Theodor Storm

 3.5 Sterne bei 1.417 Bewertungen
Autor von Der Schimmelreiter, Pole Poppenspäler und weiteren Büchern.
Autorenbild von Theodor Storm (©Gemeinfrei)

Lebenslauf von Theodor Storm

Theodor Storm wurde 1817 geboren und war ein bedeutender Schriftsteller, Lyriker und Jurist. Bereits in seiner Schulzeit schrieb Storm erste Gedichte und Prosatexte zu schreiben und zu veröffentlichen. Anschließend studierte er Jura und übte sein Leben lang sowohl den Beruf des Schriftstellers, als auch den des Juristen, Richters aus. Sein bekanntestes Werk ist "Der Schimmelreiter" aus dem Jahr 1888.

Neue Bücher

Knecht Ruprecht

Erscheint am 01.08.2020 als Hardcover bei Titania.

Knecht Ruprecht

Erscheint am 01.08.2020 als Hardcover bei Titania.

Immensee

Neu erschienen am 03.06.2020 als Taschenbuch bei BoD – Books on Demand.

Pole Poppenspäler

Neu erschienen am 15.05.2020 als Taschenbuch bei Reclam, Philipp.

Alle Bücher von Theodor Storm

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Cover des Buches Der Schimmelreiter9783520856913

Der Schimmelreiter

 (1.017)
Erschienen am 30.11.2016
Cover des Buches Pole Poppenspäler9783880426177

Pole Poppenspäler

 (62)
Erschienen am 01.01.2017
Cover des Buches Der kleine Häwelmann9783480230044

Der kleine Häwelmann

 (46)
Erschienen am 11.07.2012
Cover des Buches Immensee9783804230354

Immensee

 (29)
Erschienen am 01.01.2014
Cover des Buches Die Regentrude9783959591096

Die Regentrude

 (22)
Erschienen am 18.03.2018
Cover des Buches Hans und Heinz Kirch9783842412989

Hans und Heinz Kirch

 (20)
Erschienen am 07.09.2011
Cover des Buches Gesammelte Werke in sechs Bänden9783458324324

Gesammelte Werke in sechs Bänden

 (13)
Erschienen am 15.02.2007
Cover des Buches Der Schimmelreiter /Immensee9783596900367

Der Schimmelreiter /Immensee

 (10)
Erschienen am 03.03.2008

Neue Rezensionen zu Theodor Storm

Neu

Rezension zu "Der Schimmelreiter" von Theodor Storm

Erinnerungen an einen Deichgrafen
Schnuppevor einem Monat

 

Diese Novelle von Theodor Storm widmet sich der Sage des Hauke Haien, einem Deichgrafen mit tragischem Schicksal. 

Hauke beschäftigt sich schon als Kind sehr mit Landvermessung und dem Deichbau. Er beobachtet das Meer und stellt Überlegungen zur Verbesserung der Deiche an. Als junger Mann verdingt er sich als Knecht, bei dem Deichgrafen Volkerts. Er hilft diesem mehr bei seinen Aufgaben als Deichgraf als im Stall und verliebt er sich in dessen Tochter Elke, dadurch zieht er den Unmut des Großknechts auf sich. 

Hauke möchte gerne Deichgraf werden, doch das ist nur möglich, wenn er eine größere Fläche Land besitzt. Das Erbe seines mittlerweile verstorbenen Vaters ist nicht ausreichend. Als Elkes Vater verstirbt und ein neuer Deichgraf bestimmt werden soll, gibt Elke bekannt mit Hauke verlobt zu sein. Durch die Hochzeit erhält Haukes genügend Grundbesitz, um das Amt schließlich doch zu erhalten.

Der Titel des Buches bezieht sich auf das Pferd Haukes, einen schönen Schimmel, mit dem er oft unterwegs ist. Er hat das Tier im heruntergekommenen Zustand von einem Durchreisenden gekauft und wieder aufgepäppelt. Ein Pferdeskelett vor Jeversand ist verschwunden, seit der Schimmel bei Hauke ist. Der Aberglaube lässt die Menschen einen Zusammenhang sehen und sie meinen, dass es sich bei dem Schimmel um das Pferdeskelett handelt und der Teufel seine Hände im Spiel hat. 

Hauke ficht dies nicht an und er setzt weiter seine Pläne in die Tat um. Gegen den Willen der Bevölkerung lässt er einen neuen Deich in der Form bauen, wie er ihn schon lange geplant hat. 

Der Unmut gegen ihn wächst weiter, als er nicht zulässt das etwas Lebendiges im neuen Deich eingegraben wird, wie es der Brauch will. Auch dass er durch den Bau neues Land gewinnt, stößt vielen als Vorteilnahme auf. 

