Tessa Kock

 4,6 Sterne bei 39 Bewertungen

Alle Bücher von Tessa Kock

Cover des Buches Das Gruselkochbuch (ISBN: 9783756710287)

Das Gruselkochbuch

(28)
Erschienen am 12.08.2024
Cover des Buches Dr. Jekyll & Mr. Hyde (ISBN: 9783649648000)

Dr. Jekyll & Mr. Hyde

(12)
Erschienen am 06.09.2024

Neue Rezensionen zu Tessa Kock

Cover des Buches Dr. Jekyll & Mr. Hyde (ISBN: 9783649648000)
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Rezension zu "Dr. Jekyll & Mr. Hyde" von Robert Louis Stevenson

MoMe
Eine an sich schön gestaltete, aber inhaltlich unausgewogene Ausgabe

Für mich ist diese Schmuckausgabe eine Mogelpackung. Der Titel verspricht Dr. Jekyll & Mr. Hyde und andere Gruselgeschichten, doch die berühmte Novelle nimmt überraschend wenig Raum ein. Stattdessen dominieren andere Erzählungen, die thematisch und atmosphärisch nicht immer stimmig zu Stevensons Klassiker passen.

Den Auftakt bilden „Der Leichenräuber“ und „Markheim“. Während ersterer dank seines historischen Hintergrunds noch eine gewisse Faszination für mich besitzt, verliert sich schon jetzt Stevenson in ausschweifenden und schwammig formulierten Passagen, die den Grusel eher verwässern als verstärken.
„Markheim“ hingegen empfand ich als ausgesprochen zäh. Die Dialoge wirken überladen, die Sprache schwurbelt um moralische Fragen, ohne je wirklich auf den Punkt zu kommen. Zwar lässt sich das Motiv des gespaltenen Geistes bereits erahnen, doch literarisch bleibt die Erzählung für mich schwer zugänglich.

Umso größer ist nun meine Sorge, dass auch Dr. Jekyll & Mr. Hyde unter dieser Trockenheit leiden könnte. Doch zum Glück werde ich positiv überrascht.
Die Novelle entfaltet eine beeindruckende Vielschichtigkeit. Verschiedene Perspektiven schaffen ein komplexes Bild von Dr. Jekylls Wirken und dessen Verhalten. Das Mysterium um Mr. Hyde wird raffiniert aufgebaut und es schwingt zwischen den Zeilen eine interessante Gesellschaftskritik mit. Besonders gelungen finde ich die düstere Londoner Atmosphäre, die Stevenson mit wenigen, präzisen Bildern heraufbeschwört. Einzig die räumliche Anordnung von Dr. Jekylls und Mr. Hydes Wohnsituation bleibt für mich unklar.

Ein echtes Highlight ist die Beilage „Dr. Jekyll & Mr. Hyde auf der Leinwand“. Die filmhistorischen Einblicke, etwa der Hinweis auf eine verschollene Verfilmung oder die Darstellung ohne Make-up und Trickeffekte, sind spannend und hervorragend aufbereitet. Diese Ergänzung wertet die Ausgabe deutlich auf.
Weniger überzeugend ist hingegen die Gestaltung. Die Illustrationen sind für sich genommen schön, aber sie fangen die Atmosphäre der Texte nicht so stimmig ein wie etwa die Bilder in den Schmuckausgaben zu Dracula oder Frankenstein. Auch die gelegentlich grüne Schrift erschwert mir das Lesen bei schwachem Licht. Bindung, Papier und Satz sind hingegen hochwertig.

Nach der Hauptnovelle folgen weitere Geschichten aus der Schaffenszeit von Robert Louis Stevenson.
„Der Flaschenteufel“ ist zwar unterhaltsam, aber thematisch weit entfernt von Dr. Jekyll & Mr. Hyde. Nicht alles wird hier umfassend beleuchtet und so bleibe ich mit einigen Fragen zurück.
„Der Selbstmörderklub“ wiederum leidet unter langatmigen Beschreibungen und zähen Dialogen, die mir die Freude am Lesen merklich nehmen. Die Plotidee finde ich genial, aber die Umsetzung spricht mich leider gar nicht an.
„Die Versprengte“ sorgt dafür, dass ich zumindest ein bisschen positiver gestimmt die Schmuckausgabe zuschlage. Die Geschichte ist leichtgängiger zu lesen und auch deutlich spannender gestaltet.

Insgesamt hinterlässt die Schmuckausgabe einen zwiespältigen Eindruck bei mir. Ich empfinde das Buch Dr. Jekyll & Mr. Hyde und andere Gruselgeschichten recht lieblos zusammengestellt. Auch das permanente giftige Grün passt nicht zum Inhalt. Ich habe immer Assoziationen zu Hulk, wenn ich die Schmuckausgabe sehe. Dabei ist Hulk ungefähr so weit von diesem Buch entfernt wie die Sonne zur Erde.

