Tessa White Die Insel der Orchideen

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Inhaltsangabe zu „Die Insel der Orchideen“ von Tessa White

Schiffe aus aller Herren Länder, ein Gewirr von Stimmen, faszinierende Farben und berauschende Düfte - als die Schwestern Leah und Johanna 1856 in Singapur eintreffen, ahnen sie in ihrer Begeisterung nicht, dass die schillernde Löwenstadt ihr Schicksal bestimmen wird: Johanna nimmt den Antrag des jungen Geschäftsmannes Friedrich von Trebow an und übersieht die tiefen Gefühle, die ein anderer für sie hegt - ein folgenschwerer Fehler. Ihre wilde Schwester Leah verliert ihr Herz an einen jungen Chinesen, eine Beziehung, die nicht sein darf. Als man die Liebenden trennt, flieht Leah und begibt sich auf eine gefahrvolle Reise auf der Suche nach Anerkennung, Glück und nach sich selbst.

Wundervolle Reise in eine neue Kultur mit alten Verhaltensnormen.

— Sophia0601
Sophia0601

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  • Reise in eine andere Welt.. *.* !

    Die Insel der Orchideen
    Sophia0601

    Sophia0601

    10. January 2016 um 21:19

    Eine wundervolle Geschichte zweier Schwestern. :-)

  • Lesemarathon vom 3. bis 6. Oktober 2013 - wer macht mit?

