Irrungen, Wirrungen

von Theodor Fontane 
3,4 Sterne bei359 Bewertungen
Irrungen, Wirrungen
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (175):
RineBines avatar

Ein für diese Zeit gut geschriebenes Buch - dessen Ende mich doch traurig gemacht hat!

Kritisch (70):
Kokuznuzs avatar

Oh Gott ich fands so furchtbar... die schlimmste Schullektüre, die es gibt...

Alle 359 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Irrungen, Wirrungen"

'Alle schönen Männer sind schwach und der Stärkere beherrscht sie … Und der Stärkere … ja, wer ist dieser Stärkere? Nun entweder ist’s die Mutter, oder das Gerede der Menschen, oder die Verhältnisse. Oder vielleicht alles drei …' Eine Liebe, innig und kurz. Dann bricht die Außenwelt ein, und es ist vorbei. Pragmatisch ziehen Botho und Lene einen Schlussstrich. Ein Roman von Muttersöhnchen, Duckmäusern und denen, die erst noch glauben, ohne Liebe leben zu können.

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon.

Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596900923
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.09.2008
Das aktuelle Hörbuch ist am 05.06.2007 bei HörGut! Verlag erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    WennausBuechernLiebewirdvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: 3/5
    #wennausbuechernliebewirdrezension

    An Reclam Hefte gehe ich immer mit gemischten Gefühlen heran. Doch bei diesem Buch war meine Sorge unbegründet. Romane liebe ich ja und selbst dieser altertümlichere Roman hat mich überzeugen können. 

    Trotzdem finde ich ihn etwas langweilig, aber die Story ist mega schön. Es hat mir richtig gut gefallen, selbst der Schreibstil war wunderschön, auch wenn man nicht alles unbedingt auf anhieb verstand (dafür gibt es ja den Lektürenschlüssel;))

    Ich hätte nur im Verlauf des Buches mehr von Lene gehört, nach der Trennung von Botho, wobei dies im großen und ganzen auch ok war.

    Ich kann auch die Entscheidung von Seiten Lene verstehen.

    Also mein Fazit lautet, die BESTE Schullektüre, die ich bis dato gelesen habe

     

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    RineBines avatar
    RineBinevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein für diese Zeit gut geschriebenes Buch - dessen Ende mich doch traurig gemacht hat!
    Nichts für Happy-End-Liebhaber!

    Titel: Irrungen, Wirrungen Autor: Theodor Fontane ISBN: 3-42314-550-1 Jahr: 1887 Genre: Klassiker
    Nichts für Happy-End-Liebhaber!
    Irrungen, Wirrungen von Theodor Fontane beschäftigt sich mit den für damals typischen Standesunterschieden des 19. Jahrhunderts.Protagonisten sind der Baron Botho und die Näherin Lene, die aufgrund ihrer Herkunft nicht zusammen sein dürfen. Wider ihres Standes verlieben sich die beiden ineinander. Bald nach der ersten Begegnung kommt es zu heimlichen Treffen - eine Möglichkeit, sich gemeinsam in der Öffentlichkeit als Paar zu zeigen, bietet sich nicht, da Botho adlig ist und Lene eine Bürgerliche. Lene hofft trotz der schwierigen Umstände darauf, ganz mit Botho zusammen sein zu können, weiß es insgeheim aber besser. Sämtliche Hoffnungen werden zerschlagen, als Botho seine Cousine Käthe von Sellenthin zur Frau nehmen soll - auch eine gemeinsame Nacht mit Lene in einem Hotel kann an der bevorstehenden Situation nichts ändern!
    Mit deutschen Klassikern tue ich mich immer etwas schwer, aber "Irrungen, Wirrungen" ist gut geschrieben und setzt sich mit einer spannenden Thematik auseinander. Tatsächlich ist es für uns doch einfacher heutzutage und wir können froh sein, unseren Partner frei wählen zu können und nicht auf dessen oder die eigene Herkunft achten zu müssen. Beide Charaktere haben mein Mitgefühl, weil sie letztlich nicht zusammen sein dürfen, obwohl sie sich lieben! Ich hätte den beiden eine gemeinsame Zukunft gewünscht - aber das Buch zeigt die 'unschöne' Realität der damaligen Zeit und lässt keinen Platz für Illusionen!

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    einetraumwelts avatar
    einetraumweltvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine sehr eindringliche und wunderschöne Liebesgeschichte! Muss man mal gelesen haben :)
    Ein Klassiker

