Auch unter den Nazis gab es Personen, die noch menschlich waren, zumindest halbwegs. Aus der Sicht eines KZ-Häftlings erzählt, der sein Verhalten den abstrusen Vorstellungen der Aufseher anpasste und dadurch überlebte.
Theres Moser
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Sechs grandiose Erzählungen von Jordi Puntí: Die erste handelt von der Süße der Erinnerung – da versucht ein Paar seine wilden Sexeskapaden in den Bungalows am See nach zehn Jahren aufleben zu lassen und scheitert; die folgenden handeln vom notdürftigen Ersatz, welche eine verlorene Liebe verursacht; von nicht ausgelebten Träumen und erotischen Albträumen; von den Spielereien einer gelangweilten spanischen Oberschicht und von der Schwärmerei für unerreichbaren Luxus (die Putzfrau und ihr junger Lover vergnügen sich im Penthouse ihres Auftraggebers).
Aber was hier vielleicht so banal klingen und uns allen bekannt vorkommen mag, wird bei Puntí zu einem wahren Lesevergnügen - dazu trägt in erster Linie seine Sprache bei. Wie ein Geologe blickt er hinter die oberflächliche Harmonie und entblättert die Schichten des Zusammenlebens, zeigt seine Fragilität in der Entfernung und führt uns damit die Mittelmäßigkeit der Liebe vor.
Der katalanische Autor konzentriert sich dabei in jeder Geschichte auf ein Paar und geschickt verknüpft er die Figuren wie im eigenen Freundeskreis miteinander und lässt sie mehrmals auftauchen (von Hauptfigur zur Randfigur und umgekehrt).
Ich bin begeistert von der genauen, augenzwinkernden, humorvollen und bilderreichen Sprache, die mit Leichtigkeit daher kommt - vor allem aber ist Jordi Puntí ein Meister der Metapher. Und zwar richtig gute, die Sie langsam im Gehirn schmelzen lassen sollten.
Wärmste Leseempfehlung für "Erhöhte Temperatur"!
5 befreundete Menschen führen ein unbeschwertes Leben, bis eine von Ihnen tot in einem Teich aufgefunden wird. Kommissar Dávila beginnt mit seinen Ermittlungen, dabei wird ein ganz neues Licht auf die gemeinsamen Verbindungen geworfen.
In diesem kleinen Büchlein geht es gar nicht so sehr um die Auflösung des Mordes, es stellt also keinen Krimi im eigentlichen Sinne dar. Es geht mehr um die unterschiedlichen Beziehungen der Freunde untereinander, das Leben der Einzelnen, das auf der einen Seite von Reichtum und Langeweile geprägt ist, auf der anderen Seite gefüllt ist mit Liebschaften und Betrug.
Wäre das Buch dicker gewesen, hätte ich es vermutlich abgebrochen, denn mit dem Sprachstil bin ich gar nicht gut klar gekommen. Umständlich und immer wieder abschweifend war es für mich schwer, den roten Faden nicht zu verlieren. Dabei bleiben die Charaktere dennoch kühl und wenig tief, keiner ist mir wirklich sympathisch. Spannung entsteht – wenn man es denn so bezeichnen will – erst auf den letzten Seiten mit der Auflösung des Verbrechens, aber auch dieses Finale kann meine Meinung zu dem Buch nicht wirklich bessern. Leider von mir nur 2,5 Sterne.
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