    Daniliesing

    Daniliesing

    Hallo ihr Lieben! das LovelyBooks-Team ist derzeit in begeisterter Lesestimmung und da dachten wir uns, dass der Feiertag in der kommenden Woche (3.10., Tag der deutschen Einheit) doch die perfekte Gelegenheit für einen großen Lesemarathon bietet. Vom 03.10. bis zum 06.10.2013 wollen wir so viele Bücher verschlingen, wie wir nur können. Seid ihr dabei? Natürlich wird es auch wieder Fragen und kleine Aufgaben geben, die zwischendurch für eine zusätzliche Auflockerung sorgen. Ansonsten darf hier fleißig über gerade Gelesenes und Bücher generell geplaudert werden. Ich übernehme dabei natürlich keine Verantwortung für eventuell wachsende Wunschzettel und platzende Bücherregale ;-) Also, stellt schon mal das passende Buchfutter und natürlich den Naschkram bereit, denn in der nächsten Woche wird hier "Buchsport" gemacht! Was ist ein Lesemarathon? Beim Lesemarathon versuchen wir eine bestimmte Zeit lang so viel wie möglich zu lesen, ohne dabei den Spaß zu verlieren. Jeder kann in seinem eigenen Tempo und mit dem Buch/den Büchern seiner Wahl teilnehmen. Dazwischen treffen wir uns hier und tauschen uns über Bücher aus, quatschen einfach ein bisschen und, weil wir neugierig sind, was ihr so lest, wird es auch einige Aufgaben geben, die ihr lösen könnt. Wir starten am Donnerstag, dem 03.10. um 0 Uhr und lesen bis zum Sonntag ebenfalls 0 Uhr. Dabei sind Pausen natürlich strengstens erlaubt ;) Es muss also keinesfalls durchgelesen werden. Auch wer nur an einem bestimmten Tag mitmachen kann oder nur ein paar Stunden, der ist hier herzlich willkommen. Denn vor allem geht es doch um den Spaß am gemeinsamen Lesen! Natürlich könnt ihr auch über Twitter (Hashtag #lblm) oder auf euren Blogs eure Lesefortschritte und Aufgaben posten. Und damit uns das Warten auf den Startschuss nicht so lang wird, können wir die Zeit gleich nutzen und schon ein wenig planen. Also: Wisst ihr schon, was ihr lesen werdet? Habt ihr euch ein Leseziel für den aktuellen Marathon gesetzt, z.B. eine Seitenzahl oder eine bestimmte Anzahl von Büchern, die ihr schaffen möchtet? Warum nehmt ihr teil und wart ihr früher schon mal dabei? :) Wer Lust hast, kann ja auch mal seine Bücherregale fotografieren und hier in einem Beitrag anhängen. Ich gucke mir immer sehr gern Bücherregale von anderen an! Dann können wir einen Blick auf die Auswahl werfen. PS: Unter allen Teilnehmern werden wir auch wieder eine kleine Überraschung verlosen :-) **************************************************** 1. Phase: Vorbereitung / Aufwärmung Zur Vorbereitung auf den großen Lesemarathon müssen wir uns natürlich erstmal aufwärmen. Hierfür werde ich vorab ca. alle 2 Tage bereits kleine Fragen oder Aufgaben stellen, die ich hier liste. Wer Lust hat, kann sie einfach beantworten. Welches Buch liest du gerade und wie gefällt es dir? Würdest du noch mehr von diesem Autor lesen? Auf welches Buch seid ihr schon länger neugierig - vielleicht steht es sogar schon im Regal - aber ihr habt es noch immer nicht gelesen? Wieso eigentlich nicht? Welches Buch hat euch so sehr berührt oder begeistert, dass ihr es am liebsten ganz vielen Menschen schenken oder weiterempfehlen möchtet? Was macht dieses Buch für euch besonders? Gibt es einen Autor, von dem ihr euch unbedingt mal wieder ein neues Buch wünschen würdet? Wenn ja, welcher Autor ist es und in welchem Genre sollte er schreiben? 2. Phase: Lesemarathon Es geht los, die heiße Phase beginnt. Seid ihr auch alle gut vorbereitet? Einige haben ja ganz fleißig beim Warm-Up mitgemacht, sodass Ermüdungserscheinungen nicht so schnell auftreten sollten! Auch jetzt wollen wir natürlich nicht nur lesen, sondern auch die ein oder andere Aufgabe erfüllen und Fragen beantworten: Mit welchem Buch startet ihr in den Lesemarathon und wie lange wollt ihr jetzt erstmal lesen? Was braucht ihr - neben dem Lesestoff - noch unbedingt für einen gelungenen Lesemarathon? Gebt einem Teilnehmer hier beim Lesemarathon einen Buchtipp aus seinem SuB (Stapel ungelesener Bücher). Dazu am besten einfach in der Bibliothek nach den ungelesenen Büchern schauen. Natürlich dürft ihr auch mehreren Teilnehmern Tipps geben und es dürfen auch Bücher sein, die ihr selbst noch gern lesen möchtet. Mit welchem Satz beginnt euer aktuelles Buch? Ändert sich eure Lesestimmung eigentlich mit den unterschiedlichen Jahreszeiten oder könnt ihr immer alles lesen? Welche sind eure persönlichen Top-Empfehlungen für Frühling, Sommer, Herbst und / oder Winter? Wie sehr achtet ihr auf Buchcover? Verleitet euch ein schönes Cover dazu, ein Buch eher zur Hand zu nehmen und näher anzuschauen? Welche Cover findet ihr aktuell besonders gelungen? Wie merkt ihr euch, auf welcher Seite ihr in eurem Buch gerade wart? Nehmt ihr ein Lesezeichen oder irgendetwas, was ihr gerade zur Hand habt? Macht ihr Eselsohren oder legt das Buch umgekehrt offen hin? Habt ihr hier schon bei einer oder mehreren Leserunden mitgemacht? Wenn ja, welche hat euch davon am besten gefallen und wieso? Wenn nicht, wieso? :-) Schreibt ihr euch Lieblingszitate aus Büchern raus oder markiert ihr sie? Verratet doch ein Zitat, das euch besonders gut gefällt! Welches Buch, an das ihr hohe Erwartungen hattet, hat euch dann enttäuscht und wieso? Wenn ihr euch für 3 Bücher entscheiden müsstet, die die einzigen wären, die ihr für den Rest eures Lebens besitzen dürftet, welche wären das? Wie oder durch wen seid ihr zum Lesen gekommen? Was fasziniert euch an Büchern? Was können nur sie im Vergleich zu zum Beispiel zu Musik, Filmen, etc.? In welchem Land könntet ihr ideale Leseferien verbringen? Lest ihr gern anderen Menschen vor oder lasst ihr euch gern vorlesen?

