Bitte wendet euch diesen nicht mal 200 Seiten langen Memoiren, denn sie handelt von einem der wenigen Schwarzen Zeitzeugen der deutschen Geschichte.
Michaels Leben gleicht einer Odyssee... politisch ist da zunächst die Kolonialzeit, dann der Rassismus, der Menschen mit dunkler Hautfarbe, zunehmend aus den Berufen drängte. Weiter geht es mit Völkerschauen, dann dem Nationalsozialismus und dem Leben in einem Fremdenlager, dem Rassismus der Allierten weißen Amerikaner am Ende des Krieges und der Besetzung usw. Schwere bis tödliche Krankheiten zeichnen Theodor Michael von Kindesbeinen an.. Ich mag darin die harten Belastungen durch seine wirigen Lebensumstände erkennen...und ihr?
Wir sollten nicht vergessen, dass unsere Landesgeschichte sich nicht nur durch den den Holocaust bzgl. Jüdinnen und Juden schuldig gemacht hatte. Auch viele andere Menschen hatten in der Vergangenheit kämpfen müssen für einen Platz in dieser Gesellschaft oder verloren ihr Leben. Aus diesem Grund finde ich dieses Buch wert, in die Hand genommen zu werden.
Heute, so Michael, hat unser Land sein Gesicht gewandelt. Positiv blickte er, übrigens 2019 verstorben, in die Zukunft. Nach seiner Biographie die Güte und Treue gegenüber seinem Land zu halten, finde ich sehr stark und auch sehr differenziert.



