Tessa Korber Gemordet wird immer

(22)

Lovelybooks Bewertung

  • 23 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 11 Rezensionen
(5)
(6)
(8)
(3)
(0)

Inhaltsangabe zu „Gemordet wird immer“ von Tessa Korber

Pietätvolle Ermittlungen! Ein Bestatter deckt auf... Nach zehn Jahren kehrt Viktor Anders in das Haus seiner Eltern zurück, um sein Erbe anzutreten: die Teilhaberschaft am Familienbetrieb – einem Beerdigungsinstitut. Auch wenn Onkel Wolfgang wenig begeistert ist, dass er seinen Neffen, ehemaliger Surflehrer und Weltenbummler, in das ernste Bestattungswesen einarbeiten muss. Als Viktor seine erste Leiche für das Begräbnis vorbereitet, macht er eine ungewöhnliche Entdeckung: Eine Patronenkugel steckt im Rücken des Toten. Viktor beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln – ohne zu ahnen, dass er mit diesem Fall auch ein bislang verborgenes Familiengeheimnis enthüllt …

Guter Auftakt mit Schmunzelmomenten :)

— ErbsenundKarotten
ErbsenundKarotten

Mal etwas anderes - ein Bestatter als Ermittler

— jasbr
jasbr

Ein etwas anderer Kriminalroman wie man so nicht erwarten würde

— Kerstin_Lohde
Kerstin_Lohde

Witzig geschrieben, Spannung garantiert!

— mimimaus01
mimimaus01

Ich hatte mehr erwartet. Wenig Spannung und das ganze Drumherum war mir zu uninteressant und zu wirr.

— pippab
pippab

Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Krimi voller Humor, der zwar jetzt nicht unbedingt mit einer spannenden Krimihandlung, dafür aber mit wunderbar warmherzig beschriebenen Protagonisten überzeugen kann.

— Bellexr
Bellexr

Stöbern in Krimi & Thriller

Der letzte Befehl

Guter Thriller über den Beginn von Jack Reacher, teilweise etwas in die Länge gezogen, aber durchaus empfehlenswert!

meisterlampe

SOG

Unbedingt lesen

Love2Play

Murder Park

Zodiac Killer meets Agatha Christies "And then there were none"

juLyxx17

Finster ist die Nacht

Die Entführung und Ermordung des bekannten Radiomoderators Philip Long wirft hohe Wellen. Macy Greeley wird auch im dritten Buch gefordert.

lucyca

Death Call - Er bringt den Tod

Das Team Hunter & Garcia jagt erneut einen grausamen Killer. Spannende u. blutige Thrillerkost in Pageturner-Manier. Sehr gute Unterhaltung.

chuma

Durst

Harry Hole is back

sabine3010

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Protagonist zum gewöhnen

    Gemordet wird immer
    ErbsenundKarotten

    ErbsenundKarotten

    20. July 2016 um 10:39

    “Gemordet wird immer: Ein Bestatter-Krimi“ ist ein, am 13.08.2012 im btb Verlag erschienener Kriminalroman der Autorin Tessa Korber. Der Roman umfasst 288 Seiten. Der Klappentext:   Pietätvolle Ermittlungen! Ein Bestatter deckt auf... Nach zehn Jahren kehrt Viktor Anders in das Haus seiner Eltern zurück, um sein Erbe anzutreten: die Teilhaberschaft am Familienbetrieb – einem Beerdigungsinstitut. Auch wenn Onkel Wolfgang wenig begeistert ist, dass er seinen Neffen, ehemaliger Surflehrer und Weltenbummler, in das ernste Bestattungswesen einarbeiten muss. Als Viktor seine erste Leiche für das Begräbnis vorbereitet, macht er eine ungewöhnliche Entdeckung: Eine Patronenkugel steckt im Rücken des Toten. Viktor beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln – ohne zu ahnen, dass er mit diesem Fall auch ein bislang verborgenes Familiengeheimnis enthüllt. Ich hatte wirklich Schwierigkeiten, in die Geschichte einzusteigen. Ich habe bestimmt 100 Seiten gebraucht, bis ich das Buch flüssig lesen konnte, wobei mir der Schreibstil der Autorin eigentlich gefallen hat. Ich hatte auch Probleme mit dem Protagonisten, Viktor. Ich dachte anfangs wirklich „Bitte, was ist das für ein Idiot?“. Wie er über seine Familie hergezogen hat und alles…Hat mich genervt. Stellenweise, gegen Ende z. B., war er mir dann wieder sympathisch. Ein Auf und Ab der Gefühlswelt bei mir :) Die Grundidee, einen Bestatter ermitteln zu lassen, finde ich grandios. Nur hat es jetzt bei diesem ersten Teil meiner Meinung nach mit der Umsetzung nicht so geklappt. Hier besteht definitiv ordentlich Luft nach oben. Da Teil 2 schon auf meinem SuB liegt, werde ich diese Fortsetzung natürlich lesen. Auch in der Hoffnung, dass mir Viktor sympathischer wird und ich schneller in die Geschichte einsteigen kann.

    Mehr
  • Mal etwas anderes...

