Cronos Cube

von Thekla Kraußeneck und Dörte Dosse
3,6 Sterne bei9 Bewertungen
Cronos Cube
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Positiv (5):
Saphirosas avatar

Sehr spannend geschrieben, gerade gegen Ende des Buches, den Anfang empfand ich aber zäh, wenn man aber einmal drin ist, ein super Buch.

Kritisch (1):
S

Leider nichts wirklich Neues und alles schon dagewesen...

Alle 9 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Cronos Cube"

Game On: Es steht alles auf dem Spiel.
2030. Im Überwachungsstaat Irland leben Zack und Lachlan, zwei Freunde, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Zack hat sich mit den gesellschaftlichen Verhältnissen arrangiert, für Lachlan ist das Virtual-Reality-Game Cronos Cube der Ort des Widerstands. Doch ausgerechnet in dieses Spiel wird er entführt - und Zack muss sich durch die Cronos-Fantasywelt kämpfen, um ihn zu retten.
Nominiert für den deutschsprachigen Literaturpreis für Phantastik SERAPH, begeistert Autorin Thekla Kraußeneck mit Digital-Action und einem Mix aus Virtual Reality und Orwell'scher Dystopie.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783841505880
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Oetinger Taschenbuch
Erscheinungsdatum:24.06.2019

Rezensionen und Bewertungen

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    Gwees avatar
    Gweevor 3 Monaten
    Vision eines völligen Überwachungsstaates

    Bücher über Computerspiele bzw. Virtual Realitys gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer. Bekannt aus Romanen wie Ready Player One, Erebos oder den Minecraft-Büchern, aktuell wird die Thematik wieder vermehrt aufgegriffen und auch Thekla Kraußeneck bedient sich dieses Motivs. Wer meinen Blog schon länger verfolgt, weiß, dass ich ein Faible für derartige Literatur habe. Bisher habe ich kein Buch über Computerspiele gelesen, dass mich nicht begeistern konnte. Tja, aber wie sieht es nun mit Cronos Cube aus? Kann sich der Roman meinen bisherigen Erfahrungen anschließen – oder war es eine glatte Enttäuschung?

    Und da beginnt das Wechselbad meiner Gefühle. Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an das Buch herangegangen und das liegt allein schon an der Aufmachung. Allein die Informationen auf dem Umschlag sind liebevoll und ausgeklügelt, aber auch die Zeichnungen im inneren des Umschlags machen Lust auf mehr. Der Roman fängt auch interessant an. Es wird zwar ein bisschen der Handlung vorausgegriffen, aber das macht gar nichts, gehört es doch gleichzeitig zur Spannungserzeugung dazu. Der Leser weiß also quasi, dass es eine Bombe gibt, metaphorisch gesprochen. Zu Beginn lernt man vor allem Zack ein bisschen näher kennen, aber auch von Lachlan bekommt man durch die Augen seines besten Freundes einen guten Einblick in seinen Charakter. Leider kippt die Spannung aber schnell in die falsche Richtung, da Zack und Lachlan vorausahnen, was passieren wird. Das wäre gar nicht so schlimm, wenn sich das Prozedere nicht über die Hälfte des Romans hinwegziehen würde. Dementsprechend wenig Zeit kommt auch dem Computerspiel zugute, in das Zack sich später wagen muss. Und das ist wirklich schade, denn mir persönlich hat dieser Teil mit Abstand am besten gefallen. Die Autorin hat sich ein ausgeklügeltes Charaktermodell für die Figurenerschaffung innerhalb der Spielwelt ausgedacht. Grundsätzlich werden die Handlungsstränge auch interessant verknüpft, aber es bleibt ein Gefühl von Unvollständigkeit. Zwar fügt sich alles halbwegs plausibel, aber oftmals wirkt es mehr, als wären die beiden Protagonisten nur passive Teilnehmer an ihrer eigenen Geschichte. Man kann über das Ende sagen, was man will, – es bietet definitiv Zündstoff für Diskussionen – aber der Schwerpunkt des Romans war für mich einfach falsch gesetzt. Das ist selbstverständlich Geschmackssache, aber meine Erwartungen waren einfach völlig anders gepolt. Letztendlich ist der Roman sehr skurril, was durchaus auch sympathisch ist, und hat eine zum Nachdenken anregende Geschichte, aber es bügelt vor allem die erste Hälfte nicht aus, die viel zu ausschweifend geartet ist.

