Theodor Storm Der Schimmelreiter

(915)

Lovelybooks Bewertung

  • 913 Bibliotheken
  • 7 Follower
  • 9 Leser
  • 45 Rezensionen
(170)
(273)
(256)
(119)
(97)

Inhaltsangabe zu „Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm

Der Schimmelreiter ist viel mehr als ein klassisches Stück deutscher Literatur - auf knappsten Raum nutzt er eine Gespenstergeschichte, um vom Kampf des Menschen gegen die Natur und gegen den Menschen zu erzählen. Hauke Haiens Versuch, dem Meer neue Grenzen zu ziehen, führt in einen Abgrund, dessen Ausdeutung den Leser verschlingt wie die Sturmflut das neugewonnene Land.

Spannend und schaurig - wie die Nordsee es manchmal auch ist.

— Estel90

Mag vielleicht ein wenig anstrengend wirken, aber das lohnt sich allemal zu lesen.

— steffilam

Wenn man diese Novelle liest, hört man das Tosen des Meeres und reitet mit Hauke Haien über den Deich....

— consoul

Schullektüre in der 8. Klasse. Hat mir nicht gefallen. War in dem Alter einfach langweilig...

— buecher_heldin

Das Thema ist nicht sehr interessant und alles zieht sich ziemlich. Der Schreibstil ist aber nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte

— ka_maluhia

Haben wir in der Schule gelesen. War relativ spannend und wesentlich besser wie andere Schullektüren =D

— Anitathak

LANNNNNGWEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIILLLLLLLLLLLLIIIIIIIIIIIIIIIIGGGGGGGGGGGGGGGG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

— DeliD

Lesenswert. Aber auch für die heutige Zeit nicht ganz einfach.

— Seasoon

Ist ja ganz okay, aber es zieht sich so...

— Kady

war mal als Lektüre in der Schule, damals fand ichs langweilig, mittlerweile find ich es besser. Auf jeden fall lesenswert.

— Sereena

Stöbern in Klassiker

Der Kleine Prinz

Eine Geschichte über von Herzen kommende Liebe und tiefe Freundschaft :)

EsAndy

Der gute Mensch von Sezuan

Ein Lese-MUSS!

Fantasia08

Ein Sommernachtstraum

Witzig, klassisch, Shakespeare!

Fantasia08

Emma

Emma, eine starke Frau, erfährt, dass Hochmut vor dem Fall kommt - ein wunderschön geschriebenes Buch zum Mitfiebern!

Siri_quergetipptblog

Meine Cousine Rachel

Gut geschriebener Roman mit leiser Spannung und einem jungen Mann, bei dem Bewunderung fast zum Wahn wird...

vanessabln

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Der schimmelige Reiter

    Der Schimmelreiter

    Kady

    Rezension bezieht sich auf eine andere Ausgabe!! Inhalt: Der Schimmelreiter ist viel mehr als ein klassisches Stück deutscher Literatur - auf knappsten Raum nutzt er eine Gespenstergeschichte, um vom Kampf des Menschen gegen die Natur und gegen den Menschen zu erzählen. Hauke Haiens Versuch, dem Meer neue Grenzen zu ziehen, führt in einen Abgrund, dessen Ausdeutung den Leser verschlingt wie die Sturmflut das neugewonnene Land. Meine Meinung: Ich muss ganz offen sagen, ich mag das Buch nicht. Es ist klassische Schullektüre, weshalb ich es gerade lesen musste. Ansonsten hätte ich so was nie gelesen... Es ist ein Thema, das ich nicht besonders interessant finde und meiner Meinung nach ziehen sich die ersten 100 Seiten ziemlich. Aber andererseits ist die "Legende" über den Schimmelreiter bzw. die Geschichte Hauke Haiens gut und mehr oder weniger interessant aufgebaut. Das Ende war aber wiederum ziemlich abrupt. Mit der Sprache hatte ich keine Probleme. Klar, es ist alles etwas verstaubt und teilweise auch verschimmelt, aber es gibt schlimmeres. Fazit: Ich schätze, wenn ich das Buch freiwillig gelesen hätte, würde es mir besser gefallen. Ich empfehle es wirklich nur, wenn man solche Art Bücher mag, denn sonst ist es eine Qual. Aber ich war ehrlich gesagt positiv überrascht.

