Theresa Hannig Die Optimierer

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Inhaltsangabe zu „Die Optimierer“ von Theresa Hannig

EIN PREISGEKRÖNTES DEBÜT! Ausgezeichnet mit dem Stefan-Lübbe-Preis ... Im Jahr 2052 hat sich die Bundesrepublik Europa vom Rest der Welt abgeschottet. Hochentwickelte Roboter sorgen für Wohlstand und Sicherheit in der sogenannten Optimalwohlökonomie. Hier werden alle Bürger von der Agentur für Lebensberatung rund um die Uhr überwacht, um für jeden Einzelnen den perfekten Platz in der Gesellschaft zu finden.

Samson Freitag ist Lebensberater im Staatsdienst und ein glühender Verfechter des Systems. Doch als er kurz vor seiner Beförderung beschuldigt wird, eine falsche Beratung erteilt zu haben, gerät er in einen Abwärtsstrudel, dem er nicht mehr entkommen kann. Das System legt alles daran, ihn zu optimieren ... ob er will oder nicht.

Genial! Es wird eine klare Nachricht übermittelt und auch konsequent durchgezogen. Hier wird garantiert jeder zum Nachdenken angeregt! :)

— MiniMixi

Wow! Ich hoffe, so wird unsere Zukunft NICHT aussehen!

— Blubb0butterfly

Großartiger Roman, der eine erschreckende “neue Welt“ beschreibt!

— Glitzerhuhn

Eine mögliche Zukunft, erschreckend realistisch.

— dieschmitt

Sehr guter Debütroman!

— xine48

Eine erschreckende, faszinierende Dystopie, die auf ganzer Linie überzeugt!

— Lovely_Lila

Ein Pageturner

— raveneye

Eine wahnsinnig gute Dystopie (und so vieles mehr), die mich vom Hocker gerissen hat. Brillant!

— killmonotony

Ein unterhaltsames Zukunftsszenario, das Lust auf eine Fortsetzung macht

— milkysilvermoon

verstörende und unglaublich spannende Zukunftsvision

— Lesewunder

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  • „Die Optimierer“ von Theresa Hannig

    Die Optimierer

    Blubb0butterfly

    13. November 2017 um 16:27

    EckdatenBastei Lübbe VerlagScience Fiction10 €ISBN: 978-3-404-20887-6Roman2017304 SeitenCoverEs erinnert mich irgendwie an Pixels. Es hat auf jeden Fall etwas mit Computern und Technik zu tun, auch aufgrund des Titels.Inhalt Die perfekte Gesellschaft – oder der größte Albtraum?Im Jahr 2052 hat sich die Bundesrepublik Europa vom Rest der Welt abgeschottet. Hochentwickelte Roboter sorgen für Wohlstand und Sicherheit in der sogenannten Optimalwohlökonomie. Hier werden alle Bürger von der Agentur für Lebensberatung rund um die Uhr überwacht, um für jeden Einzelnen den perfekten Platz in der Gesellschaft zu finden.Samson Freitag ist Lebensberater im Staatsdienst und ein glühender Verfechter des Systems. Doch als er kurz vor seiner Beförderung beschuldigt wird, eine falsche Beratung erteilt zu haben, gerät er in einen Abwärtsstrudel, dem er nicht mehr entkommen kann. Das System legt alles daran, ihn zu optimieren – ob er will oder nicht…AutorinTheresa Hannig wurde 1984 in München geboren. Sie studierte Politikwissenschaften, Philosophie und VWL und arbeitete als Softwareentwicklerin, Beraterin für IT-Sicherheit und als Projektmanagerin von Solaranlagen. Mit ihrem Debütroman Die Optimierer gewann sie 2016 den Stefan-Lübbe-Preis. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von München.MeinungIch habe vorher noch nie etwas von der Autorin gelesen oder gehört, aber sie scheint auch ein aufstrebender Stern am Himmel zu sein. ;) Nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich durchaus verstehen, weshalb es einen Preis erhalten hat. Und das tue ich nicht bei jedem Buch, aber das liegt wohl an den verschiedenen Geschmäckern. ^^Die Autorin schafft es, in ihrem Erstlingswerk eine beängstigende Welt zu schaffen, die in naher Zukunft durchaus denkbar wäre. Dieses Szenario wäre aber für mich grauenhaft. Überwachung von allen Seiten. Vorbestimmung des Arbeits- und Lebensweges und dergleichen. Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an, vor allem über das, was heutzutage falsch läuft und wie man es verbessern könnte. Jedenfalls ist die beschriebene „Lösung“ hier keine, die ich freiwillig wählen würde.Ich musste nach dem Lesen erstmal das Gelesene sacken lassen. Es war doch sehr viel auf einmal und das Ende fand ich irgendwie etwas seltsam und offen. Aber nachdem ich alles gelesen hatte, ergaben die letzten Kapitel doch etwas Sinn, aber es war nicht das Ende, was ich mir irgendwie erhofft hatte, aber es passte.Mich ängstigt die Vorstellung, dass wir irgendwann von Robotern beherrscht werden, wie hier im Buch angedeutet wird. Das wäre für mich der Untergang der Menschheit.Das Buch ist wirklich gut, vor allem hat mich der flüssige und leicht zu lesende Schreibstil und natürlich die Handlung ans Buch gefesselt.❤❤❤❤ von ❤❤❤❤❤

