Theodor Fontane Ein Sommer in London

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Inhaltsangabe zu „Ein Sommer in London“ von Theodor Fontane

„London ist nicht das, was man eine schöne Stadt nennt“, urteilt Theodor Fontane, als er 1852 zum ersten Mal die Straßen der englischen Hauptstadt durchstreift. Die kritischen Augen des Schriftstellers finden weder an den Denkmälern großer historischer Persönlichkeiten noch an den architektonischen Meisterwerken der Stadt an der Themse Gefallen, und wenn es keine spitzen Bemerkungen anzubringen gibt, dann ist einfach nichts zu bemerken. So ist die Statue des junge Feldherrn Wellington "zu gut für den Spott und zu schlecht für die Bewunderung; was bleibt da anders als – schweigen". Doch Fontane schimpft nicht nur, ihm gelingt es durch seinen trockenen Humor sogar, den Spaß an der Erkundung des alten London noch zu schüren.

So ist das elfte AUDIOBUCH-Hörbuch aus der Reihe klassischer Reiseberichte - diesmal gelesen vom bekannten Schauspieler Charles Brauer - ein wunderbar unterhaltendes Stück wie ungewöhnliches Zeugnis aus der Feder des großen Fontane.
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  • Rezension zu "Ein Sommer in London" von Theodor Fontane

    Ein Sommer in London

    anette1809

    21. July 2011 um 20:25

    1-3 Straßen, Häuser, Brücken und Paläste 4-5 Die öffentlichen Denkmäler 6-10 Ein Picknick in Hampton Court 11-12 Der verengländerte Deutsche 13-15 Parallelen Theodor Fontane beschreibt das London des Jahres 1852 plastisch und greifbar, dass es sich beinahe so anfühlt, als würde man an seiner Seite durch die Straßen streifen, wenn man der ruhigen und vollen Stimme Charles Brauers lauscht, der Fontanes Reisebericht in Auszügen liest. Obwohl ich ein großer Liebhaber dieser Stadt bin, der Fontane kaum mit Wohlwollen, dafür mit viel Spott und Kritik begegnet, habe ich seinen trockenen Humor genossen, denn in den Eigentümlichkeiten und Besonderheiten, die er beschreibt, steckt nicht nur Wahrheit, sondern vieles hat sich bis heute erhalten, so dass es ein Genuss ist auf seinen literarischen Reisepfaden zu wandeln, weil man so vieles wiedererkennt, was man selbst schon gesehen oder erlebt hat. Außerdem wirkt Fontanes Kritik nicht böse oder verletzend, er verleiht seinen Enttäuschungen einfach auf sehr persönliche Weise und durchaus humorvoll Ausdruck, und zwischendurch kommt es sogar vor, dass in seinen Schilderungen ein Hauch von Bewunderung für London durchblitzt. Trotzdem habe ich Kritikpunkte an der Adaption als Lesung: ich kenne zwar leider die literarische Vorlage aus der Feder Fontanes nicht, aber ich denke, dass man statt der Personenbeschreibungen (betrifft die Kapitel 6-10 und 11-12 in Auszügen) eventuell passendere Passagen für eine gekürzte Lesung hätte wählen können, denn im Vergleich zu den Beschreibungen der Stadt, die mich beim Zuhören beinahe vor Ort des von Fontane Erlebten führten, schweiften meine Gedanken bei den Anekdoten über seine Zeitgenossen meistens ab. Ich habe eher Zugang zu der Stadt im Jahr 1852 gefunden als zu deren Einwohnern, vielleicht weil sich das London des Jahres 1852 im Vergleich zu dem London von heute weniger verändert hat als die Menschen, die es bewohnen. Aufmachung des Hörbuchs: Auf der Rückseite der Hülle befinden sich eine Kurzbeschreibung des Inhalts und eine kurze Vita des Sprechers Charles Brauer, innen ist die Vita des Autors Theodor Fontane abgedruckt. Eine Übersicht über die Kapitel fehlt leider, obwohl es ein Leichtes gewesen wäre diese statt der Werbung für ein weiteres Hörbuch aus dem Audiobuch Verlag auf der Innenseite unterzubringen.

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