Theodor Fontane

 3.4 Sterne bei 2,911 Bewertungen
Autor von Effi Briest, Irrungen, Wirrungen und weiteren Büchern.
Theodor Fontane

Lebenslauf von Theodor Fontane

Heinrich Theodor Fontane wurde am 30. Dezember 1819 in Neuruppin geboren. Er war ein deutscher Schriftsteller und Apotheker und gilt als einer der bedeutendsten Autoren des poetischen Realismus. 1836 beginnt Theodor Fontane eine Ausbildung zum Apotheker und die erste Novelle namens "Geschwisterliebe" wird 1839 veröffentlicht. Erste Gedichte folgen in der Zeit als Apothekergehilfe in Burg. Nach Jahren des Reisens und lernen an verschiedenen Apothekerstandorten in Deutschland, entschließt sich Theodor Fontane am 30. September 1849 vollends als freier Schriftsteller weiterzuarbeiten. Es folgeen Jahre in England, als auch als angestellter Journalist in Deutschalnd. Da jedoch die finanzielle Situaiton hinsichtlich einer Anstellung schwer ist, schreibt Fontante zwischenzweitlich viele Reisegeschichten. Im Alter entstehen die Werke Effi Briest und "Von Zwanzig bis Dreißig". Theodor Fontane stirbt am 20. September 1898 in Berlin.

Neue Bücher

Zeit ist Balsam

Erscheint am 01.01.2019 als Hardcover bei St. Benno.

Die große Hörspiel-Edition

Neu erschienen am 30.11.2018 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

Effi Briest

 (1,625)
Neu erschienen am 09.11.2018 als Taschenbuch bei Aufbau TB.

Unterm Birnbaum

 (117)
Neu erschienen am 09.11.2018 als Taschenbuch bei Aufbau TB.

Alle Bücher von Theodor Fontane

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Effi Briest

Effi Briest

 (1,625)
Erschienen am 09.11.2018
Irrungen, Wirrungen

Irrungen, Wirrungen

 (360)
Erschienen am 01.09.2008
Frau Jenny Treibel

Frau Jenny Treibel

 (175)
Erschienen am 23.07.2014
Unterm Birnbaum

Unterm Birnbaum

 (117)
Erschienen am 09.11.2018
Der Stechlin

Der Stechlin

 (79)
Erschienen am 09.11.2018
Mathilde Möhring

Mathilde Möhring

 (40)
Erschienen am 09.11.2018
Grete Minde

Grete Minde

 (28)
Erschienen am 01.03.2012
Unwiederbringlich

Unwiederbringlich

 (16)
Erschienen am 01.07.2012

Neue Rezensionen zu Theodor Fontane

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A

Rezension zu "Unterm Birnbaum" von Theodor Fontane

"Unterm Birnbaum" - Eine Kriminalnovelle
anna_mvor 19 Tagen

Im Oderbruchdorf Tschechin gehört die Familie Hradscheck zur Klasse der ewig „zugezogenen“ und wird von allen Seiten kritisch beäugt, insbesondere von der gehobenen Bauernschaft, die ein einfaches aber gütliches Auskommen hat. Als Betreiber eines Krämerladens und Wirtshauses hat Abel Hradscheck sich hoch verschuldet, denn er führt sein Gewebe nicht sehr gewissenhaft und spielt gerne. Auch seine Frau Ursula trägt zu unnötigen Ausgaben bei, weil sie sich mit der Anschaffung modischer Möbelstücke über den Tod ihrer Kinder hinwegtröstet. Das Ehepaar ist sich des Geredes im Dorf sehr bewusst und als ihnen der Besuch eines Schuldeneintreibers angekündigt wird, beschließen sie, sich dieses zu Nutzen zu machen um aus ihrer finanziellen Notlage zu entkommen.

Abel Hradscheck, der in der Novelle eigentlich nur „Hradscheck“ heißt, inszeniert die Rückzahlung der Schulden und gemeinsam mit seiner Frau beseitigt er danach den in seiner Wirtschaft abgestiegenen Gesandten. Der Hauptteil der Novelle handelt dann davon, ob der als Unglück getarnte Mord auffliegt und ob Hradscheck und seine Frau als Täter überführt werden können.

