Théophile Gautier Gruselkabinett 26. Die liebende Tote

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Inhaltsangabe zu „Gruselkabinett 26. Die liebende Tote“ von Théophile Gautier

Der junge französische Priester Romuald wird des Nachts an das Lager einer Sterbenden gerufen. Zwar kommt er zu spät, um ihr noch die letzte Ölung zu spenden, jedoch willigt er ein, wenigstens die Totenwache zu halten. Allein in dem prunkvollen Schlafgemach erkennt Romuald in der Toten die Kurtisane Clarimonde wieder, deren Schönheit ihm seit langem nicht mehr aus dem Sinn geht ?

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  • Rezension zu "Gruselkabinett 26. Die liebende Tote" von Théophile Gautier

    Gruselkabinett 26. Die liebende Tote

    sabisteb

    13. August 2010 um 09:53

    Am Tag seiner Priesterweihe verliebt sich Romuald in die wunderschöne Clarimonde. Sie kann ihn nicht vergessen und bittet ihn zu sich. Romuald gerät in Gewissenskonflikte. Hin und her gerissen zwischen seiner Liebe zu Gott und seiner Liebe zu Clarimonde leidet er Seelenqualen. Sein Mentor erkennt die Lage und verschafft ihm eine Stelle als Landpfarrer um ihn von Clarimonde zu befreien, nicht ahnend, dass diese Pfarrei ganz in der Nähe von Clarimondes Landgut liegt. Romuald verfällt der schönen Frau, verlässt mit ihr heimlich seine Pfarrei und verrät für sie seinen Glauben, nicht ahnend, dass Calrimonde ein Vampir ist, ein Geschöpf der Dunkelheit. Théophile Gautier (1811 -1872) war ein französischer Schriftsteller. Er veröffentlichte diese Geschichte 1836 unter dem Titel "La Morte Amoureuse" in "La Chronique de Paris". Die Geschichte ist auch unter dem Namen "Die tote Geliebte", "Die liebende Tote", "Clarimonda" und "Die verliebte Tote" bekannt. Diese Geschichte ist eine sehr frühe Vampirgeschichte, die noch nicht von Dracula beeinflusst ist und daher einige auch heute wieder in den Vampirgeschichten auftauchende Abweichungen vom Archetyp Dacula aufweist. In gewisser Weise ist Clarimonde ein durchaus moderner Vampir. Sie scheint tagaktiv zu sein, sie tötet ihre Opfer nicht, sondern braucht nur minimal Blut und sie liebt Romuald wirklich. Die beiden sind glücklich miteinander, in gewisser weise ist diese Geschichte eine Mischung aus Dornenvögel mit Edward und Bella. Zusätzlich zu dieser Liebesgeschichte gegen den Widerstand der Gesellschaft kommt noch die Ebene der Moral hinzu. Clarimonde ist eine Courtisane, eine schöne, begehrenswerte, sexuell sehr aktive und somit frivole Frau die einen Priester verführt. Auch wenn er sich durchaus gerne verführen lässt und Clarimonde liebt, ist die Frau wieder einmal das böse Geschöpf und Abbé Serapion, Romualds Mentor hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Seele seines Schützlings vor der Verderbtheit des Weibes zu erretten. Eine wunderbare, tragische Liebesgeschichte zwischen einem Vampir und einem Priester. Gegensätzlicher geht es wirklicht nicht mehr. Die Umsetzung ist gelungen wie immer. Die Sprecher sind durchweg allesamt hervorragend und die akustische Untermalung ist stimmig und unterstützend. Wie immer in der Reihe Gruselkabinett wird Wert auf die Geschichte und die Dialoge gelegt und nicht auf Effekthascherei und sinnlose Aktion. Ein Hörspielkleinod. Es ist schon erstaunlich wie Marc Gruppe und Stephan Bosenius es immer wieder schaffen solch wunderbare und doch zeitlose Schauergeschichten zu finden, die kaum einer mehr kennt.

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  • Rezension zu "Gruselkabinett 26. Die liebende Tote" von Théophile Gautier

    Gruselkabinett 26. Die liebende Tote

    Bastelfee

    18. April 2010 um 22:21

    Ein sehr gut gelungenes Hörspiel!!!

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