Theodor Fontane Unwiederbringlich

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Inhaltsangabe zu „Unwiederbringlich“ von Theodor Fontane

Das blanke Leben

Natürlich zählen die berühmten „Geschichten aus der Murkelei“ zu Falladas schönsten. Noch zu entdecken sind hingegen seine Erzählungen, die er seit den zwanziger Jahren neben der Arbeit an den Romanen schrieb – für Zeitungen zum Broterwerb, zur „Erholung“, als Skizze für das nächste große Werk. Die Stoffe gewann er fast immer aus Erlebtem, und nicht zuletzt erweist sich Hans Fallada in diesen 33 Geschichten aus 3 Jahrzehnten einmal mehr als Chronist der „kleinen Leute“ und ihrer Alltagsmühen: amüsant bis bitterböse, schonungslos offen oder hoffnungslos romantisch.

„Hier kommt man zu Falladas Stärke, sind diese kleinen Arbeiten oft auf unangestrengte Weise gelungen, sei es als Stilübungen, sei es als Momentaufnahme, als Skizze, die dann später etwas abgewandelt in einem Roman wieder auftaucht; in dieser Form nämlich, gerade weil Fallada so nah an seinem eigenen Leben entlang schreibt, zeigt sich der genaue und einfühlsame Beobachter seiner Zeit, der seine Umgebungen und Milieus sprachlich einfangen und festhalten konnte, sei es die Angestelltenwelt in Berlin, eine provinzielle Polit-Schildbürgerei in Norddeutschland (es geht da um eine Großkraftstoffabgabestelle, was für ein herrliches Wort), das Laubenidyll in Neuenhagen, die ‚kleinen Leute’, der Amtsschimmel in den Behörden, das Arbeitslosenelend, die Armut und die Not oder auch manchmal ganz einfach und ergreifend das Zu-Hause-Sein in Carwitz, es zeigt sich gelegentlich das blanke Leben, oft anrührend, mal bitterböse, und wenn die Hochsprache dafür nicht reicht, für das blanke Leben, dann wird bei Fallada getapert, gepapelt, gepüttjert, geschrapt, rabantert und angegrobst, da wird sich düsig geweint, und Mutting kriegt Küssings, dass es im Kopf nur so burrt.“ (Birgit Vanderbeke) (Quelle:'Flexibler Einband/07.11.2014')

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  • Rezension zu "Unwiederbringlich" von Theodor Fontane

    Unwiederbringlich

    AArndt

    08. May 2011 um 10:48

    Der Roman „Unwiederbringlich“ ist einer der schönsten Bücher, die ich je gelesen habe. Schon während der Schulzeit war ich eine der wenigen, die Effi Briest verschlungen und mehrmals gelesen hat. Für mein Germanistikstudium habe ich mich intensiv mit Fontane beschäftigt und bin auf „Unwiederbringlich“ gestoßen. Seine düstere Atmosphäre, das dunkle Schloss am stürmischen Meer, die unglückliche Liebe zwischen der gefühlvollen Gräfin und dem eigensinnigen Graf haben mich sehr berührt. Fontane als poetischer Realist des 19. Jahrhunderts schreibt erstaunlich modern und die beschriebenen inneren Konflikte sind auch heute noch aktuell. Fontane charakterisiert seine Figuren in Dialogform, anhand von Briefen, Blicken oder Andeutungen. Dadurch erreicht er eine ungeahnte Tiefe in der Charakterisierung, und wie Fontane die Spuren des Seelenzustandes der Gräfin und ihr ungestilltes Liebesbedürfnis nachzeichnet, dazu die Düsternis und Ausweglosigkeit der Szenerie, haben sich mir für lange Zeit eingegraben. Die Traurigkeit und Unzufriedenheit der Gräfin mit ihrer Ehe kann der Leser direkt nachempfinden. Ich empfehle dieses Buch immer wieder Bekannten, die mit Fontane sonst nichts anfangen können. Dies ist eine wunderschöne, romantische Liebesgeschichte, die zu Herzen geht.

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  • Rezension zu "Unwiederbringlich" von Theodor Fontane

    Unwiederbringlich

    Dolittle

    29. December 2006 um 20:00

    Fontane liest sich heute gut, wenn man sich Zeit nimmt. Die Probleme haben sich nicht grundlegend verändert. Der Stil und die Sprache sind schön. Die Dialoge sind mir ein Genuss gewesen und haben mich dazu verführt, noch Effie Briest und den Stechlin zu lesen. Die Charaktere werden sorgfältigst und liebevoll beschrieben. Vielleicht etwas für die ältere Generation!

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