Thabita Waters Heroin: Liebe spielt nie fair

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Inhaltsangabe zu „Heroin: Liebe spielt nie fair“ von Thabita Waters

Mit dreizehn verliebt man sich stürmisch und entliebt sich schmerzhaft. Anders erging es auch mir nicht, damals im Herbst 1979. Er war der Traumtyp, den alle Mädchen wollten, und verliebte sich ausgerechnet in mich, ein unbeliebtes, unscheinbares Mädchen. Es begann als mein Märchen. Und dann brachen Drogen, Sucht und Entzug über uns herein und zerstörten unsere Liebe.

Diese wahre Geschichte die fesselnd und bewegt. Keine leichte Lektüre.

— Esme--

Ein sehr berührendes, aber auch manchmal anstrengendes Buch

— DreamingYvi

Sehr emotional und muss man einfach selbst lesen, wenn man Bücher mag, die sehr gefühlvoll sind.

— Rheinmaingirl

ein Buch, das man nicht einfach »weglesen« kann. Es hinterlässt tiefe Eindrücke. Schockierend offen und sehr traurig

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Bia muss mit 13 Erfahrungen sammeln, mit denen Erwachsene kaum fertig werden. Eine autobiographische Geschichte, die mich erschüttert hat.

— Marion22

Die tragische, fesselnde Story um eine junge Liebe und vielen mächtigen Problemen, der man einer 13-Jährigen niemals zumuten würde. Spitze!

— pegatan

ich war total gefesselt von dem buch und habe es in einem rutsch durch gelesen. verdiente 5 Sterne

— Lairie82

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  • Eine fesselnde und sehr bewegende Geschichte