    Mehr
    • 2
  • Ein Klassiker der Weltliteratur, dessen Sprache ich immer noch sehr genieße. Schade, dass die Epoche

    Der Schimmelreiter

    hausknechthilde

    23. November 2016 um 01:09

    Ein Klassiker der Weltliteratur, dessen Sprache ich immer noch sehr genieße. Schade, dass die Epoche vergangen ist.

  • Letztendlich konnte ich mich mit dem Buch ausöhnen

    Der Schimmelreiter

    suse9

    07. July 2016 um 08:29

    Jeder verdient eine 2. Chance – auch das Buch „Der Schimmelreiter“. In meiner Schulzeit musste ich, wie viele andere auch, diese Novelle im Deutschunterricht lesen. Zurückgeblieben war ein Gefühl tiefer Abneigung, erzeugt durch langatmige Beschreibungen und langweilige Handlung. Heute, größer, erwachsener und sicherlich auch reifer geworden, wagte ich einen 2. Versuch und wurde überrascht. Langatmige Beschreibungen entpuppten sich als gut beobachtete Schilderungen des damaligen Lebens, der Unwirtlichkeiten und Macht aber auch Schönheiten der Natur. Auch von Langeweile keine Spur weit und breit. Während mich das alltägliche Leben eines Deichgrafen und der Nordfriesen interessierte, packte mich das finale Ende geradezu am Schlafittchen und machte ein tiefes Durchatmen fast unmöglich. Theodor Storm ist ein genialer Erzähler. Mit einfachen Worten versteht er es, dem Leser die raue Natur nahezubringen und lässt seine ganze Liebe mit einfließen. Die Figuren agieren authentisch und sind aus Fleisch und Blut. Niemand wird auf einen Sockel gehoben, alle haben sowohl Stärken als auch Schwächen. Die Erzählung beschönigt nichts und überlässt es dem Leser, zu einem Urteil zu gelangen. Ich nehme dem Autor jedes auch noch so kleine Wort ab, denn beim Lesen hat man das Gefühl, dass alles selbst erlebt, gesehen, geschmeckt und getan zu haben. Bei meinem nächsten Besuch der Nordsee werde ich die Deiche, den Koog und die Werften wohl mit einem anderen Auge betrachten. Jedem, der sich in seiner Schulzeit mit „Der Schimmelreiter“ herumplagen musste und diesen nicht zu seiner Lieblingslektüre gezählt hat, rate ich, das Buch zwar in die Ecke aber nicht wegzuwerfen. Lasst Zeit vergehen und gebt ihm eine 2. Chance! Es lohnt sich.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Schimmelreiter"

    Der Schimmelreiter

    Flickercat

    26. June 2016 um 23:15

    Mir gefällt die maritime Atmosphäre mit den Schilderungen über das raue, oft anstrengende Leben zur damaligen Zeit an der Nordseeküste wirklich gut. Man bekommt einen bildhaften Eindruck von Haukes Lebensumfeld. Die Darstellung von der ruhigen, unerschütterlichen Liebe zwischen ihm und seiner Frau fand ich ebenso gelungen wie die Schauereinflüsse und die zunehmende Feindlichkeit der anderen Dorfbewohner. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Art der Charaktere, zu sprechen – einige Dialoge haben mich etwas zum Schmunzeln gebracht, weil sie für unsere Ohren heute reichlich seltsam klingen würden. Es gibt auch den einen oder anderen Begriff, den man nicht sofort versteht. Aber was man sich nicht aus dem Kontext zusammenreimen kann, kann man in einem Verzeichnis am Ende des Buches problemlos nachschlagen. Ich kann nur empfehlen, den „Schimmelreiter“ mal im Herbst während eines Urlaubs an der See zu lesen, am besten bei eher windigem Wetter – ich fand den Effekt ziemlich beeindruckend. :D

    Mehr
  • Zeitlos faszinierend!