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  • Großartiger Roman

    Die Optimierer

    Glitzerhuhn

    09. November 2017 um 18:20

    Das Buch Die Optimierer von Theresa Hannig beschreibt eine Welt, die alles auf Optimierung setzt. Dieses wird der Hauptfigur Samson zum Verhängnis.Das Buch ist sehr spannend geschrieben. Es erinnert ein wenig an George Orwells 1985 und Huxleys Schöne neue Welt. Es gibt jedoch viele Parallelen zu unserer heutigen Gesellschaft. Beeindruckend, düster und sehr spannend!Ich kann das Buch sehr empfehlen!

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  • Die Optimierer

    Die Optimierer

    nellsche

    09. November 2017 um 09:37

    Im Jahr 2052 hat sich das Leben gewandelt. Die Bundesrepublik Europa hat sich von dem Rest der Welt gelöst und verfolgt ihr eigenes Ziel des Wohlstands und der Sicherheit in der sogenannten Optimalwohlökonomie. In der Agentur für Lebensberatung werden alle Bürger rund um die Uhr überwacht, damit für jeden der perfekte Platz in der Gesellschaft gefunden werden kann. Ein solcher Lebensberater ist auch Samson Freitag, der von dem System absolut überzeugt ist. Als er jedoch beschuldigt wird, jemandem eine falsche Beratung gegeben zu haben, gerät sein bisheriges Leben komplett aus der Bahn und er gelangt in eine Abwärtsstrudel, aus dem er nicht mehr entkommen kann.Dieser Roman gibt einen sehr realistischen Ausblick auf eine Zukunft, die hoch technologisiert ist und durch intelligente Roboter unterstützt wird. Die Szenarien empfand ich teilweise als sehr erschreckend und ich hatte häufig die Gedanken, dass ich in einer solchen Welt nicht leben möchte. Doch da die Menschen schon heute nach immer ausgefeilter und selbstständig denkender Technik streben und forschen, scheinen die Umstände in diesem Buch nicht undenkbar. Skurril fand ich die Begrüßungsworte der systemtreuen Personen, die nicht „Hallo“ sagten, sondern „Jeder an seinem Platz“. Das sagt irgendwie schon alles aus.Der Hauptcharakter Samson Freitag wird sehr passend zur Geschichte beschrieben. Er ist ein glühender Anhänger des Systems und glaubt ganz fest daran, so dass ihm eine hervorragende Karriere bevorsteht. Als er dann unverschuldet immer weiter abrutscht, seine Sozialpunkte einbüßt und vom System optimiert werden soll, beginnt er, am System zu zweifeln. Ich empfand ihn als realistisch beschrieben, wobei ich ihn anfangs nicht besonders sympathisch fand, eher neutral. Das änderte sich mit der Zeit, als er nicht mehr voll ins System passte, ab da wurde er mir sympathischer.Der Schreibstil war angenehm und das Buch ließ sich daher zügig lesen. Ich konnte schnell in die Geschichte eintauchen und mir alles sehr gut vorstellen.Das Ende war überraschend und ich bin bereits jetzt auf die Fortsetzung gespannt.Dieser Roman gibt interessante Einblicke in eine Zukunft, die von hochintelligenter Technik und von menschlich aussehenden Robotern geprägt ist. Ich wurde prima unterhalten und vergebe 4 von 5 Sternen.

