrigen ebenfalls eine Hauptrolle, es wirkt, als wenn alle einen Tanz auf dem Drahtseil unternehmen, wobei bis zum Ende nicht klar ist, wer diesen Akt überstehen wird.

    Die Charaktere sind sehr unterschiedlich angelegt und ausgestaltet worden, sie wirken sehr echt und authentisch, der Leser kann sich sehr gut in sie hineinversetzen, wird er doch in ihre Gefühls- und Gedankenwelt eingeweiht. Mary ist eine junge Frau, die behütet aufgewachsen ist und auf ihre Rolle in der Gesellschaft vorbereitet wurde. Wirkt sie zu Beginn noch eher wie ein Snob und recht arrogant, so entwickelt sie sich im Laufe der Handlung doch sehr zu ihrem Vorteil. Sie ist mitfühlend und sympathisch und hat das Herz am rechten Fleck. Fynn ist ein Geheimnis für sich, als Mann verkleidet und ständig auf der Flucht vor Entdeckung, verschmäht er den Adel und verliebt sich doch in ein Mitglied davon. Fynn ist von Ängsten durchzogen und hat ständig Angst, demaskiert zu werden. Manchmal wirkt es auch, als wäre Fynn auf der Flucht vor sich selbst und seinen Gefühlen, denn Fynn ist bewusst, dass das, was er/sie fühlt, kein gesellschaftliches Verständnis oder Toleranz erfahren wird. Lord Henry ist ein selbstverliebter und grausamer Mann, der nichts dem Zufall überlässt und die Menschen nach seinem Gutdünken manipuliert, um ans Ziel zu kommen. Auch die anderen Protagonisten verleihen der Handlung mit ihren eigenen Episoden und ihrem Verhalten auf die eine oder andere Weise Spannung und etwas Geheimnisvolles.

    „Hinter den Augen der Welt“ ist ein sehr spannender historischer Roman um eine ungleiche Liebe in einer Gesellschaft, die diese niemals tolerieren würde. Ein sehr beeindruckendes Debüt über ein schwieriges Thema, das bis zum Schluss zu fesseln weiß. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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    Jewegos avatar
    Jewegovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Einfach nur schön! Mit Liebe zum Detail erzählt, toll recherchiert und ein Schreibstil der ganz besonderen Sorte. Ich hoffe auf Teil zwei!
    Gut recherchiert und toll geschrieben!

    Die junge Autorin Tess Schirmer führt uns in ihrem Roman „Hinter den Augen der Welt“ durch eine wunderbare Geschichte, die im England des 17. Jahrhunderts spielt. Die Familie von Mary Grosvener, der Protagonistin dieses Werkes, bekommt es nicht allzu leicht gemacht. Schnell fühlt sie sich zu Fynn hingezogen – einem Stallknecht wohlgemerkt – der sich später als Frau entpuppt. Dennoch (und gerade deswegen) treffen sich die beiden trotzdem heimlich. Fynn stellt ihre Welt völlig auf den Kopf.

    Schirmer hat uns hier gewiss keine einfache Unterhaltungsliteratur aufgetischt, sondern einen Roman, den man ganz bewusst liest (und dafür auch ganz bewusst genießt). Ich gehe gleich noch mal näher darauf ein, möchte es hier aber auch nicht auslassen: Es war definitiv eine Erzählung außergewöhnlicher Liebender die einiges durchmachen müssen. Ein Roman, den man weder vergisst, noch einen wieder allzu bald loslässt. Er stimmt einen nachdenklich und weiß man die tiefgründigen, poetischen Elemente zu schätzen, wird man hier auch sehr viel Gefallen dran finden. Man merkt in jedem Fall wie viel Arbeit und Detailliebe in jeder einzelnen Seite steckt. 


