Thea Leitner

 4 Sterne bei 63 Bewertungen
Autor von Skandal bei Hof, Habsburgs verkaufte Töchter und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Thea Leitner

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Skandal bei Hof

Skandal bei Hof

 (21)
Erschienen am 01.06.1995
Habsburgs verkaufte Töchter

Habsburgs verkaufte Töchter

 (13)
Erschienen am 02.05.2017
Jugendzeit damals

Jugendzeit damals

 (5)
Erschienen am 01.03.2005
Die Männer im Schatten

Die Männer im Schatten

 (5)
Erschienen am 01.03.2006
Hühnerstall und Nobelball

Hühnerstall und Nobelball

 (3)
Erschienen am 01.01.2006
Habsburgs vergessene Kinder

Habsburgs vergessene Kinder

 (7)
Erschienen am 01.05.2007

Neue Rezensionen zu Thea Leitner

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Rezension zu "Skandal bei Hof" von Thea Leitner

Prinzessinnen sind nicht zu beneiden
Viv29vor einem Monat

In "Skandal bei Hof" (den Titel finde ich persönlich zu effektheischerisch) geht es wie im Buch "Ungeliebte Königin" um unglückliche Ehen und Lebensgeschichten der europäischen Königshöfe. Ich habe beide Bücher kurz nacheinander gelesen und das war aufgrund teils unterschiedlicher Interpretationen der Autorinnen ganz interessant.

Thea Leitner berichtet hier von fünf Frauenschicksalen, die fast alle irgendwie verwandtschaftlich verbunden sind (wie in der europäischen Königswelt auch kaum anders möglich), so daß uns manche Personen durchaus öfter begegnen, was eine ganz angenehme Kontinuität in das Buch bringt. Alle Frauen wurden gegen ihren Willen oder zumindest ohne ihr Einverständnis verheiratet, alle erlebten ihre ganz persönliche Ehehölle, dies ist ein weiteres verbindendes Element der Kapitel und überhaupt der Töchter europäischer Adelshäuser jener Zeit. Abgesehen davon sind die Schicksale sehr unterschiedlich, so bekommen wir unter anderem einen Blick in die jahrzehntelange Gefangenschaft der Sophie Dorothea von Hannover; den Geschehnissen am dänischen Königshof, die einem übertriebenen Historienschinken entstammen könnten, oder dem befremdlichen Haß von George IV auf seine Ehefrau.

Dies ist meist in einem recht flotten Schreibstil berichtet und beinhaltet auch einen Blick auf die Elterngeneration oder das generelle Familienumfeld, so daß man recht umfassend informiert wird. An einigen Stellen fehlte mir die Neutralität der Autorin etwas. Oft wurde mir zu sehr in Details oder Nebensächlichkeiten verweilt, gerade das Kapitel über Wilhelmine von Preußen, welches ich auch vom Inhalt her weniger interessant fand als die anderen Kapitel, zog sich sehr - detaillierte Zitate von Wilhelmines Tagebuchaufzeichnungen und minutiöse Berichte, wer wann wohin reiste oder wer wem wann was sagte / schrieb, lasen sich mir zu zäh. Dies fiel mir auch im letzten Kapitel über Karoline von Braunschweig-Wolfenbüttel öfter auf. Obwohl die Kapitel alle in etwa gleich lang sind, kamen mir diese beiden Kapitel länger vor als die anderen.

So erhält man im Ganzen einen recht abwechslungsreichen Überblick über die verschiedenen, teilweise bedenklich verhaltensgestörten, Herrscher diverser europäischer Länder und des Leides, welches die dynastisch orientierte rücksichtslose Ehepolitik verursachte. Eine straffere Erzählweise hätte aber an mehreren Stellen nicht geschadet.

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Rezension zu "Skandal bei Hof" von Thea Leitner

Als ein wenig Freiheit alles kostete
Schneeflocke2013vor 3 Jahren

Inhalt:

Ein wahnsinniger Ehemann, lebenslanger Hausarrest oder seelische Qualen an einem intriganten Hofstaat. In diesem Buch zeigt uns die Autorin fünf Prinzessinnen aus dem Hause Windsor. Manche sind in Erinnerung geblieben, andere sind – mit Absicht – in Vergessenheit geraten.


