Theodor Fontane Effi Briest

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Inhaltsangabe zu „Effi Briest“ von Theodor Fontane

Die junge Effi Briest auf der Schaukel, 'immer Tochter der Luft'. Frei, leidenschaftlich, unbeschwert. Sie, 'die arme Effi', entschließt sich, ihre Sehnsüchte aufzugeben, ordentlich zu heiraten und ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen. Nur passt sie nirgends so richtig hin. Ihre Phantasie ist allen suspekt, ihre Kompromissfähigkeit jedoch auch bald erschöpft …

Ein Roman über ein trauriges Frauenschicksal im 19. Jhrd

— FraeuleinHuetchen

Ein tolles Buch. Ich mag Fontanes Schreibstil total gerne, es hat mir Spaß gemacht es zu lesen.

— jasmiin_1511

Mir zu schwer verdaulich und zu langatmig, aber dennoch ein Klassiker

— Scarjea

Gute Grundidee, das Buch hat mich aber nicht wirklich berührt

— LuLuLux

Das beste Buch, dass ich in der Schule lesen musste. Spannend und schön geschrieben und trotzdem voll von Stoff für den Unterricht.

— Vanessa_Wittig

Wenn ich solche Sachen lese, bin ich froh in der heutigen Zeit zu leben.

— ada86

Für Wissenschaftler, Abiturienten und Germanisten sicher ein gelungenes Werk. Für die einfache Frau einfach nur langweilig.

— Freyheit

Sehr interessant aber teilweise verwirrend und sehr vorhersehbar aber trotzdem lesenswert!

— SophieNdm

Eine immer noch anrührende, zeitlose Geschichte.

— Bill777

Ein sprachlich und historisch wertvoller Roman über eine Kind gebliebene Frau, die sich nach nichts mehr sehnt, als Zerstreuung.

— ErinaSchnabu

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Eine Geschichte über gesellschaftliche Doppelmoral gespickt mit viel schwarzem Humor. Trotz der Kürze aber ein wenig langatmig

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  • Arme Effi....

    Effi Briest

    ada86

    19. June 2017 um 03:03

    Wenn ich solche Sachen lese, bin ich froh in der heutigen Zeit zu leben. Allerdings mag ich die Umschreibung der Frauengefühle nicht. Viel zu sehr Ansicht der Männerwelt wie Frauen ticken. 

  • Konnte mich nicht wirklich überzeugen

    Effi Briest

    Freyheit

    11. June 2017 um 06:27

    Inhalt:Effi Briest ist 17 Jahre alt, als die Ehe zwischen ihr und dem Landrat Baron Geert Innstetten von ihren Eltern arrangiert wird. Jung, verspielt und verwöhnt findet sie sich in einer Ehe mit dem 21 Jahre älteren Mann wieder. Kann sie ihm und seinem Stand entsprechend eine gute Ehefrau sein?Meine Meinung:Es gibt ja diese Listen im Internet von Büchern, die man gelesen haben sollte. Natürlich taucht auf jeder dieser Listen Effi Briest auf. Da ich klassische Literatur liebe, stand es für mich außer Frage, dass ich dieses Buch irgendwann lesen muss!Nun habe ich es gelesen und bin doch etwas enttäuscht. Vom Sprachgebrauch und Stil war es machbar. Auch wenn ich manchmal innehalten musste. Es liest sich nicht so schnell weg, wie ein Schmöker der heutigen Zeit.Die Geschichte an sich hat mich nicht mitgerissen.Innstetten fand ich sehr sympathisch. Er hat sich wirklich Mühe gegeben, seine recht junge Frau glücklich zu machen. Ab und an hat er sie zu Gunsten seiner Karriere hintenangestellt. Für eine Frau meines Alters kein Problem. Für das verwöhnte Mädchen jedoch schon. So kam natürlich Langeweile auf. Und was macht so ein junges Ding dann? Sie hat eine Liebschaft!An Effi kam ich überhaupt nicht heran. Im Gegenteil. Mir ging sie mit ihrer Wankelmütigkeit einfach auf die Nerven. Ich empfand sie als unsicher, ängstlich und nach Aufmerksamkeit haschend.Fontane hat sich derart in Nebensächlichkeiten ausgelassen, dass die Hochzeit, die Geburt des Kindes und andere wesentliche Dinge geradezu untergingen. Schade.Ich für mein Teil schaffte es bist zur Hälfte und dann begann die Quälerei.Für Wissenschaftler, Abiturienten und Germanisten sicher ein gelungenes Werk. Für die einfache Frau einfach nur langweilig.Fazit:Klassische Literatur, die sich in die Länge zieht. Als Lehrstoff geeignet, aber als einfache Sommer-/ Winterlektüre ungeeignet.

