Theo Parish

 4,7 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor*in von Homebody.

Lebenslauf

Theo Parish ist Autor*in und Illustrator*in und lebt mit drei Katzen in Norwich. Theos Arbeit ist inspiriert von der Liebe zur Fantasie und den Erfahrungen, sich als queere und neurodivergente Person durch die Welt zu bewegen. Theo liebt Tabletop-Rollenspiele, baut gerne Kissenburgen und freundet sich mit den Katzen der Nachbarschaft an.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Theo Parish

Cover des Buches Homebody (ISBN: 9783743218024)

Homebody

(12)
Erschienen am 09.10.2024

Neue Rezensionen zu Theo Parish

Cover des Buches Homebody (ISBN: 9783743218024)
Korikos avatar

Rezension zu "Homebody" von Theo Parish

Koriko
Authentische Graphic Novel über Trans-Identität

Story:
Als Kind ist Theos Welt noch in Ordnung, denn das Geschlecht spielt dank der sehr offenen Familie nur am Rande eine Rolle. Erst in der Schule fällt es Theo schwer, sich mit dem binären System und der Rolle als Mädchen anzufreunden, denn Kleider fühlen sich unpassend an. Der Besuch auf einer Comic-Con als männlicher Charakter wirft die Frage auf, ob Theo überhaupt weiblich ist, denn als Junge fühlt sich alles richtiger und authentischer an. Doch schon bald keimt die Frage auf, ob das Geschlecht überhaupt eine Rolle spielt? 

Eigene Meinung:
Die autobiographische Own-Voice Graphic Novel „Homebody“ aus der Feder von Theo Parish erschien erstmals im Frühjahr 2024 bei HarperAlley und kam in Deutschland im Herbst 2024 bei Graphix Loewe auf den Markt. Das Hardcover umfasst 224 weitestgehend monochrom gestaltete Seiten und zeigt Theos Suche nach der eigenen Geschlechtsidentität in sechs Kapiteln.

Die Geschichte beginnt in Theos Kindheit und als Leser*in begleitet man Theo auf dem Weg zu seinem wahren Ich, was aufgrund der Umwelt und der Gesellschaft nicht immer leicht ist, denn die binären Geschlechtervorstellungen überwiegen in nahezu allen Lebensbereichen. Für Theo bedeutet das, sich zeitweise in eine Rolle hineinzwängen zu lassen, ,mit der Theo sich nur bedingt wohlfühlt. Es dauert, bis Theo feststellt, dass sier nicht nur trans und sondern auch nonbinär ist. Zum Glück hat Theo eine verständnisvolle Familie und einen sehr offenen Freundeskreis, die sier unterstützen und auf dem Weg zum wahren Ich begleiten.
Der/die Künstler*in wählt dabei die Metapher eines Hauses (Homebody), um den Leser*innen das Gefühl des Zuhauseseins näher zu bringen und deutlich zu machen, wie unwohl man sich fühlen kann, wenn der Körper nicht zur eigenen Identität passt. Dabei geht Theo Parish sehr gefühlvoll, sensibel und authentisch vor, so dass man sich gut in die Geschichte und Theo hineinversetzen. Insgesamt kann man Theos Weg sehr gut nachvollziehen, egal ob man selbst trans und/oder nonbinär ist, und mehr über sich selbst herausfinden möchte; oder ob man sich mit dem Thema Trans und Nonbinarität auseinander setzen möchte. „Homebody“ bietet einen guten Einblick in das Leben eines Menschen, der sich in der gängigen binären Welt nicht wiederfindet und was es bedeutet, sier selbst zu sein.

Stilistisch ist „Homebody“ zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, denn gerade die Darstellung von Theo als Haus fühlt sich ungewohnt an, doch mit der Zeit kommt man gut mit den Zeichnungen zurecht – zumal die Metapher des Hauses wichtig für das Verständnis von „Homebody“ ist. Theo Parish hat einen recht einfachen, kindlichen, manchmal etwas groben Stil, der die Geschichte passend begleitet ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Die monochromen Farben, die vorwiegend in rosa, violett und blau gehalten sind greifen die Farben der Transflagge gekonnt auf, was sehr gut zum Inhalt der Graphic Novel passt.

Fazit:
„Homebody“ ist eine gelungene, authentische Graphic Novel über Trans-Identität und den Weg zum eigenen Ich, das für Jugendliche und Erwachsene geeignet ist, die sich mit dem Thema beschäftigen wollen. Theo Parish greift eine Vielzahl von wichtigen Punkten auf, die sehr gut in die Handlung eingewoben werden: Transidentität, Nonbinarität, Familie, Freundschaft und der Weg zum eigenen Ich – zumeist dargestellt durch die Metapher des Körpers als Haus. Die monochromen Illustrationen in den Farben der Transflagge geben der Geschichte um Theo einen passenden Rahmen. Wer auf der Suche nach Büchern / Graphic Novels zum Thema Trans-Identität ist, wird an Theo Parishs Autobiografie nicht vorbeikommen – zu empfehlen.

Cover des Buches Homebody (ISBN: 9783743218024)
EmmyLs avatar

Rezension zu "Homebody" von Theo Parish

EmmyL
Selbstfindung oder der Weg zum eigenen Ich

Am Anfang der Geschichte heißt Theo noch nicht Theo. Für ihn fühlt sich Mädchenkleidung an wie Maskerade und er ist sich ganz sicher, dass irgendetwas nicht stimmt. Für die Comic Con trägt er maskulinere Kleidung und fühlt sich damit deutlich wohler. Aber ist es nur eine Frage der Kleidung oder gibt es noch mehr? 

In dieser wirklich tollen Graphic Novel geht es um die Suche nach Identität und Selbstakzeptanz. Zentrales Thema der berührenden Own-Voices Erzählung ist Transgender-Identität. In dieser wirklich eindrucksvollen Geschichte mit gefühlvollen Illustrationen wird die Liebe zum eigenen Ich gefeiert.

Das Buch zeigt allen Betroffenen, dass sie nicht allein sind und gibt Hoffnung bei der Suche nach dem Ich.

Die Panel sind übersichtlich angeordnet, variieren in ihrer Größe und sind mit Ramen versehen. Gelegentlich werden die Ramen aufgebrochen und so eine Verbindung zum nächsten Panel hergestellt bzw. in eine größere Darstellung integriert. In den Zeichnungen dominieren Pastelltöne, dadurch leuchten die Seiten optimistisch und hell.

Für alle die noch auf der Suche nach sich selbst sind, ist diese Graphic Novel absolut empfehlenswert.

Cover des Buches Homebody (ISBN: 9783743218024)
Nicole_Jaguschs avatar

Rezension zu "Homebody" von Theo Parish

Nicole_Jagusch
Hoffnungsvoll und wunderschön!!!

netgalley ebook

Diese Graphic Novel war einfach großartig und wirklich so hoffnungsvoll für alle, die einen ähnlichen Weg gehen, der auf keinen Fall einfach ist, aber der sich so sehr lohnt, wenn man sich dann am Ende in seinem Körper zu Hause fühlt, und hoffentlich Menschen um einen hat, die einen so lieben, wie man ist.

Der Zeichenstil war auch total wunderschön.

Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, nicht nur für die, die ihre eigene Geschlechtsidentität erforschen, sondern auch alle anderen, um einfach mehr Verständnis zu haben.

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