    Gemordet wird immer
    jasbr

    jasbr

    20. June 2016 um 19:05

    Wer mal einen Krimi der anderen Art sucht, der ist hier genau richtig. Bereits am Anfang wurde ich überrascht. Denn aufgrund des Titels, des Covers und des Klappentextes habe ich eher mit einem gemütlichen Cosy-Krimi gerechnet. Also mehr Witz und kuriose Figuren als Krimihandlung. Kuriose Figuren und die ein oder andere Stelle zum Schmunzeln gibt es schon, trotzdem überwiegt es nicht. Auch der Aufbau ist nicht unbedingt komplett so, wie man es von einem klassischen Krimi kennt. Der Protagonist Viktor stolpert förmlich in den Fall, in dem er beim Waschen einer Leiche eine Patronenkugel in deren Rücken findet. Aber er stürzt sich nicht komplett in den Fall. Er geht auch weiterhin seiner "normalen" Arbeit nach und muss zusätzlich noch einiges aus seiner Vergangenheit bewältigen.Dieser eher ungewöhnliche Aufbau hat mir eigentlich gut gefallen, weil es mal etwas anderes war. Dass der Beruf des Bestatters in den Vordergrund gerückt wird, war sehr gut. Denn mal ehrlich: Wer kann sich vorstellen, dass mehr daran hängt, als eine Leiche abzuholen und in einen Sarg zu legen? Ich habe durch dieses Buch wirklich mehr Respekt vor dieser doch sehr anspruchsvollen Arbeit gewonnen. Leicht ist sie sicher nicht. Allerdings war es mir an der ein oder anderen Stelle zu viel Ablenkung durch die privaten Probleme von Viktor. Dadurch gab es mehrmals Brüche in den Ermittlungen und an der ein oder anderen Stelle war ich mir dann gar nicht mehr sicher, was er jetzt überhaupt schon alles herausgefunden hat. Das fand ich etwas schade.Vikor als Person ist eine sehr interessante Hauptfigur. Ich weiß nicht so wirklich, wie ich ihn einschätzen soll. Auf der einen Seite ist er sehr liebevoll und emotional, zum Beispiel wenn es um seinen autistischen Cousin geht, auf der anderen Seite scheint er in Sachen Frauen ein typischer - und damit für mich unsympathischer - Aufreißer zu sein. Ein Lob aber dafür, wie er den normalen Beruf und die Ermittlungen unter einen Hut bringt. Seine Anekdoten von seiner Zeit vor der Rückkehr sind unterhaltsam und haben mich mehr als einmal schmunzeln lassen. Überhaupt ist die ganze Familie irgendwie schräg - aber sehr liebenswert. Die Figuren wurden von der Autorin wirklich sehr gut gezeichnet und man will mehr von ihnen lesen.Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Durch die chronologische Erzählweise kommt man auch nicht durcheinander. Wenn es Passagen aus der Vergangenheit gibt, dann ist das immer leicht zu erkennen.Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Dadurch, dass mir aber doch etwas die Krimihandlung an sich gefehlt hat, gebe ich nur 3,5 Sterne. Trotzdem - oder gerade weil ich die Familie einfach ins Herz geschlossen habe - liegt schon der zweite Teil rund um Viktor und sein Bestattungsinstitut auf meinem SuB. 

    Mehr
  • Ein etwas anderer Kriminalroman wie man so nicht erwarten würde

    Gemordet wird immer
    Kerstin_Lohde

    Kerstin_Lohde

    24. April 2016 um 12:31

    An dieses Buch bin ich mit gemischten Gefühlen ran gegangen. Denn ich konnte mir nicht vorstellen das ein Krimi der als Hauptprotagonisten einen Bestatter enthält gut sein kann. Aber nachdem ich dieses Buch gelesen habe weiß ich das ich eines besseren belehrt wurde. Das Buch enthält nicht nur einen gut geschriebenen Kriminalroman sondern dieser Krimi enthält auch humorvolle Szenen in denen ich so manches Mal schmunzeln konnte.Wer gut geschriebene mit Humor versehene Kriminalromane mag sollte sich diese Reihe unbedingt zulegen denn sie ist gut.