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    • 1362
  • Rezension zu "Die Insel der Orchideen" von Tessa White

    Die Insel der Orchideen
    Ati

    Ati

    21. February 2013 um 17:01

    Im letzten Jahr habe ich zufällig eine Fragerunde mit Stefanie Burow gesehen/gelesen. Sie verbirgt sich hinter dem Pseudonym Tessa White, das - wie man auf der eben genannten Seite nachlesen kann - aus einer von der Autorin verfassten Namensliste seitens des Verlages gewählt wurde, damit LeserInnen unbelastet an ein neues Projekt der Autorin herangehen konnten. Aus Burows Feder stammt etwa auch Das Jadepferd. Ihre Romanideen werden aus eigenen Reiseerfahrungen im asiatischen Raum inspiriert. Doch zurück zum gerade vor mir liegenden Buch Die Insel der Orchideen, das im November 2012 als Taschenbuch von Knaur herausgegeben wurde. Laut Klappentext geht es darin um Folgendes: >>Schiffe aus aller Herren Länder, ein Gewirr von Stimmen, faszinierende Farben und berauschende Düfte – als die Schwestern Leah und Johanna 1856 in Singapur eintreffen, ahnen sie in ihrer Begeisterung nicht, dass die schillernde Löwenstadt ihr Schicksal bestimmen wird: Johanna nimmt den Antrag des jungen Geschäftsmannes Friedrich von Trebow an und übersieht die tiefen Gefühle, die ein anderer für sie hegt – ein folgenschwerer Fehler. Ihre wilde Schwester Leah verliert ihr Herz an einen jungen Chinesen, eine Beziehung, die nicht sein darf. Als man die Liebenden trennt, flieht Leah und begibt sich auf eine gefahrvolle Reise auf der Suche nach Anerkennung, Glück und nach sich selbst.<< Im Gegensatz zu dem zuvor erwähnten Roman Das Jadepferd entführt die Autorin ihre LeserInnen nicht nur in eine exotisch angehauchte Welt, sondern auch in die Vergangenheit. Das tut sie atmosphärisch dicht und sprachlich an diese Zeit angepasst. Leah ist gerade 16, Johanna etwas älter. Sie begleiten ihre Eltern, da ihr Vater als Missionar in Hongkong tätig werden soll. Das Buch beginnt, nachdem die Reise dorthin bereits angetreten wurde. Bereits dabei wird klar, dass Leah und Johanna sehr unterschiedlich sind. Johanna als die große Schwester, von der viel erwartet wird, zeigt sich verantwortungsbewusst und besonnen. Das macht sie in den Augen ihrer abenteuerlustigen und wenig auf Konventionen bedachten Schwester langweilig, sagt aber zunächst wenig über ihre Hoffnungen und Wünsche aus. Und die hat sie zweifelsohne. Die aus verschiedenen Perspektiven erzählte Geschichte dehnt sich über einen Zeitraum von etwa 30 Jahren. Und handelt genau genommen nicht nur vom Schicksal der beiden Mädchen, die ihrer Zeit voraus wirken. Neben ihnen kommt eine ganze Fülle anderer Charaktere zum Tragen. Wirklich blass ist niemand gezeichnet, egal ob sie größere und kleinere Rollen einnehmen. Nicht alle sind sympathisch, nicht all ihre Aktionen und Handlungen kann man gutheißen. Doch obwohl das eine oder andere Klischee nicht ausbleibt, wirkt niemand absolut trivial. Es gibt starke und schwache Persönlichkeiten, keiner ist perfekt. Was mir sehr gut gefallen hat, war die Wahl des Handlungsortes. Denn während ich schon etliche Auswanderer-Geschichten mit Schauplätzen in der Neuen Welt, Australien oder Afrika gelesen habe, haben bisher wenige davon in