Theodor Herzl Der Judenstaat

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Inhaltsangabe zu „Der Judenstaat“ von Theodor Herzl

Diese Hardcover-Ausgabe ist Teil der TREDITION CLASSICS. Der Verlag tredition aus Hamburg veröffentlicht in der Buchreihe TREDITION CLASSICS Werke aus mehr als zwei Jahrtausenden. Diese waren zu einem Großteil vergriffen oder nur noch antiquarisch erhältlich. Mit TREDITION CLASSICS verfolgt tredition das Ziel, tausende Klassiker der Weltliteratur verschiedener Sprachen wieder als gedruckte Bücher zu verlegen und das weltweit! Die Buchreihe dient zur Bewahrung der Literatur und Förderung der Kultur. Sie trägt so dazu bei, dass viele tausend Werke nicht in Vergessenheit geraten. (Quelle:'Fester Einband/27.02.2013')
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    Der Judenstaat

    Makollatur

    06. October 2015 um 15:15

    Das 1896 erschienene Werk "Der Judenstaat" stellt den bekanntesten Text des österreichisch-ungarischen Schriftstellers und Publizisten Theodor Herzl dar. In ihm schildert er auf umfassende und prägnante Weise die Bildung eines eigenen Staates für die zur damaligen Zeit noch durch die Diaspora gekennzeichneten Juden. Er beschreibt die Gründung einer rechtlich agierenden Jewish Company und einer auf sittlich-moralischer Ebene funktionierenden Society of Jews. Diese beiden Institutionen ermöglichen den zerstreut lebenden Juden nach der Landnahme entweder in Palästina oder Argentinien die Abwanderung aus den antisemitischen Ländern und den Aufbau eines Staates nach eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen. Der Text beginnt sachlich und prosaisch. Die Idee des Judenstaates wird vor dem Hintergrund des alles verschlingenden Antisemitismus geboren, welchem sich die Juden weltweit seit Jahrhunderten ausgesetzt sehen. Aus dieser Rechtfertigung heraus erarbeitet Herzl die Organe und Suborgane des künftigen Staates. Leider gerät der Ton der Schrift mit zunehmender Dauer ins pathetische. Damit macht sich "Der Judenstaat" gegenüber Zweiflern angreifbar. Häufig wird das Entgegenkommen und Wohlwollen der antisemitischen Länder vorausgesetzt, an anderer Stelle die menschliche Güte aber in Frage gestellt. Es sind kleine Widersprüche wie dieser und allzu freimütig formulierte Hoffnungen und Wünsche an anderer Stelle, welche die Schrift leider ihrer Strahlkraft berauben. Zu Lebzeiten hatte "Der Judenstaat" keinen Erfolg. Erst 40 Jahre nach dem Tod Theodor Herzls wurde mit Israel endlich der Staat gegründet, den sich der verfechter der zionistischen Staatsidee gewünscht hatte. Der Text bleibt trotz seiner Mängel ein wichtiges Beispiel für das Autonomie- und Emanzipationsbestreben der Juden in aller Welt, die heute unter nicht weniger Schwierigkeiten zu leben haben wie zur Schaffenszeit des Autors.

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