Theodor Fontane Stine

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Inhaltsangabe zu „Stine“ von Theodor Fontane

Die zarte Liebesgeschichte zwischen Waldemar und Stine zeigt eindringlich, welch tödliche Grenzen die Standesgesellschaft zwischen Adel und Kleinbürgertum errichtet hat.Berlin, Invalidenstraße. Wie gewöhnlich empfängt die herzhafte Witwe Pittekow den alten Grafen Haldern, um in kleiner Gesellschaft den Pflichten ihrer Liaison nachzukommen. Erstmals ist auch der kränkelnde und romantisch veranlagte Waldemar, der Neffe des Grafen, zu Gast. So begegnet Waldemar Stine, der Schwester der Pittelkow. Eine lockere Liaison im Stile der Witwe und des Grafen scheint vorgezeichnet, doch Stine und Waldemar gehen einen anderen Weg.Ähnlich wie in ›Irrungen, Wirrungen‹ (1888) setzt Fontane sich in ›Stine‹ (1890) mit den unmenschlichen Grenzen der Standesgesellschaft auseinander, aber seine Kritik wird schärfer. Überzeugend wird die Enge der Adelswelt dargestellt, aber auch die beginnende Brüchigkeit ihrer Normen.

Nette, kleine Geschichte, die ohne Verschleierung zeigt, welche Folgen eine Ständegesellschaft haben kann.

— Dorina0409

Inhaltlich sehr beeindruckend, interessant und absolut empfehlenswert, jedoch raubte mir die Sprache einiges an Lesespaß.

— Sommerregen

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  • Sehr interessanter und beeindruckender Roman, der mich sprachlich jedoch nicht überzeugen konnte...

    Stine

    Sommerregen

    Es ist ein ganz gewöhnlicher Tag in der Berliner Invalidenstraße, als die brünette Witwe Pittelkow wieder einmal einen Brief erhält, der sie in helle Aufregung versetzt. Vorbereitungen müssen getroffen und Gäste eingeladen werden. Denn wieder einmal kommt sie der Graf Haldern besuchen. Dieser verlangt von ihr, dass sie ihn in einer kleinen Runde unterhält… In seinen Augen ist sie ein Spielzeug, das er, in der Sprache gekonnt spielerisch und in den Ausdrücken vulgär, in Verlegenheit zu bringen versucht. Für ihre lockere Liebschaft finanziert er der kleinbürgerlichen Schönheit schließlich den Lebensunterhalt, richtet ihre Wohnung ein und sorgt dafür, dass es ihr und ihrer kleinen Tochter Olga gut geht. Wie sonst auch bringt der Graf noch weitere Gäste mit, die sich auch amüsieren wollen, darunter erstmals seinen romantisch veranlagten Neffen Waldemar. Als dieser bei dem Treffen auf die ebenso kränkliche, zerbrechliche und freundliche jüngere Schwester der Pittelkow, Ernestine Rehbein, trifft, verliebt er sich sofort in sie. Es scheint, als sei dies der Beginn einer Liaison, wie bei dem Grafen Sarastro Haldern und Pauline Pittelkow, doch zwischen den beiden entsteht etwas vollkommen anderes. Doch muss dies aufgehalten werden, da Adel und Kleinbürgertum nicht für ein Miteinander bestimmt sind, lediglich für Liebschaften sind sie einander gut genug. Doch kann die Liebe zweier Menschen nicht die Hindernisse ihrer Stände überwinden? Die Charaktere in diesem Roman sind sehr interessant, da kaum einer mit seiner Situation zufrieden zu sein scheint und jedem die Ständegesellschaft einige Einschränkungen aufgibt. Auch das unmoralische Verhalten wird hier verdeutlicht, so gibt es bei dem den Adel repräsentierenden Grafen Sarastro einen großen Unterschied zwischen dem Gesagten und dem Ausgeführten. Es wird moralisch gesprochen aber unmoralisch gehandelt, ganz nach dem Prinzip der freien Theorie und befangenen Praxis. Darüber hinaus wird die Doppelmoral des Adels verdeutlicht, da die innere und brüchige Welt des Adels der Welt, die er den Anderen zeigt, nicht gleicht. Die Werte, die nach außen hin propagiert werden, werden nach innen nicht gelebt. Auch sehr interessant ist, dass man die Ansichten beider Seiten, die des Adels und des Kleinbürgertums, kennen lernt. So erfährt man von den Unterschieden und Gemeinsamkeiten, solche wie den Stolz. Aber auch die Nachbarn, die nichts anderes mit ihrer Zeit anzufangen wissen, als andere zu beobachten und zu belauschen um etwas Interessantes zum Darübertratschen zu erfahren, sind spannende Charaktere. Jedoch, und das ist an diesem Buch mein großer Kritikpunkt, ist die Sprache wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Theodor Fontane schreibt sehr detailverliebt und genau. So beschlich mich beim Lesen immer wieder das Gefühl, die Zeit im Roman würde stehen bleiben, da die Beschreibungen so viel Zeit in Anspruch nahmen, dass man die eben vorangegangene Handlung schon wieder aus den Augen verloren hat. Dies ist zwar typisch für Fontane, an einigen Stellen auch angenehm und interessant, um sich Situationen besser vorstellen zu können, an den meisten Stellen allerdings war es mir einfach zu viel. So wurde das Lesen anstrengend und ich musste immer wieder Pausen einlegen oder Abschnitte mehrfach lesen, um mir die beschriebene Handlung als Ganzes noch einmal vor Augen führen zu können. Der verwendete Berliner Dialekt sorgte manchmal für Abwechslung, aber auch immer wieder für ein wenig Unverständnis, welches sich aber nach einem erneuten Durchlesen wieder nehmen ließ. Alles in allem ist dieser Roman, in dem die Grenzen, die die Ständegesellschaft zieht, aufgewiesen werden, inhaltlich sehr beeindruckend und absolut empfehlenswert. Man erfährt einiges über die Berliner Gesellschaft um 1890, jedoch ist die Sprache gewöhnungsbedürftig und sicherlich nicht für jeden ansprechend. Mir hat sie den Lesespaß leider etwas genommen.