    Der Schimmelreiter

    RobinBook

    17. January 2016 um 10:04

    In einer dunklen Sturmnacht erfährt ein vom schlechten Wetter aufgehaltener Reisender die Geschichte von Hauke Haien, dem Schimmelreiter. Von Aberglauben, Neid, Stolz, Überlieferungen, Religion, Naturgewalt und nicht zuletzt von Mutter- und Gattenliebe handelt diese zeitlos fasznierende Novelle, die nicht umsonst seit Jahrzehnten zur Schullektüre zählt und mehrfach verfilmt wurde.

  • Der Schimmelreiter ist eine kurzweilige Novelle, die sehr schön eine Sage aufleben lässt

    Der Schimmelreiter

    lesestunden

    07. September 2015 um 18:40

    Der Schimmelreiter ist eine kurzweilige Novelle, die sehr schön eine Sage um einen geheimnisvollen Deichgrafen und die schöne Natur an der Küste des Wattenmeers aufleben lässt. Ohne großem Aufhebens wird hier die Kultur und die Menschen im 18. Jahrhundert porträtiert und der Leser taucht ein, in eine fremde, raue und schöne Welt, die maßgeblich vom Meer und den Gezeiten geprägt ist. Kein großes Kino, aber auch nicht langweilig, sondern eben eine Sage, so wie sie auch Großmutter zu einem Pott Pharisäer erzählen würde. Und genau das wollte Storm wohl auch erreichen. Ausführliche Rezension: http://www.lesestunden.de/2015/09/der-schimmelreiter-theodor-storm/

    Mehr
  • Rezension "Der Schimmelreiter"

    Der Schimmelreiter

    Traumkatze

    Rezension "Der Schimmelreiter" Inhalt: Der Schimmelreiter ist viel mehr als ein klassisches Stück deutscher Literatur - auf knappsten Raum nutzt er eine Gespenstergeschichte, um vom Kampf des Menschen gegen die Natur und gegen den Menschen zu erzählen. Hauke Haiens Versuch, dem Meer neue Grenzen zu ziehen, führt in einen Abgrund, dessen Ausdeutung den Leser verschlingt wie die Sturmflut das neugewonnene Land. Titel: Also der Titel an sich klingt zwar schon nach einem Stück Literatur und würde mich jetzt nicht so ansprechen, aber er passt auf jeden Fall zur Geschichte. 2,5/5 Sterne Cover: Es gibt zwar mehrere Auflagen von diesem Buch, allerdings sind diese alle ziemlich schlicht und unauffällig gestaltet, sodass es einem nicht unbedingt sofort ins Auge springt. Es passt zur Geschichte, aber man hätte es durchaus spannender gestalten können. 2,5/5 Sterne Idee/Thema: Die Idee finde ich einfach nur langweilig. Andere würden es als Literatur bezeichnen, aber ich kann damit nichts anfangen. Ich finde es allerdings gut, dass es auch um Vorurteile geht, Vertrauen und Selbstverwirklichung seiner Träume. 1,5/5 Sterne Umsetzung: Wir haben dieses Buch in der Schule gelesen und mir kamen die anderen Bücher, die wir in der Schule lesen mussten plötzlich wie meine Lieblingsbücher vor. Ich habe mich buchstäblich durch dieses Buch gequält. Trotz der geringen Seitenanzahl habe ich ewig dafür gebraucht. Die Sprache ist schwer zu verstehen und der Inhalt ist sehr sachlich und ohne richtige Gefühle. Ich konnte die Geschichte nicht nachempfinden und war nicht einmal gespannt. 1/5 Sterne Zusammenfassung: Eindeutig kein Buch für mich und ich will es eigentlich auch nicht weiterempfehlen, aber ich bin trotzdem irgendwie stolz, dass ich es als Buchliebhaber gelesen habe. Also alle Bücherfreaks sollten es trotz Quälerei mal gelesen haben. 1/5 Sterne

    Mehr
    • 3
  • Ein Kleinod der klassischer Literatur?