    »Irrungen, Wirrungen« ist das erste Buch, das ich von Fontane gelesen habe - und muss ehrlich sagen, dass ich ein klitzekleines bisschen enttäuscht war, als ich das Ende erreicht hatte. Meiner Meinung nach ist die Handlung etwas platt -  beim Lesen hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, als warte ich auf den absoluten Höhepunkt, auf das Drama, das Happy End. Allerdings haben die Charaktere das absolut wieder wett gemacht! Lene und Botho sind einfach so menschklich, beinahe lebendig. Sie machen Fehler und stehen dazu, ihnen sind Sachen unangenehm oder sie werden verlegen. Ich bewundere Lene dafür, dass sie sich erlaubt, ein Verhältnis zu Botho zu haben, ihn zu lieben, obwohl sie weiß, dass er sie verlassen wird. Dieses offensichtliche Ende hat mich zwar etwas gestört, dennoch kann ich dem Buch zu Recht verdiente vier Sterne geben!:) Der Stil ist brillant, Fonate schafft es durch gleinr Details, eine ganz harmonische und idyllische Atmosphäre zu erschaffen - und mit so einer Detailliebe sind auch die Charaktere gestaltet. 
    Resümierend kann ich also sagen, dass ich das Buch dennoch sehr sehr gut fand und es wirklich empfehlenswert ist :) 

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    GothicQueens avatar
    GothicQueenvor 4 Jahren
    Irrungen, Wirrungen

    Ich habe damals in der Schule zum ersten Mal Theodor Fontane gelesen. Und ich war begeistert. Dieses Buch war so unglaublich gut geschrieben. So detailreich. Klar, es muss jemandem schon gefalle, wenn über eine Seite hinweg eine Blume beschrieben wird, so ungefähr. Aber ich habe es unglaublich genossen, dieses Buch damals zu lesen. Es hat so Spaß gemacht und es war definitiv das Beste Buch des Schuljahres. Danach habe ich mir sofort Effi Briest gekauft, was ich allerdings noch nicht gelesen habe. Es gibt einfach zu viele gute Bücher, die ich noch vor habe zu lesen. Dieses Buch ist eine klare Empfehlung. Auch für außerhalb der Schule. Fontane war ein wahres Schreibgenie seiner Zeit. 

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    Silverstarvor 4 Jahren
    Eine Liebesgeschichte, die vom Anfang an zum Scheitern verurteilt wurde

    Irrungen,Wirrungen,  ein Roman über den adligen Botho von Rienäcker und der bürgerlichen Lene Nimptsch, deren geheime Liebe wegen der gesellschaftlichen Standesunterschiede zugrunde geht.
    Mit seinem poetischen Realismus erzählt der Autor eine Geschichte, in der der Leser mal außen, mal mitten im Geschehen und mal aus den Augen der Protagonisten das Drama miterlebt. Tut mal gut, ab und zu aus der Fantasy/Krimi-Ecke rauszukommen und in die Welt der Klassiker abzutauchen. 

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    fraeuleinbuecherwalds avatar
    fraeuleinbuecherwaldvor 5 Jahren
    Ein Klassiker durch und durch!

    Wie rezensiert man einen Klassiker? Am besten wohl gar nicht, deshalb nenne ich das, was jetzt folgt, mal einen „Erfahrungsbericht“.

    Mesalliancen zwischen dem Adel und dem Bürgertum gab es wohl schon immer. Auch Schiller erzählt uns solche Geschichten und in heutigen Liebes- und Erotikromanen werden sie irgendwie auf moderne Art und Weise ebenso weitergeführt. Wenn in Rosamunde Pilchers Büchern die Heldin einen echten Prinzen aus Cornwall heiratet – welches Mädchen gerät dann nicht ins Träumen?

    Fontane bedient sich ebenfalls dieses Themas und das auf revolutionäre Art und Weise! Immerhin dürfen wir nicht vergessen, dass wir uns im prüden Deutschland der 1870er- Jahre befinden, in denen man über „solche Dinge“ lieber schweigt, das Bürgertum die Nase beinahe am Himmel trägt, nämlich dort, wo die Adligen schon sind und man dem „4. Stand“ wenig Beachtung schenkt (und erst recht nicht in der Literatur).

    In diesem historischen Rahmen spannt sich vor den Augen der Leser eine Liebesgeschichte auf: die weibliche Hauptrolle heißt Lene Nimptsch, Pflegetochter der alten Frau Nimptsch, einer Wäscherin und Plätterin aus Wilmersdorf. Ihr Angebeteter ist Botho von Rienäcker, von adliger, jedoch nicht wirklich reicher Herkunft.

    Die beiden beginnen eine Liebesgeschichte und verleben ein paar glückliche Monate gemeinsam, unter anderem in einem gemeinsamen Urlaub. Dort geschieht allerdings das Malheur, dass Lene für die Gespielin (also eine Prostituierte) Bothos gehalten wird. Spätestens ab diesem Zeitpunkt ist klar, dass es vorbeigeht mit der Liebe der beiden.

    Und wirklich:

    ACHTUNG, SPOILER

    Botho wird durch familiäre Verstrickungen dazu gebracht, seine Cousine zu heiraten. Auch im Allgemeinen ist er nicht der Typ für revolutionäre Handlungen, der das Gesellschaftssystem verändern möchte und Lene ist realistisch genug, diesen Handlungsverlauf vorauszusehen, also können sich beide einigermaßen gut mit der Situation arrangieren.

    Später findet auch Lene noch einen Ehemann, der ihr mit Sicherheit eine gute Zukunft bieten wird.

    Interessant und so außerordentlich bemerkenswert an Fontanes Roman- Klassiker ist auf jeden Fall die Reflektiertheit der Personen. Jede Person kennt ihren Stand in der Gesellschaft und kann sich selber, die Gesellschaft und die Umstände messerscharf analysieren.

