Nachdem mich der erste Band der Reihe zwar gut unterhalten, aber nicht komplett überzeugt hat war ich gespannt, wie sich die Geschichte in der Fortsetzung entwickeln würde. Im zweiten Band hat sich für mich eine Steigerung gezeigt.
Besonders positiv fand ich die Entwicklung von Evie. Während im ersten Band noch die Feindschaft und das ständige Aufeinanderprallen mit Aspen im Vordergrund standen, hat sich ihre Beziehung in diesem Teil deutlich verändert. Aus den ehemaligen Gegnern sind Verbündete geworden, die eine gemeinsame Zukunft planen. Dieser Wandel hat der Geschichte eine angenehm ruhigere, gefestigtere Dynamik gegeben.
Der Fokus lag für mich in diesem Band weniger auf der Liebesgeschichte selbst, sondern vielmehr auf Evies persönlicher Entwicklung. Vor allem die Enthüllung rund um ihre Herkunft und die Tatsache, dass sie möglicherweise gar kein vollständiger Mensch ist, haben der Handlung deutlich mehr Tiefe verliehen. Besonders der Vertrauensbruch gegenüber ihrer Familie und die daraus resultierenden Fragen nach Identität und Zugehörigkeit standen stark im Mittelpunkt.
Trotz dieser interessanten Entwicklungen hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass mir ein gewisses „Etwas“ fehlt, um wirklich vollständig in die Geschichte einzutauchen. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag, die Handlung war solide, die Figurenentwicklung gelungen, aber emotional hat mich die Reihe nicht komplett abgeholt.




