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    • 3
  • Effi Briest (Reclam-Ausgabe)

    Effi Briest

    ErinaSchnabu

    01. February 2017 um 19:18

    „Effi Briest“ kannte ich bereits als Verfilmung von 2009. Ich mochte die Geschichte sehr gerne. Allgemein bin ich für Ehebruchgeschichten aus dem 18. bis 19. Jahrhundert immer zu haben. Deshalb musste ich auch den Roman lesen. Es musste sowieso mal wieder ein Klassiker sein. Den Roman hatte ich, in Form einer 80er-Reclam-Ausgabe, schon einige Jahre hier liegen. Ich hatte das Buch mal aus der Schule mitgenommen, wo ein Karton mit aussortierten Büchern herumstand. Der Griff hatte sich gelohnt.InhaltEffi ist 17 Jahre alt, als der 38-Jährige Baron von Innstetten um ihre Hand anhält. Mehr oder weniger auf Drängen ihrer Eltern heiratet sie ihn und zieht mit ihm in seine Heimat Kessin in Hinterpommern. Bereits als ledige junge Frau war ihre größte Angst die Langeweile und diese ist es auch, warum sie in ihrer neuen Heimat nie richtig glücklich wird. Effi sehnt sich nach ihrer Familie und ihren Jugendfreundinnen, sie fühlt sich alleine und sucht „Zerstreuung“: „Liebe kommt zuerst, aber gleich hinterher kommt Glanz und Ehre, und dann kommt Zerstreuung - ja, Zerstreuung, immer was neues, immer was, dass ich lachen oder weinen muss“. Hinzu kommt, dass sie sich in dem Haus fürchtet. Ihrer Meinung nach spukt es in dem Haus, was ihre Bedienstete auch bestätigt. Einzig ihr Hund Rollo und ein guter Freund ihres Mannes Alonzo Gieshübler können sie ablenken. Mit ihrem Hund unternimmt sie Spaziergänge und der Familienfreund lenkt sie mit kleinen Aufmerksamkeiten ab.9 Monate nach der Hochzeit wird Annie geboren. Roswitha, eine Frau, die Effi beim Spaziergang kennen lernt, wird das Kindermädchen und etwa zeitgleich tritt auch der Major von Crampas in Kessin auf, ein gutaussehender Lebemann, der mit Geert Innstetten zur selben Zeit beim Militär war. Er ist selber nicht allzu glücklich verheiratet und umso charmanter zu anderen Frauen, vor allem Effi. Es kommt irgendwann zu einer Affäre zwischen Crampas und Effi, was ihr Gewissen plagt. Jedoch schafft sie es nicht von alleine, diese Situation zu beenden.Regelrecht dankbar ist sie, als Innstetten verkündet, dass sie nach Berlin umziehen werden, um eine Stelle im Ministerium anzunehmen.Einige Jahre später, als Effi auf Kur ist, entdeckt Innstetten Briefe und ihr und Crampas aus der sündigen Zeit. Er reicht die Scheidung ein und fordert Crampas zum Duell auf, wobei er ihn erschießt. Effi wird von ihren Eltern verstoßen, erhält lediglich finanzielle Unterstützung von ihnen und wird von ihrer Tochter Annie getrennt, da diese beim Vater bleibt. Effi wird von Tag zu Tag unglücklicher in ihrer neuen Lebenssitutation, bis es sich scheinbar zum Besseren wendet…Meine MeinungIch habe nun fast einen ganzen Monat mit Effi und ihrer Geschichte verbracht und fand mehrere Dinge recht interessant. Spannend ist, dass dieser Roman durch und durch preußisch ist. Er stellt preußische Sitten und das Wesen der Preußen dar. Effis Mann Innstetten ist preußisch bis aufs Blut: Er hält sich an Regeln und Prinzipien, ist im Großen und Ganzen ein ernster Mann und verpflichtet sich der Karriere. „Was man empfängt, hat man auch verdient.“Auch Fontanes Sprache ist passend dazu preußisch-steif, ein wenig geschwollen. Trotzdem fiel es mir leicht, über die Zeilen zu fliegen.„Effi Briest“ war einer der ersten deutschen Gesellschaftsromane und ist meiner Meinung nach ein interessantes Zeugnis einer Zeit, in der Frauen dem Manne untergeordnet waren und in der Prinzipien galten, die heute undenkbar wären. Der Roman „Buddenbrooks“ von Thomas Mann erschien kurz nach „Effi Briest“ und es lassen sich einige Parallelen feststellen: Effi scheint Tony Buddenbrooks literarische Schwester zu sein. Beide sind sie wenig damenhaft, sie lieben es, unterhalten zu werden und sind von Haus aus recht verwöhnt. Sie verlieren sich schnell in Träumereien und erwischen Ehemänner, bei denen sie sich langweilen und/oder unglücklich sind. Der Name „Buddenbrooks“ scheint auch vom Roman „Effi Briest“ inspiriert zu sein, da dort eine Person namens Buddenbrook auftaucht.Die Prinzipienreiterei ist eines der größten Motive in diesem Roman, wenn nicht sogar das größte. Man meine, es ginge um Ehebruch, aber viel mehr dient dieser dazu, gesellschaftliche Umstände, in einer tragischen Geschichte verpackt, zu beschreiben. Denn alle möglichen Personen halten sich an Prinzipien und Konventionen, von denen sie eigentlich gar nicht viel halten: Innstetten fordert Crampas zum Duell auf und trennt sich von seiner Frau, um seine Ehre wieder herzustellen. Er weiß jedoch selber, dass dieses Ritual altmodisch ist und er hätte vermeiden können. Auch die Scheidung hätte er sich am liebsten gespart. Effi hätte er verzeihen können, die Affäre ging ihm nicht so nah, wie er anfangs dachte, auch bemerkt er, nach einigen Jahren, dass es ihm nach der Scheidung schlechter geht, als vorher. Trotzdem entscheidet er sich so, um sein Gesicht in der Gesellschaft zu wahren. Effis Eltern handeln ähnlich, indem sie sie verstoßen. Effi hat bei ihren Eltern kein zu Hause mehr, weil diese, wie ihr Ehemann, ihr Gesicht in der Gesellschaft wahren wollen.Wie der Autor tabubeladene Dinge thematisiert, zeigt, in was für einer Gesellschaft er sich befand, als er seinen Roman schrieb. Vieles in dieser Geschichte wird umschrieben, Dinge geschehen subtil. Explizit wird nur ein Kuss zwischen Effi und Crampas genannt. Die Affäre als solches, die ständigen Treffen, sind während des Großteils des Romans kaum ersichtlich. Ich dachte beim Lesen zuerst, dass Effi und Crampas sich nur geküsst hätten, dass sie deshalb ein schlechtes Gewissen hatte, was vor allem zu dieser Zeit ja durchaus ausreichend war. Erst als Innstetten ihre Briefe fand, wurde mir bewusst, dass Effi eine richtige Affäre gehabt hatte. Ich lebte fast in derselben Unklarheit wie ihr Mann. Selbst Effis Schwangerschaft, die legal durch die Ehe zustande kam, wurde nicht explizit ausgesprochen, sondern poetisch verklärt und dem Leser nicht direkt auf die Nase gebunden. Im Sinne der Literaturepoche des Realismus werden Umstände und Ereignisse von Theodor Fontane erzählt, jedoch nicht bewertet. Als Autor tritt er da einen Schritt zurück, er scheint in den Hintergrund getreten zu sein, um den Leser entscheiden zu lassen, was er für (moralisch) richtig oder falsch empfindet. Denn oftmals stößt der Leser auf Situationen, die die moralische Bewertung fordern. Dieser Roman hat jedenfalls Lust auf mehr gemacht und ich bin geneigt, weitere Ehebruchklassiker wie „Madame Bovary“ oder „Anna Karenina“ eines Tages zu lesen.