    Heroin: Liebe spielt nie fair

    Esme--

    22. July 2016 um 16:09

    Inhalt: Sascha ist so ganz anders als Bianka. Er ist selbstbewusst, er weiß, was er will. Schnell greift er nach Biankas Hand, behandelt sie gleich so, als gehöre sie in sein Leben. Noch am selben Abend als beide einander begegnen, küsst er das Mädchen und bescheidet, dass sie nun zusammen wären. Bianka verliebt sich in den so gegensätzlichen Jungen. Doch schnell wird klar, dass Sascha mit seinem Leben nicht so zufrieden ist, wie es auf den ersten Blick schien. Die Eltern sind reich, doch ist ihnen der eigene Junge egal. Hauptsache die Außenwirkung stimmt. Sascha sehnt sich nach Liebe und Aufmerksamkeit. Immer mehr klammert er sich an Bianka. Als Schule und Freundschaften leiden und Biankas Mutter fordert, dass sich das Kind an Haushalt und Verwandtenbesuchen beteiligt, reagiert Sascha mit Unverständnis. Bald schon verstreiten sich die beiden Teenager. Die erste Trennung droht und damit nimmt das Unheil auch schon seinen Lauf. Sascha sucht die Flucht aus der Realität. Er lässt sich den ersten Schuss Heroin verpassen. Die schon verfahrene Situation von Bianka und Sascha wird immer schlimmer. Bianka soll an seiner Seite bleiben und ihn retten. Das Mädchen ist über beide Ohren verliebt. In einem Alter von dreizehn Jahren muss sie eine Verantwortung auf sich laden, die sehr viel Kraft einfordert und an der beide zu zerbrechen drohen. Schreibstil: Bei „Heroin - Liebe spielt nie fair“ handelt es sich um eine wahre Begebenheit. Die Autorin berichtet aus ihrer Jugend, in der sie auf einen selbstbewussten Jungen namens Sascha traf. Sascha ist so ganz anders als sie selbst. Er nimmt sich, was er braucht und das ist die Liebe von Bianka. Saschas Mutter ist die Erbin eines großen Konzerns. Sie ist es gewohnt alles zu bekommen. Gleich auf den ersten Blick ist ihr Bianka unsympathisch. Das Mädchen ist nicht gut für das Bild, welches sie für Presse und Öffentlichkeit zeichnet. Sascha rebelliert. Er versucht genau das zu machen, was seiner Mutter missfallen könnte. Er sehnt sich nach der elterlichen Zuneigung und Verständnis. Das Schauspiel, welches die Familie tagtäglich abliefert ist ihm zuwider. All das, was er zu Hause nicht bekommt, findet er in Bianka. So erdrückt Sascha das Mädchen fast mit seinen Gefühlen. Er ist eifersüchtig, wenn Bianka auch mal was mit den Freundinnen machen möchte. Er möchte sie rund um die Uhr sehen. Die nächtlichen Besuche fordern ihren Tribut. Beide Jugendlichen sind gereizt vom Schlafmangel, die schulische Leistung leidet und immer häufiger kommt es zum Streit. Gerade Sascha kann sehr aufbrausend sein. So liebevoll er an manchen Tagen ist, so stark sind auch seine Wutausbrüche, die plötzlich aus ihm herausbrechen. Doch gerade die schönen Momente sind es, die Bianka dazu bringen, ihre Mutter und auch die Freunde zu belügen. An einem ganz besonders schlimmen Tag spricht Bianka aber die Trennung aus. In diesem schwachen Moment, lässt sich Sascha gehen und nimmt die Lösung einer Barbekanntschaft dankend an: Seinen ersten Schuss. Von da an geht es für beide mit Vollgas auf dem Weg in den Abgrund weiter. Immer wieder fordert Sascha von Bianka Aufmerksamkeit, immer wieder lastet er alle Verantwortung auf ihren Schultern ab. Bianka ist schuld, dass er an die Drogen geraten ist, Bianka ist daran schuld, dass es ihm schlecht geht und sich in Wut flüchtet. Nach dem Drogenkonsum soll das Mädchen ihm helfen den Entzug zu Hause durchzuführen. Ein Klinikaufenthalt kommt für Sascha nicht in Frage. Die Last, die auf Biankas Schultern lastet, wird für den Leser auf jeder Seite spürbar. Die Freunde von Sascha und Bianka sind zwar nett, doch die Verantwortung trägt allein das Mädchen. Die Last der Beziehung wiegt schwer. Auch Biankas Mutter ist mit ihrem eigenen Leben als alleinerziehende Mutter zweier Kinder überfordert. Die Probleme ihrer Tochter sind für sie Kinderprobleme. Fazit: Dieses Buch zeichnet ein bedrückend-realistisches Bild der Liebe eines dreizehnjährigen Mädchens und eines fünfzehnjährigen Jungen; einen messerscharfen und entlarvenden Blick auf eine dysfunktionale Familie unter deren heilen Oberfläche das Unheil lauert und die nicht in der Lage ist, den Teenagern Halt zu geben. Auch, wenn der Leser hier sehr oft mit Bianka leidet, weil Sascha so ungerecht empfindet, so wird klar, dass der Junge nur Halt sucht und ihn nie wirklich findet. Dieses Buch regt zum Nachdenken an. Es fesselt den Leser und es zeigt, wie wichtig die Rolle jedes einzelnen im Leben ist. Buchzitate: Du bist das einzig Reale in meinem Leben. Alls andere ist nur gespielt. (Sascha zu Bianka) Das hier ist verlogen, du bist ehrlich. Keine falsche Hülle. Kein Trugbild einer scheinbar heilen Welt. (Sascha zu Bianka)

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  • Ein sehr berührendes, aber auch manchmal anstrengendes Buch

    Heroin: Liebe spielt nie fair

    DreamingYvi

    22. June 2016 um 11:24

    Die 13-jährige Bia verliebt sich in den 15-jährigen Sascha und findet dadurch schnell Anschluss zu neuen Freunden. Sie erlebt ihre erste Liebe und ebenfalls das ganze Gefühlschaos, das die Liebe mit sich bringt. Allerdings erträgt sie seine ständigen Launen nicht und beendet diese frühe Liebe wieder. Sascha erträgt das nicht und greift so zum Heroin. Ein Kampf beginnt.Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten, in das Buch reinzukommen und konnte mich auch mit dem Schreibstil schwer anfreunden. Es wurde alles sehr detailliert beschrieben. Da das Buch auf eine wahre Begebenheit beruht, lässt sich diese Genauigkeit vermutlich darauf berufen.Als dann aber schließlich der Punkt kam, an dem klar wurde, dass Bia mit Sascha den Kampf aufnimmt, um ihn aus der Drogensucht rauszuholen, konnte ich das Buch kaum zur Seite legen. Ehrlich gesagt fällt es mir sehr schwer, zu dem Buch eine ordentliche Rezension zu schreiben. Vielleicht, weil diese Geschichte auf wahre Begebenheit beruht, oder eben, weil sie einfach so abschreckend ist. Immerhin sind solche Dinge nicht aus den Fingern gezogen, bzw. erfunden, es ist leider die harte Realität und sollte viel mehr als abschreckendes Beispiel dienen.Ich weiß immer nicht, ob ich solche Bücher empfehlen soll, will, kann. Ich glaube, dass das jeder für sich selbst entscheiden muss. Auf jeden Fall ist sie sehr berührend, hat mich an vielen Stellen wirklich mitgenommen und das Ende ....puh. Irgendwie hätte ich das nicht gedacht.