    Mehr
  • "Gemordet wird immer" von Tessa Korber

    Gemordet wird immer
    Nelly87

    Nelly87

    22. March 2016 um 15:50

    Ein Bestatter ermittelt selbst... Nach zehn Jahren kehrt Viktor Anders in das Haus seiner Eltern zurück, um sein Erbe anzutreten: die Teilhaberschaft am Familienbetrieb – einem Beerdigungsinstitut. Auch wenn Onkel Wolfgang wenig begeistert ist, dass er seinen Neffen, ehemaliger Surflehrer und Weltenbummler, in das ernste Bestattungswesen einarbeiten muss. Als Viktor seine erste Leiche für das Begräbnis vorbereitet, macht er eine ungewöhnliche Entdeckung: Eine Patronenkugel steckt im Rücken des Toten. Viktor beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln – ohne zu ahnen, dass er mit diesem Fall auch ein bislang verborgenes Familiengeheimnis enthüllt … [ Quelle: btb ] Plan B: Leitung eines Bestattungsunternehmens Viktor Anders kehrt nach Hause zurück. Nachdem er jahrelang mit niemandem aus seiner Familie Kontakt hatte, kehrt er nach dem Tod seiner Eltern zurück in sein Heimatdorf. Dort hatte sein Vater gemeinsam mit seinem Onkel das örtliche Bestattungsunternehmen geführt, wobei ihm nach dem Tod seiner Eltern die Hälfte davon zufällt. Da sein Onkel ihn nicht auszahlen kann, steigt er kurzerhand ins Geschäft mit ein. Bei der Herrichtung seiner allerersten Leiche zeigt er auch gleich Gespür für seine neue Berufung, denn als er diese umdrehte, fällt dem armen Kerl eine Patronenkugel aus dem Rücken. Und obwohl Viktor einen ganz anderen Tod aufklären wollte, macht er sich auf, um den Mörder zu finden... Provinzkrimi meets Six Feet Under Die Grundidee hinter diesem Buch (bzw. dieser Reihe) finde ich unglaublich spannend, da mich schon der Beruf des Bestatters fasziniert. Irgendwie hat mich das Buch an die TV-Serie "Six Feet Under" erinnert, die ich immer wieder gerne anschaue. Denn irgendwie fragt man sich ja immer, wie sich Menschen ihr ganzes Berufsleben lang nur mit dem Tod beschäftigen können. Daher hatte ich mir einen spannenden Krimi erhofft, der vielleicht hier und da auch Einblicke in dieses ganz besondere Berufsbild gibt. Hinzu kommt, dass die ganze Konstellation der Charaktere viel Zündstoff für Konflikte gibt. Das gab dem Ganzen dann noch zusätzlich eine gewisse Würze. Dabei war mir eigentlich von vorneherein klar, dass im Vordergrund des Buches nicht unbedingt der Mord stehen würde. Da kommt dann wohl der Provinzkrimi-Aspekt zum Tragen. Denn da geht es meist auch um den Ermittler und sein Umfeld, die "Ermittlung" steht da eher im Hintergrund. Und das war ja auch, wie gesagt, genau der spannende Teil, auf den ich mich gefreut habe. Ein Globetrotter in ländlicher Umgebung Somit war also zu erwarten, dass die Charaktere im Mittelpunkt der Erzählung stehen. Allen voran natürlich Viktor selbst. Der junge Mann ist als Jugendlicher von Zuhause abgehauen, nachdem seine Schwester Selbstmord begangen hat. Er hat sich dann in aller Welt mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten und von einem Ort zum anderen gezogen. Doch scheinbar hat ihn das auch nicht recht befriedigt, denn für ihn war nach dem Tod seiner Eltern klar, dass er sich nun in ländlicher Umgebung wieder niederlassen will. Sauer aufgestoßen hat mir allerdings der Umstand, dass Tessa Korber wohl jeden Dahergelaufenen ohne Ausbildung oder Vorkenntnisse an die Leichen heranlässt. Denn so wie es von ihr beschrieben wird, ist Viktor bereits in sehr jungen Jahren von Zuhause abgehauen und hat dann auch nirgends einen ähnlichen Job ausgeübt. Und auch, wenn man im Haus eines Bestatters aufgewachsen ist, ist es doch nochmal eine andere Sache, diese Tätigkeit selbst auszuüben. Auch wenn Viktor endeutig die Hauptfigur in Gemordet wird immer spielt, hat es die Autorin trotzdem nicht geschafft, mich ihm irgendwie nahe zu bringen. Bei mir wollte sich kein rechtes Bild von ihm einstellen und an einigen Stellen ging er mir auch gehörig gegen den Strich. Er schert sich jahrelang keinen Deut um seine Familie, bringt es nicht fertig, sich vor dem Tod seiner Eltern mit diesen auszusöhnen und taucht dann plötzlich wieder auf, um alles an sich zu reißen, was er gerne hätte. Irgendwie konnte ich keinen Zugang zu ihm finden. Der Bestatter und der Autist Weitere wichtige Personen sind die restliche Familie, die Viktor noch hat: seinen Onkel, dessen Frau und das gemeinsame Kind, Tobias. Die beiden Erstgenannten waren für mich am überzeugensten. Die Reaktion von Viktors Onkel auf dessen plötzliches Auftauchen und Eindringen in den Familienbetrieb, den dieser immerhin mit aufgebaut hat, war nur natürlich. Demgegenüber gehört die Tante zu der Gattung Mensch, die der Ansicht sind, dass sich jedes Problem mit einer guten Tasse Tee aus der Welt schaffen lässt. Sie hält sehr viel davon, die Familie zusammenzuhalten. Sie ist so eine typische Über-Mama und das hat dafür gesorgt, dass ich sie sofort in mein Herz geschlossen habe. Das Hauptaugenmerk innerhalb der Familie hat Tessa Korber eindeutig auf Tobias gelegt, den autistischen Sohn. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Autorin wohl auch privat mit einem Autisten zu tun haben, daher sind ihre Ausführungen da sehr genau. Doch leider war mir das an vielen Stellen einfach zu viel. Sein "Beitrag" zur Handlung war eher gering und da musste ich mich schon ab und an fragen, ob Korber einen Krimi schreiben wollte oder ein Buch über diese Krankheit. Doch trotz allem musste man Tobias einfach lieben. Durch seine ganz besondere Art hält er die Familie zusammen, auch, wenn nicht alle gleich gut mit seiner Erkrankung umgehen können. Mord nur als Nebenkriegsplatz Bei dieser Art von Krimis habe ich normalerweise nichts dagegen, dass die Kriminalgeschichte etwas in den Hintergrund rückt. Die Charaktere spielen die Hauptrolle und meistens ist sowas dann eben noch in eine spannende Geschichte gebettet. Nur kam gerade dieser Handlungsstrang nicht so recht in Gang. Dabei hatte Korber da eine recht gute Idee. Die Leiche wurde zum Aufbereiten ins Bestattungsinstitut gebracht, denn der Hausarzt hatte als Todesursache 'Herzversagen' diagnostiziert. Und dann fällt ihr plötzlich 'ne Kugel aus dem Rücken... Na da ist doch viel Platz für ne spannende Geschichte. Nur empfand ich die manchmal als so hintergründig, dass sie fast am Untergehen war. Das war wirklich schade, denn auch die Aufösung wurde nur so zwischen Tür und Angel herbeigeführt. Dafür konnte mich Tessa Korbers Schreibstil sehr überzeugen. Er passte irgendwie haargenau zur Geschichte, die vielleicht anders war als erwartet, aber deswegen noch lange nicht enttäuschend. Die Autorin hat es dem Leser ermöglicht, regelrecht durch die Seiten zu fliegen. Ich mochte die Art und Weise, wie sie ihre besondere Geschichte erzählt, wirklich gerne. Zusammenfassend lässt sich sagen... Gemordet wird immer ist anders als erwartet. Die Ermittlungsarbeit bleibt auf weiten Strecken eher im Hintergrund, dafür nimmt der autistische Tobias einen recht großen Teil ein. An sich kann ich nicht behaupten, dass es sich um eine schlechte Story handelt, doch die Deklarierung als Bestatter-KRIMI weckt andere Erwartungen, die dann eben enttäuscht werden. Den kleinen Einblick in den Alltag eines Bestatters fand ich dagegen wirklich gelungen, wenn man mal davon absieht, dass Viktor wohl ein Naturtalent ist, der keinerlei Kenntnisse dafür benötigt. Alles in allem war ich vom Auftakt zu dieser Reihe eher weniger angetan, doch ich hoffe, dass Teil 2 noch einen Schwung nach oben macht.

