Thea Welland Schafe leben nur im Jetzt

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Inhaltsangabe zu „Schafe leben nur im Jetzt“ von Thea Welland

Schon als Stadtkind träumt Thea Welland von einem Leben in der Natur und heute weiß die charismatische Schäferin eines ganz sicher: Von Schafen kann man fürs Leben lernen. Sie berichtet von einem Jahr mit ihrer Herde, von den Schwierigkeiten dieses selbstbestimmten Lebens, von den erfüllenden Momenten, wenn ein gesundes Lamm geboren wird, und von der Entschleunigung, die jeder Moment mit den Schafen für sie bedeutet. Thea Welland ist überzeugt: Man kann jede Hürde des Lebens nehmen, wenn man nur zwischendurch auf der Weide innehält und sich von der Ruhe dieser besonderen Tiere anstecken lässt.

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  • Mit Pipilotta fing alles an

    Schafe leben nur im Jetzt
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    05. August 2015 um 00:19

    Thea Welland, Stadtkind, hat ihr Leben völlig umgekrempelt. Sie wuchs als Einzelkind behütet auf und genoss viele Freiheiten. Schon früh war ihr klar, dass sie Veterinärmedizin studieren wollte. Sie machte eine Ausbildung auf einem Bauernhof, dem noch andere folgen sollten. Sie freundete sich mit anderen Studenten an, für die sie dann zeitweise den Hof betreute. Auf Spaziergängen mit ihrem Hund begegnete ihr Pipilotta, die diesen Namen zu der Zeit noch nicht trug. Mit Pipilotta sollte ihr Leben eine völlig neue Wende nehmen, denn Pipilotta wurde ihr erstes Schaf, mit dem sie eine Zucht betreiben wollte. Das Schaf wusste scheinbar von Anfang an, dass sie zusammengehören, bei Thea dauerte die Erkenntnis etwas länger. Es wurde eine Liebe fürs Leben, die leider nicht lange anhielt. Pipilotta war der Ursprung ihrer eigenen kleinen Herde. Aber bis es dazu kam, hatte Thea bereits vieles gesehen und erlebt, sich ihre Gedanken gemacht, über Biohaltung und dem Leben auf einem Bauernhof allgemein. Würde sie es schaffen, eine eigene Herde aufzuziehen, sie zu halten und zu betreiben? Es ist ja nicht nur so, dass man für grünes Gras sorgen muss, auch im Winter wollen die Tiere versorgt werden und es soll ihnen gut gehen. Das Buch erzählt vom Werdegang Theas wie auch das ihrer eigenen Herde. Das erste Schaf war ihre geliebte Pipilotta, der viele andere folgen sollten. Nicht jeder neue Schafzugang war ein Glücksgriff. Es gab böswillige, denen sie Einhalt bieten musste, weil sie von ihnen angegriffen wurde. Aber es gab auch sanfte, liebenswerte, sie sie nur allzu schnell in ihr Herz ließ.  Jedes Schaf, das auf ihrem Hof alt werden sollte, erhielt einen Namen. Tiere, von denen sie sich trennen musste, schon, um die Herdengröße in Maßen zu halten, blieben namenlos. Für ihre Tiere ist Thea bereit, auf vieles zu verzichten. Ein 8-h-Arbeitstag gibt es nicht. Urlaub? Ein fast vergessenes Wort. Wer soll die Tiere in der Zeit versorgen? Im Winter heißt es, raus zu den Schafen und ihnen mehrmals am Tag warmes Wasser zu bringen, denn das alte ist zugefroren. Keine leichte Arbeit, die sie fast an den Rand der Erschöpfung bringt. Nächtliche Anrufe der Polizei sind keine Seltenheit, denn was tun, wenn ein Schaf der Meinung ist, es sollte sich außerhalb des Weidezaunes die Welt ansehen. Glückliche Momente hat sie, wenn sie sie wieder einfangen kann und ihnen nichts geschehen ist. Man muss die Tiere lieben, wenn man so viel für sie opfert und tut. Erschwerend kommt noch hinzu, dass sie alleinerziehende Mutter ist, die sich auch noch um ein Kind zu kümmern hat. Glücklicherweise hat sie Freunde, die es auch beweisen und nachts schon das ein oder andere Mal gemeinsam mit ihr auf die Suche nach den Schafen unterwegs waren. Aus jeder Zeile des Buches spricht ihre Liebe zu den Schafen. Ihr Leben  mit den Schafen und ihre Arbeit mit ihnen bringt sie dem Leser auf unterhaltsame Art näher. Thea Welland vermarktet auch ihre Schafe. Sie stellt aus der Schafmilch Naturseifen her und gründet eine Firma, um diese zu verkaufen. Aber nicht alles geht glatt, man zieht sie über den Tisch und das auch noch durch Menschen, die sie für Freunde hielt. Aber Thea lässt sich nicht unterkriegen und dafür kann man sie nur bewundern. Sie holt sich ihre Kraft und ihren inneren Frieden bei ihren Schafen. Sie hält Zwiesprache mit ihnen und ich kann das verstehen. Das Buch beinhaltet auch Fotografien von Thea mit ihren Schafen. Auf allen sieht sie glücklich aus und ihr Lächeln strahlt regelrecht. Sie hat ihren Frieden inmitten ihrer Schafe gefunden. Ab und an erfährt der Leser aber auch etwas von den Schafen selbst, was sie gerade denken und wie sie die Dinge sehen. Diese sind leicht durch eine grüne Schrift zu erkennen. Thea beschönigt in ihrem Buch nichts. Sie erzählt ihren Werdegang, ihre Höhen, aber auch ihre Tiefen, die nicht auf sich warten ließen. Aber nie hat sie gezögert und immer gewusst, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Wieviel Arbeit man selbst mit so einer kleinen Herde hat, weiß man erst, wenn man das Buch gelesen hat. Ich zumindest hatte davon absolut keine Ahnung. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es sehr gern weiter.

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