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  • Leserunde zu "Heroin: Liebe spielt nie fair" von Thabita Waters

    Heroin: Liebe spielt nie fair

    ThabitaWaters

    Ich stelle hier 15 Ebooks als Rezensionsexemplare zur Verfügung. Heroin ist eigentlich ein Jugendbuch, doch auch Erwachsene dürfen es lesen.  Ich kann sowohl Mobi als auch Epub liefern. Ich freue mich auf tolle Diskussionen und nette Leser

    • 140
  • Ist die Liebe stärker als die Heroin-Sucht?

    Heroin: Liebe spielt nie fair

    Rheinmaingirl

    11. January 2015 um 17:39

    Bia verliebt sich mit 13 Jahren in Sascha und dieser erwidert ihre Liebe auch noch. Damit hat sie nicht gerecht, da er aus einem reichen Elternhaus kommt und ein Traumtyp ist. Doch Sascha möchte nur Bia, da er keine Zuneigung und Liebe von seinen Eltern erhält und klammert dadurch sehr. Bia ist das zu viel, denn sie möchte auch Zeit mit Ihren Freundinnen verbringen. Da Bia es auch zuhause nicht so leicht hat und ihre Mutter sie nicht ernst nimmt, genießt sie die Liebe zunächst komplett und verzichtet hierfür darauf Ihre Freundinnen zu treffen. Auch nachts kommt Sascha zu Ihr und dadurch werden ihre schulischen Leistungen immer schlechter. Als Sascha, nachdem Bia auf Zeit für sich besteht und sich von Ihm deswegen trennt,  auch noch zu Drogen greift gibt Bia sich daran die Schuld und unterstützt ihn bei einem kalten Entzug, der misslingt. Mich hat der Schreibstil sehr gefesselt und ich konnte den Schmerz und die Hilflosigkeit von Bia richtig spüren. Ich möchte der Autorin danken, dass Sie dieses Buch veröffentlicht hat und hoffe es hat der Autorin bei der Verarbeitung etwas geholfen und nicht nur alles wieder aufgewühlt. Insgesamt wirklich ein Buch, dass man nicht nur als Jugendlicher lesen sollte, denn kann es wirklich weiter empfehlen, denn macht deutlich, dass man diese Situation nicht alleine meistern kann und Hilfe in Anspruch nehmen sollte.

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  • Diese Geschichte lässt einen länger nicht mehr los!

    Heroin: Liebe spielt nie fair

    theresa_st

    27. December 2014 um 11:59

    Bia ist dreizehn als sie sich in Sascha verliebt...er ist für sei der Traumtyp und sie kann ihr Glück gar nicht fassen, aber leider ist er nicht so perfekt wie gedacht und schon bald befindet sich Bia in einem Strudel von Drogen und leichter Kontrollsucht wieder. Das Buch ist autographisch. Dementsprechend gestaltet sich auch der Schreibstil. Thabita schreibt wunderbar locker und flockig. Man hat selbst das Gefühl wieder dreizehn zu sein. Bia ist einem gleich sympatisch und man kann sich total in sie hineinversetzten und man leidet auch mit ihr mit. Sascha war für mich anfangs schwer zugänglich und dass er Bia ständig Vorschriften machen will (z.B. wann sie wenn treffen soll) gefällt mir nicht wirklich. Der Autorin gelingt es aber uns auch den weichen, sehr verletzlichen Sascha zu präsentieren und seine Handlungen damit in ein anderes Licht zu rücken. Die Geschichte selbst ist sehr spannend mit vielen Hochs und Tiefs. Man wird einfach so mitgesaugt und kann das Buch schon bald nicht mehr aus der Hand legen. Auch wenn diese Erlebnisse vor vielen Jahren stattfanden, ist das Thema topaktuell. Fazit: Dieses Buch stimmt einen nachdenklich und lässt den Leser etwas melancholisch zurück, aber mit der Hoffnung es bei den eigenen Kindern bzw. als Jugendlicher bei sich selbst und seinen Freunden besser zu machen. Somit ist das Buch eigentlich für alle Altersgruppen geeignet: für die Jugend, junge Erwaschsene, Eltern, Großeltern...