    Mehr
  • Ein etwas anderer Kriminalroman wie man so nicht erwarten würde

    Gemordet wird immer
    Kerstin_Lohde

    Kerstin_Lohde

    18. October 2015 um 14:55

    An dieses Buch bin ich mit gemischten Gefühlen ran gegangen. Denn ich konnte mir nicht vorstellen das ein Krimi der als Hauptprotagonisten einen Bestatter enthält gut sein kann. Aber nachdem ich dieses Buch gelesen habe weiß ich das ich eines besseren belehrt wurde. Das Buch enthält nicht nur einen gut geschriebenen Kriminalroman sondern dieser Krimi enthält auch humorvolle Szenen in denen ich so manches Mal schmunzeln konnte. Mein Fazit: Wer gut geschriebene mit Humor versehene Kriminalromane mag sollte sich diese Reihe unbedingt zulegen denn sie ist gut. Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen da es mich überzeugt hat nach anfänglicher Skepsis. Ich würde dieses Buch bzw die Reihe jedem empfehlen der humorvolle Kriminalromane mag.

    Mehr
  • Rezension zu "Gemordet wird immer" von Tessa Korber

    Gemordet wird immer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. November 2012 um 11:25

    Kurzbeschreibung: Nach zehn Jahren kehrt Viktor Anders in das Haus seiner Eltern zurück, um sein Erbe anzutreten: die Teilhaberschaft am Familienbetrieb – einem Beerdigungsinstitut. Auch wenn Onkel Wolfgang wenig begeistert ist, dass er seinen Neffen, ehemaliger Surflehrer und Weltenbummler, in das ernste Bestattungswesen einarbeiten muss. Als Viktor seine erste Leiche für das Begräbnis vorbereitet, macht er eine ungewöhnliche Entdeckung: Eine Patronenkugel steckt im Rücken des Toten. Viktor beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln – ohne zu ahnen, dass er mit diesem Fall auch ein bislang verborgenes Familiengeheimnis enthüllt... Zur Autorin: Tessa Korber, 1966 in Grünstadt in der Pfalz geboren, studierte in Erlangen Germanistik und Geschichte und promovierte im Fachbereich Germanistik. Die Autorin lebt mit ihren beiden Kindern in der Nähe von Nürnberg. Rezension: Viktor Anders kehrt nach dem Tod seiner Eltern in seine Heimatstadt zurück, um sich zusammen mit seinem Onkel Wolfgang um den Familienbetrieb zu kümmern: ein Bestattungsunternehmen. Viktor hat von dem Beruf wenig Ahnung, da er sich die letzten Jahre in der Welt herumgetrieben und jeden Job angenommen hat, der ihn über Wasser halten konnte. Sein Onkel arbeitet ihn resolut in das Handwerk ein und schon bald darf Viktor seine erste Leiche für die bevorstehende Beerdigung herrichten. Doch da macht er eine folgenschwere Entdeckung: Im Rücken des Toten befindet sich eine Patronenkugel. Viktor leckt Blut und ermittelt auf eigene Faust, was ihn schon bald in diverse Schwierigkeiten bringt... Tessa Korber hat mit Gemordet wird immer einen unterhaltsamen Krimi im Bestattermilieu erdacht, der zwar nicht unbedingt durch seine Krimihandlung brilliert, sondern eher durch seine vielschichtigen und auch verschrobenen Charaktere. Viktor hat mir als Protagonist ausnehmend gut gefallen, er hält mit seiner Meinung nie hinter dem Berg, hat durch seinen langen Auslandsaufenthalt viele verschiedene Orte und Lebenserfahrung gesammelt und gibt sich sehr unkonventionell. Vor allem sein Verhältnis zu seinem autistischen Cousin Tobias entwickelt sich sehr warmherzig und er ist immer um ihn bemüht. Die Nebencharaktere können genauso überzeugen. Sei es Onkel Wolfgang, der ihm das Bestatterwesen näher bringt, Tante Hedwig, die sich liebevoll um Tobias kümmert oder auch die Kommissarin Karoline Schneid, mit der Viktor öfter als ihm lieb ist aneinandergerät, da er immer wieder die polizeilichen Ermittlungen stört. Die Krimihandlung selbst gerät etwas in den Hintergrund, doch empfand ich diese Tatsache nicht als störend. Wie schon erwähnt, lebt der Roman hauptsächlich von seinen Charakteren, die allesamt interessant geschildert wurden und nebenbei erhält der Leser auch Einblick in die Bestatterwelt, der in einigen Situationen auch Witz und Humor nicht außen vor lässt und auch der Autismus von Tobias wird einem einfühlsam nähergebracht. Fazit: Gemordet wird immer ist ein humorvoller Kriminalroman, der vor allem viel Wert auf die unterschiedlichen Charaktere legt und das Krimi-Element etwas in den Schatten stellt, was aber nicht von Nachteil ist.