    Dabei hilft zusätzlich auch noch die Figur der Frau Dörr (Lenes Nachbarin), die die anderen Personen sehr gerne in ihren Tratsch- Gesprächen zusätzlich charakterisiert.

    Keine der Personen hegt irgendein gesteigertes Interesse daran, die Verhältnisse umzukehren oder sich gegen sie aufzulehnen, alle wissen aber auf ihre Art, dass es an sich lächerlich ist, wie sie handeln und wie gefangen sie in den Konventionen sind.

    Und das wirkt am Ende viel mehr, viel größer, als wenn Fontane eine Liebesgeschichte erzählt hätte, in der die Hauptpersonen alle Standesdünkel über Bord werfen und entgegen aller Konventionen ihre Liebe ausleben.

    So wird deutlich, dass das „Gedankengut“ der Aufklärung das Bürgertum bereits unterwandert hat und die Konventionen sich irgendwann von selber auflösen werden. Und das wird nicht nur am Beispiel von Botho und Lene deutlich, sondern auch an anderen Nebenfiguren, mit denen Botho Kontakt hat.

    In der neueren Forschung wird Fontane dabei gar nicht mehr unbedingt als prototypischer Vertreter des poetischen Realismus gesehen, sondern bereits als früher Naturalist und diese Vorreiterrolle wird in „Irrungen, Wirrungen“ auch deutlicher als in „Effi Briest“, in dem es vielmehr um Rollenbilder geht als um das große Ganze und die große Gesellschaftsstruktur an sich.

    Fazit: „Irrungen, Wirrungen“ gehört auf jeden Fall zu den Büchern, die jeder, der sich mit Literatur beschäftigt, gelesen haben und das in keinem gut bestückten Bücherregal fehlen sollte. Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts spannt sich unter Fontanes pointierter Schreibweise in faszinierender Weise auf und diese Zeit gehört in jedes fundierte Allgemeinwissen.

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    Frau_Hemingwayvor 6 Jahren
    Rezension zu "Irrungen, Wirrungen" von Theodor Fontane

    Der laaaaange Alptraum des Deutsch-Grundkurses! Leider konnte ich den ewig langen Beschreibungen nichts abgewinnen. Langatmigkeit in vollster Vollendung. Aber immerhin konnte ich von Lene und Botho eines lernen - nicht alles muss immer im Drama enden. Herr Fontane rief mit diesem Roman zu seiner Zeit eine große Diskussion hervor, heute taugt er wohl nur noch um Schüler und Studenten zur quälen. So ändern sich die Zeiten ..

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Irrungen, Wirrungen" von Theodor Fontane

    Ich habe es im Deutsch-LK gelesen und muss sagen, es hat mir sehr gut gefallen.
    Die Charaktere sind glaubwürdig, Botho war damals für alle Mädchen aus dem Kurs "das Arschloch", Lene das arme Opfer. Ich habe das anders gesehen.
    Bei Fontane muss man auch immer die Umstände betrachten, was die Geschichte um Lene und Botho so besonders macht.
    Lene war für mich immer die Doofe, Naive, Botho der Vernünftige, der Realist.
    Man kann dieses Werk totdiskutieren, man kann sich sein eigenes Bild machen, nur um am Ende herauszufinden, dass man weder Botho, noch Lene verurteilen kann.
    Beide sind Opfer der Umstände der damaligen Zeit.
    Lesenswert, aufwühlend, zum Nachdenken anregend, und vor allem wunderbar geschrieben. Einer der Klassiker, die ich nochmal lesen werde.

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    claudiaausgrones avatar
    claudiaausgronevor 7 Jahren
    Rezension zu "Irrungen, Wirrungen" von Theodor Fontane

    Es gibt zu diesem Text schon reichlich Rezensionen. Deshalb möchte ich mich nur auf das konzentrieren, was mir besonders wichtig erscheint, und was gerade in "Irrungen, Wirrungen" besonders zu beobachten ist: Die Rolle der Frau bei Theodor Fontane. Die Frauen dürfen bei ihm, und dies ist in dieser Zeit keineswegs selbstverständlich, sehr selbständig, selbstbewusst, ja nahezu emanzipiert auftreten. Gerade Lenes Lebensklugheit wird hier herausgestellt. Es gibt nur noch einen Großen, den ich kenne, der ebenfalls großartige Frauen schafft: Gottfried Keller.

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    M
    maronkusakabevor 7 Jahren
    Rezension zu "Irrungen, Wirrungen" von Theodor Fontane

    Ja, das hier hab ich im DeutschLK gelesen und muss echt sagen, dass ich es wirklich nicht so langweilig fand. Zunächst erscheint es so, aber wenn man das Buch näher bespricht und auf viele Stellen eingeht, enthält es wesentliche Bestandteile, die damals in der Gesellschaft prägend waren. Das Buch kann ich nur denjenigen empfehlen,die gerne Klassiker lesen. Dabei möchte ich drauf hinweisen,dass das Buch sich in die Länge zieht.

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