asiatischen Ländern gespielt. Die Exotik von Land und Leuten in Die Insel der Orchideen ist wunderbar greifbar. Das pastellfarben gestaltete Cover mit seinem blühenden Orchideenzweig und ein paar Dschunken auf ruhigem Gewässer führte mich, auf den Inhalt bezogen, allerdings völlig in die Irre. Nachdem ich ein unterhaltsam-leichtes Buch erwartet habe, lief ich Gefahr, das Buch abzubrechen. Obwohl man als LeserIn quasi gleich anfangs in das Geschehen gestoßen wird, konnte ich nicht so recht darin eintauchen. Das lag auch an dem hohen Erzähltempo, welches die Geschichte prägt. Die Autorin verknüpft gleich mehrere Erzählstränge miteinander, die samt und sonders mit einer geballten Ladung an dramatischen Ereignissen gespickt sind. Dies auf fast drei Jahrzehnte verteilt auf 592 Seiten abzuhandeln geht nicht ohne Zeitsprünge. Davon gibt es auch prompt einige im Buch, was für mich den Lesefluss immer mal wieder ins Stocken gebracht hat. Sehr zartfühlend geht die Autorin mit ihren Figuren nicht um. Von glücklichen Momenten, wie man vielleicht anhand des Covers erwarten könnte, bekommt man als Leser eigentlich nichts mit. Da der Fokus auf eine Familie gerichtet ist, fragt man sich unwillkürlich, wie groß der Magnet sein muss, der all das Unglück anzieht, das dieser widerfährt. Nach einem recht guten Start in ein neues Leben, läuft schon sehr bald alles schief, was nur schief laufen kann. Krankheit und Tod stehen erster Liebe, Liebschaften, Intrigen, Eifersucht, Streit und einer Ehe gegenüber, die nicht zu den besten zählt. Gewaltverbrechen in Form von Entführung, Vergewaltigung und Mord kommen ebenfalls vor. Abenteuer auch, das erklärt sich schon aufgrund des Neuanfangs in einer völlig anderen Welt, beschränkt sich jedoch nicht nur darauf. Geldprobleme erschweren das Leben darüber hinaus. Mit der unberechenbaren Natur kombiniert, sorgt das bei den Figuren für eine gefühlsmäßige vermutete Achterbahnfahrt, die in einem brisanten Finale gipfelt. Vermutet deshalb, weil man die Gefühle zwar permanent latent spüren, jedoch nicht so recht nachlesen kann. Durch die Zeitsprünge bedingt erschien mir vieles zu geballt-oberflächlich, ohne mich sonderlich tief zu berühren. Leider gelang es mir die meiste Zeit nicht, die Distanz zu den Romanfiguren zu überbrücken. Das klingt jetzt schlimmer als es ist. Denn tatsächlich hielt mich neben meiner pathologischen Leselust nicht nur der atmosphärisch dichte, bildhaft gut gelungene Hintergrund inklusive kultureller Besonderheiten bei der Stange. Ganz unspektakulär fand ich mich doch irgendwann in der Geschichte wieder und bemerkte enttäuscht, dass ich auf der letzten Seite angekommen war. Die spielt letztlich übrigens nicht in Hongkong, sondern in Singapur, wo Johanna und ihre Familie hängen bleiben. Fazit: Das hohe Erzähltempo lässt keine wirkliche Langeweile aufkommen. Es mindert jedoch den Lesegenuss, da vieles zu oberflächlich abgehandelt wird. Etwas weniger Drama und/oder deutlich mehr Seiten hätten Whites Roman Die Insel der Orchideen gut getan. Obwohl mich die Geschichte nicht konsequent gefesselt hat, habe ich mich letztlich doch überraschend gut unterhalten gefühlt. Deshalb möchte ich drei von fünf Punkten dafür vergeben. Copyright ©, 2013 Antje Jürgens (AJ)