    Mehr
  • Rezension zu "Gemordet wird immer" von Tessa Korber

    Gemordet wird immer
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    22. October 2012 um 07:29

    Viktor ist 10 Jahre durch die Welt getingelt und hat sich nun entschlossen, das Erbe seines Vaters anzutreten ... als Compagnon seines Onkels im Bestattungsgeschäft. Er ist auch wegen Hannah, seiner Schwester zurückgekommen, die den Freitod gewählt hatte. Er will nun endlich wissen, was damals geschehen ist. Sein Onkel ist nicht gerade begeistert, als Viktor vor der Tür steht. Da er sich nicht in der Lage sieht, ihn auszuzahlen, muss er sich mit seiner Teilhaberschaft wohl oder übel abfinden. Bei der Versorgung des ersten Toten, den Viktor allein zurechtmachen soll, fällt aus dessen Rücken eine Patronenkugel, die darauf hinweist, dass der Tote nicht wie im Totenschein geschrieben, eines natürlichen Todes gestorben ist. Sehr zum Leidwesen der Kommissarin Schneid beginnt Viktor, sich persönlich der Sache anzunehmen und den Mordfall zu ermitteln... Wer hier einen blutrünstigen Thriller erwartet, wird schwer enttäuscht werden. Viktor, ein Weltenbummler kommt zurück nach Deutschland und will sein Erbe antreten. Seine Eltern sind in der Zwischenzeit gestorben und er übernimmt nicht nur den Job seines Vaters, sondern auch die Wohnung seiner Eltern. Er hat schon so ziemlich alles gemacht, von Surflehrer bis Kellner, er hat scheinbar nichts ausgelassen, so dass er immer eine passende Geschichte parat hat. Er muss sich erst einmal wieder an ein geregeltes Leben gewöhnen und stößt das ein oder andere Mal mit seinem Onkel zusammen. Viktor, mit einem zynischen Sarkasmus ausgestattet und immer einen flotten Spruch auf den Lippen trifft nicht jedermanns Nerv. Nachdem er sich ein wenig eingelebt hat, findet er auch Verständnis für seinen autistischen Cousin Tobias. Anders als dessen Vater, der mit der Situation nicht umgehen kann und seiner Mutter, die alles Böse von ihm fern hält, versucht Viktor ihm zu helfen. Ganz nebenbei ermittelt Viktor auch noch im Mordfall seines ersten Toten, der nicht an Herzversagen, sondern an einer Kugel gestorben ist. Da er ja auch Erfahrung als Privatdetektiv bei seinen Reisen machen konnte, fällt ihm das natürlich nicht schwer. Hilfe bekommt er unfreiwillig und nicht von ihm gewollt, von Miriam, die in ihm gern mehr sehen würde. Zu ihrem Pech steht er aber nun mal mehr auf die schlanken langbeinigen Blondinen. Was Viktor noch nach Jahren gehörig Probleme verursacht ist der Freitod seiner Schwester Hannah. Er sucht den Schuldigen und hat den Verdacht, dass sein Vater irgendwie beteiligt war. Viktor will für sich und seine Schwester die Vergangenheit aufarbeiten. Die Aspekte eines Krimis laufen nur nebenbei her. Wert legt die Autorin auf die einzelnen Charaktere und deren Zueinander. Viktor habe ich ins Herz geschlossen, nicht nur, weil er einen ähnlichen Humor wie ich hat, sondern weil er auch menschlich denkt und handelt. Man erlebt, wie er reift und Verantwortung übernimmt. Die Autorin hat selbst ein autistisches Kind und kann daher das Leben mit Tobias und seine krankheitsbedingten Eigenarten wirklichkeitsnah und nachvollziehbar darstellen, was das Wirken der Umwelt auf die Behinderung mit einschließt. Ich habe dieses Buch genossen, habe Spaß beim Lesen gehabt, auch wenn das Thema vom Grunde her nicht lustig ist. Interessant sind die Einblicke in die Arbeit des Bestatters und ich hätte gern Mäuschen gespielt, als die Autorin sich zu Recherchezwecken in diversen Bestattungsunternehmen umgesehen hat, denn ich bin davon überzeugt, dass es nicht jeder so locker sieht, wie Viktor. Die Protagonisten sind so angelegt, dass das Buch förmlich nach einer Fortsetzung ruft und ich würde es sehr begrüßen, wenn ich Viktor, Onkel Wolfgang, Tante Hedwig, Tobias, Miriam und Kommissarin Schneid wiedertreffen würden

