Thalma Lobel Du denkst nicht mit dem Kopf allein

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Inhaltsangabe zu „Du denkst nicht mit dem Kopf allein“ von Thalma Lobel

Wer hätte gedacht, dass es von Vorteil ist, wenn im Bewerbungsgespräch der zukünftige Chef eine duftende Tasse Kaffee in der Hand hält? Warum wir einen Verhandlungspartner besser auf einem weichen Stuhl platzieren sollten oder auch, warum wir der Bedienung mehr Trinkgeld geben, wenn sie uns zuvor am Arm berührt hat? Sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen – unsere Sinne führen ein Leben in Eigenregie und beeinflussen unser Denken und Handeln in einem verblüffenden Ausmaß. Die Autorin Thalma Lobel zeigt anhand zahlreicher Beispiele, wie unsere Sinne uns täglich lenken, und bietet eine Fülle von Erkenntnissen darüber, wie wir diese Wirkungen für uns nutzen können. Begleiten Sie uns auf eine Reise durch das Labyrinth der Sinne.

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    Du denkst nicht mit dem Kopf allein

    R_Manthey

    24. June 2015 um 11:25

    Wenn man die ersten Abschnitte dieses Buches liest, dann ist man wahrscheinlich fasziniert. Doch dieses gute Gefühl blieb bei mir leider nicht bis zum Ende, obwohl man eine Menge aus diesem Buch lernen kann. Schon vor einiger Zeit gab es lange Diskussionen, ob wir tatsächlich über einen freien Willen verfügen. Denn man kann messen, dass gewisse Entscheidungen bereits in unserem Inneren getroffen wurden bevor sie überhaupt im Bewusstsein ankommen und uns glauben machen wollen, wir hätten sie tatsächlich dort auch gefasst. Thalma Lobel ist Psychologie-Professorin in Israel und arbeitete jahrelang in den USA. Sie erklärt in diesem Buch eine neue Forschungsrichtung, die man mit "körperlicher Intelligenz" vielleicht am treffensten umschreibt. Dabei geht es vor allem darum, dass unsere Wahrnehmung im Gehirn zu Prozessen führt, die ganz wesentlich unsere Stimmung und unsere Entscheidungsfindung beeinflussen. Und zwar so, dass wir davon kaum etwas merken. Offenbar überprüft unser Gehirn in Bruchteilen von Sekunden alle möglichen Datenbanken in unserem Speicher, um daraus zu Ableitungen und Einschätzungen zu gelangen, denen wir uns überhaupt nicht bewusst sind. Die Autorin beschreibt das systematisch und anhand von zahlreichen Forschungsergebnissen. Beispielsweise hellt es unsere Stimmung auf, wenn wir ein warmes Getränk in den Händen halten. Wir sind danach in Verhandlungen freundlicher und entgegenkommender. Ein potentieller Sexualpartner steigert unser Begehren allein schon dann, wenn man sein Foto in einen roten Rahmen steckt. Das Gewicht von Unterlagen steht oft in einer direkten Proportionalität zur ihrer empfundenen Bedeutung. Die Forschungen dieser neuen Richtung zeigen übrigens auch, warum das chinesische Feng Shui tatsächlich eine Wirkung besitzt. Es gibt noch zahlreiche andere interessante Beziehungen, die sich aus den Arbeiten der verschiedenen Wissenschaftsgruppen zu ergeben scheinen. Oftmals stimmen sie auch mit persönlichen Beobachtungen und Erfahrungen überein. Nach meinem Empfinden gleitet die Autorin aber nach knapp der Hälfte ihres Textes etwas ins Banale und fast schon Esoterische. Dann macht sie nämlich dem Leser klar, was er wahrscheinlich sowieso schon immer wusste, etwa die Verbindung von Gut und Böse mit Hell und Dunkel oder die Beziehung, die wir mit Höhe und Macht mehr oder weniger bewusst herstellen, weil sie von den Mächtigen schon immer extra so inszeniert wurde. Dass ein ähnliches Verhältnis zwischen Sauberkeit und Moral besteht, ist auch kaum etwas Neues. Wenn man ein wenig von Statistik versteht, dann kommen bei manchen Untersuchungsergebnissen auch leichte Zweifel auf. Nun kenne ich die einzelnen Aufsätze nicht. Zu befürchten ist aber wohl, dass Psychologie-Professoren gerne ihre Studenten als Versuchskaninchen benutzen. Dadurch erreichen sie in der Regel keine typische Grundgesamtheit, noch wird die Anzahl der Probanden ausreichend groß sein, um tatsächlich belastbare Aussagen treffen zu können. Darüber hinaus merkt man der Autorin eine gewisse Euphorie beim Beschreiben ihres Forschungsgegenstandes an. Gelegentlich versuchen sich Forschungsgruppen auf neuen Gebieten gegenseitig durch immer sensationellere Ergebnisse zu übertreffen. Am Ende des Buches findet man so ein Beispiel. Da wollen doch tatsächlich Leute bewiesen haben, dass man unter einer Glühbirne kreativer ist als unter einer Neonröhre. Und wenn man die Glühbirne dann noch von einer eventuell störenden Lampe befreit, wird es noch besser. Und das soll einzig daran liegen, dass man die Glühbirne als ein Symbol für geniale Einfälle empfindet. Mal abgesehen davon, dass die EU wohl angesichts dieser "Forschungsergebnisse" fortan als Totengräber der europäischen Kreativität gelten muss, verstärkte sich meine schon eine Weile beim Lesen gewachsene Skepsis gegenüber solchen angeblichen Geistesblitzen. Es überraschte mich dann auch nicht mehr als die Autorin ganz am Ende des Buches beiläufig erwähnt, dass es in dieser Forschungsrichtung schon zu einigen Rücknahmen von wissenschaftlichen Artikeln und zu persönlichen Konsequenzen der entsprechenden Deliquenten gekommen sei. Manches in dieser neuen Forschungsrichtung scheint eben doch noch unausgereift zu sein. Den merkwürdigen deutschen Titel kann man der Autorin nicht vorwerfen, obwohl bei einigem Überlegen klar sein sollte, dass der Gegenstand ihrer Betrachtungen mit dem Denken, das man nach meinem Verständnis bewusst steuert, nicht viel zu tun hat. Im Original heißt das Buch nämlich "The New Science of Physical Intelligence". Allerdings findet man dann wiederum am Ende des Buches zweifelhafte Aussagen, die doch genau darauf hinauslaufen. Bei aller Kritik handelt es sich bei diesem Text um ein interessantes Buch, das wenigstens am Anfang spannende Forschungen offenbart, die unser Verhalten bei vielen Gelegenheiten unter einem Blickwinkel darstellen, der uns sicher nicht unbedingt bewusst ist. Es sollte uns deshalb auch klar sein, dass sich die in diesem Buch beschriebenen Zusammenhänge vortrefflich zur Manipulation benutzen lassen.

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