    Zack und Lachlan sind leider auch zwei Charaktere, die nur wenig Identifikationspotenzial bieten. Obwohl sie einen mehr als individuellen Charakter haben, bleiben sie distanziert und es kommt wenig Sympathie für die beiden auf. Man hat fast das Gefühl, die beiden sollen so wirken. Dies hat das Lesevergnügen allerdings zu einer Strapaze gemacht. Leider sind auch die anderen Charaktere nicht besser. Alle haben so einen gewissen Hauch des Unnormalen, als wären sie nicht echt. Es passt zwar zum Roman, aber dadurch fühlt sich jede Interaktion zwischen den Charakteren falsch an. Als müsse die Autorin die Besonderheit jeder einzelnen Figur betonen.

    Und apropos betonen: Einfach jede Gegebenheit wird immer wieder herausgekehrt und zerkaut. Ja, das hängt damit zusammen, dass Zack die meiste Zeit Perspektivträger ist und leider keine große Leuchte, aber dennoch ist es auch ein nerviges Merkmal des Buches. Ansonsten lässt es sich aber recht flüssig lesen, wenn man einmal davon absieht, dass es sich anfangs echt lange hinzieht.

    Also, dieser Roman ist echt mal etwas anderes und obwohl das jetzt vielleicht so anmutet, nicht ausschließlich auf negative Art. Politik und Computerspiel werden hier auf interessante Art in Kontext gebracht und grundsätzlich ist das ganze Handlungsgerüst durchaus unterhaltend. Ich selbst habe aber trotzdem immer auf mehr gehofft, war dann im Computerspiel-Teil zufrieden, nur um danach wieder zu meiner enttäuschten Haltung zurückzukehren. Und das hat nichts damit zu tun, dass ich mir mehr von dem Spiel erwartet habe, sondern dass sich die Handlung gerade zum Ende hin banalisiert. Letztendlich war das Buch für mich gleichzeitig eine Enttäuschung meiner zugegeben hohen Erwartungen, aber auch interessant und ein kleiner Einblick in ein wichtiges Thema.

    Fazit:
    Cronos Cube zeigt die Zukunftsvision eines Überwachungsstaates. Sehr kreativ und skurril erzählt die Autorin die Geschichte von Zack und Lachlan, die der Leser schnell näher kennenlernt. Auch die Handlung ist präzise und erfrischend, aber liest sich leider sehr zäh und streift vieles nur am Rande.

    Inhalt: 4/5
    Charaktere: 3/5
    Lesespaß: 3/5
    Schreibstil: 4/5

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    O
    OffenSchreibenvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Es ist ein Debütroman mit Schwächen, aber auch viel Potenzial.
    Rollenspiel und Entführungen

    Die Geschichte wird in der dritten Person von Zack und Lachlan erzählt. Es ist gut zwischen den beiden aufgeteilt und man bekommt tiefe Einblicke in beide Charaktere. Was mich persönlich gestört hat, ist der Fakt, dass die Erzähler auch mitten in einem Kapitel gewechselt wurden. Man merkt es nicht sofort und ist erst einmal verwirrt. Denn die Stimmen der Beiden haben zwar ihre Eigenheit, was aber in der dritten Person auf den ersten Blick nur begrenzt heraus kommt. Man hat es versucht anzukündigen, in dem es eine Leerzeile gab. Allerdings am Ende der Seite. Also nicht offensichtlich und auch nur nach mehrmaligen Hinsehen zu bemerken.

    Der Schreibstil ist ausschweifend. Ich hatte öfter das Problem, dass es sich anfühlte, als würde ich nicht von der Stelle kommen. Ein bisschen als würde man mit einem Fuß in einem Sumpf feststecken und der andere wolle schon weiter. Schuld daran sind vielleicht die langen und teilweise ausufernden Kapitel. Ab und an stolperte ich beim Lesen. Einige Worte wirkten auf mich fehl am Platz. Zu schick für die Charaktere. Es waren einfach nur einzelne Worte, die Out-Of-Charakter waren.

    Ab und an passiert es auch, dass man dieselbe Information zweimal bekommt. Auf die gleiche Weise, was einen aus der Geschichte zieht.