    Mehr
  • Rezension zu "Gemordet wird immer" von Tessa Korber

    Gemordet wird immer
    Bellexr

    Bellexr

    24. September 2012 um 18:26

    Sehr unterhaltsamer Bestatter-Krimi . Der junge Viktor Anders kehrt nach 10 Jahren Vagabundenleben nach Hause zurück, um das Erbe seiner Eltern anzutreten. Hierbei handelt es sich um die Teilhaberschaft an einem Beerdigungsinstitut. Mehr widerwillig arbeitet sein Onkel Wolfgang ihn in die ernste Arbeit des Bestattungswesens ein und ehe es sich Viktor versieht, muss er auch schon den ersten Toten für eine Beerdigung herrichten. Dabei entdeckt der Weltenbummler in der Leiche eine Patronenkugel, die sofort seine Neugier weckt. Auf eigene Faust beginnt er im Umfeld des Toten zu ermitteln und deckt dabei ein Familiengeheimnis auf. . Tessa Korber steigt mit der Heimkehr von Viktor in ihren Krimi ein und so lernt man nicht nur den zukünftigen Nachwuchsbestatter schnell kennen, sondern auch dessen Tante Hedwig wie auch Onkel Wolfgang. Als dann noch kurz nach seiner Ankunft eine Katze aus dem Fenster fliegt, dauert es auch nicht mehr lange, bis Viktor zum ersten Mal Tobias gegenübersteht, der Autist ist. Mit einer wunderbaren Leichtigkeit und einem guten Schuss Humor erzählt Tessa Korber ihren Bestatter-Krimi, bei dem man sich jederzeit bestens unterhalten fühlt, auch wenn man die Geschichte jetzt nicht unbedingt als spannend bezeichnen kann. . Denn die Autorin stellt klar ihre verschiedenen Charaktere in den Vordergrund, die reine Krimihandlung läuft wie so nebenbei ab und verschwindet stellenweise sogar fast komplett aus der Geschichte, ohne dabei wirklich vermisst zu werden. Auch überraschende Wendungen sind jetzt nicht unbedingt zu verzeichnen, sondern man verfolgt vergnüglich das Heimkommen und das wieder zurechtfinden von Viktor in seinem Elternhaus, aber auch, wie er endlich langsam bereit ist, mit der Vergangenheit Frieden zu schließen. Der Tod seiner Schwester Hannah war für ihn der Grund, vor rund 10 Jahren sein Elternhaus zu verlassen, der Tod seiner Eltern ist nun der Grund fürs Heimkehren. . Viktor beschäftigt sich mit Japanischer Dichtkunst, hat sein Weltenbummlerleben genossen, sich dabei mit den unterschiedlichsten Jobs über Wasser gehalten und somit anfangs schon ein wenig Probleme, sich dem geregelten und gutbürgerlichen Leben anzupassen. Seine unkonventionelle, direkte Art kostet seinen Onkel Wolfgang einiges an Nerven, seine Tante Hedwig begegnet dem manchmal doch recht chaotischen Verhalten von Viktor zumeist mit einem Lächeln und stoischer Ruhe. Mit seinem autistischen Cousin freundet sich Viktor rasch an, wobei die Kommunikation sich als schwierig gestaltet, doch gerade auch im Umgang mit Tobias merkt man schnell, dass Viktor definitiv kein oberflächlicher Surferboy ist. . Tessa Korber ist es wirklich wunderbar gelungen, einem das Thema Autismus ein wenig näher zu bringen, die damit verbundenen Schwierigkeiten aufzuzeigen, dabei aber nie belehrend zu sein. Und auch einen kleinen Einblick in die Arbeit eines Bestatters erhält man in diesem Krimi, welche stellenweise auch richtiggehend amüsant sind. Denn natürlich hat der Nachwuchsbestatter Viktor von diesem Beruf absolut keine Ahnung und stellt sich anfangs z. Bsp. beim Auskleiden eines Toten doch recht unbeholfen an. . Wie gesagt, die Krimihandlung ist eher Nebenschauplatz, die Geschichte lebt definitiv von ihren Charakteren. Und diese sind herrlich normal, agieren absolut nachvollziehbar und wachsen einem schon nach kurzer Zeit ans Herz. Im Vordergrund steht natürlich Viktor, der auf der einen Seite immer noch nicht so recht erwachsen geworden ist, auf der anderen Seite aber auch oft sehr besonnen und verantwortungsbewusst agiert. Allerdings hat er mit seiner direkten Art kein so gutes Händchen bei seiner neuen Bekannten Miriam, wo er nicht nur einmal ganz tief ins Fettnäpfchen tritt. Seine Tante Hedwig ist durch den Autismus ihres Sohnes einiges gewohnt und so kann sie Viktors manchmal ungestümes Verhalten absolut nicht mehr erschüttern. Und auch alle Nebencharaktere sind facettenreich beschrieben und überzeugen absolut, sei es hier die kühle, distanzierte Kommissarin Schneid, an der sich Viktor die Zähne ausbeißt oder die zänkische, fast schon bösartige Mutter des Toten. . Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Krimi voller Humor, der zwar jetzt nicht unbedingt mit einer spannenden Krimihandlung, dafür aber mit wunderbar warmherzig beschriebenen Protagonisten überzeugen kann.