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  • Eine mögliche Zukunft, erschreckend realistisch.

    Die Optimierer

    dieschmitt

    07. November 2017 um 21:59

    Zum Inhalt: Die Leser befinden sich in der Zukunft. Im Jahr 2050 herscht eine Gesellschaft in der alles durchstrukturiert ist. Der gläserne Bürger ist längst Realität. Schöne neue Welt, in der jeder seinen Platz hat, oder etwa nicht?   Meine Meinung: Die Optimierer zeigen für mich eine Zukunft, die möglich ist. So wie es damals George Orwell in 1984 schon gezeigt hat. Das Buch zeigt aber eine andere Perspektive und ist in keinem Fall ein Abklatsch dieses Buches, sondern steht für sich mit seinen Ideen und deren Fortschreibung. Die Menschen leben so, dass es dem Wohle der Gesellschaft förderlich ist.   Die Autorin greift in ihrem Buch ein Thema auf, das momentan sehr aktuell ist, es geht um die Digitalisierung und um künstliche Intelligenz. In einem sehr anschaulichen, detaillierten und sehr gut lesbaren Schreibstil führt sie die Leser an der Seite von Samson, der Hauptfigur des Buches, durch Deutschland im Jahr 2050. Samson Freitag ist begeistert von dem Gesellschaftssystem in dem er lebt und treuer Verfechter dessen. Er ist überzeugt davon in der einzig wahren Gesellschaft zu leben und steht linientreu hinter dessen Überzeugungen. Sein Leben dreht sich darum in diesem System aufzusteigen. Hierfür tut er alles Nötige, und sieht dies als wichtig und notwendig an.   Die Autorin schafft es in ihrem Buch sehr überzeugend darzustellen, dass dieses System durchaus Wirklichkeit werden kann. Ich hatte immer wieder die Assoziation zum gläsernen Bürger, genau dieses Bild treibt das Buch für mich auf die Spitze. Ich bekam Gänsehaut dabei, denn in einer solchen Gesellschaft möchte ich nicht leben. Für mich spiegelt diese Gesellschaft eines wider. Es wird einem gesagt was richtig und was falsch ist und man folgt einfach diesen Regeln. Eigenes denken, oder Abweichung von der Norm ist nicht nur unerwünscht, sondern wird hart bestraft.   Samson finde ich eine tragische Figur. Ich kann ihn nicht wirklich sympathisch finden, denn er hinterfragt erst, als er selbst quasi in Ungnade fällt und nicht mehr von dem System profitieren kann. Eine erschreckende Gesellschaft, die nicht allzuweit von der (zukünftigen) Wirklichkeit entfernt sein könnte und deshalb schauderhaft realistisch zu lesen ist. Ein sehr gut geschriebenes Buch, das mich gut unterhalten hat, mich im Nachgang aber ziemlich nachdenklich zurück lässt. Das sehe ich aber positiv, da man durch Nachdenken eher Dinge und Entwicklungen hinterfragt. Fazit: Eine mögliche Zukunft, erschreckend realistisch. Meine Leseempfehlung.