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  • Rezension zu "Die Insel der Orchideen" von Tessa White

    Die Insel der Orchideen
    chiara

    chiara

    25. November 2012 um 15:44

    Da ich bisher nur wenige Bücher aus dem Bereich „Love & Landscape“ gelesen habe, war ich sehr gespannt, was mich hier auf mich zukommen wird. Dass ich mich bei einem Roman aus diesem Genre nicht großartig einlesen muss, hatte ich schon erwartet. Aber dass mich das Buch so schnell in seinen Bann ziehen wird, erstaunte mich doch sehr. Weiterhin positiv überrascht haben mich auch die beiden Hauptfiguren Johanna und Lea, zwei Schwestern, die sich in vielerlei Hinsicht ähneln und doch so verschieden sind. Beide sind ihrer Zeit weit voraus und wollen mehr sein als das Heimchen hinter dem Herd, das sich nur um die Kinder kümmert. Der Leser begleitet die beiden Frauen über 30 Jahre lang durch Höhen und Tiefen. Dass nicht an Drama gespart wird, ist natürlich alles andere als überraschend. Aber ich bin froh, dass das Buch nicht zu schnulzig geworden ist und dass die beiden Schwestern zwei starke Frauen sind, die aber auch ihre Schwächen haben und keine Superwomen darstellen. Was ich ebenfalls positiv anmerken möchte, ist die Beschreibung der Landschaften und der kulturellen Gepflogenheiten. Hier wird sehr deutlich, dass die Autorin schon häufiger in dieser Region der Welt unterwegs war und sich gut auskennt. Aber auch die Figuren sind gut beschrieben und bedienen keine Stereotypen. Wie bereits erwähnt haben wirklich alle ihre Stärken und Schwächen. Es gibt in diesem Buch absolut niemanden, der perfekt ist und ein Vorzeigeleben führt. Alle hadern mit ihrem Schicksal, das sie manchmal bevorteilt und dann auch wieder nicht. So kann man sich gut vorstellen, dass diese Geschichte wirklich passiert sein könnte. Mir hat das Lesen dieses Buches sehr viel Spaß gemacht und wer gerne ein Buch aus dem Gerne „Love & Landscape“ lesen möchte, dem kann ich diesen Roman nur ans Herz legen.

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  • Rezension zu "Die Insel der Orchideen" von Tessa White

    Die Insel der Orchideen
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    19. November 2012 um 16:18