    Der Klappentext verspricht ein episches Abenteuer in einer virtuellen Welt, während die echte um den Prota herum zerfällt. Was stimmt. Zum Teil. Der Klappentext hat mich gehypt. Ich habe mich so unglaublich auf diese Geschichte gefreut. Vielleicht fühlt sich genau deswegen dieser Roman für mich wie ein dickes „fast“ an.

    Das Buch heißt Cronos Cube und doch ist die eigentliche Welt in Cronos nur fast extrem wichtig. Ich wurde in Cronos eingeführt. Die Welt wird super beschrieben. Die Klassen sind toll. Als Rollenspielerin fühlte ich mich zu Hause. Auch, wenn Zack und Lachlan nicht zum Spielen da sind, habe ich einiges vom Gameplay gesehen. Und wie cool ist bitte die Szene, in der die Beiden ihre Klasse aufgedrückt bekommen? Wie toll die Kokonstadt und die Monster und einfach alles in Cronos. Trotz ausufernden Schreibstil waren das die tollsten Szenen im ganzen Buch für mich. Und dann? Dann ist es ganz plötzlich vorbei mit Cronos. Es ist nur ein Schauplatz, an dem eine Software gesucht wird. Man hätte Cronos auch durch sagen wir einmal Berlin ersetzen können. Das Spiel und sein System sind an sich nicht wirklich wichtig für die Geschichte. Gerade so als hätte die Autorin nur einen coolen Ort für ihre Schnitzeljagd gesucht. Ein dickes „fast“ eben. Es ist toll und kreativ und für einen Moment fragte ich mich, welches wohl meine Klasse wäre. Und genau in diesem Moment puff weg. Nicht mehr wichtig. Hat für den Moment, in dem es gehalten hat aber dennoch Riesenspaß gemacht.

    Die Beziehung von Zack und Lachlan ist toll beschrieben. Ich mochte die Darstellung ihrer Freundschaft sehr. Zack steht bei seinem Kumpel unter dem Pantoffel. Der Grund dafür ist so klasse geschildert, dass sich dieser Umstand total natürlich anfühlt. Und ich habe Lachlan auch sein Geheimnis abgekauft. Die Charaktere an sich sind rund und super umgesetzt.

    Zack würde gern auf eine Schule für Sicherheitspersonal gehen. Das steht nicht nur zwischen den Beiden, sondern ist auch ein großer Plotpunkt. Was ich super finde. Zacks Motivation ist so allgegenwärtig und greifbar. Großes Lob dafür. Auch sein Agentenspiel, wo er Leute in Schubladen steckt, passte perfekt.

    „Er schloss die Schublade mit Penner mit Sonnenbrille und fuhr damit fort die übrigen Schubladen zu prüfen.“ -Seite 32

    Lachlan hingegen. Ich konnte seine Motivation sehen. Sie war da und brannte, wie ein Leuchtfeuer. Aber warum, er will, was er will, keine Ahnung. Da fehlt mir ein wenig Hintergrund. Warum sollte ausgerechnet er so sehr an einer Rebellion hängen? Er der sein Leben lang einen goldenen Löffel im Mund hatte, durch das System, das er zu stürzen sucht? Man hätte hier einen tollen Bogen zu seinem Vater spannen können. Allerdings wird gesagt, dass die Beiden nicht miteinander reden.

    „Die klären keine Verbrechen auf, Zack. Die sind nur hier, um uns daran zu erinnern, dass wir besser nicht aus der Reihe tanzen sollten.“ -Seite 44

    Und dann möchte ich noch unbedingt Lachlans Mutter erwähnen. Sie ist so fantatisch umgesetzt, dass ich das Gefühl hatte, sie würde mir teilweise gegenüberstehen. Sie hatte für mich diesen bestimmten Grand-Dame-Charme. Keiner tritt ihr auf die Füße und wenn doch bereut er es. Aber er bereut es höflich.

    Der Entführer Emil hingegen wirkt auf mich komisch. Er ist ziemlich inkonsistent in seinem Verhalten. Auch, wenn versucht wird das durch seine Vergangenheit zu erklären, kann ich es doch nicht wirklich abkaufen. Es ist wieder so ein „fast“ Moment.