    Der Schimmelreiter

    Wortteufel

    Zum Inhalt: Hauke Haien, Sohn eines Landvermessers, tritt als Knecht in die Dienste des alten Deichgrafen Tede Volkerts und findet mit dessen Tochter Elke nicht nur sein Liebesglück. Nach dem Tod des Deichgrafen und der Heirat mit Elke wird er der Nachfolger seines alten Herrn. Doch Hauke Haien denkt anders. Sein Blick sieht in die Zukunft und diese erfordert einen neuen, modernen Deich, der auch in hundert Jahren noch Wind und Wellen trotzen soll. Allen Widerständen der Dorfbewohner und deren Aberglauben zum Trotz treibt Hauke sein ehrgeiziges Projekt voran. Skeptisch beäugt von den Dorfbewohnern, die hinter dem neuen Deich Unheil ahnen und Hauke auf seinem geisterhaftem weißen Schimmel bald für einen gespenstischen Schimmelreiter halten, nimmt der neue Deich langsam Form an. Doch dann naht eine Sturmflut und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Hauke, der mit seinem Schimmel auf den Deich hinauf geritten ist, um sich dem Sturm zu stellen, muss mit ansehen, wie der brechende alte Deich seine Frau Elke und ihre schwachsinnige Tochter Wienke in den Tod reißt. In der Hoffnung, sein Opfer möge die anderen retten, stürzt er sich mit seinem Schimmel ebenfalls in die Fluten. Seither geht die Legende vom Schimmelreiter um, der im Nebel oben auf dem Hauke Haien Deich auf und abreitet – dem Deich, der seit hundert Jahren hält. Was ist davon zu halten? Theodor Storm zählt zu den bekanntesten Vertretern des deutschen Realismus. In “Der Schimmelreiter” lässt er Aberglauben und Rationalismus ebenso aufeinander prallen, wie Tradition und Fortschritt, doch ohne dem einen oder dem anderen mehr Gewicht beizumessen. Es ist am Leser, sich ein eigenes Urteil zu bilden und den Hergang der Geschichte zu beurteilen. Doch zwischem Storms Schimmelreiter und dem modernen Leser stehen leider mehr als hundert Jahre und die Tatsache, dass nur weniges an der Geschichte heute noch der Realität entspricht. Die Figuren bleiben fremd, auch wenn ihre Taten nachvollziehbar erscheinen. Selbst Hauke Haien bleibt zwischen den Worten Storms für den Leser kalt wie ein Fisch, ganz zu schweigen von seiner Frau Elke. Die Liebesbeziehung der beiden scheint einfach zu geschehen, anstatt sich zu entwickeln – immerhin ist Hauke anfänglich nicht unbedingt das, was eine gute Partie für Elke zu nennen wäre. Nur beider Liebe zu ihrerm einzigen Kind, der geistig behinderten Tochter Wienke, lässt das Deichgrafenpaar phasenweise liebenswert und sympathisch erscheinen. Ferner will sich die Stimmung einer gespenstisch mythischen Erzählung nicht einstellen und der sonderbare Schimmel, der den Dorfbewohnern soviel Unbehagen bereitet, bleibt bis zum Ende einfach nur ein Pferd. Erst gegen Ende, als die Katastrophe naht, gelingt es Storm den Leser in die dramatische Situation, in das Mostrum, den Sturm hineinzuziehen und die Legende des Schimmelreiters, der im Nebel stehend über seinen Deich wacht, hinterlässt schließlich doch noch einen kleinen Schauer. Die Sprache ist eher einfach und doch erscheint der Zugang für den modernen Leser schwer. Hinderlich ist hier auch das Norddeutsche, welches das Lesen für manch einen zusätzlich erschwert und die kurze Novelle rasch zu einem eher anstrengenden Lese-Projekt als zu einem Vergnügen werden lässt. Fazit: Storm gelingt es durchaus, ein Bild der Zeit zu zeichnen und die Friesen des 19. Jahrhunderts darzustellen, die verzweifelt versuchten der Gewalt der Natur zu trotzen und zugleich schwer in ihrem Aberglauben verhaftet waren. Die zugrundeliegende Geschichte ist durchaus interessant, doch nur mäßg spannend – die Sprache tut ihr übriges, um das Lesevergnügen zu schmälern. Für echte Klassik-Liebhaber durchaus empfehlenswert. Wer sich jedoch grundsätzlich mit altem Lesestoff eher schwer tut, wird an “Der Schimmelreiter” nur wenig freude haben.

