Theodor Kröger Das vergessene Dorf

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Inhaltsangabe zu „Das vergessene Dorf“ von Theodor Kröger

Fazit: Eine dramatische wie eindringliche Biografie über einen Mann, der seine Verbannung während des 1. Weltkriegs in Sibirien überlebte.

— Bellexr
Bellexr

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  • Die Hölle Sibirien

    Das vergessene Dorf
    Bellexr

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    Als im Jahr 1914 der erste Weltkrieg ausbricht, versucht der Unternehmersohn Theodor Kröger über die russisch-finnische Grenze nach Schweden zu fliehen und wird dabei gefangen genommen. Der Spionage und des Mordes angeklagt, entgeht er erst einmal der Hinrichtung und wird stattdessen nach Sibirien verbannt. Die Reise ins Gefangenlager in den Ural ist eine Tortur, die nur wenige Sträflinge überleben. Aber auch aus das Leben im Gefangenenlager selbst ist nicht einfach. Dank einflussreicher Freunde wird Theodor Kröger begnadigt, darf aber Sibirien nicht verlassen. In der Verbannung versucht er fortan, sich ein neues Leben aufzubauen, immer von der Angst besessen, wieder ins Straflager zurückzumüssen.   Intensiv und eindringlich beschreibt Theodor Kröger seine dramatischen Erfahrungen in Sibirien während des ersten Weltkrieges. Schier endlos sind die Fahrten mit dem Gefangenentransport. Oftmals steht überhaupt kein Zug zur Verfügung und die Kriegsgefangenen müssen tagelang bei eisiger Kälte marschieren, die Essensrationen sind kaum ausreichend, nagender Hunger und unerträglicher Durst sind ständige Wegbegleiter. Aber selbst in einem nordsibirischen Urwalddorf, dem vergessenen Dorf, ist für ihn anfangs das Leben kaum besser. Erst seine Begnadigung ändert scheinbar alles.   Theodor Kröger lernt eine junges Tatarenmädchen kennen und lieben, dank guten Freunden verfügt er über genug Geld und mit den Mächtigen des Dorfes verbindet ihn bald eine vertrauensvolle Freundschaft. Dank Theodor Krögers Initiative entwickelt sich das Dorf weiter, eine Schule wird gebaut, die Menschen haben Arbeit und können auf eine bessere Zukunft hoffen. Der Krieg ist weit weg. Doch nicht für den jungen Deutschen. Theodor Kröger sehnt sich nach Freiheit, denn auch jetzt ist er nicht frei. Ständig bewacht kann er sich zwar im Dorf frei bewegen, doch verlassen darf er dieses nicht. Und an eine Flucht mitten in der Taiga ist unmöglich.   Sehr bildhaft und interessant erzählt Theodor Kröger seine Zeit in Sibirien: Die grenzenlose Weite des Landes, die katastrophalen Lebensbedingungen, die extremen Wetterverhältnisse, die armseligen Behausungen des Dorfes. Dies alles wie auch die Bewohner des vergessenen Dorfes hat man bald schon vor Augen und auch von dem jungen Deutschen selbst erhält man schnell eine Vorstellung. Auch wenn Theodor Kröger eher zurückhaltend auf seine Gefühlslage in dem Roman eingeht, spürt man dennoch immer wieder seine Verzweiflung über die unabänderliche Situation, in der er sich befindet. Und auch seine Todesangst, die immer wieder aufblitzt und praktisch ständig im Hintergrund vorhanden ist, kann man nachempfinden. Anders sind da jedoch wieder seine Gefühle zu Faymé, der jungen Tatarin, welche sein Rettungsanker darstellt, ihn alles durchstehen lässt und die er sehr liebt.   Da das Buch bereits 1934 das erste Mal erschien, ist der Sprachstil entsprechend der damaligen Zeit. Stellenweise ist dies auch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Weniger den Formulierungen oder Ausdrücken, welche Theodor Kröger verwendet, sondern mehr die stellenweise schwülstige, ja manchmal etwas von oben herab gewählte Ausdrucksweise in Bezug auf seiner Liebe zu Faymé, aber auch im Umgang mit den Dorfbewohnern.  Aber die Weltanschauung war während des ersten Weltkrieges natürlich eine völlig andere und dies muss man einfach beim Lesen dieses Romans berücksichtigen.   Fazit: Eine dramatische wie eindringliche Biografie über einen Mann, der seine Verbannung während des 1. Weltkriegs in Sibirien überlebte.

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