    Die Welt wird am Anfang gut in Szene gesetzt, dümpelt dann aber bis zum Ende vor sich hin. Sie blitzt ab und an einmal auf, wird aber hauptsächlich durch den Plot überschattet. Sie ist die meiste Zeit einfach da.

    Und dann ist da noch der Fakt, dass die Beiden vollkommen gegen den Cronos Cube sind. Keiner von ihnen hat je gespielt. Was mir zwar ermöglicht, alles von Anfang an mitzuerleben, aber auch irgendwie fehl am Platze wirkt. Cronos Cube scheint in dieser Welt überall zu sein und doch ist nicht einer von beiden mal neugierig geworden. Keiner von ihnen hat sich mal gedacht „Mensch, so viele Menschen spielen CC, was hat es damit denn auf sich?“. Vielleicht haben sie die Phase „neugieriger Teenie“ auch einfach übersprungen und waren immun gegen jede Form von „Mitläufer“.

    „Nur Loser spielen Cronos. Leute, die im Leben nichts mehr zu erreichen haben.“ -Rückseite

    Noch dazu führt CC ein Schattendasein im ersten Teil des Buches. Das Spiel ist zwar da, aber da die Protas sich keinen Deut dafür interessieren, bekommt der Leser auch nicht viel zu wissen. Außer: Es ist ein Spiel und manche sind süchtig danach.

    Die Technik hinter dem CC ist anschaulich. Wie empfindet es der Spieler und warum erfindet er so, ist so toll umgesetzt, dass ich mir vorgestellt habe, wie absolut cool es wäre, wenn es tatsächlich ein Spiel gäbe, dass das kann.

    Die Jagd nach der Software ist ebenfalls super geschrieben, auch warum es so schwer ist sie zu finden. Die Idee dahinter ist einfach nur kreativ und umwerfend. Allerdings etwas schade, dass auch das viel zu schnell vorbei war.

    Und dann haben wir da noch die richtige Welt im Jahre 2030. Immer wieder kommt Terrorismus, Rebellion und Überwachung zur Sprache. Große Themen. Es werden auch große Reden über selbige geführt. Das alles zwar gut nachvollziehbar, aber auch nicht so ganz authentisch.

    Jetzt habe ich nur noch etwas über das Ende zu sagen. Es ist ein Ende, dass ich so schon öfter las und jedes mal fand ich es langweilig. Nachdem Zack und Lachlan ihren Showdown hatten, sind noch viele Fragen offen. Was also tun? Genau, man setzt jemanden hin der alles weiß und es erzählt. Lange. Ich mag es eher, wenn ein Ende natürlich alle Fragen klärt und die richtigen offenlässt. So ein Ende fühlt sich ein bisschen nach Fange an. Der Leser ist schon ein Stück vorausgelaufen und die Geschichte versucht aufzuholen, weil sie es in diesem Moment bemerkt.

    Fazit:

    Cronos Cube war für mich eine Achterbahnfahrt. Es war alles dabei, aber nicht viel Neues. Ich war begeistert, frustriert und habe mich gefragt warum. Das alles hört sich vielleicht an, als hätte ich das Buch gehasst, aber ich hatte meinen Spaß. Die Idee ist super. Es hakelt eben nur an der ein oder anderen Stelle. Es ist ein Debütroman mit Schwächen, aber auch viel Potenzial.

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    E
    eMSigvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend und ideenreich, bin schon gespannt auf die Fortsetzung(en)!
    Gelungener SF/Fantasy-Hybrid!


    Thekla Kraußeneck nimmt in ihrem Debut Elemente aus Science FIction und Fantasy und verwebt sie zu einer spannenden und unterhaltsamen Geschichte. Wer beim Lesen anfangs an Tad Williams' Otherland-Zyklus denken muss, hat nicht ganz unrecht, auch ein Hauch Matrix umweht das Ganze. Thekla Kraußeneck geht diesen Vergleichen aber geschickt aus dem Weg. Zum einen entspinnt sie einen ganz anderen Erzählfaden, zum anderen lässt sie sehr glaubwürdige Charaktere das Geschehen erleben, die alles andere als schablonenhaft wirken. Zudem ist die Geschichte rasant und schnörkellos erzählt. Ich bin in wenigen Tagen gebannt durch das BUch geflogen.