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  • Leserunde zu "Die Optimierer" von Theresa Hannig

    Die Optimierer

    Theresahannig

    Liebe Leute, ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr an der Leserunde zu meinem Debütroman "Die Optimierer" teilnehmt. Es gibt 15 Bücher. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ich bin schon gespannt auf Eure Kommentare und Rezensionen. Wenn Ihr Fragen habt, immer her damit!Viele GrüßeTheresa HannigPS: Danke an Forti für den Hinweis (es heißt mahlen und nicht malen) !EDIT: Eigentlich sind jetzt die 15 voll... aber man weiß ja nie. Wenn sich jetzt noch Leute bewerben, die es ernst meinen, kann ich den Verlag bitten, noch ein paar Exemplare mehr zu verschicken. Vielleicht schreibt Ihr einfach dazu, warum der Verlag bei Euch eine Ausnahme machen sollte :)------------EDIT: 03.10.17Liebe Leute,ich bin begeistert! Mit so viel Resonanz hatte ich gar nicht gerechnet. Ich danke Euch vielmals für Eure Bewerbungen!Wie versprochen, habe ich die 15 schnellsten Bewerbungen ausgewählt und die Adressen dem Verlag geschickt. Ich habe außerdem darum gebeten, noch ein paar Exemplare mehr zur Verfügung zu stellen. Jetzt ist heute natürlich Feiertag - also frühestens morgen bekomme ich Bescheid.Wenn ich dann weiß, ob/wie viele Rezensionsexemplare noch verschickt werden können, schreibe ich die entsprechenden Leute persönlich noch einmal an. Bitte seid nicht enttäuscht, wenn Ihr dieses Mal nicht dabei sein könnt. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal!Ich freue mich über Euer Interesse und bin schon sehr gespannt auf Euer Urteil. Bei Fragen oder Anregungen könnt Ihr mich immer gerne kontaktieren!Viele Grüße und einen schönen Der Tag der Deutschen Einheit!Theresa Hannig

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  • Theresa Hannig's "Die Optimierer"- eine erschreckend mögliche Zukunft für uns alle?

    Die Optimierer

    xine48

    05. November 2017 um 12:35

    Samson Freitag lebt im Jahr 2052 in einem Staat, der seine Bürger von hinten bis vorne überwacht. Durch eine Kontaktlinse im Auge ihrer Bürger können sie jeden Schritt überwachen und jede Handlung nachvollziehen. Samson ist vollkommen überzeugt vom Staat und seiner Überwachung und ist ein gut integrierter Bürger. Er ist Lebensberater und geht mit Freude seinem Job nach. Bis ihm eines Tages vorgeworfen wird, dass er eine falsche Beratung erteilt hat. Seit dem gleicht sein Leben einem Abwärtsstrudel, alles an was er je geglaubt hat muss er auf einmal in Frage stellen, dabei wollte er doch nur ein guter Bürger mit vielen Sozialpunkten sein!Meine Meinung:Das Cover ist sehr auffällig und weist gleich auf einen Technikbezug hin. Gelb und schwarz als Kombination gefallen mir jetzt nicht so gut, ich finde aber, dass das Cover perfekt zum Buch und seinem Inhalt passt.  Der Titel ist auch perfekt zum Buch gewählt, verrät aber zum Glück nicht so viel.Zu den Charakteren muss ich sagen, dass es sich hierbei nicht wirklich um liebenswerte Personen handelt, mit denen man sich gut identifizieren kann. Man bleibt immer zu diesen doch sehr "überspitzten" Personen auf Distanz, was aber glaube ich von der Autorin beabsichtigt war. Gerade Samson mit seiner Systemtreue und seinen Macken, wird mir nicht richtig sympathisch, aber ich finde er ist eine gute Figur. Ich kann ihn verstehen und in dem Kontext in dem er lebt ergeben seine Handlungen Sinn.  Auch die weiteren Nebenfiguren sind mehr fehlerhaft als perfekt und machen das Buch daher nur noch realistischer. So ein Buch aus der Perspektive eines Unterstützers zu schreiben war meiner Meinung ein genialer Schachzug der Autorin, es war ganz einfach mal ein anderer Blickwinkel. Das System wirkte daher nicht nur schwarz und schlecht, sondern ich konnte auch durchaus nachvollziehen warum Samson so gerne dort gelebt hat. Die Handlung war gut nachvollziehbar geschrieben, sie hatte ihre Höhen und Tiefen. Gerade bei dem ein oder anderen Tiefpunkt fühlte ich wirklich mit mit Samson. Nur zum Ende hin war ich ein wenig verwirrt was denn gerade passiert und wo wer ist. Da ging dann leider alles ein bisschen schnell. Theresa Hannig schreibt sehr schön ohne unnötige ich nenne es mal Schnörkel. Alles wirkt sehr klar und sauber formuliert, passend zu der Welt in dem ihr Buch spielt, da war auch immer alles sehr geordnet und durchschaubar. Zum Ende hin gab es die ein oder andere Überraschung die man als Leser nicht erwartet und man sitzt einen kleinen Moment mit offenen Mund vor seinem Buch (Nach dem Motto: " Nein, dass ist jetzt nicht wirklich passiert").  Positiv ist auch noch anzumerken, dass Frau Hannig sich wirklich eine ganzes System ausgedacht hat, dass sich an sich logisch verhält. Es gibt keine Logikfehler und ich hatte immer das Gefühl, dies könnte durchaus einmal Realität werden. Ich hoffe natürlich das Gegenteil und das wir Menschen noch einmal die Kurve kriegen.Fazit:Ein sehr gelungnes Debüt von Theresa Hannig, die eine erschreckende optimierte Gesellschaft so realistisch zeichnet, dass man sich als Leser wirklich vor ihr fürchtet. Auch Handlung und Charaktere sind flüssig und ausgearbeitet geschrieben. Nur zum Ende hin war ich ein klein wenig verwirrt, daher der eine Punkt Abzug.  Für Fans von George Orwell's 1984 ein wahres Muss!

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  • Ein tolles Dystopiedebüt und nah an der Realität...

    Die Optimierer

    Ayda

    03. November 2017 um 20:59

    Inhalt:Das Buch ist eine Dystopie und erzählt und wie Deutschland im Jahr 2052 sein könnte und in einer Optimalökonomie lebt. Das System funktionert so,dass es für jeden Menschen einen angepassten Beruf gibt und man dem Staat dient. Wir lernen Samson Freitag kennen,der als sog. Lebenberater arbeitet . Am Anfang läuft alles genau so wie er es sich vorstellt,jedoch geschehen imme mehr Dinge in seinem Leben, seine Freundin verlässt ihn,seine Eltern sind gegen das System und Samsons Welt gerät so langsam aus den Fugen...Meine Meinung:Die Geschichte liest sich gut und flüssig weg und für ein Debüt ist es wirklich sehr intelligent geschrieben. Die Autorin hat ganz viele aktuelle Dinge,die uns betreffen,mit in die Geschichte eingebaut wie z.B. Kontrolle und Überwachungsstaat, Digitalisierung,bedingungsloses Grundeinkommen,brauchbare und nichtbrauchbare Menschen,Einsatz von Robotern sowie Sichere Grenzen und schön abgeschirmt. Der Verzehr von Fleisch ist übrigens in diesem System absolut verboten und wird bestraft.Die Idee zu der Geschichte ist sehr interessant,ich könnte mir das Ganze auch gut als Verfilmung vorstellen. Auch wenn ich das Buch "Der Circle" noch nicht gelesen habe, kann ich mir vorstellen,dass es in eine ähnliche Richtung geht. Samson als Figur ist mir allerdings nicht so sympathisch gewesen,irgenwie wurde ich nicht warm mit ihm auch wenn er mir manchmal sogar etwas leid tat. Die Atmosphäre im Buch war gut aber die Beschreibungen von der Umgebung,bis auch die Autos, haben mir etwas gefehlt,da hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Ein sehr interessante,spannende und abgefahrene Geschichte,die auf 300 Seiten sehr gut unterhalten hat. Von mir 4,5 Sterne!Autorin:Theresa Hannig wurde 1984 in München geboren. Sie studierte Politikwissenschaft, Philosophie und VWL und arbeitete als Softwareentwicklerin, Beraterin für IT-Sicherheit und als Projektmanagerin von Solaranlagen. Mit ihrem Debütroman Die Optimierer gewann sie den Stefan-Lübbe-Preis 2016. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von München.https://theresahannig.de/(Quelle: www.luebbe.de)