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  • Heroin: Liebe spielt nie fair

    Heroin: Liebe spielt nie fair

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. December 2014 um 20:08

    Die Autorin erzählt hier ihre eigene Geschichte, was es nicht gerade einfach macht. In einem fiktiven Roman gäbe es wohl einiges zu kritisieren, weil Romanfiguren eben nicht so handeln, wie es Teenager im zarten Alter von 13 und 15 nun einmal tun. Aus Bias Sicht hätte ich mich vermutlich genau so verhalten. Von der Mutter nicht Ernst genommen, ist Sascha wie ein Rettungsring. Er nimmt sie nicht als Kind wahr und so wird er für Bia zum Mittelpunkt ihres Lebens. Dabei übersieht sie völlig, dass er ihr nicht weniger abverlangt, als ihre Mutter. Auch in Sascha kann ich bis zu einem gewissen Punkt hineinversetzen. Als Erwachsene erscheint mir der Junge allerdings ziemlich engstirnig. Klar ist es für einen Teenager nicht leicht, wenn man von den Eltern abgewiesen wird. Andererseits verhält er sich im Grunde genommen nicht anders, als seine Eltern. Er gibt jedem und allen die Schuld für sein Verhalten und flüchtet sich in eine Scheinwelt. Selbst Bia behandelt er letztlich genau so, wie seine Mutter und macht auch sie mit unterschwelligen Drohungen gefügig. Am schlimmsten empfand ich, welch große Bürde er seiner Freundin aufgeladen hat, die mit ihren eigenen Problemen schon genug zu tun hatte.  Mit dreizehn sollte man eigentlich noch Kind sein dürfen. Was Thabita Waters zu jener Zeit erlebte, hätte so manch einen Erwachsenen vermutlich völlig aus der Bahn geworfen. Die Erlebnisse aufzuschreiben war bestimmt nicht einfach, zumal durch Saschas Tod die Geschichte kein Ende im eigentlichen Sinne hat. Für Bianka ging die Qual weiter. Dennoch hat sie, vielleicht auch gestärkt durch eben jene Erfahrung, alles niedergeschrieben.  Mein Fazit: Absolut empfehlenswert. Eine Geschichte, die sich nachhaltig bei mir festgesetzt hat.

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  • Heroin - Liebe spielt nie fair