    ** Die Handlung **

    … wird ganz besonders durch die vielen Geheimnisse, die es auch für uns Leser zu lüften gilt, vorangetrieben und angeheizt. Das sorgt für Spannung ab den ersten Seiten. Wir begleiten die Protagonistin durch eine „etwas andere“ Liebesgeschichte. Dass die Liebe zwischen zwei Frauen in dieser Zeit noch ein absoluten Tabu-Thema war (wie leider für einige Holzköpfe auch heute noch) wird sie nicht nur vor ein Hindernis gestellt. Das beschert uns eine überaus emotionale Geschichte, die uns einige Wendungen und Erkenntnisse zu bieten hat. Man sieht deutlich noch einige Parallelen zur heutigen Zeit, was einen schon mal nachdenklich stimmt. Ich hoffe sehr, dass die Autorin uns noch weitere Romane dieser Art liefern wird, denn so etwas gibt es leider viel zu selten. Wir haben hier nämlich definitiv keine Geschichte, die man ein mal gelesen und dann wieder vergessen hat. Sie regt zum Nachdenken an und bleibt hängen. Gerne mehr davon!


    ** Der Schreibstil **

    Angepasst an die damalige Zeit, mit einigen, nicht wenigen (zumindest im ersten Teil des Romans) französischen Stellen, ist der Schreibstil noch immer fließend und angenehm. Mir fiel es nicht schwer, hier in kurzen Abständen eine Seite nach der anderen umzuschlagen, weil die Autorin es wunderbar gemeistert hat, Situationen, Orte und auch Personen mit einer Liebe zum Detail so anschaulich darzustellen, dass ich mich förmlich mitten im Geschehen sah.


    ** Die Charaktere **

    Jeder hat seinen eigenen Kopf, seine eigenen Probleme und Einstellungen. So muss das auch sein. Die Charaktere sind sowohl vielfältig als auch interessant gestaltet. Durch ihren ganz besonderen Stil gelang es der Autorin, dass man sich noch mehr in die Geschichte hineinversetzen kann. Besonders die Protagonistin Mary macht im Laufe der Geschichte einen beachtlichen Wandel durch, was sehr interessant zu beobachten ist und wodurch sie einem immer sympathischer wird!
    Die Gefühle und Gedanken der handelnden Personen waren wunderbar spürbar.


    ** Cover und Titel **

    Finde ich stimmig und passend. Hätte ich nicht besser machen können.
    Allerdings, und das erwähne ich bewusst in der letzten Zeile, fand ich es sehr schade, dass der Leser vorher schon wusste, dass es sich bei Fynn um eine Frau handelt, da dies auf dem Klappentext deutlich gemacht wird – andererseits darf es natürlich auch nicht ausgelassen werden, da gerade das die Geschichte aus-(und vor allem interessant-)macht und zum Kauf anregt.  

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    AnnaMagaretas avatar
    AnnaMagaretavor einem Jahr
    Emotional & berühend

     Mit ihrem historischen Roman „Hinter den Augen der Welt“ nimmt die Autorin Tess Schirmer den Leser direkt mit in das England des 17. Jahrhunderts.

    Mary Grosvener - Tochter des Baronet Richard Grosvenor - soll baldmöglichst angemessen verheiratet werden. Währen der Earl Marlborough aus eigenem Interesse seinen Sohn als Heiratskandidaten ins Spiel bringt, fühlt sich Mary zu dem Stallknecht Flynn hingezogen und umgekehrt. Nachdem herauskommt, dass Flynn eine Frau ist und sie versuchen sich heimlich zu treffen, eskaliert die Situation. Aber dies ist nicht das einzige Geheimnis, auch alle anderen Familienmitglieder haben Geheimnisse…..
    Durch den poetischen Schreibstil der Autorin, wird man direkt in die Zeit des Geschehens versetzt und die Atmosphäre und die Stimmung der Handlung wird überzeugend transportiert. Da der Adel damals französisch sprach, findet man immer wieder französische Sätze. Auch die Kapitelüberschriften sind in französisch. Im Anhang findet man die dazugehörigen Übersetzungen, so dass man das Buch auch problemlos ohne Kenntnisse in der französischen Sprache lesen kann. Die Sprache macht die Unterschiede zwischen dem Adel und den Bauern, Knechten und Mägden deutlich. Dadurch werden die Atmosphäre und die Stimmung gut übertragen. Auch wenn es ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, man fühlt sich beim Lesen wirklich in das 17. Jahrhundert hineinversetzt.
    Die Charaktere werden detailreich – teils sympathisch, teils weniger sympathisch – und authentisch beschrieben. Die gleichgeschlechtliche Liebe war zu dieser Zeit eine absolute Unmöglichkeit, die nicht toleriert wurde. Es lässt sich gut nachvollziehen und nachfühlen wie schwer es Mary und Flynn hatten. Aber es sind nicht nur Mary und Fynn, die die Emotionen beim Lesen wecken. Auch die anderen Charaktere haben ihre Geschichten mit Heimlichkeiten und es sind auch nicht nur Mary und Flynn, die mit ihrer verboten Liebe ein schweres Los gezogen haben…
    Zum Ende hat mich das Buch nochmals sehr überrascht, aber ich fand es stimmig, passend und auch sehr traurig.

