Ich habe bisher noch nichts von Tessa Dare gelesen (was höchstwahrscheinlich an den furchtbaren Bucheinbänden liegt…) und war positiv überrascht, wie sie so liebenswürdige und mysteriöse Charaktere auf wenigen Seiten erschaffen konnte. Das Buch hat ein Hauch von Mystery, viel Yearning und opposites attracts. Unsere Hauptcharaktere Charlotte und Piers kommen aus unterschiedlichen sozialen Ständen aber fühlen sich direkt bei ihrer ersten Begegnung zueinander angezogen. Es schätze sehr, dass Dare aus der Sicht beider Charaktere erzählt, sodass wir uns mit Charlotte in Piers verlieben können. Es gibt keine Missverständnisse und die Charaktere sind nicht problematisch. Was will man mehr für eine seichte Wochenendunterhaltung! Ich bin angefixt und werde auch die anderen Tessa Dare Bücher mir anschauen.
…Aber meine Meinung zu den grausam hässlichen Bucheinbänden steht! Ich hoffe dass der Verlag, der das Buch auf Deutsch auf den Markt bringt die Covers anpassen kann…
Tessa Dare
Lebenslauf
Alle Bücher von Tessa Dare
Der Kuss der Jägerin
Leidenschaftliche Rache
Zwei sündige Herzen
In den Armen eines Gentlemans
Ein verführerischer Tanz
Wirbelsturm der Liebe
Süßer Sieg der Leidenschaft
Eine sündige Lektion
Neue Rezensionen zu Tessa Dare
Kate Taylor und Corporal Thorne. Zwei Menschen, die nicht unbedingt viel voneinander halten und nicht gegensätzlicher sein könnten. Während sie an die Liebe glaubt und sich nach Romantik sehnt, hält er das alles für Teufelszeug und will sich lieber schützen. Als mysteriöse Fremde nach Spindle Cove kommen und nach Kate suchen, gibt Thorne vor, ihr Verlobter zu sein. Diese Scharade bringt sie nicht nur an ihre Grenzen, sondern auch näher als ihnen lieb ist. Nun müssen beide mit ihren Gefühlen kämpfen und entscheiden, ob sie ihnen nachgeben sollen oder nicht.
Vorwort:
In den Armen eines Gentlemans von Tessa Dare ist der dritte und finale Band ihrer Spindle Cove Reihe. Es erschien 2016 bein blanvalet, umfasst ca. 450 Seiten und ist als Taschenbuch und e-book erhältlich. Es kann unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden, da aber Figuren aus den Vorgängern auftauchen und bereits dort die Beziehung zwischen Kate und Thorne thematisiert wird, sollte der Reihe nach gelesen werden.
Meine Meinung:
Nachdem es ewig gedauert hat, bis ich nach Band eins den Nachfolger las, wollte ich mir nun nicht mehr so viel Zeit lassen, damit ich wieder schneller in die Welt von Spindle Cove rein finden konnte. Ich lese zwar nicht mehr so oft dieses Genre, bin aber ganz froh gewesen, mal wieder eine schöne Geschichte daraus bekommen zu haben. In den Armen eines Gentleman hat nicht nur ein sehr kitschiges Cover, welches typisch ist, sondern auch eine recht kitschige und manchmal überdramatische Geschichte, die ich gerade deswegen doch ganz gerne mochte. Nur ein paar Längen und ein paar Ereignisse zum Ende hin waren nicht ganz so meins. Aber insgesamt hatte es seinen Charme und war ein schönes Ende für die Reihe.
Am Anfang brauchte ich etwas, um in die Geschichte reinzukommen. Zwar fand ich wieder schnell in die Welt und ich mochte die Charaktere gerne, aber irgendwie musste ich erst mit Kate und Thorne warm werden, die ich schon in den Vorgängern nicht sonderlich interessant fand und für mich eher wie Nebencharaktere agierten, die nicht unbedingt eine eigene Geschichte gebraucht hätten. Dennoch gefiel es mir gut, was die Autorin daraus machte und vor allem Kate viel mehr Hintergrund verschaffte, den ich sehr spannend fand. Es war nur etwas schade, dass dies sich nicht konstant hielt und immer wieder abschweifte, denn vor allem die Vergangenheit im Waisenhaus bot doch viel mehr Potenzial, die nur bedingt genutzt wurde. Es wirkte manchmal etwas chaotisch und sprang hin und her. Darunter litt vor allem die Liebesgeschichte an machen Stellen und auch der Erzählstrang mit den potenziellen Verwandten und ihren wahren Absichten harmonierte nicht so wirklich mit den anderen. Das Ende war echt zu überdramatisiert und die Autorin trat so dermaßen auf das Gaspedal, das einem glatt schwindelig werden konnte. Der Kitsch nahm an ein paar Stellen sehr stark überhand und auch die gängigen Klischees wurden oft eingesetzt. Und es sollte klar sein, dass das Leben damals nicht so ablief.