Fazit:
Eine an sich schön gestaltete, aber inhaltlich unausgewogene Ausgabe, die ihre Stärken vor allem in der Hauptnovelle Dr. Jekyll & Mr. Hyde und den dazugehörigen Beilagen hat. Für mich ist das insgesamt eher ein Flop.

Cover des Buches Dr. Jekyll & Mr. Hyde (ISBN: 9783649648000)
sarah83sbookshelfs avatar

Rezension zu "Dr. Jekyll & Mr. Hyde" von Robert Louis Stevenson

sarah83sbookshelf
Klassiker reloaded

Hört man den Namen Robert Louis Stevenson denkt man als erstes an "Die Schatzinsel" und an "Dr. Jekyll & Mr. Hyde".
Schon diese beiden Geschichten zeigen, welche Bandbreite man von dem Autoren erwarten kann.
Während "Die Schatzinsel" die Piratengeschichte an sich ist, zeigt "Dr. Jekyll & Mr. Hyde", wie es ist, für die Zwänge der Gesellschaft ein Ventil zu finden.

In dieser Schmuckausgabe bildet "Dr. Jekyll & Mr. Hyde" das zentrale Thema. Mit dunklen Seiten und grüner Schrift, vermeintlich handgeschriebenen Briefen und den für diese Ausgabenreihe bekannten Extras wird die Erzählung hervorragend untermalt. Die Gänsehaut kriecht hinauf, während man Dr. Jekyll bei seinem Verderben beobachtet. Die Erzählperspektive und auch die Stimmung des Textes spiegelt die innere Zerrissenheit und den Wunsch des Ausbruches einzigartig wieder und man will gar nicht aufhören, in die Geschichte weiter einzutauchen.

Neben dieser Erzählung umfasst die Schmuckausgabe fünf weitere Kurzgeschichten. Keine reicht für mich an "Dr. Jekyll & Mr. Hyde" heran, aber das muss es auch nicht zwangsläufig. Vielmehr zeigen die Texte ein Spektrum der Möglichkeiten und auch, was Menschen schon immer interessiert. Während "Die Versprengte" in die alte Sagenwelt eintaucht, macht man bei "Der Flaschenteufel" einen Ausflug in die hintersinnigen Gedanken, wie viel Ruhm und Ehre man erwartet, um dafür dem Teufel zu begegnen.

"Der Leichenräuber" zeigt die damalige Angst und Gedankenwelt rund um die Grabräuberei und den Diebstahl von Leichen im Dienste der Wissenschaft.

Bei allen Texten schafft es Stevenson eine eigene Note zu treffen und trotzdem ist allen Geschichten ein leichter Schauer gemein.

Die Leichtigkeit, mit der man diesen Klassiker liest, spricht auch dafür, dass die Themen, wenn auch in abgewandelter Form, heute immer noch präsent sind.


4,5 von 5 Verwandlungen

Cover des Buches Das Gruselkochbuch (ISBN: 9783756710287)
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Rezension zu "Das Gruselkochbuch" von Silke Martin

Nicoletta49
Ein (Grusel-)Kochbuch der Extraklasse

Passend zum nahenden "Halloween" möchte ich heute ein unfassbar tolles Buch vorstellen: Das Gruselkochbuch! Ein geheimnisvoller, schwarzer Einband in Lederoptik macht mehr als neugierig auf den Inhalt. Was der Leser dann in Händen hält ist weit mehr als ein reines Kochbuch: Klassiker der "Gruselliteratur" werden in Buchauszügen vorgestellt, gefolgt von stimmigen Rezepten zu jedem Kapitel. Wer möchte nicht gerne ein Frankenstein-Menue kochen oder sich kulinarisch fühlen wie der Schimmelreiter?

Ob Süßes, ein Cocktail, Suppe oder Fleischgericht - die meisterhaften Fotos lassen das Herz eines jeden Hobbykochs und Gruselfans höher schlagen. Meine persönlicher Favorit ist das französisch inspirierte Filet Mignon mit Cafe de Paris Butter, vorab eventuell noch eine gratinierte Zwiebelsuppe? Und schon fühlt man sich dem Phantom der Oper so nah...

Hier beeindruckt das Gesamtkonzept. Die Mischung aus Literatur, Genuss und Kunst, eine wirklich tolle Mixtur, die ihresgleichen sucht - daher eine absolute Empfehlung von mir für kalte Herbsttage!

Gespräche aus der Community

Dieses einzigartige Kochbuch entführt uns mit den faszinierendsten Grusel-Geschichten der Weltliteratur und 50 raffinierten Rezepten in eine Welt voller geheimnisvoller Begebenheiten.

Unheimlich köstliche Gerichte machen die beliebten Schauergeschichten von unsterblicher Liebe und monströsen Kreaturen kulinarisch erlebbar. 
Mit schaurig-schönen Fotografien und handgefertigten Illustrationen.

843 BeiträgeVerlosung beendet
simone_richters avatar
Letzter Beitrag von  simone_richter

So, nun bin ich mal dazu gekommen, die Oliebollen zu machen. Allerdings habe ich keine in Rum eingelegte Rosinen genommen. War lecker auch ohne Alkohol.

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