Tharina Wagner

 4.3 Sterne bei 34 Bewertungen

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Blutrot oder warum ist der Eber tot?

Blutrot oder warum ist der Eber tot?

 (9)
Erschienen am 01.05.2017

Neue Rezensionen zu Tharina Wagner

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Athene100776s avatar

Rezension zu "Blutrot oder warum ist der Eber tot?" von Tharina Wagner

Spannend und regt zum Nachdenken an
Athene100776vor einem Jahr

Ein Viertel in Graz, nicht unbedingt die beste Wohngegend, denn hier treffen sich schon sehr seltsame Gestalten, nicht nur durch das Bordell angelockt, sondern auch durch das Cafe Walter, wo jeder er selbst sein kann.
Die Kellnerin Marlene kennt alle ihre Kunden , deren Eigenarten und ihre bevorzugten Besuchszeiten so wie Getränke.
Der unausstehliche Herr Eber , der sowohl Gast im Cafe als auch im gegenüberliegenden Bordell ist, ist bei niemandem beliebt. Doch dann er wird er tot in der Toilette des Cafes gefunden, wer steckt dahinter, denn Motive und Verdächtige könnte es viele geben.




Für mich war dieses das erste Buch von Tharina Wagner, aber sicher nicht das letzte Werk.


Die Autorin haucht den Charakteren eine Lebensgeschichte ein, die so real wirkt, dass man als Leser das Gefühl hat, diesen Mensch zu kennen und mit ihm zu fühlen. Dank der bildlichen Beschreibungen konnte ich mich schell in dem Grazer Viertel zurechtfinden und hatte in einigen Momenten das Gefühl, selbst Gast im Cafe zu sein.
Der Tod von Eber ist Bestandteil der Geschichte, jedoch geschieht soviel darum herum, ohne zuviel zu wirken und doch passt alles genau so zusammen.
Der lockere und teils sarkastische Schreibstil, lässt den Leser in eine Welt entfliehen, in der er unbedingt alles erfahren möchte und so konnte ich persönlich das Buch schlecht aus der Hand legen.
Als sehr angenehm empfand ich, dass die Autorin immer wieder versteckt einige Situationen beschrieben hat, die mich als Leser zum Nachdenken anregten, wie zum Beispiel : 
urteile ich ebenso?
wie hätte ich in dieser Situation reagiert?
....
Dieses Nachdenken klang auch nach, als ich das Buch bereits beendet hatte. Bisher habe ich noch kein Buch gelesen, in dem so viele Personen aus Randgruppen zusammentreffen und ich muss zugeben, die Autorin hat mir durch das Buch den Horizont ein Stück weit erweitert.

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Mausimaus avatar

Rezension zu "Blutrot oder warum ist der Eber tot?" von Tharina Wagner

Ein Krimi der etwas anderen Art :)
Mausimauvor einem Jahr

Liebe Tharina, die ganz lieben dank für das Leseexemplar & die tolle Leserunde :)

 

Inhalt:

Als der Eber, dieser Ungustl, tot im Café Walters in der Griesgasse gefunden wird, kann Peter der Polizist endlich beweisen, was in ihm steckt. Dass er nicht nur seinem Kollegen Maier überlegen ist, weiß er natürlich längst – oder zumindest glaubt er das. Er erfährt – aus vertraulicher Quelle –, dass das Opfer gerne sexistische Witze von sich gab und seine Freizeit mit diversen Praktiken im Puff verbrachte. Doch sind seine mehr oder weniger geheimen Vorlieben tatsächlich Grund genug, um ihn kaltblütig umzubringen? Und wenn ja – für wen? Einfach nur ein Krimi oder steckt noch mehr darin? Mit “Blutrot oder warum ist der Eber tot?” möchte ich in doppelter Hinsicht zum Grübeln bringen: Zunächst beschäftigt den Leser natürlich das offensichtliche Rätsel um den Mord. Doch auch die Protagonisten und die Kulisse werfen – wenn auch ganz andere - Frage auf. Menschen am Rande der Gesellschaft treten hier in den Mittelpunkt

Cover:

Bei diesem Buch sage ich sehr gerne was zum Cover, da ich auch dieses, wie bereits das erste Buch der Autorin, sehr schön gestaltet wurde. Wer genau hinsieht erkennt (neben der Farbe im Titel) noch eine weitere Gemeinsamkeit :)

Meine Meinung:

Am Anfang ist es etwas holprig gewesen, denn ich musste mich erst mal wieder auf Tharina und ihren ganz eigenen Schreibstil einlassen. Doch hat man erst mal in den Schreibstil rein gefunden, dann fließt der Text nur wieder so dahin.

