Thea Dorn , Richard Wagner Die deutsche Seele

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Inhaltsangabe zu „Die deutsche Seele“ von Thea Dorn

Von Gemütlichkeit und Grundgesetz, von Abendbrot bis Zerrissenheit. Alles was deutsch ist.So ein Buch hat es noch nicht gegeben. Zwei Autoren, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, erkunden liebevoll und kritisch, kenntnisreich und ohne Berührungsängste, was das eigentlich ist, die deutsche Seele. Sie spüren sie auf in so unterschiedlichen Begriffen wie »Abendbrot« und »Wanderlust«, »Männerchor« und »Fahrvergnügen«, »Abgrund« und »Zerrissenheit«. In sechzig Kapiteln entsteht auf diese Weise eine tiefgründige und facettenreiche Kulturgeschichte des Deutschen.Alle Debatten über Deutschland landen am selben Punkt im Abseits: Darf man das überhaupt öffentlich sagen, etwas sei »deutsch« oder »typisch deutsch«? Kann man sich mit dem Deutschsein heute endlich versöhnen? Man muss es sogar, meinen Thea Dorn und Richard Wagner. Sie verspüren eine große Sehnsucht danach, das eigene Land wirklich kennen zu lernen, und machen Inventur in den Beständen der deutschen Seele. Ihr Buch ist eine erkenntnisreiche und unterhaltsame Reise an die Wurzeln unseres nationalen Erbes und geht durchaus ans Eingemachte. Obwohl es sich auch als Enzyklopädie lesen lässt, sind die Texte nicht aus nüchterner Distanz geschrieben. Auf diese Weise entstehen leidenschaftliche Plädoyers für bestimmte Merkmale des Deutschen, für ein damit verbundenes Lebensgefühl. Diese »Liebeserklärung« der Autoren ist ein sinnliches, reich bebildertes Buch, das die deutsche Seele einmal nicht seziert, sondern sie anspricht.

Hat leider die Erwartungen nicht erfüllt!

— KateDakota
KateDakota

Enttäuscht....

— MellieS
MellieS

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  • Für mich ein enttäuschendes Buch!

    Die deutsche Seele
    KateDakota

    KateDakota

    27. November 2014 um 15:49

    Dieses Buch stand schon seit zwei Jahren in meinem Regal. Ich hatte seinerzeit die Autorin Thea Dorn in einer Talkshow gesehen und fand das Thema, nämlich was uns Deutsche eigentlich ausmacht, total spannend. Daraufhin habe ich mir das Buch bestellt, aber nach wenigen Seiten verlor ich schon die Lust. Was auch damit zusammenhing, dass man mit diesem Buch zu Not auch jemanden erschlagen könnte. Es ist groß, schwer und unhandlich. So darf ein Buch meiner Ansicht heutzutage nicht mehr sein. Vielleicht hätte man das auch in mehreren Bänden produzieren können. Aber nun gut, vor ein paar Wochen habe ich es dann noch mal auf den Tisch gehievt und wollte ihm eine faire Chance geben. Fehlanzeige! Das Buch konnte mich absolut nicht fesseln. Immer wieder fing ich an zu lesen, um nach wenigen Minuten festzustellen, dass ich über ganz andere Dinge nachdenke. Hier wurden unzählige Aufsätze aneinandergereiht, mit einer Fülle von Informationen, die es vielleicht gar nicgt gebraucht hätte. Dazu gefiel mir der Schreibstil nicht, der meiner Ansicht nach ein Stück weit zu wissenschaftlich rüberkam. Ja, wir Deutschen sind ein Volk der Denker und Dichter, aber doch nicht nur. Ich hätte es etwas schlichter bevorzugt. Wobei sich diese Meinung auch nur auf die ersten drei Kapitel beziehen darf, denn weiter habe ich nicht gelesen. Selten bin ich an einem Buch gescheitert, bei diesem war es aber so. Leider!  