    Heroin: Liebe spielt nie fair

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. December 2014 um 14:56

    Inhalt: Mit dreizehn verliebt man sich stürmisch und entliebt sich schmerzhaft. Anders erging es auch mir nicht, damals im Herbst 1979. Er war der Traumtyp, den alle Mädchen wollten, und verliebte sich ausgerechnet in mich, ein unbeliebtes, unscheinbares Mädchen. Es begann als mein Märchen. Und dann brachen Drogen, Sucht und Entzug über uns herein und zerstörten unsere Liebe. Meine Meinung: Bia und Sascha – es ist die erste große Liebe zwischen zwei Teenagern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sascha kommt aus reichem Hause, kennt allerdings keine Zuneigung oder Unterstützung von den Eltern. Deshalb klammert er sich an Bia und möchte am liebsten jede Sekunde mit ihr verbringen. Auch Bia hat es zuhause nicht leicht. Sie wird von ihrer Mutter nicht ernst genommen und auf Hilfe kann sie lange hoffen. Sie liebt Sascha, doch sie verzichtet für ihn auf zu viel. Sie trifft kaum noch ihre Freundinnen, ihre schulischen Leistungen nehmen rapide ab und an Schlaf ist auch kaum noch zu denken. Als dann Sascha auch noch zu Drogen greift, soll Bia mit ihren 13 Jahren und nur mit der Kraft ihrer Liebe Sascha helfen, davon wegzukommen. Dass das scheitert, kann man sich hier schon denken. Dieses Buch einfach so zu „beurteilen“ fällt mir ziemlich schwer, schließlich ist das hier keine erfundene Geschichte, sondern eine echte Erfahrung der Autorin, so gesehen ihre eigene Biografie. Das Buch ist mir deshalb sehr nahe gegangen und ich habe versucht es aus Teenager- und Erwachsenensicht zu lesen. Ich konnte Bia gut verstehen, auch wenn sie oft naiv und blind war. Mit 13 Jahren und bei der ersten großen Liebe reagiert man nun mal nicht so, wie man sollte. Vor allem, wenn die eigene Mutter keine Hilfe ist. Auch Sascha konnte ich teilweise verstehen. Er wäre vielleicht nie so besitzergreifend geworden, wenn in seinem Elternhaus einige Dinge anders gelaufen wären. Fazit: Das Buch ist schnell wegzulesen, jedoch noch lange im Gedächtnis. Ich kann es jedem weiterempfehlen, egal ob Teenager oder Erwachsener und ziehe meinen Hut vor dem Mut der Autorin, diese Geschichte zu veröffentlichen.

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  • Heroin: Liebe spielt nie fair

    Heroin: Liebe spielt nie fair

    Biene2004

    04. December 2014 um 16:13

    Kurzer Inhalt Mit dreizehn verliebt man sich stürmisch und entliebt sich schmerzhaft. Anders erging es auch mir nicht, damals im Herbst 1979. Er war der Traumtyp, den alle Mädchen wollten, und verliebte sich ausgerechnet in mich, ein unbeliebtes, unscheinbares Mädchen. Es begann als mein Märchen. Und dann brachen Drogen, Sucht und Entzug über uns herein und zerstörten unsere Liebe. Eigene Meinung Die Autorin Thabita Waters schildert uns Lesern hier ihre eigene Biografie, die mir persönlich sehr nahe gegangen ist. Von daher ist eine Rezension meiner Meinung nach nicht das richtige Wort, denn dieses Buch zu beurteilen bzw. zu bewerten kann den Kern und Wert dieser Biografie in keinster Weise wieder spiegeln.  Was nicht heissen soll, dass der Leser bzw. die Leserin sich hierzu nicht äussern soll, ich denke einfach nur, dass "Rezension" nicht der richtige Weg ist. Ich denke, zum Schreibstil muss ich nicht viel sagen... Flüssig und locker, leicht verständlich und mit viel Herzblut zwischen den Zeilen lässt sich diese Biografie innerhalb kürzester Zeit verschlingen. Bia und Sascha. Sascha und Bia. Zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie lieben sich. Und doch hat ihre Liebe keine Chance. Sascha kommt aus reichem Hause, Geld spielt keine Rolle, Liebe und Zuneigung allerdings auch nicht. Daher klammert er wohl auch so sehr an seiner Bia. Das alles kann ich sehr gut nachvollziehen. Ist für mich logisch und verständlich.  Ich kann Saschas Verhalten - da ich den Hintergrund kenne - gut verstehen. Verstehen kann ich allerdings auch Bia. Sie vermisst ihre Freundinnen, hat keine Zeit mehr für irgendwas anderes, noch nicht mal zum Schlafen. Sie will Sascha gerecht werden, will ihn nicht enttäuschen, will für ihn da sein. Gerade als die Drogen ins Spiel kommen, versucht sie alles, um ihm irgendwie zu helfen bzw. beizustehen. Auch Bias Elternhaus gibt ihr nicht den Halt, den eine 13-Jährige bräuchte. Obwohl ich hier glaube, dass ihre Mutter einfach nicht anders kann. Sie versucht, die Familie durchzufüttern und ist mit ihrem nächtlichen Job und der Gesamtsituation wahrscheinlich heillos überfordert und einfach nicht sensibel genug für die Belange ihrer Töchter. Ich denke wirklich, dass sie es nicht besser weiss und in ihren eigenen Augen wahrscheinlich das Beste für ihre Töchter rausholt. Ganz im Gegenteil zu Saschas Mutter. Für sie gilt Prestige und Geld. Nach aussen immer glänzen. Ohne Rücksicht auf Verluste. In diesem Fall halt das eigene Kind, das eigene Fleisch und Blut. Wären beide Elternteile anders aufgestellt gewesen, wäre das alles wohl nicht SO passiert, jedenfalls wohl nicht in diesem Ausmaß. Doch hierüber zu spekulieren bringt rein gar nichts mehr. Bia hat das ganze Ausmaß dieser Kastastrophe abbekommen, ihre Narben werden wohl niemals so ganz heilen - möglicherweise nur verblassen. Hut ab für den Mut, diese Geschichte publik zu machen!! Ich kann mir mehr als gut vorstellen, dass alte Wunden wieder aufgerissen worden sind. Vielleicht hat die Veröffentlichung dieser Biografie aber auch ein bisschen helfen können, das Geschehene doch irgendwie abschliessend zu verarbeiten! Ich hoffe, dass dieses Buch so manche unserer Kinder in die Finger bekommen, denn mit Sicherheit können unsere Teenager etwas Wichtiges und Bleibendes hieraus mitnehmen! Und auch den Eltern oder Großeltern, die dieses Buch lesen oder gelesen haben, macht es vielleicht nochmal aufs Neue so richtig deutlich, immer ein offenes Ohr und Auge für unsere Jugend zu haben! Ich kann dieses Buch also bedenkenlos weiterempfehlen, beide Zielgruppen können sich hier angesprochen fühlen!