    Ich hätte zwar gerne noch mehr über die Cronos-Welt, seine unterschiedlichen Teile und seine Bewohner*innen erfahren. Aber das spricht nicht gegen das Buch. Ganz im Gegenteil, schließlich bin ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung(en)!

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    Sarah67vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider nichts wirklich Neues und alles schon dagewesen...
    Kein wirklicher Fantasy- oder Sci-Fi- Knüller, da alles schon dagewesen

    Der kleine Liesmich- Verlag produziert nur ein Buch pro Jahr, mal ganz kurz erwähnt. Man möchte eben ausgewählte Literatur präsentieren und pickt sich daher das raus, von dem man meint, es sei "neu" und gut geschrieben. Dann und wann greife ich gerne mal auf ein Buch aus einem kleinen Verlag zurück, denn da verstecken sich manchmal auch wirklich super Bücher- abseits von Bestsellern, die ich oftmals meide. Was andere für Bestseller halten, sehe ich meist anders. Aber das wäre zu weitschweifend, denn jeder liest anders und Geschmäcker sind verschieden, sonst wäre es auch langweilig an sich.
    Der "Cronos Cube" wurde bejubelt in diversen Rezis, zudem erwartete ich das Buch doch recht gespannt. Woran mag es liegen, daß ich mich durch 480 Seiten oftmals quälen musste? Immer in der Hoffnung, es wird noch? Vielleicht ist es meinem Alter geschuldet. Vielleicht ist das Buch eher ein Jugendbuch, denn mittlerweile halte ich es dafür mehr, als für ein Buch für Erwachsene. Es ist leicht geschrieben, zu leicht für meinen Geschmack.
    Und eigentlich ist da nichts Neues- es hat eben in der Story aus allem etwas- "1984" (Überwachungsstaat), eine Prise "Vaterland", die "Matrix" , "Tron" und, und, und...das wäre auch nicht tragisch, wenn da wenigstens die Handlung dann der Hammer wäre. Aber die Story spielt dann auch kaum im erwähnten "Cube", und ich finde alles sehr "flapsig".
    Ich möchte hier nicht spoilern, daher war es das dann auch.
    ABER: ich würde gerne wissen, ob das nun ein Jugendbuch sein soll, denn für die ältere Generation ab 30 plus halte ich es  nicht empfehlenswert- doch meine Nichte, sechzehn, fand es auch nicht gut und hat es nicht ausgelesen.
    Und dann dachte ich, wenn nun jüngere Leser diese ganzen Sci- Fi- Filme und Bücher nicht kennen- für die könnte das Buch spannend sein. Da ich das aber alles kenne- hat es mich eben nicht gefesselt.

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    Buchperlenblogs avatar
    Buchperlenblogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Lesevergnügen in naher Zukunft, dystopisch, unterhaltsam, ein wenig undurchsichtig noch.
    Rebellion in einer neuen Welt

    Zack stand in der Mitte einer Halle, die so groß war, dass er sie auf den ersten Blick gar nicht als Halle wahrnahm, sondern vielleicht als einen Platz in einer Großstadt bei Nacht. Im ersten Moment tat er nichts anderes als sich ungläubig umzusehen: Vielleicht war etwas beim Einloggen schiefgelaufen und er war gar nicht in Cronos, sondern eingeschlafen, und hierbei handelte es sich um einen Traum. (S. 162)


    Inhalt

    Im Jahr 2030 ist die Welt nicht mehr so, wie wir sie kennen. Die Länder sind in Bundesstaaten aufgeteilt. Lachlan (Achtung: man spricht es Locklin aus) und Zack leben im Dublin der Zukunft, in der Luft surren Drohnen herum und ein jeder wird überwacht. Doch es gibt eine Parallelwelt, in die sich die Menschen einloggen können: Cronos - Das Gamer-Paradies schlechthin. Hier schaut man nicht auf Bildschirme, hält keine Controller in der Hand. Man ist fast physisch dabei. Doch Cronos bietet nicht nur Spielern Platz, sondern auch Rebellen, die sich der Kontrolle der Welt entziehen wollen, die hier geheime Pläne entwickeln.

    Lachlan Abercromby, Sohn einer reichen Familie und im Herzen ein Rebell, soll entführt werden. Er und sein Freund Zack wissen davon und schmieden einen Plan, der dies verhindern soll. Doch wird es funktionieren? Und haben es die Entführer nur auf einen Sack voll Lösegeld abgesehen?