Hauke patrouilliert mit seinem Schimmel auf dem neuen Deich, der gut funktioniert. Der alte Deich ist jedoch völlig marode. Der alte Großknecht und die Arbeiter sehen darin keine Bedrohung und Hauke lässt sich gegen besseres Wissen von ihnen überzeugen keine neuen großen Baumaßnahmen vorzunehmen.

Jahre später wird ihm und seiner Familie diese Entscheidung zum Verhängnis: während eines großen Sturms kommt es zu einem spannenden und tragischen Finale.

Das Ganze wird von einem alten „Schulmeister“ erzählt, der nach Abschluss seiner Erzählung nochmal auf den Aberglauben bezüglich des Pferdes Bezug nimmt und den von Hauke geschaffenen Deich würdigt. 

Storm lässt diese Geschichte von verschiedenen Erzählern nach mündlicher Überlieferung berichten, damit und mit dem alten Sprachstil wirkt es tatsächlich so, als ob einem jemand aus der guten alten Zeit berichtet. Durch die Gebräuche und den herrschenden Aberglauben wird der Eindruck einer Sage noch verstärkt, es erscheint nicht wie ein Zeitzeugnis eines tatsächlichen Deichgrafen, dass es vordergründig sein soll. Hauke vereint verschiedene widersprüchliche Charaktereigenschaften in sich. Er ist intelligent und liebevoll, kann aber auch sehr aggressiv oder gleichgültig sein. Er lebt sein Leben nach seiner rationalen Auffassung und setzt diese auch durch, wenn andere Menschen und Gebräuche dagegen sind. So päppelt er den Schimmel auf, rettet einen Hund, der im Deich vergraben werden sollte und wird von einer alten Frau verflucht, weil er ihren Kater getötet hat. Mit diesen allesamt weißen Tieren „versündigt“ sich Hauke für seine Mitmenschen wiederholt gegen die Natur, die sich später an ihm übel rächt. Aberglaube und Vernunft liegen hier in einem interessanten Widerstreit, das ist für die geschilderte Zeit sehr typisch. Da der neue Deich die Jahre überdauert ist der Sieg des Aberglaubens nur vordergründig. 

Ein spannendes Lesestück mit einer schönen Sprache, dass trotz des altmodischen durch die unheimlichen Elemente toll unterhält.

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Rezension zu "Immensee" von Theodor Storm

Es ist Zeit für Klassiker!
kassandra1010vor 3 Monaten

Die tragische Liebesgeschichte von Theodor Storm, gelesen von Heinz Kilian.

 

Es ist mal wieder Zeit für Klassiker und Gedichte.

 

Reinhard erinnert sich als alter einsamer Mann an die große Liebe seiner Jugend. Die schöne Elisabeth hat er nie vergessen. Doch diese wählt seinen Schulfreund Erich und schenkt diesem ihre innige Liebe.

 

Immensee schrieb Theodor Storm im Jahr 1849. Die Geschichte selbst ist auch heute noch so real und auf unser Leben übertragbar. Trotz neuzeitiger Probleme wie Internet, Tinder und sonstiger Kontaktbörsen passt Storms Immensee auch heute noch in unsere Welt.

 

Reinhard beschließt, seine Elisabeth nach Jahren der Schmach zu besuchen.

 

Er reist nach Immensee und trifft dort auf Erich und Elisabeth. Doch der Versuch, mit seiner unerfüllten Jungendliebe endlich abschließen zu können, scheitert.

 

Wieder kann er sich nur auf seine selbst geschriebenen Gedichte aus seiner Kindheit besinnen.

 

Als einsamer alter Mann erinnert sich Reinhard an die große Liebe seiner Jugend. Schon als Kinder hatten Elisabeth und er ihr Leben gemeinsam verbracht. Doch Reinhard verliert sie an seinen Schulfreund Erich. Jahre später besucht er das Paar in Immensee, doch die Begegnung ist für ihn unerträglich.

 

Jahre der Trennung haben einen Keil zwischen diese innige Jungendliebe getrieben, auch wenn Reinhard stets bemüht war, ausreichend Briefe und Geschichten an Elisabeth zu senden.

 

Mit Storm begeben wir uns auf eine lange und scheinbar endlose Reise der Sehnsucht. Elisabeth als Ziel endloser Jahre wirft einen trübseligen Schatten auf Reinhard. Dieser kann nur in seinen Märchen und Gedichten erstrahlen, die ihm den Mut und die Hoffnung lassen.

 

Eine rührende Liebesgeschichte, die mit der Stimme von Heinz Kilian ein gutes Ende, aber kein Happy End findet.

