Theodor Fontane Unterm Birnbaum

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Inhaltsangabe zu „Unterm Birnbaum“ von Theodor Fontane

Im Oderbruchdorf Tschechin lebt der Wirt Abel Hradscheck über seine Verhältnisse. Er trinkt, spielt und überhäuft seine Frau mit teuren Geschenken. Hochverschuldet bringt ihn der Besuch des Weinhändlers Szulski, der auf sein Geld drängt, in eine prekäre Lage. Als Szulski am nächsten Tag in einem Sturm ums Leben kommt, gerät Hradscheck daher im Dorf schnell unter Verdacht. Ist er schuldig oder war es ein Unglück? Hradschecks Nachbarn werfen schließlich einen Blick unter seinen Birnbaum und was sie dort finden, gibt dem Schicksal des Wirts eine überraschende Wendung. Theodor Fontanes packende Kriminalnovelle – ungekürzt gelesen von Joachim Höppner. (Quelle:'Audio CD/22.09.2015')

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  • Rezension zu "Unterm Birnbaum" von Theodor Fontane

    Unterm Birnbaum
    sabisteb

    sabisteb

    08. December 2011 um 15:02

    1931. Tschechin ein Dorf im Oderbruch 9 Meilen von Berlin entfernt. Abel Hradscheck, Wirt und Kramwarenladenbesitzer ,ist überschuldet, teils wegen seiner Spielsucht, teils wegen der hohen Ansprüche seiner Frau. Sein Hauptgläubiger Szulski drängt nun auf sofortige Begleichung der Schuld aufgrund der prekären politischen Lage in Polen. Nun ist guter Rat teuer, wollen Abel und Ursel Hradscheck nicht alles verlieren, was sie sich über die Jahre aufgebaut haben. Die beiden ergreifen daher verzweifelte Maßnahmen und spinnen einen perfiden Plan. Fontane verfasste die kleine Kriminalgeschichte 1883 – 1885. Fontane und Kriminalgeschichte, wie passt das zusammen? Es handelt sich nicht um eine Kriminalgeschichte im klassischen Sinne, hier wird die Tat aus Sicht des Täters bzw. der Täter erzählt, inklusive Planung und Vertuschung des Verbrechens und der Aufklärungsversuche der örtlichen Polizei. Betrachtet man diese Geschichte als klassischen Krimi, so wirkt sie gehetzt, die Ausarbeitung ein wenig schlampig und nicht stichhaltig. So fragt sich der erfahrene Krimileser, warum Abel Hradscheck die Leiche nicht zusammen mit dem Wagen im Wasser entsorgt? So hätte es das Problem mit der verschwundenen Leiche nie gegeben, man hätte beim Mord nur darauf achten müssen Szulski so zu erschlagen, dass es als Kutschunfall durchgegangen wäre, die Forensik war ja noch in den Kinderschuhen. Das Verwirrspiel, dass Hradschek und seine Frau ersonnen haben, mit dem Franzosen und den Specksaiten hingegen ist durchaus gelungen, und schafft ihm die neugierige Nachbarin von Hals, indem sie diskreditiert wird, da könnte sich noch so mancher moderner Kriminalautor ein Beispiel dran nehmen. Ein fast perfektes Verbrechen, wenn da nicht doch jemand zum Schluss kalte Füße bekommen hätte, und eine ungewöhnliche, durchaus gelungene (Kurz-)Geschichte für Fontane.

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  • Rezension zu "Unterm Birnbaum" von Theodor Fontane

    Unterm Birnbaum
    Anita27a

    Anita27a

    26. May 2009 um 14:42

    "Es ist nichts so fein gesponnen, 's kommt doch alles an die Sonnen." , so lautet der letzte Satz aus Theodors Fontanes Kriminalgeschichte. Obwohl es scheinbar der perfekte Mord ist und vieles dafür spricht ,dass der vom Wirt Abel Hradscheck und seiner Frau Ursel aus Geldnot begangene Mord an einem Schuldeneintreiber niemals aufgedeckt wird, siegt am Ende doch die Gerechtigkeit. Abel Hradscheck ist nicht nur hoch verschulde,t sondern auch noch sein bester Kunde. Der Mord, anfangs als Unfall getarnt, wird ihm nach und nach zum Verhängnis. Von der dörflichen Gemeinschaft immer mehr in die Enge getrieben, nimmt das Schicksal für Hradscheck schließlich seinen Lauf. In diesem frühen Kriminalroman ist für den Leser relativ schnell klar wer hier die Mörder sind und warum, es gibt keinen Inspektor und keine atemlose Spannung, jedoch handelt es sich um eine feine und aufmerksame Gesellschaftsstudie. In diesem Falle hätte ich wohl das Buch dem Hörbuch vorziehen sollen, da ich hier desöfteren den Wunsch hatte,einige Stellen nochmal nachzublättern. So musste ich schon recht konzentriert zuhören, um als Süddeutsche die Dialektpassagen einigermaßen zu verstehen.

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