    „Hinter den Augen der Welt“ ist kein Buch zum „weg lesen“, sondern eines bei dem ich ganz bewusst jede Zeile gelesen und mitgefühlt habe, das bei mir noch lange nachwirken und mir in Erinnerung bleiben wird.

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    Tulpe29vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine sehr emotionale, berührende historische Geschichte, die zum Nachdenken anregt und hinter die Kulissen der schönen Paläste blicken läßt
    Geheime Liebe

    Dieser  fesselnde Roman zeigt die Menschenverachtung, den Aberglauben, die Intoleranz und überragende Macht der Herrschenden vergangener Zeiten. Der einzelne Mensch und sein Schicksal sind egal, einfach nichts wert. Es geht nur um eigenen Vorteil, Geld, Besitz und noch mehr Macht. Dafür ist jedes Mittel recht, auch wenn es  unschuldige Menschen vernichtet.
    Man kann mit den beiden Protagonistinnen sehr gut mitfühlen und hofft für sie auf Besserung ihrer unglücklichen Situation.

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    Meine_Magische_Buchwelts avatar
    Meine_Magische_Buchweltvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Diese Geschichte hat mich zutiefst berührt
    Sehr emotional und absolut lesenswert

    Das Leben der jungen Mary Grosvenor im England des 17. Jahrhunderts besteht aus Reiten, eleganten Ballkleidern und dem Streben nach gesellschaftlicher Anerkennung. Doch dann stellt der geheimnisvolle Stallbursche Fynn ihre Welt plötzlich auf den Kopf. Als sich jedoch herausstellt, dass es sich bei dem jungen Mann um eine Frau handelt, ist Mary zunächst entsetzt und erkennt schnell, dass Fynn ihre gerade deshalb die Sinne so zu vernebeln vermag. Dies wird allerdings skeptisch und mit Missgunst beäugt. Bei einem Hexenprozess zeigt sich schließlich das wahre Gesicht aller Beteiligten. 

    Meine Meinung: 

    Der Schreibstil der Autorin ist fließend, sehr poetisch, hoch emotional, tief berührend, absolut fesselnd und der damaligen Zeit angepasst. 
    Tess Schirmer versteht sich perfekt darin, den Leser auf eine Achterbahn der Gefühle mitzunehmen und die Spannung durchgehend aufrecht zu halten. Und das ist bei solch einem Buchumfang wahrlich eine Meisterleistung. 

    Die Charaktere wurden sehr liebevoll und mit facettenreichen Unterschieden zwischen den einzelnen Personen herausgearbeitet und fügen sich ganz wunderbar in die Geschichte ein. 
    Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, so dass man immer einen Überblick über alle Handlungsstränge behält. 

    Mary Grosvenor, die Tochter eines Baronets, erscheint einem zu Anfang eher arrogant und steif, wie es eine Tochter von Adel zu sein hat. Jedoch macht sie im Laufe der Handlung eine erhebliche Entwicklung durch, wodurch sie mir immer sympathischer wurde. Man konnte ihre tiefen Gefühle beim Lesen regelrecht spüren.