    Mehr
    • 2
  • Ja, klar, Schullektüre...

    Der Schimmelreiter

    I-heart-books

    03. June 2015 um 09:41

    ... aber um ehrlich zu sein, war das eine der wenigen Geschichten die ich während der Gymnasialzeit gemoch habe. Grundsätzlich gefallen mir die Epochen des Realismus und der Romantik in der Deutschen Literatur am besten! Die Bilder sind kräftiger, naturbezogener, rauer, düsterer und dennoch faszinierend in ihrer literarischen Stärke und Sprache. Storm verbindet die raue Küste mit seinen kräftigen Worten und bildet somit ein sprachliches Gebilde, welches einem sofort in den Bann zieht. Wer gerne Bücher aus diesen Epochen liest, wird Theodor Storm sicher nicht aus den Händen legen wollen. Auch wenn es klassische Schullektüre ist - definitiv besser als Fontane... mein persönlicher Graus :-)

    Mehr
  • Rezension zu "Der Schimmelreiter"

    Der Schimmelreiter

    littleowl

    Schon seit seiner Kindheit ist Hauke Haien fasziniert von dem Deich, der sein Zuhause vor der zerstörerischen Kraft des Meers schützt. Deshalb tritt er später in den Dienst des Deichgrafen, den er mit seinem Talent für Berechnungen und seinem Gespür für den Deichbau beeindruckt. Elke, dessen Tochter, kommt Hauke schnell sehr nahe, allerdings findet er im zweiten Assistenten Ole auch einen Feind fürs Leben. Nach dem Tod des Deichgrafen übernimmt Hauke sein Amt und heiratet Elke. Mit beinahe wahnsinnigem Ehrgeiz setzt er sich in den Kopf, einen zweiten Deich zu bauen, allerdings muss er sich mit seiner Idee erst einmal gegen den Widerstand der anderen Dorfbewohner durchsetzen. Und wie gut kann ein Deich sie wirklich gegen die Macht der Natur schützen? Wie bei den meisten Klassikern musste ich mich auch hier erstmal an den altmodischen Schreibstil gewöhnen. Nach dieser kurzen Anfangsphase ist der Text aber gut verständlich. Besonders die Naturbeschreibungen sind toll. Atmospärisch, anschaulich und lebendig beschreibt Storm die eigentlich eher menschenfeindliche Umgebung. Der Roman zeigt eindrucksvoll, wie sehr Menschen an der Küste damals von ihren Deichen abhängig waren und welche zerstörerische Kraft eine Flut haben kann. Nach einem packenden Einstieg gibt es im Mittelteil einige Längen. Für die entschädigt aber dann das furiose Finale. Durch das Spiel mit unterschiedlichen Erzähleben wird die Geschichte aufgelockert. In einer Rahmenhandlung erzählt ein alter Mann einem Reisenden die Geschichte von Hauke Haien, die die Dörfler mit ein bisschen Fantasie in ein Schauermärchen verwandelt haben. Storm lässt jedoch bewusst offen, ob in den Gespenstergeschichten der Küstenbewohner nicht doch ein Fünkchen Wahrheit steckt. Hauke, der "Schimmelreiter", ist ein faszinierender, aber auch sehr rätselhafter Protagonist. Es ist wirklich interessant, seine Entwicklung vom begabten Schreiberling zum Visionär und Deichbauer mitzuverfolgen. Dabei wandelt er immer wieder auf dem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn, aber die enge Beziehung zu Elke bewahrt ihn davor, den Bezug zur Realität zu verlieren. Die Liebesgeschichte der beiden hat mir gut gefallen, sie ist ganz unaufgeregt und unkitschig, aber trotzdem süß und innig. Zu Recht auch heute noch Plichtlektüre.