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  • Ein Klassiker der Weltliteratur, dessen Sprache ich immer noch sehr genieße. Schade, dass die Epoche

    Effi Briest

    hausknechthilde

    23. November 2016 um 01:09

    Ein Klassiker der Weltliteratur, dessen Sprache ich immer noch sehr genieße. Schade, dass die Epoche vergangen ist.

  • Wenn die Gesellschaft über Leichen geht

    Effi Briest

    Tintenklecks98

    20. November 2016 um 15:43

    Ein Gesellschaftsroman aus der Zeit des Realismus', so haben wir es in Deutsch gelernt und so wird es dann wohl sein. Leider hat mir die Geschichte um das Schicksal der jungen Effi wenig bis gar nicht zugesagt. Effi wird jung verheiratet, wird jung Mutter, wird praktisch zur Affäre mit anschließender Scheidung gezwungen und natürlich nimmt es kein gutes Ende mit ihr. Obwohl sie die Hauptfigur spielt, geht sie in diesem Buch unter. Ein sagenhaftes Beispiel dafür, wie man sich damals, insbesondere als Frau, der Gesellschaft unterwerfen musste/sollte. Obwohl ihr Schicksal tragisch ist, konnte es mir kaum mehr als ein Schulterzucken entlocken. Ich fand einfach keinen Draht zu Effi, noch zu irgendeiner anderen Figur. Zusätzlich drehte sich die Handlung ständig im Kreis und wichtige Ereignisse wie Hochzeit oder Schwangerschaft waren in 1-2 Sätzen abgehandelt. Nach ausführlicher Behandlung dieses abiturrelevanten Buches war ich kurz versucht, 3 Sterne zu verteilen, denn es gab viele Erklärungsversuche, weshalb Fontane dieses Buch in dieser Zeit genau so und nicht anders geschrieben hat. Ich habe mich dagegen entschieden, denn mich muss ein Buch nach dem 1. Lesen und nicht nach stundenlanger möglicher Interpretation überzeugen. Der Fairness halber, im Vergleich zu anderen Büchern, bleibt es bei 2 Sternen für diesen schleppenden und doch anstrengenden Roman.

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  • Durchhalten lohnt

    Effi Briest

    black_horse

    24. October 2016 um 10:49

    Ich habe mir dieses Buch als Hörbuch vorgenommen, um eine "Bildungslücke" zu füllen.Anfänglich war ich überhaupt nicht begeistert. Ich fand die ganze Beschreibung, wie die blutjunge Effi den viel älteren Baron heiratet, mit ihm an die See zieht, ihren drögen Alltag  und wie sie mit ihrem Umfeld hadert seeeehr langatmig.Erst mit dem Umzug nach Berlin kommt endlich ein bisschen Schwung in die Geschichte. Und so habe ich die letzten Hörbuchstunden doch noch genossen. Alles in allem ein recht interessantes Gesellschaftsporträt, wobei ich nicht verstehe, wie so etwas als Schulliteratur dienen kann. Ich glaube, als Jugendliche hätte mich das Buch überhaupt nicht angesprochen.