    Johanna, Leah und ihre Eltern brechen nach Hongkong auf. Ihr Vater hat eine Stellung als Missionar in Hongkong in Aussicht und seine Familie begleitet ihn. Auf dem Weg dorthin, trifft die Familie auf Friedrich und seinen Freund Henry. Beide geben an, Kaufleute zu sein, die in Singapur, Hongkong usw. Handel treiben. Johanna verliebt sich während der Überfahrt in Friedrich. Ihre jüngere Schwester Leah bleibt skeptisch. Irgendetwas stimmt mit Friedrich nicht. Und auch der Heiratsantrag kann Leah die Zweifel nicht nehmen. Die Konstitution der Mutter zwingt die Familie, in Singapur Zwischenhalt zu machen. Doch der Vater möchte weiter und entscheiden, ob er in Singapur oder doch - wie zuerst gedacht - in Hongkong tätig werden wird. Bei einem Aufstand in Hongkong wird er dann allerdings ermordet und Johannas Familie steht vor dem Aus. Ohne das Einkommen des Vaters ist die Familie praktisch mittellos. Einziger Ausweg wäre eine Heirat Johannas, doch auch Friedrich ist verschollen und nach einem Angriff der Piraten auf sein Schiff, ist unklar, ob er überhaupt noch lebt. Doch Johanna beginnt zu kämpfen, für sich, ihre Schwester und ihre Mutter ... Das Cover ist wunderschön. Die Orchidee, die das Frontcover zum größten Teil beherrscht, findet man auch im Innenbereich vorne wie hinten wieder. Die ruhigen Töne laden zum Träumen ein und entführen den Leser in eine fremde, geheimnisvolle Welt. Am Ende des Buches findet sich eine Karte, auf der die wichtigsten Orte eingetragen sind, sowie Leahs bzw. Friedrichs Odysee. Auch ein Glossar mit Erklärungen fehlt nicht. Mit Begeisterung habe ich mich ans Lesen gemacht und durfte mich über einige spannende Stunden im Leben von Johanna freuen. Die Autorin hat sehr gründlich zur Thematik recherchiert. Die Welt der Europäer in Singapur, aber auch die chinesische Welt in Singapur wird detailliert herausgearbeitet und man findet sich beim Lesen in den beiden Welten wieder. Durch den mitreißenden Schreibstil, hat man als Leser das Gefühl, Johanna oder Leah auf ihren Wegen zu begleiten. Die Protagonisten werden in den ersten Seiten eingeführt und mit dem Leser vertraut gemacht. Daher ist es ein leichtes, die Entwicklung der einzelnen Figuren mitzuerleben. Gerade bei Johanna wird die Entwicklung sehr offensichtlich. Auch lassen sich die Handlungsweisen der einzelnen Protagonisten, je besser man sie kennenlernt, nachvollziehen. Dabei bleibt keine der Figuren in dem Roman blass und unscheinbar. Die Autorin schafft es, dass alle farbig und lebendig an der Geschichte teilnehmen und selbst Nebenfiguren dem Leser ans Herz wachsen. Die Handlung zieht sich etwa über 30 Jahre. Jedes Kapitel ist mit dem Jahr bzw. der Zeitspanne zum vorherigen überschrieben. Dabei sind die Zeitsprünge keinesfalls regelmäßig und so erscheint es, als würde der Familie nur Leid geschehen. Von Mord, über Intrigen, Zerwürfnissen, Vergewaltigung, Krankheit, Geldsorgen bis hin zu Naturkatastrophen ist alles dabei. Als Leser bekommt man kaum Zeit, um Luft zu holen und die Ereignisse zu verdauen. Man gerät von einer Schreckenssituation in die nächste und ehe man es sich versieht, sind die knapp 600 Seiten ausgelesen. Die Geschichte beinhaltet viele Wendungen und Spannungspunkte. Am Ende bleiben jedoch noch offene Fragen zurück, bei der der Leser selbst weiterträumen darf. Sprachlich ist das Buch leicht lesbar geschrieben, wenn man sich erst einmal eingelesen hat. Der Autorin gelingt es, eine Stimmung in dem Buch zu erzeugen, dass der Leser immer spürt, in welcher Gefühlslage die Protagonisten sich befinden, ohne dass dies explizit genannt wurde. Die Geschichte ist flüssig und die Übergänge nahtlos. Auch der Wechsel zwischen Johanna, Leah, Friedrich und Henry geschieht ohne Stolpersteine. Schnell findet man sich zurecht, wen man als Leser gerade begleitet. Fazit: Ein wunderbarer Roman, der den Leser in eine fremde und faszinierende Welt eintauchen lässt.

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  • Rezension zu "Die Insel der Orchideen" von Tessa White