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  • Rezension zu "Die deutsche Seele" von Thea Dorn

    Die deutsche Seele
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    11. May 2012 um 12:03

    Vom Abendbrot zur Zerrissenheit „Dies ist ein Buch, in dem du nicht gewarnt wird vor dem Deutschen“. Und: „Wir machen uns keine Sorgen, dass Deutschland sich abschafft. Wir sehen nur, dass es sich herunterwirtschaftet, sein Gedächtnis verliert“. Zwei Sätze aus dem Vorwort, die Atmosphäre und Stil des Buches durchaus zutreffend vorweg beschreiben. Die deutlich machen, dass in positiver, würdigender Weise die beiden Autoren sich jenem „Gedächtnis“ verhaften, dass in ihren Augen verloren zu gehen droht. Was dieses Land eigentlich ist, jenseits von „lexikalischer Auskunft“, von nüchternen Fakten. Wie also stellt sie sich dar, die deutsche Seele? Der die Autoren in vielfacher Hinsicht, alphabetisch in den Themenbereichen geordnet, essayhaft nachgehen. Abendbrot und Arbeitswut finden sich neben Bierdunst und Dauerwelle. Doktor Faust muss ja erwähnt werden, aber auch der Fußball und die Gemütlichkeit. Gründerzeiten werden betrachtet, die Neigung zum Kitsch ebenso aufgegriffen wie das Mutterkreuz, das deutsche Pfarrhaus. Aber auch der Schrebergarten findet sich neben dem Sozialstaat wieder, Winnetou hat seinen Auftritt, der Vater Rhein fließt langsam durch die Zeilen und die Wanderlust lässt ihren Tritt erschallen. Mithin gelingt es den Autoren, eine große Breite der Darstellung aufzunehmen, von Hochkultur über gesellschaftlich prägende Epochen, von der „deutschen Gemütlichkeit“ hin zum Stammtisch, von Krieg und Frieden bis zur Landschaftsbetrachtung. Kitsch, Spießigkeit, Bürgertum, intellektuelle Weite und verengtes Leben, ganz erstaunlich ist es, diese Vielfalt zu lesen und in jedem einzelnen abschnitt Wiedererkennungserlebnisse zu erhalten. Das alles gehört tatsächlich dazu, das ist die erste Essenz der Lektüre. Zudem gelingt es beiden Autoren tatsächlich, den positiven Grundton durchweg beizubehalten, ohne undifferenziert in Formen von Volksromantik abzugleiten. Im Kapitel über den „Bergfilm“ findet sich so durchaus das Kritische, das Verherrlichende, das „Riefenstahl“ Syndrom, aber eben nicht als den eigentlichen Tenor des Essays. Welche Sehnsucht diese Filme zu Zeiten erfolgreich machte, welche Werte mit transportiert wurden in den einfachen Aussagen, wie der Wunsch nach Harmonie sich darin darstellt und wie es hinter den Fassaden aussieht unter den Filmschaffenden selbst, das ist schon gut und informativ zu lesen. Oder die Würdigung der „vier Mütter des Grundgesetzes“, aber auch der intelligente Blick auf die „Verfasstheit“, welche die Verfassung in den Raum zu setzen hatte lesen sich hoch interessant gerade auf der Blaupause des Nationalsozialismus. Hier räumen die Autoren durchaus auf mit dem Vorurteil, die „deutsche Kultur ist nationalsozialistisch“. Das Buch bildet eine gut zu lesende, fundierte, gehaltvolle und ausgewogene „Mentalitätsgeschichte“ der deutschen Kultur und bildet damit ebenso die Gegenwart mit ab. Jedes der Essays hellt dabei in sich ein stückweit auf, wie Mentalitäten entstanden sind, worin sie sich ausdrücken und wie diese das Heute der Gesellschaft in großer Vielfalt prägen. Es steht eben Volksmusik neben Goethe, Schrebergarten neben intellektueller Weite, Kleinstaaterei und geistige Enge neben der Kulturnation, Bierdunst neben Forschungsreisen. Interessant zu lesen in dieser Form und dieser Zusammenstellung.

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