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  • Dies ist keine leichte Kost

    Heroin: Liebe spielt nie fair

    Monkberg

    02. December 2014 um 09:13

    Warum "nur" 4 Sterne? Ganz einfach: weil der Roman zu echt ist. Die Autorin verrät im Nachwort, dass sich alles so abgespielt hat, wie sie es schildert. Nun, wahrscheinlich nicht exakt. Wer ein autobiografisches Werk veröffentlicht, ist heutzutage gut beraten, die Namen und die Lebensumstände der Beteiligten soweit zu verändern, dass sie Fremde nicht erkennen. Dass sie sich am besten selbst nicht wieder-erkennen. Gerade in diesem Fall könnten sich nämlich zum Beispiel Saschas Mutter durchaus als unfair dargestellt empfinden. Damit sind wir auch schon am Punkt. Es geht in diesem Roman um Unfairness, und um verpasste Chancen. Das Leben ist nicht fair zu Bia und Sascha, Ihre Eltern sind nicht fair, und die ungleichen Lebensumstände der beiden sind es erst recht nicht. Man merkt beim Lesen rasch, dass dieses Buch in die Katastrophe münden wird. Dass Sascha genauso narzistisch veranlagt ist, wie seine Mutter, und darum keine auch nur vermeintliche Kränkung oder Zurücksetzung erträgt. Dass er auch seine große Liebe Bia unfair behandelt. Die wiederum glaubt, dass sie nur funktionieren soll. Zumindest aus Sicht ihrer Mutter, beziehungsweise so wie Bia das Verhalten ihrer Mutter interpretiert, Es gibt jede Menge Schweigen in diesem Roman, auf unterschiedliche Weise, viele Dinge werden eben nicht kommuniziert, und das schmerzt richtig. Ich habe "Heroin, Liebe spielt nie fair" nicht gerne gelesen, und das liegt bitte nicht an der Sprache. Die liest sich flüssig, und an Feinheiten des Stils herumkritteln kann man immer. Das ist hier aber nicht der Punkt. Thabita Waters ist es recht gut gelungen, die Sprache und den Erlebnishorizont ihres jüngeren Ichs darzustellen. Nur: man kann das nicht, das Buch abends auf der Couch zur Unterhaltung weglesen und es wieder zuklappen. Das lässt das Thema nicht zu. Es beschäftigt den Leser, und das ist gut so.