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  • "Ohne Leichtsinn ist das Leben keinen Schuß Pulver wert."

    Effi Briest

    Monsignore

    16. April 2016 um 21:09

    Klassiker haben es schwer, insbesondere aufgrund der giftgelben Zumutungen in der Schule. Erstaunlicherweise hat es mir Fontane in dieser Hinsicht immer leicht gemacht - sowohl in alten Schulzeiten als auch heute beim nochmaligen Lesen. Warum? - Weil ihm ein zeitloser dynamischer Lesefluss gelingt, weil seine Figuren so schnell erfassbar und in all ihrer Tiefe begreifbar sind, weil die Motive unverstellt offen liegen. Und weil der Stoff schlichtweg grandios ist.Hinzu kommen Spannungselemente wie ein Spukhaus, eine verbotene Liebe, ein Duell und der Niedergang einer vom Leser lieb gewonnenen Effi Briest. Und dann die markigen preußischen Sätze, z.B. "Innstetten, Ihre Lage ist furchtbar, und Ihr Lebensglück ist hin."Zum Inhalt sage ich hier nichts, den kann jeder bei Wikipedia nachlesen oder - besser noch - gleich den Roman lesen. 1896 veröffentlicht, hat er in seinen Grundmotiven mehr als ein Jahrhundert überdauert, ist besser lesbar als manch verschwurbelter Gegenwartsroman.

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  • Anstrengender Klassiker, der sich im Nachhinein aber lohnen kann!

    Effi Briest

    JuliaSchu

    16. August 2015 um 09:34

    Durch mein Germanistikstudium fühle ich mich oftmals dazu gedrängt, zu dem einen oder anderen Klassiker zu greifen. Irgendwie fühlt man sich nämlich zumeist schlecht, wenn es so viele Romane gibt, die man nicht gelesen hat, die in Seminaren aber immer mal wieder anklingen, oder die einfach auf einer ominösen Liste stehen mit Büchern "die man im Leben gelesen haben sollte". Um schon einmal vorzugreifen: "Effie Briest" gehört nicht unbedingt auf eine solche Liste, hat aber zwischendurch seinen Charme. Inhalt: Die 17-jährige, lebenslustige Effie heiratet mit 17 Jahren einen fast 20 Jahre älteren Mann, der eine gute Partie im ausgehenden 19. Jahrhunderts ist. Es ist keine Liebesehe, aber eine der Gesellschaft äußerst entsprechende. Nach den Flitterwochen zieht das Paar nach Kessin, ein winziger Badeort. Dort fühlt sich die junge Effie immer einsamer, sieht Spukgespenster und zieht sich immer mehr zurück. Es endet in einer Affäre, die nicht einmal aus Liebe begangen wird. Effie ist dankbar, als sie der Beruf ihres Mannes nach Berlin bringt, wo sie hofft ein neues Leben zu beginnen, doch das alte verfolgt sie zu sehr... Das Problem bei Klassikern ist oftmals das gleiche: es passiert nicht sonderlich viel spannendes. So ist es leider auch bei "Effie Briest". Zwischendurch trägt sich sehr viel Langeweile durchs Buch und irgendwie erscheint es, als wenn Fontane ausgerechnet die wichtigen und interessanten Passagen innerhalb eines Absatzes klären wollen würde, so beispielsweise das entscheidende Duell. Die Charaktere hingegen sind in den Klassikern, wie es auch dieser Roman zweifelsohne ist, oftmals interessanter, als in vielen aktuellen Büchern. Sie sind alle sehr tiefschichtig und haben viele Eigenschaften, die man nicht mehr unbedingt erwartet. Ich persönlich fand Geert von Instetten sehr sympathisch und konnte Effie zum Teil wirklich absolut nicht leiden. Man bemerkt an ihr allerdings auch einen Wandel. Anfangs ist sie einfach nur egoistisch, freiheitsliebend und verwöhnt. Das ändert sich auch nicht unbedingt, aber dennoch merkt man ihr mehr Reife an. Allerdings ist keine der aufgeführten Figuren ein Sympathieträger, wenn dies auch laut vieler Interpretationen Effie hätte sein sollen. Kam mir nicht so vor.. Da wären wir auch beim springenden Punkt . Die Interpretationen...wenn man nach dem Lesen des Romans derlei liest, findet man das Buch gleich viel besser. Liest man schlaue Sätze darüber, wie unglaublich gut Fontane doch diesen und jenen Kritikpunkt äußert, dann fühlt man sich gleich viel schlauer und kann dem Ganzen etwas mehr abgewinnen. Klingt blöd, ist aber so. Im Nachhinein finde ich das Buch also keinesfalls so schrecklich, wie ich es beim lesen teilweise empfunden habe. Natürlich ist auch der Schreibstil und die allgemeine Wortwahl altertümlich und einem Klassiker entsprechend. Das Buch lässt sich nicht einfach so weglesen, denn der Stil bringt einen dazu oftmals innezuhalten. "Effie Briest" ist für mich ein typischer deutscher Klassiker, der die gesamte damalige Gesellschaft kritisieren soll. Das schafft er eigentlich auch ganz gut. Vor allem die letzten 40 Seiten sind recht unterhaltsam, alles in allem ist das Buch dennoch etwas schwerfällig und dröge. Vor allem Effie selbst ging mir oftmals auf die Nerven. Nichtsdestotrotz bin ich froh die Geschichte von Effie Briest zu kennen, die bei Weitem nicht der schlechteste Klassiker ist. Von mit gibt es daher 3 Sterne für Theodor Fontanes berühmtestes Werk.