    Mehr
  • Rezension zu "Gemordet wird immer" von Tessa Korber

    Gemordet wird immer
    horrorbiene

    horrorbiene

    23. September 2012 um 15:03

    Ich habe von verschiedenen Stellen gehört, dass es schwierig sein soll in dieses Buch reinzukommen, was wohl scheinbar an dem Hauptcharakter Viktor zu liegen scheint. Was soll man auch von einem ehemaligen Surflehrer halten, der nun ins Bestattergewerbe einsteigen will. Doch trotz dieses Vorwissens und entsprechender Erwartungen konnte ich erstaunlich gut in das Buch eintauchen – vor allem wegen der Hauptfigur Viktor. Denn totz seiner kleinen Maschen war von Beginn an klar, dass es hinter seiner Fassade brodelt und in der Tiefe viel verborgen liegt. Er hat nicht ohne Grund vor zehn Jahren mit seiner Familie gebrochen und hat eisern keinen Kontakt gehalten, was dieser Grund war, wird im Buch nach und nach aufgedeckt. In ihm steckt daher eine gewisse Aggressivität seiner Familie gegenüber und seiner Vergangenheit auf die Spur zu kommen, empfand ich als umheinlich spannend und so flogen die Seiten nur so dahin, da ich endlich wissen wollte, wie Viktor zu dem Menschen geworden ist, der nun den Hauptpart in diesem Buch spielt. Doch nicht nur Viktor ist als Charakter wirklich interessant und gut dargestellt, auch sein autistischer Cousin, seine neugewonnene “Freundin” Miriam und die ermittelnde Kommissarin steuern einen Teil dazu bei, dass die Gemeinschaft der Charaktere dem Leser ans Herz wachsen – sogar so sehr, dass ich mir wünsche, dass die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt wird und Viktor noch viele Morde mit den anderen aufklären kann. Dabei habe ich das Aufdecken des Mordfalles gar nicht als das Hauptelement betrachtet – sicher war dieser interessant, doch nich so spannend, wie man es von manch anderem Krimi gewohnt ist. Doch ich empfinde das als nicht so schlimm, da die Geschichte um Viktor – der schon beinahe in jedem Land gelebt und dabei fast jeden Beruf ausgeübt hat und so allerlei Dinge gelernt hat – für genügend Spannung sorgt. Doch das Berufsleben eines Bestatters wird dennoch gut beleuchtet und auch manche Schattenseite aufgedeckt. Es ist nur etwas unglaubwürdig, dass Viktor gerade aus dem Ausland angekommen und ohne Berufsausbildung oder einer angemessenen Einweisung, die vielfältigen Dinge neben dem Herrichten der Leiche, so selbstverständlich und sicher erledigt, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Fazit: Das Buch lebt von der Figur Viktor. Die Geschehnisse aus seiner Vergangenheit aufzudecken, hat mich in den Bann gezogen und an das Buch gefesselt. Da war es auch nicht weiter tragisch, dass der Mordfall an sich nicht der spannendste war, den ich je gelesen habe. Doch die Charaktere im Buch – allen voran Viktor – haben mich absolut überzeugt, so dass ich mir wünschen würde, noch mehr von diesem Gespann lesen zu dürfen – dann vielleicht mit einem etwas spannenderen Fall.

    Mehr
  • Rezension zu "Gemordet wird immer" von Tessa Korber

    Gemordet wird immer
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    15. September 2012 um 15:07

    Gemordet wird immer (Tessa Korber) Inhalt Als Viktor in den Familienbetrieb einsteigen will, ist Onkel Wolfgang wenig begeistert darüber, dass er seinen Neffen, einen Surflehrer und Weltenbummler, in die ernsten Aufgaben eines Bestatters einarbeiten muss. Als Viktor dann noch eine Patronenkugel im Rücken einer Leiche entdeckt, ist das Chaos perfekt.

