Theodor Fontane Mathilde Möhring

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Inhaltsangabe zu „Mathilde Möhring“ von Theodor Fontane

Die zielorientierte Mathilde Möhring heiratet den jungen Jura-Studenten Hugo Großmann, um aus ihren ärmlichen Verhältnissen aufzusteigen. Durch ihren Ehrgeiz und ihre Manipulationen wird dieser Bürgermeister der Kleinstadt Woldenstein. So erhält sie Zugang zu höheren Gesellschaftsschichten. Lange hält dieser Erfolg allerdings nicht an§Theodor Fontane (1819-1898) gilt als der bedeutendste Vertreter des poetischen Realismus in Deutschland. (Quelle:'Flexibler Einband/14.11.2014')

Eines der langweiligsten Bücher was ich je gelesen habe. Wäre die zweite Hälfte nicht besser gewesen als die Erste, gäbe es nur einen Stern.

— garagauth

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  • Rezension zu "Mathilde Möhring" von Theodor Fontane

    Mathilde Möhring

    LeBovarisme

    30. May 2012 um 19:11

    "Mathilde Möhring" entstammt aus Theodor Fontanes Nachlass und ist ein Textfragment. Fontane starb bevor er seinen Roman überarbeiten und vollenden konnte, und so wurde das unvollendete Werk postum herausgegeben. Es folgten mehrere Textfassungen die von verschiedenen Herausgebern erweitert wurden. Ich selber habe die Reclam Ausgabe 2001 gelesen, die dem Original am ehesten entspricht. Mathilde Möhring, auch Thilde genannt wohnt mit ihrer Mutter in einer Berliner Wohnung. Da sie der unteren Mittelschicht angehören nehmen sie den angehenden Juristen Hugo auf und vermieten diesem ein Zimmer. Thilde ist sehr pragmatisch und belesen aber nicht sonderlich hübsch. Dennoch verlobt sie sich mit dem schönen, verträumten Hugo und ihr wird die Möglichkeit geboten in die "oberen Zehntausend" aufzusteigen. Ich bin kein sonderlicher Fontane Fan (deswegen die drei Sterne) dennoch sollte jeder das Buch lesen, der sich für den deutschen Realismus oder eine frühe Darstellung Berlins (inklusive Dialekt) interessiert. Fontane zeigt uns eine für ihre Zeit (ausklingedes Jahrhundert) untypische Frau. Mann/Frau Rollen werden getauscht: Huge ist sentimental und verträumt und gibt sich Thildes (wohlwollenden) Zügeln ohne Mucken hin. Thilde widerrum scheint ganz genau zu wissen was sie will und kann sich wunderbar anpassen und das beste aus der Situation machen. Interessant ist der Roman auch für diejenigen, die sich für das Handwerk Fontanes als Dichter interessieren. Da es sich um ein Fragment handelt, erkennt man Lücken in der Schaffensweise. Im Vergleich zu "Effie Briest" beispielsweise, erkennt man, was der Schriftsteller noch zu Füllen vorhatte.

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  • Rezension zu "Mathilde Möhring" von Theodor Fontane