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  • Charmante Ehebrecherin oder „Es ist ein (zu) weites Feld“

    Effi Briest

    kingofmusic

    Ja, „ein weites Feld“ – das trifft meine Empfindungen über Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“ ziemlich gut. Allerdings lasse ich – anders als Effi´s Vater – die Leser meiner Rezension nicht im Unklaren darüber, wie ich zu einer Sache (in diesem Fall zu diesem Roman) stehe *g*. Warum liest man einen Roman, der von den meisten Deutsch-LK-Schülern gehasst wird? Nun, zunächst muss ich sagen: es hat mich schon länger gereizt, Effi Briest zu lesen – vielleicht, weil ich nicht zu den LK-Geschädigten gehöre *lach*. Außerdem habe ich ein Faible für Klassiker und verzweifelte Ehebrecherinnen (mit Madame Bovary und Anna Karenina stehen zwei weitere Bücher in der Warteschleife *g*). Gevatter Zufall wollte es, das ich letztes Jahr in Münster in der Bahnhofsbuchhandlung nach einer Fortbildung über das Buch gestolpert bin – zu einem unschlagbar günstigen Preis :-) Kurzerhand hab ich das Buch dann mitgenommen und nach der mehr als 1-stündigen Zugfahrt nach Bielefeld war ich schon in diesem Roman gefangen. Warum? Bereits nach der eröffnenden Beschreibung von Effi´s Heimat setzte sich der Filmprojektor in meinem Kopf in Gang und ich fand mich in Hohen-Cremmen wieder, sah, wie unbeschwert Effi spielte und lachte, schaukelte und einfach eine frohe Stimmung verbreitete, die mir schon nach wenigen Seiten ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte. Dann lernte ich die Freundinnen von Effi, die Eltern und Geert v. Innstetten kennen und war völlig von den Socken, als Effi auf einmal mit ihm verlobt war. Die Selbstzweifel der Eltern ließen nicht lange auf sich warten, verschwanden aber auch ebenso schnell wieder. Dann begleitete ich das frisch vermählte Paar nach Italien und anschließend nach Kessin, wo der Anfang vom Ende für Effi begann. Die ganze Zeit über habe ich mich immer gefragt, was Effi´s Mutter wohl an Geert v. Innstetten gefunden hatte – war er doch (auf der einen Seite) herzlich zu seiner jungen Frau, auf der anderen Seite hat er in der ganzen Zeit nie die von vornherein sehr deutliche Distanziertheit aufgegeben, sondern es wurde sehr schnell sehr deutlich, dass ihm seine Karriere wichtiger war als die Familie. Darum habe ich mich auch für Effi gefreut, als sie mit Alonso Gieshübler einen lieben Freund gewonnen hat, der ihr das Leben jeden Tag mit Zeitungsausschnitten und kleinen Aufmerksamkeiten versüßt. Effi langweilt sich in Kessin und auf den gesellschaftlichen Besuchen, die sie gemeinsam mit ihrem Mann absolvieren muss, zu Tode und man beginnt sich zu fragen, womit Effi das Ganze eigentlich verdient hat. Dann betritt Major Crampas die Bühne – ein „Frauenliebhaber“ durch und durch, der dabei aber sympathisch agiert. Effi kann sich dem Charme von Crampas nicht entziehen, obwohl sie es eigentlich gar nicht will. Das Verhältnis zwischen Effi und Crampas wird auch nie wirklich offensichtlich beschrieben – es findet eher „zwischen den Zeilen“ und in wenigen, interpretatorisch eindeutigen Passagen (Crampas und Effi händchenhaltend allein in der Kutsche oder bei dem unter Crampas Regie aufgeführten Theaterstück) statt. Dafür wird die Eifersucht von Innstetten umso deutlicher, auch wenn er meiner Meinung nach nicht wirklich einen Grund dafür hat *g* - das kann jetzt jeder für sich interpretieren, wie es gemeint ist. Um es jetzt für den Leser dieser Rezension nicht zu langweilig werden zu lassen (Glückwunsch an die, die bis hierher gelesen haben!), gibt es jetzt ´ne kleine Abkürzung und mein Fazit: Familie v. Innstetten geht von Kessin aus nach Berlin, Effi wird immer kränker, kommt zur Kur, Geert findet durch einen blöden Zufall Briefe, die das Verhältnis zwischen Effi und Crampas offenlegen, es kommt zum Duell zwischen v. Innstetten und Crampas (eine der Stellen im Buch, die kurz, knapp und präzise sind, während andere sehr ausführlich dargestellt werden, was für mich einen Teil des Reizes dieses Buches ausmacht), Geert´s Selbstzweifel, ob er richtig gehandelt hat oder nicht, verschwinden ebenso schnell, wie sie gekommen sind, Effi wird aus der Gesellschaft  und von ihren Eltern verbannt, fristet mehrere Jahre ein tristes Alltagsleben, macht eine enttäuschende Begegnung mit ihrer 10-jährigen Tochter (die sie seit ihrer Verbannung nicht mehr gesehen hat) und kehrt danach in die liebenden Arme ihrer Eltern zurück, die ihr mittlerweile verziehen haben. In Hohen-Cremmen verbringt sie noch eine kurze, unbeschwerte Zeit und stirbt letztendlich - mit sich, Geert und allen anderen im Reinen – ein weiterer Moment im Buch, der mich ziemlich getroffen und berührt hat. Fazit: Theodor Fontane hat mit „Effi Briest“ eine der schönsten Ehebruchgeschichten der Weltliteratur geschrieben, bei der einem nichts anderes übrigbleibt als mit der Titelheldin zu lachen, zu weinen, zu staunen…Das alles in einer wunderbaren Sprache, bei der die wenigen französischen Worte nicht negativ auffallen (auch wenn ich kein Französisch verstehe, konnte ich mir immer denken, worum es ging). Neben „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ von Gabriel Garcia Marquez bekommt Effi Briest nun einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal und ich werde garantiert nicht müde, Effi Briest als ein Stück großartiger Weltliteratur anzupreisen, für welches man bestimmt erst ein gewisses Alter *hust* erreichen muss, um es zu mögen. Danke Theodor Fontane!!!