    Mehr
    • 2
  • nordisch by nature

    Der Schimmelreiter

    dominona

    21. October 2014 um 23:25

    Ich bin der Meinung, es gibt schlimmere Schullektüre. Mir gefällt besonders der Erzählstil und wenn man genügend Fantasie besitzt, sieht man Hauke vor sich auf seinem Schimmel über den Deich galoppieren. Mag sein, dass es spannendere Bücher gibt, aber manche Bücher sollte man einfach mal in der Hand gehabt haben, als Kulturgut quasi.

  • Schwer zugänglich

    Der Schimmelreiter

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. June 2014 um 19:15

    Die Geschichte ist in Friesland angesiedelt, wo die Menschen in ständiger Angst vor der Gewalt des Meeres leben und alles tun, um sich vor der See zu schützen. Genau diese Aufgabe nimmt der sogenannte Deichgraf wahr, er ist zuständig für die Instandhaltung des schützenden Deiches. Schon in jungen Jahren erhält der junge, innovative Hauke Haien dieses Amt. Konsequent räumt er mit dem Schlendrian des vorherigen Deichgrafen auf. Doch dieses Vorgehen gefällt längst nicht allen Dorfbewohnern und manch einer zweifelt die Rechtmässigkeit seiner Position an. Man sagt, er habe dieses Amt nur aufgrund seiner Heirat mit Elke Volkerts, der Tochter des ehemaligen Deichgrafen. Hauke Haien beschliesst, solchen Munkeleien ein für alle Mal die Grundlage zu entziehen, indem er einen neuen, besseren Deich bauen lässt. Mühsam erringt er so ein gewisses Mass an Achtung unter den Dorfbewohnern. Lange Zeit nach der Fertigstellung des Deiches wird Haukes Arbeit dann auch die Probe gestellt: Eine starke Sturmflut prüft den Deich auf Herz und Nieren. Problemlos hält er den Wellen stand, der alte Deich hingegen bricht und das Meer dringt in das Land ein. Augenblicklich macht sich Hauke grosse Vorwürfe, weil er um des Dorffriedens willen nicht auf einer Renovation des alten Deiches bestanden hat und schreibt sich den Deichbruch selber zu. Hauke erträgt diese Schuld nicht und stürzt sich deshalb zusammen mit seinem Schimmel in die alles verschlingenden Fluten. Doch auch nach seinem Tod findet er keine Ruhe. Jedesmal wenn Gefahr vom Meer ausgeht, erscheint er als geisterhafter Schimmelreiter und warnt so die Menschen. Was sich an und für sich nach einer spannenden Geschichte mit einem gewissen Gruselfaktor anhört, ist in Wahrheit leider nicht ganz so packend. Theodor Storms Sprache ist für den heutigen Leser leider nur schwer zugänglich, was schlussendlich die ganze Geschichte in einem schlechten Licht erscheinen lässt. Die Charaktere bleiben einem seltsam fremd und nicht immer kann man ihre Handlungen nachvollziehen. Besonders bemerkbar macht sich dies in der Liebesgeschichte zwischen Hauke Haien und Elke Volkerts, die kaum lebloser und weniger leidenschaftlich sein könnte. Manche Leser stört dies vielleicht nicht besonders, aber wer Wert auf psychologisch fein gezeichnete und nachvollziehbare Figuren legt, wird nicht glücklich werden mit diesem Buch. Mir persönlich ist jedenfalls nicht ganz klar, weshalb dieses Buch einen doch einigermassen prominenten Platz in der deutschen Literaturgeschichte einnimmt. Fairerweise muss man sagen, dass es durchaus ausgeklügelte schriftstellerische Kniffe wie etwa die doppelte Rahmenhandlung enthält. Darüber hinaus ist aber nicht viel besonderes an dem Buch.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Schimmelreiter" von Theodor Storm