Warum es mir dennoch so gut gefiel ? Weil die Chemie zwischen Kate und Thorne unglaublich toll war. Ich fand sie authentisch und ihre Liebesgeschichte war voller Höhen und Tiefen, die mich absolut super unterhalten hat. Ich habe mit den beiden bis zum Schluss mitgefiebert, gelacht, mich geärgert und aufgeregt. Beide waren solche hartnäckigen Sturköpfe, die nicht nachgeben wollten und passten gerade deswegen zueinander. Sie ergänzten sich irgendwie auch so gut und ich fand es interessant, dass beide wohl mehr miteinander verband, als wie bisher gedacht. Während Thorne in sich gekehrt war und mit seinen Minderwertigkeitskomplexen kämpfte, war Kate sehr aufgeschlossen und glaubte an ihre Mitmenschen, trotz ihrer harten Kindheit. Es war schön, wie sich beide ergänzten und wie gut sie einander taten, auch wenn Thorne das erst nicht zulassen wollte. Die Gefühle zwischen ihnen wurden langsam aufgebaut und waren schön greifbar. Zwar fand ich ihre erotischen Szenen etwas sehr blumig, aber irgendwie hatten sie auch etwas.
Und auch die neue "Verwandschaft" von Kate war für einige interessante Überraschungen gut. Tante Marmoset und Harriett, die nur Harry genannt wurde, fand ich absolut prima und es gab viele Stellen, wo die beiden mich zum Lachen brachten. Es war manchmal sehr verrückt, sogar zu sehr, aber gerade das machte irgendwie auch wieder den Charme hier aus. Generell mochte ich die Charaktere sehr gerne, weil sie kunterbunt und authentisch waren. Es gab ein Wiedersehen mit alltbekannten Figuren und manche Geschichten wurden weitergesponnen, was ich schön fand. Nur Evan mochte ich nicht und fand seine Art sehr kriecherisch und eingebildet.
Der Schreibstil hatte ein paar Längen, aber dennoch kam ich sehr gut durch die Geschichte und hatte meine Freude daran. Er ist einfacher gehalten worden, war aber auch spannend, emotional und bot eine schöne Liebesgeschichte. Tiefgründigkeit oder die korrekte Behandlung von Themen wie Frauenrecht, das tatsächlich anders aussah, Homosexualität oder Erbrecht sollte man aber nicht erwarten.
Fazit:
Historisch gesehen war nicht alles korrekt, aber das erwarte ich bei Historical Romance auch gar nicht. Die Geschichte konnte mich trotz einiger Längen, etwas viel Kitsch, Klischees und Dramen sehr gut unterhalten und ich habe die Chemie zwischen Kate und Thorne absolut geliebt. Es war ein schöner Abschluss der Reihe und ich werde die liebgewonnenen Charaktere und ihre schrulligen Eigenarten schon irgendwie vermissen. Von mir gibt es:
4 von 5 Sterne
Minerva will mehr vom Leben als alberne Teekränzchen oder Näharbeiten. Sie ist mit Leib und Seele Geologin, auch wenn sie es aufgrund ihres Geschlechts nur als Hobby ausleben darf. Aber als sie einen bedeutenden Fund macht und diesen präsentieren will, braucht sie die Hilfe von Colin Sandhurst, der definitiv nichts in Spindle Cove anbrennen lässt. Und so machen sich die beiden auf die Reise und müssen nicht nur eine Kutsche, sondern auch ein Bett teilen, wodurch sie sich immer näher kommen, was vor allem Colin nicht besonders schmeckt, der einige Geheimnisse hat.
Vorwort:
"Eine sündige Lektion" von Tessa Dare ist der zweite Band der "Spindle Cove" Trilogie und erschien 2016 bei blanvalet. Es ist als Taschenbuch und e-book erhältlich. Es kann durchaus unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden, zum besseren Verständnis sollte aber der Reihe nach gelesen werden, da auch Figuren aus dem Vorgänger eine Rolle spielen.
Meine Meinung:
Manchmal muss ich mich zu meinem Glück zwingen, das habe ich bei diesem Buch mal wieder gemerkt. Obwohl ich die Werke von Tessa Dare sehr gerne lese, liegen ihre Bücher immer sehr lange auf meinem SuB, bis ich mich dann mehr oder wneiger dazu "zwinge". Das war eben auch bei "Eine sündige Lektion" der Fall und ich bereue es ein wenig, es nicht schon früher gelesen zu haben, da es mir bis auf ein paar Längen, ein paar Entscheidungen der Charakteren und dem überhasteten Ende so gut gefiel. Das Cover ist absolut nicht meins und eines dieser typischen "Nackenbeißer", die mich echt nicht ansprechen, weil sie so kitschig sind. Aber es passt zu den anderen Teilen und es gibt durchaus schlimmere. Der Klappentext machte mich neugierig auf die Geschichte und ihre Charaktere.
Anfangs brauchte ich wieder eine gewisse Zeit, um in die Geschichte reinzukommen und mich mit den Charakteren anzufreunden. Es las sich sehr flüssig und ich hatte meine Freude daran, aber es wirkte auch etwas gehetzt und der Leser bekam einige Infos zu den vielen Figuren und ihren Beziehungen zueinander. Es war ein wenig viel und mir fiel es nicht ganz so leicht, dem Geschehen zu folgen. Genau deshalb gefiel mir auch die Reise von Minerva und Colin am meisten. Es war klasse, wie stark sich die Autorin auf ihre Charaktere und ihre beginnende Beziehung zueinander konzentrierte und die Spannung zwischen ihnen konstant hoch hielt. Ihre Streitgespräche und Neckerein waren einfach zu herrlich und ich fand es spannend, hinter die Fassade der beiden blicken zu dürfen. Zwar gab es auch ein paar Längen und das Ende war etwas enttäuschend, weil es sehr abgehackt und gehetzt wirkte, aber ich hatte meine Freude. Und die eigentliche Sache, der Vortrag und die Präsentation von Minervas Fund gerieten leider etwas unter, auch wenn ich die Auflösung authentisch und plausibel fand.
Die Chemie zwischen Minerva und Colin war wirklich perfekt und so greifbar. Sie verliebten sich nicht von der einen in die andere Sekunde ineinander, sondern entdeckten nach und nach ihre Gefühle füreinander, auch wenn sie sich diese nicht unbedingt gerne eingestehen wollten. Vor allem für Colin war es nicht einfach und ich liebte es, wie sie sich forderten, aber auch unterstützten und Halt gaben. Ihre Liebesgeschichte war sehr schön und ich habe sehr mit ihnen mitgefiebert. Die Erotikszenen waren für das Genre typisch schwülstig und bei manchen der Begriffen lief mir durchaus ein unangenehmer Schauer über den Rücken, aber dennoch fand ich sie auch sinnlich, weil man eben die tolle Chemie spürte.
Die Charaktere mochte ich sehr gerne, auch wenn nicht jeder von ihnen es einem leicht machte. Vor allem Minervas Mutter, die mich an Mrs. Bennett aus "Stolz und Vorurteil" erinnerte und so manche Person, die Minerva und Colin über den Weg lief, waren nicht die angenehmsten Zeitgenossen. Bei der Mutter konnte ich durchaus ihre Sorgen verstehen, auch wenn sie echt nicht nett war. Anstatt Minerva zu unterstützten vermittelte sie ihr nur, dass sie nicht einmal heiratsfähig sei und das war so traurig.
Minerva und Colin fand ich echt super, auch wenn es Momente gab, die mir nicht so gut gefielen. Sie war trotz ihrer Umgebung eine sehr willensstarke junge Frau, die sehr hart für ihren Traum kämpfen musste und nie aufgab. Ich fand es toll, wie sie Colin erdete und durch die Reise immer mehr aus sich herauskam und für ihre Wünsche einstand. Colin war mir oft ein Rätsel und sein Verhalten war nicht immer schön. Er konnte sehr verletzend werden und seine Art war beinahe schon berüchtigt. Aber je näher man ihn kennenlernte und seine Hintergrundgeschichte kennenlernte, desto mehr konnte man ihn und sein Handeln auch verstehen. Da gefiel es mir, wie er sich immer mehr öffnete und auch ruhiger wurde.
Mit dem Schreibstil musste ich anfangs zwar etwas warm werden, aber dann liebte ich ihn wieder. Er war kitschig, etwas klischeehaft, aber auch bodenständig, spannend und emotional. Er ließ sich flüssig lesen und auch, wenn mir die Erotik manchmal etwas arg schwülstig wurde, fand ich sie sinnlich.
Fazit:
Eine tolle Fortsetzung, die mir sogar besser gefiel, weil sie geerdeter wirkte und das Paar schön in den Fokus rückte, sodass sie sich super weiterentwickeln konnten und eine spannende, sowie emotionale Geschichte erhielten. Allerdings hatte es auch ein paar Längen und das Ende wirkte sehr hastig. Aber ich hatte meinen Spaß und wurde super unterhalten. Von mir gibt es:
4 von 5 Sterne
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