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    • 11
  • "Effi Briest" von Theodor Fontane

    Effi Briest

    Jacynthe

    26. March 2015 um 14:47

    Inhalt Die junge Effi verheiratet sich nach dem Willen ihre Eltern mit dem wesentlich älteren Baron von Innstetten, der früher ein Liebhaber ihrer Mutter war. Effi folgt ihm in einen Ort an der rauen Ostsee, wo sie sich von Anfang an unwohl fühlt. Hier bringt sie die gemeinsame Tochter Annie zur Welt. Weil sie sich langweilt und unverstanden fühlt beginnt sie schließlich eine Affäre mit Major Crampas, die durch den ersehnten Umzug nach Berlin beendet und von Effi beinahe vergessen wird. Doch dann findet Innstetten 7 Jahre später die Liebesbriefe, fordert Crampas zum Duell und tötet ihn. Er verstößt Effi und entzieht ihr das Sorgerecht, und Effi ist fortan auf sich alleine gestellt. Meine Meinung Wieder ein Roman, der noch von meiner Mom stammt und der bisher auf meinem SuB einstaubte. Es ist das letzte Buch meiner SuB-Abbau-Challenge, denn ich habe das Lesen immer weiter hinausgezögert. Viele warnten mich vor diesem langweiligen alten Schinken, doch ich muss sagen, ich war positiv überrascht. Ja, ich gebe zu, die ersten Sätze sind nicht gerade fesselnd und ich selbst befürchtete auch schon das Schlimmste. Doch meine Einstellung zum Buch änderte sich schnell, denn entgegen aller Erwartungen liest es sich flüssig und meist ohne die Anstrengung, die bei anderen Roman dieser Zeit notwendig ist. Es ist eigentlich erstaunlich, denn obwohl das Buch zu zwei Dritteln nur aus Alltagsbeschreibungen besteht, in denen nicht wirklich etwas passiert, hat es mich nicht gelangweilt. Es vermittelt im Gegenteil - meiner Meinung nach - ein realistisches Bild der damaligen Gesellschaft. Fontane scheint mir ein Meister des Schreibens zwischen den Zeilen zu sein. Die wirklich entscheidenden Dinge hat der Leser mehr zu erahnen als dass er sie schwarz auf weiß vor sich hat, was mich an manchen Stellen sehr irritierte. Als moderne Leserin erwartete ich zumindest Andeutungen auf Körperlichkeiten oder romantisches Beisammensein, doch damit kann der Roman nicht dienen. Da ich ja wusste, dass ich eine Affäre zu erwartetn hatte, wartete ich darauf, dass etwas in der Richtung geschah. Und wartete... und wartete... und dann irgendwann, mit einer Äußerung, die erst viel später im Buch gemacht wird, machte es endlich Klick: Das war ja schon!  Mit "Effi Briest" hat Fontane dennoch ein faszinierendes Gesellschaftsbild der damaligen Zeit geschaffen, und obwohl Effi und die anderen Charaktere erfunden sind, zweifle ich nicht daran, dass viele junge Frauen damals ein solches oder ähnliches Schicksal erdulden mussten. Ich bin einmal mehr unglaublich froh, in der heuten Zeit zu leben, trotz meiner Liebe zu historischen Kostümen. Übrigens: Dass Effi erfunden sei, trifft es nicht so ganz, denn die Romanfigur Effi basiert auf der wahren Geschichte einer Frau namens Elisabeth von Ardenne, die Fontane selbst kennengelernt hat. Auch sie ist unglücklich verheiratet und verstrickt sich in eine Affäre, die für den Liebhaber tödlich endet. Die Ehe wird geschieden und ihr wird das Sorgerecht für die Kinder abgesprochen. Im Gegensatz zu Effi zerbricht Elisabeth aber nicht an der Situation, im Gegenteil. Man schreibt über sie als starke, selbstbewusste Frau, die als Krankenschwester arbeitete, viel reiste und mit 60 Jahren noch das Skilaufen und mit 80 Jahren sogar Radfahren lernte (Quelle). Ganz ehrlich - es ärgert mich unendlich, dass Fontane die Geschichte so sehr abgeändert hat, wo doch ein Roman über eine starke und unabhängige Frau in der damaligen Gesellschaft viel mehr Wellen hätte schlagen können. Aber vielleicht sollte genau das vermieden werden... Ich möchte diesen Roman, wie andere Klassiker, nicht bewerten. Jaja, ich weiß, Doppelmoral... aber ich kann für derlei Bücher einfach nicht die selben Maßstäbe ansetzen, nach denen ich sonst arbeite. Ich bitte um euer Verständnis :) Den Film "Effi Briest" von 2009 finde ich äußerst gut gelungen. Er füllt die oben genannten Lehrstellen auf ansprechende Art und Weise und erleichtert einem ein wenig das Verständnis für die Abläufe. Auch das Ende kommt näher an die "echte Effi" Elisabeth heran, denn die letzte Szene zeigt, wie Effi Instetten, der reumütig angefahren kommt, stolz den Rücken zukehrt. Empfehlenswert!

