Ich kenne Marita Spang als Autorin von Historienromanen, die mich bisher immer begeistert haben, vor allem wenn sie in meiner Heimat, dem Hunsrück, spielen. Dass sie unter ihrem Pseudonym Tessa Duncan auch Krimis schreibt, war mir absolut neu. Umso neugieriger war ich darauf, denn ihr Schreibstil ist absolut klasse.
Der Krimi „Wer mit den Wölfen heult“ ist der 2. Band der Canterbury-Fälle um die Protagonistin Lily Brown und beruht auf wahren Verbrechen. Im vorliegenden Fall geht es um Rivalitäten im Polizeiumfeld. Martin Gordon und Clark Jarrett sind seit vielen Jahren Kollegen. Doch irgendwann ist aus Freundschaft Rivalität geworden. Bei einem Einsatz schießt Martin auf Clark. Er beteuert, es sei ein Versehen gewesen, Clark glaubt an versuchten Mord. Die Aufklärung des Vorfalls wird Therapeutin Lily Brown übertragen, die trotz ihrer psychologischen Erfahrung nicht dahinter kommt, was tatsächlich passiert ist. Als Martin spektakulär Selbstmord begeht, ist sie völlig geschockt, denn das hat sie nicht kommen sehen. Aber er hinterlässt Lily einen letzten Auftrag.
Ich war bereits vom Prolog an von der Geschichte fasziniert. Das Buch hat mich sehr gefesselt und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach nur wundervoll. Die vielen subtil gestreuten Hinweise auf den tatsächlichen Verlauf der Dinge machen neugierig, lassen aber bis zum Schluss genügend Raum für eigene Spekulationen. Tatsächlich hat die Autorin selbst in Psychologie promoviert und ihre Erfahrungen fließen in die Geschichte ein, was alles sehr authentisch wirken lässt. Dass es sich um wahre Verbrechen handelt, macht alles noch einmal spannender.
Das Buch hat mich wirklich begeistert und ich kann es uneingeschränkt empfehlen. Wenn ich könnte, würde ich hier 10 Sterne vergeben. Eine super spannende Lektüre, die ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich bewerte das Buch mit verdienten 5 von 5 Sternen.



