    Der Schimmelreiter

    orangenmaedchen

    Inhalt: Der junge Hauke Haien ist ein ganz besonderes Kind. Anstatt mit Gleichaltrigen zu spielen, ist er fasziniert vom Meer und den Deichen. Schon als Heranwachsender beschäftigt er sich täglich mit Büchern zum Deichbau, stellt Berechnungen an und träumt davon, später einmal selber Deiche bauen zu dürfen. Als junger Erwachsener tritt er in den Dienst des Deichgrafen und unterstützt diesen tatkräftig bei seinen Geschäften. Dabei verliebt er sich in dessen Tochter Elke. Als der alte Deichgraf stirbt, nimmt er dessen Tochter zur Frau und wird sein Nachfolger. Ab diesem Tag widmet er sich voll und ganz der Planung und dem Bau eines neuen Deiches, stößt dabei jedoch auch auf Widerstand aus der Bevölkerung. Wird Hauke Haien es trotzdem schaffen, die Küstenbewohner vor den Sturmfluten der Nordsee zu beschützen? Meinung: Eigentlich lese ich selten Klassiker, aber „Der Schimmelreiter“ hat mich schon in meiner Schulzeit fasziniert. Die meisten Bücher vergangener Jahrhunderte sind eher zäh und man kommt nur schleppend voran, Storms Werk jedoch finde ich verhältnismäßig einfach zu lesen. Die Sprache ist sehr bildlich, beim Lesen bekomme ich immer das Gefühl, dass ich gerade selber auf einem Deich an der stürmenden Nordsee sitze und das ganze Geschehen beobachten kann. Die Geschichte ist so echt und real, man kann sich wichtig gut in die damalige Zeit und Situation hineinversetzen. Auch Hauke Haien als Person hat mich fasziniert. Wie sehr er sich schon in Kindheit/Jugend für den Deichbau begeistern kann und mit welcher Gründlichkeit, aber auch Passion er sich als Erwachsener seinem Amt als Deichgraf widmet, ist beeindruckend, aber auch fast schon ein Stück weit beängstigend. Die Geschichte vereint die verschiedensten Facetten. Spannung gepaart mit Aberglaube und Mystik, aber auch die Ängste und Sorgen der damaligen Zeit und nicht zuletzt die zarten Gefühle zwischen Hauke und Elke. Fazit: Ein absolut lesenswerter Klassiker, den ich jedes Jahr im Herbst bei tosendem Sturm und Regen aus dem Bücherregal hole und bei einer Tasse Tee genieße.

    Mehr
    • 4
  • ein lesenswerter Klassiker

    Der Schimmelreiter

    itwt69

    31. December 2013 um 12:35

    Die Geschichte des Deichgrafen Hauke Haien und dessen Schicksal ist ein interessanter und lesenswerter Klassiker, der den Kampf des Menschen gegen die Urgewalten des Meeres widerspiegelt und vom Aberglauben der Menschen erzählt.

  • Klassiker

    Der Schimmelreiter

    andischmidt

    05. September 2013 um 21:09


    In der Schule war das Buch eher mein Todfeind.
    Interessanterweise gewinnt die alte Sprache mit dem alter des Lesers.
    Nicht umsonst ist es eine der Lieblingsgeschichten von Thomas Mann.

  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks