Cerys, der Ruf der Rebellen, ist der Auftakt einer High-Fantasy Reihe, die von einer Jungautorin aus Deutschland geschrieben wird.
Inhalt:
In dem großen verlorenen Reich, überfallen Magier die kleine Stadt Eschenbach. Ohne Rücksicht auf Verluste werden Kinder und eine Gruppe von Stadtbewohnern von den Magiern verschleppt und machen sich gezwungenermaßen auf eine unbekannte Reise zu einem unbekannten Ziel. Niemand der betroffenen weis warum sie entführt wurden, aber die Angst der Legenden sitzt ihnen im Nacken.
Gleichzeitig wird Rhenawen widerwillig ein magisches Artefakt zugespielt, welches sie den Rebellen übergeben soll. Trotz all ihrem Hass auf die Magier, schließt sie sich der seltsamen Gruppe an und gemeinsam müssen sie vielen Hürden und Gefahren trotzen sowie sich den politischen Intrigen stellen, um ihr Ziel zu erreichen. Aber wird das auch gelingen?
Meine Meinung:
Theresa Eisner hat mit dieser Geschichte eine neue Welt erschaffen, in der man auf einigen Ebenen Parallelen zu unserer Realität ziehen kann, aber die auch jedes nur erdenkliche mythologische, fantastische und magische Wesen sein zu Hause nennt. Allerdings auf eine so gekonnte Art und Weise, das jedes Wesen seinen eigenen Platz und Raum hat sich zu entfalten, ohne sich mit einem anderen in die Quere zu kommen. Die Daseinsberechtigung jedes Einzelnen wird durch ihre charakteristische Erzählweise und Darstellung nur umso mehr gefestigt. Sie werden gekonnt in Szene gesetzt und hauchen den einzelnen Sequenzen leben ein.
Durch die Darstellung der Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen einzelner Charaktere kommt man den Figuren sehr nahe, was ich als sehr wichtig für eine solch komplexe Geschichte halte. Man erlebt ihre Gedanken, Gefühle, aber auch Ängste emotional mit. Meiner Meinung nach hätte man, um in die Geschichte einzusteigen, auch mit weniger Sichtweisen starten können, aber es tut der Geschichte keinen Abbruch. Der Spannungsbogen wird immer wieder aufgebaut und hält sich dann konstant über den einzelnen Handlungen.
In der Geschichte gibt es sehr viele Andeutungen auf Handlungen, die wahrscheinlich im weiteren Verlauf der folgenden Bände geklärt werden sollen, dennoch fand ich es für meinen Geschmack zu viele ungelöste Fragen für einen ersten Band. Die Spannung auf diese Weise zu erhöhen ist gut, allerdings etwas unbefriedigend, wenn zu viele ungelöste Rätsel und Andeutungen nach Beenden des Buchs bleiben.
Alles in allem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ich fand den Einstieg in diese Welt sehr gelungen. Einigen Charakteren bin ich näher gekommen als den anderen, und freue mich sehr auf den zweiten Band, um deren Geschichte weiter zu verfolgen und Antworten auf die offenen Fragen zu finden.