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  • Lebenserfahrung, die tief unter die Haut geht

    Heroin: Liebe spielt nie fair

    Marion22

    23. November 2014 um 13:02

    Mit dreizehn verliebt man sich stürmisch und entliebt sich schmerzhaft. Anders erging es auch mir nicht, damals im Herbst 1979. Er war der Traumtyp, den alle Mädchen wollten, und verliebte sich ausgerechnet in mich, ein unbeliebtes, unscheinbares Mädchen. Es begann als mein Märchen. Und dann brachen Drogen, Sucht und Entzug über uns herein und zerstörten unsere Liebe. Als ich das Buch angefangen habe, dachte ich es kommt auf eine andere Variante der Geschichte von „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ auf mich zu. Doch was ich hier zu lesen bekam ist die autobiographische Lebensgeschichte von Thabita Waters, die ganz tief unter die Haut geht. Ich habe das Buch aus zwei Perspektiven gelesen. Zum einen aus der Sicht einer 13- jährigen und zum anderen aus der Sicht als Erwachsene. Bia (Thabita) hat mich in meine eigene Teenagerzeit zurück versetzt und ich konnte ihre Gefühlswelt von damals als 13 jährige nachempfinden. Der erste Freund, Selbstzweifel, Stolz, Schmetterlinge im Bauch, Hormone die übersprudeln, die ersten Zweifel, Angst und Unsicherheit. Mit 13 fahren die Gefühle Achterbahn. Bia liebt Sascha wie es eben nur bei der ersten Liebe vorkommt. Anfangs glaubt sie, mit Liebe gelingt alles. Doch schon bald kommen erste Zweifel und es beginnt ein kleines Machtspiel. De erste Liebeskummer naht und während Bia eigentlich gestärkt aus der Situation hervorgeht, stürzt Sascha ab und kommt mit Drogen in Berührung. Was dann folgt ist eine Situation, die man einem „Kind“ nie wünscht. Schuldgefühle, Überforderung und dennoch Liebe. All das veranlasst Bia diesen grausamen Gang mit einem Drogensüchtigen zu gehen und fast daran zu zerbrechen. Ein Ende ohne Ende ist das tragische Ende! Von der Seite des Erwachsenen gesehen, bin ich unglaublich wütend und enttäuscht wie einsam und verlassen Bia in dieser schwierigen Zeit war. Kein Rückhalt von der eigenen Mutter, von Saschas Mutter schlimmste Beschimpfungen und eine Eiseskälte gegenüber ihrem Sohn, die mich fassungslos macht. Insgesamt haben hier alle beteiligten Erwachsenen in meinen Augen kläglich versagt. Vor Bia verneige ich mich tief. Mit 13 so einen Kampf aufzunehmen, über Nacht erwachsen zu werden und nicht vollkommen daran zu zerbrechen gebührt mein Respekt. Allerdings werden diese Narben wohl immer auf der Seele bleiben. Für mich ein tief bewegendes Buch, das gerade Erwachsene lesen sollten um sich mehr Zeit für ihren Nachwuchs zu nehmen.( wahrscheinlich lesen es aber nur 

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  • Tolles Buch!

    Heroin: Liebe spielt nie fair

    pegatan

    21. November 2014 um 16:31

    Ich habe mich -als ehemaliger Arbeitskollege von der Autorin- auf die Leserunde beworben und innerhalb von 14 Stunden restlos verschlungen. Es handelt sich um eine autobiografische Story. Man merkt anhand des Schreibstils, dass sie sich sehr gut in ihre Gefühlswelt von 1979 (!!) erneut hineinversetzen konnte und erläutert in präzisem Schreibstil das Erlebte. Man fühlt regelrecht, wie sehr die Autorin unter der im Buch geschilderten Situation einer ausweglosen, komplizierten Liebe gelitten haben muss.  Die Protagonisten des Buches sind ausreichend beschrieben, die Autorin gibt nach dem tragischen Ende sogar einen kleinen Ausblick von ihrem jetzigen Leben, praktisch 33 Jahre danach.  Das Buch ist definitiv für jeden Teenager (und natürlich auch Erwachsenen), der sich gerne mit Jugendliteratur befasst, absolut empfehlenswert und ich werde es zum weiteren Durchstöbern gerne auf meinem Reader behalten, um es nochmals lesen zu können. Ich habe in den letzten Monaten nur wenige Bücher so verschlungen, wie dieses - und allein das ist schon ein großes Lob für sich! :-) Weiter so!

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