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  • Vernetzt

    Die Optimierer

    raveneye

    01. November 2017 um 17:12

    Samson Freitag fühlt sich wohl in seinem Leben, das er optimal an die Optimalwohlökonomie angepasst hat. Doch dann passiert etwas, was er nicht hat kommen sehen.Das Cover ist in schwarz und gelb gehalten und durch seine Gestaltung fällt es schnell ins Auge.Der Leser wird durch die Augen Samsons mitgenommen in diese Welt, in der alles genauen Richtlinien unterliegt, die es einzuhalten gilt. Und Samson ist ein Paradebeispiel, wenn es darum geht sich an das System anzupassen.Er geht in diesem System auf, und hält es für das Beste was den Menschen passieren konnte. Jeder Mensch bekommt den für ihn passenden Platz zugewiesen und dient dem Staat somit am besten.Ich konnte mich gut in Samsons Gefühlswelt hineinversetzen, auch wenn ich mit seinen Ansichten nicht unbedingt übereinstimme.Auch die anderen Charaktere sind alle gut gezeichnet und wissen auf ihre Art zu überzeugen. Der Schreibstil ist flüssig und ansprechend und hatte mich schnell für sich eingenommen. Wenn man einmal angefangen hat zu lesen, kann man das Buch nicht so schnell wieder aus der Hand legen. Genau wie die Charaktere ist auch das gewählte Setting sehr überzeugent und man kann es bedenkenlos dem Kopfkino überlassen die passenden Bilder zur Verfügung zu stellen.Das Buch beschwört das Schreckgespenst der totalen digitalen Überwachung herauf und präsentiert es dem Leser als Pageturner verpackt. Mich hat es vollkommen überzeugt.

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  • Rezension: Die Optimierer