    Mathilde Möhring

    Sokrates

    08. October 2010 um 11:09

    Fontane erzählt die Geschichte der jungen, "gemmengesichtigen" Mathilde Möhring, die lediglich im Profil etwas Schönheit besäße und auch ansonsten nur mittelmäßig gute Chancen in der preußischen Gesellschaft hatte. Mathilde, klug und zielstrebig, ist Ende Zwanzig immer noch ledig und wohnt mit der verwitweten Mutter in Berlin. Sie haben ein Zimmer frei, dass sie schließlich an den jungen Jura-Studenten - kurz vor dem Examen stehend - Hugo vermieten. Hugo ist träge, ein wenig ziellos, liest lieber nicht-juristische Literatur, nimmt das Repetitorium nicht allzu ernst. Nachdem er einen ersten Krankheitsanfall erleidet, kümmert sich Mathilde um ihn; beide kommen sich näher und entdecken - vielleicht mehr aus pragmatischen, denn aus emotionalen Gründen -, dass sie gut zusammen passen. Man verlobt sich. Mathilde, die ihr gesellschaftliches Fortkommen allein darin sieht, ihren Mann in der anvisierten Anwaltsposition zu installieren, forchiert ihren Einfluss, kann den trägen und sonst unengagierten Hugo dazu bewegen, sich erfolgreich auf das Examen vorzubereiten, ihn durch die Referendarzeit zu "motivieren" und am Ende die Ausbildung in Gänze zu bewältigen. Er wird zunächst Anwalt, dann - nachdem beide geheiratet und schließlich auf ein von Berlin entferntes preußisches Kleinstädtchen gezogen sind - Bürgermeister der Ortschaft. Treibende Kraft bleibt im Hintergrund Mathilde. Sie organisiert und pflegt die beruflichen und insbesondere gesellschaftlichen Verbindungen und -verpflichtungen. Sie blüht auf, ihr Selbstbewusstsein wächst mit jedem gesellschaftlichen und beruflichen Erfolg, den ihr Mann Hugo zu verzeichnen hat. Doch das Glück - ob nun privat oder beruflich - währt nicht lange, denn Hugo wird alsbald wieder von gesundheitlichen Problemen ergriffen. Nicht lang nach der Hochzeit erleidet er erneut einen Rückfall und verstirbt recht schnell an den Folgen seiner Schwindsucht. Mathilde steht nunmehr allein und ohne finanzielle Einkünfte da. Sie muss ihr gesellschaftliches Leben als Bürgermeisterfrau verlassen, kehrt zur Mutter nach Berlin zurück. Um ihrer beider Leben finanzieren zu können, holt sie ihr Lehrerinnen-Examen nach und wird schließlich Lehrerin. Der doch recht knappe Roman - der die meisten Seiten auf Beschreibungen von Mathildes Leben ohne Hugo und deren beider Kennenlernen verwendet - zeigt deutlich die Problematik einer Frau, die selbst - nur dem Kleinbürgertum angehörend - kaum Chancen hat, ihr Können und ihren Ehrgeiz in der preußischen Gesellschaft zu einer Verbesserung ihrer Position aus eigenen Kräften zu erwirken. Statt dessen muss sie sich über die Position ihres Mannes definieren, steckt all ihre Kräfte in dessen Fortkommen. Ist dieser hingegen unwillens oder - wie hier - verstirbt alsbald, entfallen alle Erfolge für die Frau. Sie fällt zurück auf die Position ihrer Herkunft, eine Weiterentwicklung bleibt ihr verwehrt. Insoweit beschreibt der Roman überdeutlich die Realität intelligenter und ehrgeiziger Frauen: die konservative und von Männern geprägte preußische Gesellschaft hat es erst sehr spät anerkannt, dass auch Frauen ihren Weg gehen können; dass dazu eben kein Mann an ihrer Seite sein muss, über den sich Frauen und ihren gesellschaftlichen Rang definieren. Fazit: Als Milieustudie und Skizze der Verhältnisse, in denen Frauen um 1900 lebten, ist dieser Roman bestens geeignet.

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  • Rezension zu "Mathilde Möhring" von Theodor Fontane

    Mathilde Möhring

    SunshineGuy

    28. June 2008 um 23:16

    Mathilde Möhring ist Tochter aus einfachem bürgerlichen Hause und hält sich nacher dem Tod ihres Vaters "propper". Den gesellschaftlichen Aufstieg schafft sie dadurch, dass sie Lehrerin wird, ihrem Untermieter das Juraexamen ermöglicht, ihn infolge dessen Heiratet und ihm eine Stelle als Bürgermeister auf dem Dorfe besorgt.

  • Rezension zu "Mathilde Möhring" von Theodor Fontane

    Mathilde Möhring

    Nightfall

    02. May 2008 um 14:29

    Allein der letzte Satz Vater Möhrings an seine Tochter Mathilde, bevor er verstirbt, ist ein Credo, welches man auf das gesamte Buch anwenden kann: "Mathilde, halte dich propper." Wir bewegen uns im Kleinbürgertum des Berlins um den Anfang oder Mitte des 19.Jahrhunderts. Mathilde und ihre Mutter leben zusammen, vermieten eines ihrer Zimmer an Untermieter, um ein wenig mehr Geld in die Kasse zu bekommen. Da tritt Hugo auf, ein Dauerstudent, mehr bequem und faul als fleißig und zielstrebig, in seinem Studium der Juristerei. Mathilde wittert ihre Chance auf einen sozialen Aufstieg, sieht sie sich doch, anders als ihre Mutter, nicht als schlechte, kleine Familie, sondern als eine aufstrebende, kluge Bürgerstochter. Und sie schafft es, sie erzieht Hugo, verlobt sich mit ihm, er tritt sogar eine Stelle als Bürgermeister in einer Kleinstadt (Woldenstein) an. Doch dann verstirbt Hugo. Dies ist alles, was auf den 120 Seiten des Romans passieren... nämlich genau genommen ziemlich wenig. Der Spannungsbogen ist nie bemerkbar, manchmal verliert sich Fontane in den Beschreibungen der Umgebung, so dass man sich immer wieder während der Lektüre fragt: "Ob jetzt vielleicht irgend etwas Unvorhersehbares passiert - diese Hoffnung wird enttäuscht. Auch für eine Milieustudie halte ich dieses Werk nicht; es vermittelt keinen Überblick über das Leben der Familie Möhring, sondern beschreibt nur die Suche nach neuem Aufstieg, nach einem besseren Leben. Für mich ist dieser Fontane-Roman entbehrlich. Er steigert sich nicht, bzw. stilistisch betrachtet auch nicht erbaulich - hier ist Fontane weit unter seinen Möglichkeiten geblieben. Fazit: Eine für mich eher anstrengende, als lohnende Lektüre.

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