Meine Meinung:

Ein Buch an dem ich wirklich Spaß hatte. Es geht um folgende Prinzessinnen:

Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg, genannt von Zelle

Elisabeth Charlotte von der Pfalz, genannt Liselotte

Wilhelmine von Preußen, Schwester Friedrich des Großen

Carolina Mathilda von Wales, Königin von Dänemark

Karoline von Braunschweig, Königin von England


Ich bin diesen Damen schon in einigen Büchern begegnet und habe mich um so mehr gefreut hier auf hinterlegte, handfeste Informationen zu stoßen.

Für mich kann ich nicht sagen welche von ihnen das schlimmste Schicksal getroffen hat. Sophie Dorothea wäre Königin von England geworden, wenn sie sich nicht auf einen anderen Mann eingelassen hätte – ich kann ihr das allerdings nicht verübeln. Ihr Leben endete nach 32 Jahren Gefangenschaft auf Schloss Ahlen in Celle.

Liselotte von der Pfalz, heiratete Philipp von Orleáns; den Bruder Ludwig XVI. Der wiederrum stand auf Männer und zeigte das auch offen. Wunderbare überlieferte Anekdote als die zwei sich das erste Mal trafen: „Oh Gott, mit so was soll ich schlafen?“ Zur Erklärung: Philipp war bei diesen Treffen stark geschminkt und eher weiblich gekleidet.

Wilhelmine von Preußen war die Lieblingsschwester Friedrich des Großen, hasste ihren Vater und war auch in der Ehe nicht glücklich – doch das war keine der Prinzessinnen.

Caroline Mathilda beging den Fehler sich als Königin mit dem Arzt ihres geisteskranken Mannes einzulassen, was diesen das Leben und sie ihre Freiheit kostete.

Karoline von Braunschweig machte es auch nicht besser. Sie hat mit ihrem Mann Georg IV. eine Tochter, verabscheute ihn, reiste dann als Kronprinzessin durch Europa, hatte viele Affären und wunderte sich dann, dass ihr Mann ihr den Zugang zu seiner Krönung versagte.

Genau wie Sophie Charlotte war sie nur de facto Königin. Mathilda verspielte es sich ebenfalls und die anderen zwei trafen es auch nicht besser.


Hier sind zum ersten Mal die Parallelen deutlich zu sehen und wer sich bei der Verwandtschaft nicht ganz sicher ist kann einfach in den beigefügten Stammbäumen nachschauen.


Da ich die Aufteilung des Buches gelungen finde, den Inhalt interessant fand, die Stammbäume genial finde und den Schreibstil mag gibt es von mir 4 Flocken.

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Rezension zu "Skandal bei Hof" von Thea Leitner

Rezension zu "Skandal bei Hof" von Thea Leitner
SitataTirulalavor 8 Jahren

Als schon immer sehr geschichtsinteressierter Leser haben eine Freundin und ich dieses Buch auf einem Flohmarkt in die Hände bekommen und mitgenommen. Obwohl es sich um eine Art Zusammenstellung von Kurzbiographien von fünf adeligen Damen handelt, ist es mir alles andere als langweilig geworden. Natürlich wirft die Autorin mit vielen Namen um sich, doch sie ist stets bemüht, sie dem Leser möglichst verständlich zu erläutern. Zur Unterstützung finden sich ja auch Stammbäume vorne und hinten im Buch, anhand derer sich eigentlich die Verwandtschaftsverhältnisse recht gut nachvollziehen lassen. Die einzelnen Lebensgeschichten ließen sich für mich sehr flüssig lesen und wenn ich einmal mittendrin das Buch zur Seite legen musste, hat es mich gedrängt, es gleich wieder zur Hand zu nehmen. Alles in allem hat es mir sehr gut gefallen, aber ich kann auch nachvollziehen, dass diese Art von Buch nicht jedermanns Sache ist.

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