Fontanes Erzähler berichtet aus der Perspektive verschiedener Personen, sodass der Leser nicht alle Details zum Tathergang und über den Plan der Hradschecks kennt. Besonders gut herausgearbeitet wird, wie sehr in so einem kleinen, dörflichen Milieu Klatsch und Tratsch den Ton angeben. Hradscheck weiß, dass hier jeder jeden beobachtet und spielt mit dem Schein und Sein. Er weiß zu manipulieren und ist teilweise skrupellos. Es handelt sich also sowohl um eine Milieustudie als auch um eine Kriminalnovelle. Neben der Frage, ob das Verschwinden des Schuldeneintreibers aufgeklärt werden kann und ob es den Hradschecks gelingt, unentdeckt zu bleiben, geht es auch um die Frage, wie das Ehepaar mit seiner Schuld umgeht. Dabei spielt auch die Religion eine Rolle, was das Abbild der dörflichen Gesellschaft vervollständigt. Die Erzählung ist sehr realistisch angelegt, mit präzisen Beschreibungen der Umgebung und des Wirtshauses. Außerdem sprechen die Protagonisten unter sich Plattdeutsch, was mich noch mehr in den Ort des Geschehens hat abtauchen lassen. Ich fand die Novelle spannend, bis zur letzten Seite, und kann dieses schnell gelesene, kleine Buch nur weiterempfehlen, nicht nur für Klassik-Fans, sondern insbesondere auch für Liebhaber von Kriminalromanen. 

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AndreasKuecks avatar

Rezension zu "Das ist das höchste Glück" von Theodor Fontane

...wenn das Alltägliche an Bedeutung gewinnt!
AndreasKueckvor einem Monat

Unzählige Schülergenerationen mussten sich durch „Effi Briest“ quälen, wurden „dank“ germanistisch-geprägter Deutschlehrer gezwungen, seine Texte zu interpretieren und machen seither für immer einen großen Bogen um Theodor Fontane – völlig zu Unrecht!

Theodor Fontane hat es nicht verdient, als Schülerschreck zu verkommen: Sein Schreibstil durchzieht ein feiner ironischer Humor. Er blickt auf das scheinbar Belanglose im Leben und schenkt diesem seine Beachtung. Scheinbar folgen seine Figuren den gesellschaftlichen Normen, nur um dann ihre wahren Interessen zu offenbaren. Fontanes Kritik an einer Einzelperson lässt Rückschlüsse auf seine Kritik an der Gesellschaft zu.

In diesem Band findet der Leser nun eine feine Auswahl seiner Gedichte und Balladen. Gerade in seinen längeren Vers-Kreationen offenbaren sich seine verführerische Sprachmelodie und sein Talent für Rhythmus.

Selbstverständlich darf in dieser Anthologie die Ballade „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ ebenso wenig fehlen, wie seine Gedichte an seine Ehefrau Emilie Fontane, die so wunderbar schelmisch daher kommen und so viel über das Verhältnis der Eheleute preisgeben.

„Es ist etwas unbedingt Zauberhaftes um seinen Stil…“ Thomas Mann

…völlig zu Recht!

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E

Rezension zu "Effi Briest" von Theodor Fontane

Ein zeitloser Spiegel, den Fontane der Gesellschaft vorhält
EmmaSeeschwalbevor 2 Monaten

Ich habe das Buch schon einmal mit 16 gelesen, damals ist es mir nicht lange im Gedächtnis geblieben. 

Die Lektüre 8 Jahre später hat mich sehr berührt, ja sogar etwas erschüttert. Die Figur der Effi Briest ist einerseits verspielt und kindlich, aber zugleich nachdenklich und etwas melancholisch. Sie hat kaum eine Vorstellung von der Ehe, auf die sie sich mit 17 einlässt bzw. einlassen muss. Theodor Fontane erzählt dann vom Gefühl des Heimwehs, der Einsamkeit und der Furcht. Hohen-Cremmen wird zum Sehnsuchtsort von Effi, der in ihrer Erinnerung noch idyllischer wird. Dieses Gefühl, das um so stärker wird, wenn man unglücklich ist, transportiert dieser Roman so eindringlich. Mich hat vor allem Fontanes Bild der gesellschaftlichen Konventionen, die das individuelle Glück überschatten und erdrücken, beeindruckt, das Schicksal einer Frau, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird. Dieser Roman hat mich sehr nachdenklich gestimmt: Gesellschaftliche Zwänge sind nichts anderes als menschengemachte Konstrukte, nichts, was tatsächlich greifbar ist und dennoch so real und wirkungsmächtig. Gesellschaft bedeutet hier Unfreiheit, wenn das kein zeitloser Diskurs ist...

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Gespräche aus der Community

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Apfelgruens avatar
Willkommen zur zweiten August-Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur"!

Da die Entscheidung für den August denkbar knapp war, haben wir uns entschieden, diesen Monat zwei Leserunden zu machen.

Hier lesen wir zusammen "Unterm Birnbaum" von Theodor Fontane.

Diese Leserunde beginnt am 10. August.

Viel Spaß!


Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Theodor Fontane wurde am 30. Dezember 1819 in Neuruppin (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 3,620 Bibliotheken

auf 140 Wunschlisten

von 70 Lesern aktuell gelesen

von 35 Lesern gefolgt

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