 

Wieder mal ein Klassiker, den es zu hören lohnt. Abgesehen von ein paar Kleinigkeiten passt auch diese Geschichte hervorragend in unsere Zeit.

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Rezension zu "Knecht Ruprecht" von Theodor Storm

Poesie kindgerecht vermittelt
Claudia_Reinländervor 6 Monaten

Klappentext :

»Von drauß’ vom Walde komm ich her, ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!« 

Das Weihnachtsfest steht vor der Tür. Das Christkind lugt aus dem Himmelstor hervor und mahnt Knecht Ruprecht zur Eile. Dieser hat  bereits viele Kinder beschert, nur ein letztes Dorf muss er auf seiner Reise noch besuchen. Also macht er sich auf den Weg und berichtet von leuchtenden Lichtern im Tannenwald und der weihnächtlichen Stimmung allüberall. Im Dorf tritt er in eine Stube, wo er bereits freudig erwartet wird... 


Klaus Ensikats Illustrationen zaubern Weihnachtsstimmung in jedes Wohnzimmer und laden zum Träumen und Staunen ein: Von Tannenduft und Kerzenschein und dem Wunder der Christnacht. Theodor Storms berühmte Weihnachtsbotschaft »Von drauß’ vom Walde komm ich her ...« wird auch heute noch von unzähligen Kindern in der Adventszeit vorgetragen.


Cover:

Die Illustration auf dem Cover finde ich sehr gut gelungen. Es passt sehr gut zum Titel und bringt die Stimmung auch sehr gut rüber. Es ist Knecht Ruprecht mit seinem Schlitten, Geschenken und seinen Rentieren in einer Winterlandschaft erkennbar. Knecht Ruprecht wirkt dabei sehr nachdenklich.


Meinung:

In diesem Kinderbuch wird das Gedicht Knecht Ruprecht von Theodor Storm Kindern näher gebracht. Weltliteratur und Poesie wird durch eine neue Aufmachung und passender Umsetzung mit Illustrationen kindgerecht umgesetzt. 


Die Schriftgrösse wurde gut gewählt, so dass sie sich gut zum Vorlesen, aber auch zum Selbstlesen eignet.

Der Text wurde sehr gut aufgeteilt, so das Text und Zeichnungen zueinander passen und man anhand der Illustrationen das Gedicht Knecht Ruprecht auch sehr gut nach vollziehen kann.


Das bekannte Gedicht Knecht Ruprecht kommt so zu neuem Glanz. Weltliteratur wird so Kindern näher gebracht. Ich finde dies sehr gut. Wer kennt nicht: „Allüberall in den Tannenspitzen

sah ich goldene Lichtlein sitzen“. Toll das dies auch an die jüngsten Generationen weitergegeben wird und versucht wird, es altersentsprechend zu vermitteln. 


Die Altersempfehlung liegt bei 5 Jahren. Dies finde ich jedoch etwas zu jung, aufgrund der doch etwas schwierigeren Wörter und der doch eher erwachsenen Illustrationen. Die Zeichnungen sind sehr authentisch und realitätsnah, fast schon ein wenig grimmig. Hier wird nichts verniedlicht. Vor allem die Gesichter der Personen sowie dessen Ausdrucksweisen sind teils sehr düster und grimmig, so dass ich es für jüngere Kinder eher etwas schwierig finde und daher das Alter auf 6/7 Jahre anheben würde.


Toll finde ich, dass am Ende das komplette Gedicht nochmal am Stück hintereinander aufgeschrieben ist.


Tolle Umsetzung, dass man ein weltbekanntes Gedicht mit Zeichnungen abrundet, um es Kindern zugänglicher zu machen. Auch Erwachsene haben daran ihre Freude. Ich finde dies sehr gut umgesetzt und eine tolle Idee. Weltliteratur für jung und alt mit tollen Illustrationen, die sehr detailliert sind. Text und Zeichnungen sind gut abgestimmt und die Stimmung wird sehr gut transportiert.


Wunderschön gestaltet und umgesetzt, finde ich es eine gelungene Idee, Poesie so jung und alt näher zu bringen. Ein tolles Buch nicht nur für die Winter- und Weihnachtszeit. 


Ein tolles Buch, was ich mit 4 wundervollen Sternen (von 5) sehr gern weiterempfehle.


Fazit:

Poesie bzw. Weltliteratur, wie Knecht Ruprecht, kindgerecht vermittelt durch tolle Illustrationen zu diesem bekannten Werk.

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Zusätzliche Informationen

Theodor Storm wurde am 13. September 1817 in Husum (Deutschland) geboren.

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von 22 Lesern aktuell gelesen

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