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  • Ein schreckliches Buch? Nein.

    Effi Briest

    dominona

    Viele Schüler werden mit diesem Buch gequält und deshalb hatte ich meine Skrupel es zu lesen, jedoch hat es mich angenehm überrascht. Es hat zur Mitte hin seine Schwächen, weil einfach nichts geschieht, aber darum geht es ja gerade und so führt eins zum anderen. Das Ende finde ich unglücklich umgesetzt, aber ich habe oft herzlich über Effis Art und auch über ihre Eltern lachen müssen. Ich kann verstehen, warum Schüler das Buch langweilig finden, aber Fontanes Charme wirkt oft auch erst, wenn man älter ist.

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    • 2
  • Ein Buch über Zerstreuung ;)

    Effi Briest

    Buecherwuermin

    "Ja, Zerstreuung, immer was Neues, immer was, dass ich lachen oder weinen muss. Was ich nicht aushalten kann, ist Langeweile."   Wie viele war auch ich in der Schulzeit "gezwungen" dieses Buch zu lesen, Die ersten Seiten sind mir eher schwer gefallen- zu ausschweifend und irrelevant erschienen mir die seitenlangen Beschreibungen des Gartens, des Hauses, des Einfalls der Sonnenstrahlen. Aber dann wurde die Geschichte für mich mit jeder Seite interessanter und auch gerade nach einer sehr intensiven Besprechung der Lektüre in der Schule konnte ich der Story einiges Abgewinnen.  "Verbotene Liebe", die Suche nach Glück, gesellschaftliche Zwänge... all diese Themen gut verpackt in einem dann doch recht gut lesbaren und vor allem lesenswerten Buch... Also für alle die es aus irgend einem Grund noch lesen müssen oder wollen um eine Bildungslücke zu schließen: Nur zu! Es lohnt sich... 

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    • 3
  • Preußisch zugeknöpfter Schreibstil

    Effi Briest

    janett_marposnel

    Effi Briest ist 1898 erschienen und ich vermute, Flauberts „Madame Bouvary“ und Tolstois „Anna Karenina“ haben Theodor Fontane für sein eigenes Werk inspiriert. Allerdings unterscheidet sich die blutjunge Effi von den beiden anderen Romanfiguren wesentlich. Sie ist ein hinreißendes, liebenswürdiges Geschöpf, welches durch die lukrative, von ihren Eltern eingefädelte, Heirat mit Baron von Instetten im zarten Alter von siebzehn Jahren, ihrem geliebten Elternhaus und ihren Freundinnen entrissen wird. Aber Effi ist folgsam, willig und entschlossen alles zu geben, um sowohl ihren wesentlich älteren und gediegenen Gatten, als auch ihre Eltern und sich selbst glücklich zu machen. Ihre kindliche Naivität und die fehlende Lebenserfahrung stehen ihr dabei im Weg und irgendwie läuft ihr Leben irgendwann aus dem Ruder. Ein großes Manko des Buches ist, dass Fontane den Leser an der Liaison zwischen Major Crampas und Effi in keiner Weise teilhaben lässt, obwohl dieses kurze Verhältnis der Auslöser für Effis Tragödie ist. Ich persönlich hätte an Effis Gefühlen bei den heimlichen Treffen mit dem fast dreißig Jahre älteren Draufgänger Crampas gerne teilgenommen und es ist mir unverständlich, warum Fontane diesen wichtigen Bestandteil der Geschichte einfach auslässt. Vielleicht wollte er damit aber auch die Idiotie des Duellierens nach sechs Jahren zwischen den beiden Rivalen unterstreichen. Nach dem Motto, wenn ich es dem Leser nicht erkläre, wird es für ihn unverständlich sein. So funktioniert das aber nicht – jedenfalls nicht bei mir. Ich finde, Fontane hätte besser herausarbeiten müssen, warum Baron von Instetten nach so vielen Jahren plötzlich seine Ehre verteidigen muss, obwohl seine Frau nur eine ganz kurze Affäre mit Major Crampas unterhielt, der zudem für seine Schürzenjägerei bekannt war. Fontanes Roman ist zweifelsohne gesellschaftskritisch und mit literarischen Finessen, wie dem wiederkehrenden Ausspruch Effis Vater: „Das ist ein zu weites Feld.“ versehen, aber trotzdem ziemlich schwer zu lesen, weil Fontanes Sprachstil oft preußisch zugeknöpft wirkt, wie der Baron von Instetten höchst persönlich. Fontanes Schreibweise reicht nicht an die von Tolstoi oder Flaubert heran, er beschreibt für meinen Geschmack zu abstrakt und detailliert und ruft bei mir keine schönen Bilder beim Lesen hervor. Von daher kann ich nur drei Sterne vergeben.