    Fynn dagegen wirkt sehr geheimnisvoll, distanziert und ist zudem sehr schweigsam. Er verachtet den Adel und ihr arrogantes Verhalten. Ich mochte ihn einfach sofort, egal ob als Frau oder zu Anfang als Mann verkleidet. Ihre Sorgen und Ängste konnte ich sehr gut nachvollziehen, genauso wie ihre innere Zerrissenheit.

    Während der Leser die zarte Annäherung zwischen Mary und Fynn miterleben darf, gibt es zudem auch noch viele Geheimnisse, die es zu lüften gilt. Nur nach und nach bekommt man Antworten darauf, was das Buch nicht nur spannend macht, sondern die Nerven zum Zerreißen anspannt. Mir persönlich ging es zumindest so. 

    Ich befand mich auf einer rasanten Achterbahn der Gefühle und wurde mitgerissen und durchgeschüttelt. Vollkommen aufgewühlt ließ sie mich schließlich zurück. 

    Das Ende kam unerwartet und selbst der Epilog brachte mir nicht das ersehnte Happy End. Jedoch war es schlüssig und es blieb auch noch ausreichend Luft, die eventuell auf eine Fortsetzung hoffen lässt. 

    Fazit: 

    Dieses Buch hat mich zutiefst berührt und wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Absolut lesenswert. 

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    medicus_insaniaes avatar
    medicus_insaniaevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine sehr bewegende, tiefgreifende Liebesgeschichte zweier Frauen im 17. Jahrhundert, die zum Nachdenken auch für die heutige Zeit anregt.
    Tiefgreifend, beeindruckend, miteißend, emotional!

    Mit dem Buch "Hinter den Augen der Welt" feiert Tess Schirmer ihr Romandebüt.
    Das Buch erzählt die Geschichte einer unmöglichen Liebe zweier Frauen im England des 17. Jahrhunderts, die unterschiedlicher kaum sein können - so scheint es jedenfalls. Bündnisse, Intrigen und Missgunst stellen sich der Liebe, die sich zunächst so unwahrscheinlich und doch unbeschwert gibt, im Verlauf der Geschichte in verschiedenen Formen in den Weg. Alles gipfelt letzlich in einem Hexenprozess, der das Leben aller Personen für immer verändern wird; und auch die entstande Liebe wieder unmöglich werden lässt.

    Die Autorin lädt den Leser mit diesem Roman ein, die Protagonistinnen auf ihrem Lebensweg zu begleiten. So sieht man sich am Anfang des Buches vielen Geheimnissen und offenen Fragen konfrontiert. Und während die Geschichte langsam an Fahrt gewinnt lüften sich immer mehr Geheimnisse.
    Die Sprache des Buches ist die damalige Zeit angepasst. So redet der Adel des öfteren in Französisch miteinander (was im Glossar übersetzt ist), wohingegen das gemeine Volk in der Umgangssprache spricht. Allein hierdurch wie auch durch viele kleine, liebevolle Details werden Unterschiede zwischen den Personen herausgearbeitet. Darüber hinaus ist die Sprache ans lyrisch-peotische angelehnt und lässt viel Raum für Spekulationen und Interpretationen. So werden dem Leser keine Charaktere in "gut" oder "böse" präsentiert sondern lebendige Menschen, die sich ändern und mit sich selbst hadern. Die Erzählweise ist damit nicht nur durch die verwendete Sprachpoesie an manchen Stellen schwieriger zu verstehen sondern lädt auch ein, tief mit den Personen mitzufühlen.

    Alles in allem ein sehr emotionale und tiefgreifende Geschichte, die mit vielen Wendungen und fast schon philosophischen Gesprächen zu überzeugen versteht. Sicherlich keine Lektüre für unbeschwerte Stunden zwischendurch; dafür mit gekonnten Anregungen zum Nachdenken und Parallelen zur heutigen Zeit.