Auch in diesem Buch (wie in Blassrosa) geht es um eine zusammengewürfelte Gemeinschaft, welche mehr aus der Not heraus zusammen kommt, als das sie es möchte.

Die Personen im Buch haben ihre eigenen kleine Probleme hinter die keiner so recht schauen will und so entstehen die Vorurteile - so ist der Bäcker schnell der Mafia-Boss und die Oma mit dem Höcker die Hexe :)

Der Polizist hat seine Vorurteile leider bestätigt - Peter war ein arroganter Kerl & schlechter Vater.

Die Krimi Auflösung trat durch die Probleme der Personen ein wenig in den Hintergrund, was mich jetzt jedoch nicht ganz so sehr gestört hat. Ich wollte einfach gerne wissen wie es denn nun ausgeht mit den Personen & ihren Problemen & bekommt auch jeder sein kleines "Happy-End"

Der Mord, sowie die Kulisse dazu fand ich persönlich sehr originell und toll beschrieben und macht diesen Krimi definitiv zu etwas anderem in der Krimiwelt & bringt tolle Abwechslung rein.

Fazit:

Für mich ein gelungener Krimi, auch wenn ich Blassrosa mehr geliebt habe, dass mag jedoch am Genre liegen, ich lese nur noch selten Krimi. Umso schöner, dass Tharina mich mit diesem Krimi abholen konnte :)

Von mir gibt es für jeden Krimifan, jeden der den kritischen Blick auf unsere Gesellschaft nicht scheut und jeden der mal etwas neues erleben will eine klare Leseempfehlung :)

 

 

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birarnols avatar

Rezension zu "Blutrot oder warum ist der Eber tot?" von Tharina Wagner

sehr kurzweilige Geschichte, bei der man nicht möchte, dass sie aufhört
birarnolvor einem Jahr

Wieder greift Tharina Wagner die Randgrüppchen unserer Gesellschaft auf, die besonderen Charaktere, die jeder von uns kennt.
Auch in ihrem zweiten Buch bleibt Tharina Wagner ihrem Schreibstil treu. Mit einer tüchtigen Portion Witz, Sarkasmus, aber auch vielen kleinen Denkanstößen leitet sie uns durch die Geschichte.
Der Fall selbst ist am Anfang komplett offen - die Informationen zu den Personen lassen jeden verdächtig erscheinen - oder keinen. Jeder hat seine guten und schlechten Seiten, wie eben im wirklichen Leben auch.
Die Geschichte ist sehr flüssig zu lesen, und man möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht.
Auch nach Ende des Buches möchte ich das. Was wird aus den Personen? Ich würde es schön finden, auf den ein oder anderen Charakter aus den Büchern irgendwann einmal wieder zu stoßen.
Von mir eine unbedingte Leseempfehlung!

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Gespräche aus der Community

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Verlag30s avatar
Als der Eber, dieser Ungustl, tot im Café Walters in der Griesgasse gefunden wird, kann Peter der Polizist endlich beweisen, was in ihm steckt. Dass er nicht nur seinem Kollegen Maier überlegen ist, weiß er natürlich längst – oder zumindest glaubt er das. Er erfährt – aus vertraulicher Quelle –, dass das Opfer gerne sexistische Witze von sich gab und seine Freizeit mit diversen Praktiken im Puff verbrachte. Doch sind seine mehr oder weniger geheimen Vorlieben tatsächlich Grund genug, um ihn kaltblütig umzubringen? Und wenn ja – für wen?