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    • 2

    Arun

    26. July 2014 um 10:35
  • Kann man lesen

    Effi Briest

    Phliege

    03. July 2014 um 17:39

    Meine einseitige Lesephase, in der ich nur Bücher mit möglichst viel Handlung auf möglichst vielen Seiten gelesen habe, ist nun schon ein paar Jahre vorbei. Deshalb hatte ich mich nach acht Jahren entschlossen, dem einzigen Buch, über dem ich jemals eingeschlafen bin, den Kampf anzusagen, da ich das Verweilen des Autors an einem Gedanken oder einer Landschaft inzwischen lieben gelernt habe. Das Gefühl gähnender Langeweile kam auch diesmal wirklich nicht auf, trotzdem sind die Probleme von damals nicht gänzlich aus der Welt geschafft. Wichtige Ereignisse werden übersprungen und in wenigen Sätzen nur in der Rückblende erzählt, sodass man nie wirklich Teil der Handlung ist. Auch eine Bindung zu den handelnden Charakteren ist nur oberflächlich möglich, da nur oberflächlich erzählt wird. Das Effi eine liebenswürdige Protagonisten wäre, habe ich in diversen Artikeln gelesen, aber nur weil man sie als solches beschreibt, trifft diese Eigenschaft nicht zu. Hin und her gerissen von Sollen und Sein-wollen ist sie mehr anstrengend als alles andere. Die Kaltblütigkeit mit der sie sich aus falschem Ehrgeiz verheiratet, finde ich immer noch erschreckend, heute wie damals. Ich hätte mir da wohl eine zimperlichere Protagonisten vorgestellt. Und Literaturkritiker werden mich dafür wahrscheinlich steinigen, aber eigentlich ist "Effi Briest" wie "Twilight" ohne Vampire. Die Handlung beginnt eben erst so richtig auf den letzten fünfzig Seiten und bis dahin plätschert das Geschehen ruhig vor sich hin. Nur der Sekundenstil, der bleibt dem Leser erspart. Nichtsdestotrotz zeichnet der Roman natürlich ein genaues Bild der Gesellschaft von damals. Innstetten, der sein Glück wegen eines sinnentleerten Duells zerstört, da er um seinen Ruf fürchtet, die Briests, die aus dem selben Grund ihre einzige Tochter verstoßen und Effi, zwischen gesellschaftlichem Anstand und dem Bedürfnis doch mehr als nur brave Ehefrau zu sein, letztlich gescheitert ist. Ein Klassiker, in den man wahrscheinlich einfach hinein wachsen muss.

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  • Effi Briest

    Effi Briest

    Lolachen18

    05. April 2014 um 14:26

    Inhalt „Effi Briest“ wurde 1896 von Thedor Fontane verfasst und handelt von der siebzehnjährigen Effi Briest, die eines Tages von Innstetten, einem Baron einen Heiratsantrag bekommt. Sie ist sehr unentschlossen, doch ihre Mutter bringt sie dazu, dass sie sich diese Chance nicht entgehen lassen sollen, da sie sich früher selbst fast mit ihm verheiratet hätte. Effi hört auf den Rat ihrer Mutter, muss aber nach wenigen Tagen feststellen, dass es nicht die richtige Entscheidung war, da Innstetten nur auf Reisen für die Arbeit ist und sie keine Liebe von ihm geschenkt bekommt. Als sie Crampas auf einem Gesellschaftstreffen kennenlernt, dringt ihre Abenteuerlust mit ihr durch und sie geht mit ihm eine Affäre ein. Vor ihrem Mann versucht Effi alles zu verheimlichen. Nach den früheren gesellschaftlichen Normen war dieses Verhalten natürlich strikt untersagt und Effis Leben hat sich komplett verändert. Meinung Ich habe auch dieses Buch in der Schule gelesen und muss leider sagen, dass es mich nicht wirklich überzeugt hat. Am Anfang fand ich das Buch eigentlich wirklich gut, nur das genaue beschreiben von alle Sachen war nach einer zeit ein wenig nervtötend. Fontanes Schreibstil ist sehr langatmig und man findet nicht wirklich den Anschluss zu der Sprache. Normalerweise habe ich keine Probleme so „ältere Bücher“ zu lesen, doch das Buch fand ich schon wirklich langatmig. Die Story an für sich finde ich wirklich gut, nur die Umsetzung ist nicht wirklich spannend gelungen.

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