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    • 5
  • Typisch Fontane

    Stine

    dominona

    24. October 2014 um 10:36

    Die Geschichte ist kurz und schnell erzählt - deswegen fällt das hier auch weg. Bei Fontane hat man manchmal das Gefühl, die Szenen würden in Zeitlupe ablaufen, weil er so ewig braucht, um voranzukommen und das könnte unter Umständen dazu führen, dass man diese Geschichte beiseite legt. Also wenn man Fontane noch nicht kennt, lieber mit etwas anderem anfangen. Seinem Stil bleibt er treu und wer das Norddeutsche Gemüt mag, der wird es nicht bereuen, Stine in die Hand genommen zu haben.

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  • Rezension zu "Stine" von Theodor Fontane

    Stine

    Sokrates

    03. February 2011 um 12:33

    Wie „Irrungen, Wirrungen“ ist auch „Stine“ in der Berliner Gesellschaft um 1890 angesiedelt. Und wieder ist Mittelpunkt der Handlung eine Frau, die sich unglücklich in den kränkelnden Adeligen Waldemar verliebt; die gemeinsame Liason ist von keinem Erfolg gekrönt. Dass beide im Laufe der Handlung heiraten wollen, erscheint zunächst positiv, das Vorhaben wird jedoch aufgrund gesellschaftlicher Vorbehalte zerrieben. Stine will dem Werben Waldemars einfach nicht nachgeben, obwohl sie ihn innerlich dennoch zugeneigt ist. Als Waldemar seine Absicht, Stine zu ehelichen, seinem Onkel mitteilt, lehnt dieser – als Angehöriger des Adels – entschieden ab, dass der Neffe eine Bürgerliche (doch recht blässliche) Frau heiraten würde. Er zeigt ihm außerdem auf, dass eine Heirat zur zwangsläufigen gesellschaftlichen Ächtung Waldemars führen würde. Zu einer Heirat kommt es indes nicht, denn – auch wenn Waldemar das Risiko des eigenen gesellschaftlichen Abstiegs in Kauf nimmt – Stine lehnt seinen Heiratsantrag ab. Die Folge ist, dass sich Waldemar aus Kummer das Leben nimmt. Der Roman ist – wie „Irrungen, Wirrungen“ oder „Mathilde Möhring“ mit viel Lokalkolorit gezeichnet und bedient sich des Berliner Dialekts. Dies macht das Lesen zuweilen etwas schwieriger, verleiht dem Roman aber eine gewisse Würze, weil so die Charaktere eine größere Plastizität erhalten. Im Übrigen sind die Protagonisten (Stine, Waldemar) doch recht blass skizziert; Nebengestalten erhalten mehr Raum in der Beschreibung als die beiden Hauptfiguren. Erst nach knapp einem Drittel kommt er Roman an einen Punkt, wo man langsam erahnen kann, wohin er führen soll. All dies verleiht dem Roman nicht die gewisse Schärfe, den erhofften Esprit, den man in einer „Frau Jenny Treibel“ oder auch aus der „Mathilde Möhring“ gewohnt war.

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