    Die Insel der Orchideen
    Wonder_

    Wonder_

    09. November 2012 um 22:18

    "Die Insel der Orchideen" erzählt die Geschichte zweier Schwestern, die einen dadurch, dass man sie durch einen Großteil ihrer Leben begleitet, zutiefst berührt und fesselt. Wenn es nach mir ginge, hätte das Buch noch tausende Seiten mehr haben können. Das Cover ist ansprechend und in angenehmen Tönen gehalten. Das Motiv passt gut zum Inhalt, ebenso wie die sanfte, aber doch verheißungsvolle Ausstrahlung. Der überwiegend freundliche Eindruck trügt jedoch, denn über der ganzen Geschichte lasten stets dunkle Ereignisse. Auch wenn die Charaktere anfangs etwas träge und schwerfällig erscheinen, haben sie nach Beenden des Buches doch einen Weg ins Leserherz gefunden. Dadurch, dass die Geschichte einer so langen Zeitspanne erzählt wird (ca. 30 Jahre), lernt man die Figuren natürlich äußerst gut kennen und gewöhnt sich an sie. Ihre Charaktere entfalten sich langsam und nach und nach beginnt man, sie immer besser zu verstehen. Die Fülle und Qualität der Figuren ist wirklich beeindruckend. Jede einzelne wird lebendig und man kann zu ihnen allen eine Verbindung aufbauen. Auch wenn man viele ihrer Handlungen nicht gutheißt, so kann man diese doch immer nachvollziehen. Die wohl wichtigsten Charaktere sind die Schwestern Johanna und Leah, die sich sehr voneinander unterscheiden. Johanna übernahm schon früh die Verantwortung für ihre jüngere Schwester, wodurch sie bereits in jungen Jahren sehr reif, besonnen und erwachsen ist. Leah empfindet sie aufgrund dessen oft als langweilig und kann nicht viel mit ihr anfangen. Leah selbst ist ein abenteuerlustiges, aufgewecktes Mädchen, das sich wenig um die Meinung ihrer Mitmenschen schert. Sie tut, was sie für richtig hält und sieht nicht ein, dass sie ihr Temperament zügeln soll, um sich der Gesellschaft anzupassen. Oft schießt sie damit übers Ziel hinaus und nicht wenige Menschen sind empört über ihr Verhalten. Ihre Familie, besonders ihr Vater und Johanna, steht jedoch hinter ihr und stärkt ihr den Rücken. Auch Friedrich, in den sich Johanna während ihrer Reise nach Singapur verliebt, Chee Boon Lee, der Chinese der Leahs Herz erobert, Mercy, die lebhafte Nachbarin und unzählige mehr spielen wichtige Rollen. Das Buch ist voller Figuren, die niemals blass erscheinen, egal, welch kleine Rolle sie auch übernehmen. Die Geschichte braucht eine Weile, um einen wirklich zu fesseln. Anfangs ist die Distanz zur Handlung sehr groß, als betrachte man etwas aus weiter Ferne. Erst im Laufe der Story findet man sich immer mehr ein, um schließlich unbemerkt komplett von ihr eingenommen zu sein. Das Buch ist sehr abwechslungsreich und besteht aus zahlreichen Handlungssträngen. Man begleitet Johanna und Leah ihr halbes Leben lang, wodurch eine unglaubliche Nähe und Verbindung zur Geschichte entsteht. Auch aus Sicht anderer Personen wird erzählt und man erhält von allen Seiten Einblicke ins Geschehen. Die verschiedenen Teile der Geschichte fügen sich wunderbar zusammen und man schließt das Buch ganz schön wehmütig ab, denn man möchte sich einfach nicht von den liebgewonnenen Figuren und der Umgebung trennen. "Die Insel der Orchideen" bietet zahlreiche Schauplätze, wie Singapur, einige Inseln, England,... Ebenso abwechslungsreich wie die Orte ist auch die Handlung selbst, die ein ständiges Auf und Ab der Gefühle darstellt. Ein Drama jagt das nächste, man befindet sich in einem ständigen Gefühlschaos. Dadurch, dass oft ganze Jahre zwischen den Abschnitten fehlen, wirkt diese geballte Ladung an Drama leider etwas überzogen und weit hergeholt. Nur schwer kann man sich vorstellen, dass in einer einzigen Familie so viel Unglück und Leid geschieht. Was das angeht, ist die Autorin meiner Meinung nach etwas über das Ziel hinausgeschossen. Tod, unglückliche Liebe, schreckliche Ehen, Intrigen, Krankheiten, Geldsorgen, Naturkatastrophen,... Alles ist dabei. Für die Charaktere hätte ich mir mehr glückliche Lebensabschnitte gewünscht, die aber entweder wirklich sehr rar sind, oder sich schlichtweg in den weggelassenen Jahren abspielen. Alles in allem gefällt mir die Geschichte äußerst gut und es fällt nicht leicht, sie hinter sich zu lassen. Der Schreibstil ist super gelungen und fließend, jedoch nicht ganz einfach. Man muss sich zunächst in die Sprache des 19. Jahrhunderts einfinden und auch um viele Fremdwörter kommt man nicht herum. Schnell gewöhnt man sich daran und verliert sich vollkommen in den Worten der Autorin. Besonders fasziniert mich, dass nur selten die Gefühle der Personen genannt werden, diese jedoch trotzdem ununterbrochen spürbar sind.

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