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    Langeweiles avatar
    Langeweilevor einem Jahr
    Mary und Fynn- eine verbotene Liebe

    Inhalt:

    Mit ihrem Erstlingswerk entführt uns die Autorin ins England des frühen 17. Jahrhunderts. Die junge Mary lebt mit ihrem Vater , ihrem Halbbruder , sowie der Zofe Camillia auf einem großen Gut.
     Ihr Vater , Baronet Richard Grosvenor, möchte seine Tochter baldmöglichst standesgemäß verheiraten.
     Der hinterlistige Earl Marlborough bietet seinen Sohn als Ehekandidat an,hat jedoch dabei auch eigene Interessen im Auge. Mary hat allerdings andere  Ziele , sie hat ihre Liebe zu dem Stallknecht Fynn entdeckt,der in Wahrheit eine Frau ist.
     Gegen alle Widerstände versuchen Sie sich auf verschiedenen Umwegen heimlich zu treffen.
     Auch die anderen Familienmitglieder haben alle ihre Geheimnisse , die nach und nach aufgedeckt werden.
     Natürlich bleibt das Liebesspiel der beiden nicht unentdeckt und so nimmt die Geschichte einen dramatischen Verlauf .....

     Meine Meinung:

    Die Autorin lässt den Leser tief eintauchen in die Welt des 17. Jahrhunderts . Dabei bedient sie sich einer sehr poetischen, teilweise schwülstigen Sprache, was zu Beginn der Geschichte etwas gewöhnungsbedürftig war. Die Unterschiede zwischen  Adel und dem normalen Volk drückten sich auch in der Sprache aus.
     Da der Adel überwiegend französisch sprach, gab es viele Sätze dieser Sprache, dazu fand man die entsprechenden Erläuterung im hinteren Glossar.
     Alle Personen, besonders die Protagonisten, wurden sehr detailreich beschrieben.
     Der Schreibstil war flüssig, eine gewisse Spannung durchgehend vorhanden.
     Am Schluss gab es einige offene Fragen, die der Fantasie des Lesers überlassen blieben.
     Ich habe das Buch gerne gelesen , es hat mir einige angenehme Lesestunden bereitet.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    verirrtes_irrlichts avatar
    Wer glaubt, 
    sich denjenigen aussuchen zu können,
    dem er seine Liebe schenkt,
    der hat noch nie wahrhaftig geliebt. 

    Mit diesen vier Zeilen beginnt mein erster Roman Hinter den Augen der Welt und startet nun auch meine erste Leserunde! 

    Mary Grosvenor ist die Tochter des ersten Baronets of Eaton und stolz auf ihre gesellschaftliche Stellung. Umso mehr verwirrt es sie, dass der sondererbare Stalljunge Fynn mit seiner schlichten Sicht der Dinge es schafft, ihre Gedanken ganz für sich einzunehmen. 
    Wo Mary selbst um einige Geheimnisse ihrer adeligen Familie weiß, wie ihre vor allen versteckt gehaltene Zwillingsschwester Grace, so muss sie erkennen, dass ihr Vater und Halbbruder mehr verbergen, als sie für möglich gehalten hätte. Auch die ihr seit langer Zeit vertraute Zofe Camillia trägt ein dunkles Geheimnis in sich, das Marys Leben von Grund auf in Frage stellt. 
    Als sie erkennt, dass es sich bei dem schweigsamen Fynn nicht um einen Jungen, sondern um eine junge Frau handelt, muss sie sich ihren Gefühlen stellen. Doch Fynn flieht selber vor alten Dämonen. 

    Hier geht's zur Leseprobe!

    Wer Lust auf einen vielschichtigen historischen Roman mit einer etwas anderen Liebesgeschichte hat, den möchte ich herzlich einladen, bei der Leserunde mitzumachen!

    Der Querverlag stellt freundlicherweise zehn Freiexemplare zur Verfügung, die unter denjenigen verlost werden, die sich bis zum 26. März anmelden.
    Bedingungen gibt es natürlich auch: Spaß und Freude am Lesen sowie der Diskussion über das Gelesene!


    Ich freue mich auf meine erste Leserunde und bin schon wahnsinnig gespannt, mit euch zu diskutieren! (:

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