Ein Bestatter deckt auf ... (Verlagsinfo) Nun es gibt ja jede Menge Unterkategorien im Segment Thriller/Krimi, der vorliegende Roman von Tessa Korber reiht sich in das Segment „Bestatter-Krimi“ ein. Im Grunde allerdings, auf den ersten Blick handelt es sich aber um einen traditionellen Krimi. Doch weit gefehlt, denn hier spielt der Humor, die Situationskomik, aber auch die Philosophie eine nicht unwesentliche Rolle. Eine nicht unrealistische Idee bildet die Basis dieses Krimis: Dass ein Bestatter, eine Wunde entdeckt oder ihm gar auffällt, dass der vorliegende, wenn auch tote Mensch, keines natürlichen Todes gestorben ist, ist nicht unbedingt abwegig. So ergeht es auch unserer Hauptfigur – Jungunternehmer und Nachwuchsbestatter, denn dieser erkennt bei einer Leiche eine Schussverletzung und das Projektil gleich mit. So entwickelt dieser Nachwuchsbestatter Viktor gleich sein Talent für die Kriminologie und ermittelt Hals über Kopf, warum dieser Mann sterben musste und wer für seinen gewaltsamen Tod zur Verantwortung gezogen werden kann. Zweifelsfrei lebt dieser Krimi durch die Charaktere. Viktor, der nach dem Tod seiner Schwester alle Brücken hinter sich abgebrochen hat und quer über die Welt Erfahrungen und Talente erwirbt, und sich doch nie wirklich zu Hause fühlt. Dann ist da noch Miriam, die Viktor in ihr Herz geschlossen hat, obwohl dieser doch nicht viel Gefühl und Verantwortung an sich ran lässt. Sein Cousin Tobias, der autistisch ist, und so mit nicht viel außer seine eigene Perspektive wahrnimmt. Hinzu kommt dann noch eine Kommissarin, die einiges überhaupt nicht verarbeiten konnte und sich chronisch in einem Burnout befindet, sowie Viktors Tante und Onkel die das Bestattungsinstitut führen, und sicherlich mehr wissen über die Umstände des Todes seiner Schwester. Für einen Kriminalroman fehlt es leider an einer gewissen Spannung. Zur sehr wird sich der Leser auf die Dialoge und die feinen Charaktere konzentrieren, die immer wieder sehr schräge Situationen meistern müssen. Und genau in diesen Szenen spielt die Autorin feingeistig mit philosophischen Gedanken und humoristischer Situationskomik ihr As im Ärmel aus. Spannend ist hier nicht die Handlung, sondern spannend ist es hier, wie die Interaktion der Charaktere ist. Die Autorin Tessa Korber schreibt flüssig und erzählt die Geschichte mit seichtem Tempo, sodass man den Figuren und ihren Erlebnissen gut folgen kann! Interessant ist aber nicht nur die Hauptfigur von Viktor, sondern auch Tobias, der autistisch ist und über gewisse „Talente“ verfügt, hat viel zu erzählen. Und wer die Vita von Tessa Korber gelesen hat, der weiß, dass sie einen autistischen Sohn hat und demzufolge weiß, von was sie eigentlich schreibt. Leider geht es hier wenig um Ermittlungen und der Kreis der Verdächtigen Personen ist ungemein überschaubar, so dass sich ein Spannungsbogen fast nicht entwickeln kann. Fazit „Gemordet wird immer“ von Tessa Korber ist ein unterhaltsamer und recht guter Roman und der Versuch ein Gleichgewicht zwischen komödiantischen und humoristischen Elementen zu schaffen. Dass dabei die Spannung einfach im Hintergrund gedrängt wird, ist absolut entschuldbar. Alleine die Charaktere und natürlich der Umstand, dass die Bestatter quasi an der Schwelle von Gevatter Tod stehen, birgt viel Potenzial mit, eine ganze Reihe mit diesen Figuren zu veröffentlichen. Vielleicht stellt sich dann ja die Spannung dann etwas mehr in den Vordergrund!? „Gemordet wird immer“ ist als leichte und unterhaltsame Lektüre sehr zu empfehlen. Alleine schon für die Situationskomik muss man sich bei der Autorin bedanken. Seien wir ehrlich: Für einen Bestatter-Krimi ist dieser voller Leben. Manchmal schräg und schrill, doch immer mit einem verschmitzten Augenzwinkern. Ich hoffe, dass sich Viktor die Ehre gibt, weiter zu ermitteln. Danke Tessa Korber für diese originelle Idee und dessen Umsetzung. Michael Sterzik

    Mehr
  • Rezension zu "Gemordet wird immer" von Tessa Korber

    Gemordet wird immer
    Natasha

    Natasha

    26. August 2012 um 12:27

    „Gemordet wird immer“ ist der Versuch, eine lesenswerte Balance zwischen Krimi und Humor zu finden, wobei dem „echten“ Krimifreund eventuell der Humor-Anteil zu hoch sein könnte. Als Zwischendurchlektüre aber gut geeignet.