Nachdem ich euch vor fast genau 2 Jahren mit der blassrosa Leserunde in die Vorstädte von Paris entführt habe, geht es jetzt in meine Heimatstadt Graz (Österreich). Egal ob du in dieser Stadt lebst, sie vielleicht nur von Bildern kennst oder sie überhaupt kein Begriff für dich ist – deine Unterstützung ist gefragt! Bei der Suche nach dem Mörder des Ebers, versteht sich.
"Blutrot oder warum ist der Eber tot?" dreht sich aber nicht nur um die Aufklärung des Mordes, sondern gleichzeitig um ganz andere, gesellschaftskritische Fragen. Gewürzt ist die Geschichte mit typisch österreichischem, schwarzem Humor.

Hier gehts zur Leseprobe: https://buch-ist-mehr.de/PWA/leseproben/das-erbe-des-ebers/

Willst du Teil der Ermittlungen sein?

Der Verlag 3.0 verlost 5 blutrote Exemplare. Ob Print oder Ebook entscheidest du. Gib bei der Verlosung einfach an, was du lieber hättest! 

Um in den Lostopf zu springen, beantworte folgende Frage: Was assoziierst du mit der Stadt Graz?

Die Leserunde startet am 15.06. 2017. Die Gewinner verpflichten sich dazu, aktiv bei der Leserunde mit zu machen und eine Rezension zu schreiben.

Ich freue mich auf deine Bewerbung!

Tharina  
Zur Leserunde
Verlag30s avatar

'Der Fuchs' ist ein schlaues Tier. Nach einem längeren Gefängnisaufenthalt beginnt unsere Geschichte mit seiner Entlassung. Wieder in Freiheit vermietet er sein neu gewonnenes Haus. Dort finden Personen unterschiedlicher Generationen und Herkunft zusammen. Humorvolle Missverständnisse sind vorprogrammiert - Vorurteile allerdings auch. „Blassrosa“ erzählt die Geschichte von jeder dieser Personen, die der Fuchs auf seine ganz spezielle, leicht paranoide Art in seinem Tagebuch wiedergibt.

Das Leben in verschiedenen Vorstädten von Paris hat die Autorin zu ihrem Debütroman inspiriert, der in gerade so einer multikulturellen Vorstadt spielt. 

Aufgeregt begann der sonst so schweigsame Mann, von seinem letzten Angelabenteuer zu erzählen. Dabei lächelte er. Monsieur Bensaoula bemerkte zum ersten Mal, dass der andere akzentfreies Französisch sprach. Das wunderte ihn, denn er hatte nur arabische Freunde.

Sowie die Protagonisten ihre Vorurteile und Zweifel haben, haben sie auch ihre Hoffnungen und Träume. Und wenn man dem blassrosa Lesezeichen glaubt, kann es doch tatsächlich passieren, dass alles, was man sich wünscht gelingt. 

Am dritten Tag wartete er nicht mehr. Seine Erwartungen hatten sich in Enttäuschung verwandelt. On ne change pas (franz. Man ändert sich nicht). Einmal kriminell, immer kriminell. Du wirst nicht eines Tages aufwachen und Anwalt sein, oder mit einer erfolgreichen Geschäftsfrau verheiratet. Schlag dir das aus dem Kopf, jetzt gleich, hörte er die Stimme seines Zellenkollegen Franck. Seine Augen hörten auf zu strahlen, weil sie der Stimme glaubten.

Wer hat Lust den Fuchs auf seinem Weg aus dem Knast in das Leben eines anständigen Bürgers zu begleiten? Es gibt 5 (?) Printexemplare zu gewinnen. Beantwortet einfach folgende Frage (im Unterkapitel Bewerbungen) bis zum 10.8.: Was verbindest du mit Paris und/oder seinen Vororten? Vielleicht kommt damit auch die eine oder andere (un)romantische Erinnerung in dir hoch :) 

Hier geht’s zur Leseprobe: https://buch-ist-mehr.de/schatzkiste/am-tag-des-umzugs

Gewinner verpflichten sich, an der Leserunde teilzunehmen und eine Rezension zu schreiben. 

Viel Spaß und auf einen regen Austausch! 

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