    Rezension

    Ein Abenteuer in nicht allzu ferner Zukunft liegt vor uns. Irland ist auf dem besten Weg ein Überwachungsstaat zu werden. Eine reale Dystopie.

    Überwachung und Rebellion

    Die Geschichte bringt viele Themen auf den Tisch. Eine neue Staatsform, eine interaktive Welt und eine zwielichtige Sekte. Die Überwachung der Menschen durch Drohnen, die jeden Schritt aufzeichnen, scheint gar nicht mal so weit hergeholt. Natürlich gibt es Menschen, die sich dagegen wehren, die eine Rebellion anzetteln wollen. Doch dazu brauchen sie Hilfe. Lachlan Abercromby, ein intelligenter junger Mann mit weitreichender Hacker-Erfahrung, soll für die Rebellion gewonnen werden. Wenn auch auf gefährlichen Umwegen. Denn zuerst muss das geheime Programm Erion gefunden werden - in Cronos.

    Eine wundersame neue Welt

    Die Welt, die der Cronos Cube zu bieten hat, wird farbenfroh geschildert. Als Leser hat man das dringende Bedürfnis, selbst ein Teil dieser Welt zu werden, sich in der Mystagoge klassifizieren zu lassen und mit anderen Recken die Welt zu entdecken. Doch Lachlin und Zack sind nicht zum Spielen hier. Eigentlich. Denn obwohl der Entführer damit droht, Lachlan umzubringen, sollten sie bei ihrer Suche scheitern, verbringen sie doch recht viel Zeit damit, sich mit den Grundzügen der Welt vertraut zu machen. Das fand ich etwas seltsam. Denn natürlich ist es für uns Leser spannend, diese Welt kennenzulernen, uns mit den Klassen der Kämpfer vertraut zu machen. Doch auch wenn man die Verantwortung abgibt und andere mit der Suche beauftragt, so nahmen die beiden die Situation doch recht gelassen hin. Auch, als sich die Umstände aufzuklären beginnen, fand ich einige Stellen zu glatt geschustert. Die Jagd nach dem Entführer ist spannend und rasant, doch vergeht eine quälend lange Zeit, in der einiges mehr hätte passieren müssen.

    Fragen über Fragen

    Auch über Emil, den Entführer, wurde ich nicht so recht schlau. Die Sekte, der er angehört, wird nur kurz erwähnt, ihre Absichten und Machenschaften bleiben im Dunkeln. Was wollen sie mit Erion, dem Programm, dem Lachlan und Zack so verzweifelt auf der Spur sind? Ich weiß es ehrlich gesagt immer noch nicht. Dieses Nichtwissen hat mein Frustrationslevel auch ab einem gewissen Zeitpunkt gehoben. Seite um Seite dachte ich: Jetzt muss des Rätsels Lösung kommen!

    Doch das Ende ist sehr offen gehalten. Man hält viele lose Fäden in der Hand und schaut verwundert auf die letzte Seite. Zu Ende? Aber was ist mit .. ? Und wieso ist..? Ein kurzer Plausch mit der lieben Thekla Kraußeneck jedoch verspricht: Es wird einen zweiten Teil geben. So lehne ich mich also wieder ermutigt zurück und erwarte voll Spannung die weiteren Abenteuer. Hoffentlich werden die aufgeworfenen Fragen geklärt.

    Fazit

    Ein rasantes Abenteuer in naher Zukunft, dass viele spannende Themen behandelt. Hier und da noch etwas undurchsichtig, manche Handlungen nicht ganz nachvollziehbar, doch alles in allem recht rund. Die Sprache ist klar verständlich, auch ohne tieferes technisches Verständnis erhält der Leser einen tollen Einstieg in die Welt der Zukunft. Und besonders die Welt des Cronos Cube ist toll bebildert und lädt zum verweilen ein - und sicherlich nicht nur für hartgesottene Gaming-Freunde interessant.

     

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    Saphirosas avatar
    Saphirosavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr spannend geschrieben, gerade gegen Ende des Buches, den Anfang empfand ich aber zäh, wenn man aber einmal drin ist, ein super Buch.
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    DrWarthrops avatar
    DrWarthropvor 3 Monaten
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    Die_Teddybaerinvor 7 Monaten
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Monaten

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