    Die Optimierer

    killmonotony

    30. October 2017 um 20:58

    Mit „Die Optimierer“ hat Theresa Hannig ein herausragendes Debüt auf Papier gebracht. Es handelt sich um eine Science-Fiction-Dystopie, die bisher nicht aus dem Schatten von Klings „Qualityland“herauskam, was sehr sehr schade ist! Die mit Liebe zum Detail erzählte Geschichte handelt von Samson Freitag, der beruflich Lebensberater ist. Das bedeutet, er trifft Menschen, und anhand derer gesammelter Daten und einem Hauch Gefühl empfiehlt er ihnen einen Job, der zu ihnen passt. Klingt gut, oder? Nur leider darf man in Kontemplation, wenn man nicht besonders für überhaupt einen Job geeignet ist und eigentlich jeder Roboter besser zur Arbeit geeignet ist als man selbst. In der Kontemplation darf man tagein, tagaus seinen Hobbys nachgehen, weil man so der Wirtschaft am meisten nützt. Nur arbeiten gehen darf man nicht. Klingt schon gar nicht mehr soo gut, oder? Samson trifft also für eine junge Dame eine Entscheidung, die ihr leider gar nicht passt, und durch eine Reihe von Verkettungen gerät sein bisher schön geordnetes Leben aus den Fugen: Seine Freundin verlässt ihn, im Job läuft alles drunter und drüber, seine Eltern werden beim mittlerweile illegalen Fleischkonsum (chapeau!) erwischt, und zu allem Übel verträgt er auch die neuen Linsen, die für fast jeden Griff im Alltag nötig sind, nicht. Ohne Linse kann er keine Kommunalautos steuern, nicht auf seine für die Arbeit benötigten Daten zugreifen und nicht mal seine eigene Haustür aufsperren oder einen Fahrstuhl benutzen. Dadurch, dass Samson so auf unglückliche Art vom modernen Leben ausgeschlossen wird, baut sich in ihm eine Wut auf den Staat, auf seinen Job und nicht zuletzt auf Ercan Böser auf, dem er vor Jahren den anscheinend falschen Beruf geraten hat: Politiker. Denn Böser kandidiert nun als Kanzler und droht einige Gesetze an den Mann zu bringen, die Samson gar nicht gefallen. Theresa Hannig hat hier eine wirklich grandiose Dystopie aus dem Ärmel geschüttelt – und vor allem mal eine, die auch plausibel ist! Mit akribischer Detailgetreue lässt sie uns am politischen Weltgeschehen teilhaben und führt galant die Veränderungen ein, die geschehen mussten, um ihre Welt wahrscheinlich zu machen. Das gesamte Wirtschaftssystem wurde umgekrempelt und durch den Einsatz von Robotern kann man nun auf „nichtsnutzige“ Menschen in der Arbeitswelt verzichten. Profitgier und Kapitalismus sind Schlagwörter von gestern, und auch die Wachstumswirtschaft gehört der Vergangenheit an, denn um wachsen zu können, benötigt man Ressourcen, und die sind 2054 noch knapper als heute schon. Eine neue Wirtschaftsform hat den Platz der alten eingenommen: die Optimalökonomie. Der Staat strebt nun nicht mehr nach dem größten Profit, sondern nach dem höchsten Wohl für alle Bewohner. Was in der Theorie gut klingt, hat für Samson verheerende Folgen, denn nach seinem „Fauxpas“ ist er schnell seine Sozialpunkte los, verliert viele Privilegien und auch seinen Lebensstandard. Damit er wieder arbeiten darf und sein früheres Leben wiederbekommen kann, beschließt er, den Politiker zu stürzen, den er aufgrund falscher Informationen einst falsch beraten hat. Doch bevor es so weit kommen kann, passiert noch einiges und Samson landet sogar im Gefängnis… Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.de

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  • Überzeugt auf ganzer Linie

    Die Optimierer

    Lovely_Lila

    30. October 2017 um 14:38

    * Spoilerfreie Rezension! * ~ Ein interessantes, absolut spannendes Debüt, das auf ganzer Linie überzeugt. Theresa Hannigs Zukunftsvision ist ebenso faszinierend wie erschreckend und glänzt mit einer glaubwürdigen, authentischen Hauptperson, mit einem präzisen, flüssigen Schreibstil, mit unerwarteten Wendungen und einem Ende, das es in sich hat. ~ InhaltSamson Freitag ist Lebensberater in der Optimalwohlökonomie – einer neuen Gesellschaftsform, durch die es in den vereinigten Ländern Wohlstand und Sicherheit gibt. Der Preis hierfür ist eine lückenlose Überwachung des Einzelnen und ein System, das alles über jeden Bürger weiß (bis hin zum Liebesleben). Samsons Aufgabe ist es, Menschen den für sie perfekten Platz in der Gesellschaft zuzuweisen. Bisher hat er seine Arbeit gut gemacht, er steht kurz vor der Beförderung. Doch dann wird ihm vorgeworfen, bei einer Beratung einen entscheidenden Fehler gemacht zu haben und von diesem Moment an geht es für ihn bergab – mit unglaublicher Geschwindigkeit.InformationenEinzelband oder Reihe: Band #1 einer Dilogie (Band 2 erscheint voraussichtlich 2019)Erzählstil: Figuraler Erzähler, Präteritum, teilweise Präsens;Perspektive: aus männlicher Perspektive (Samson)Kapitellänge: kurz bis mittel (ca. zwischen 5 und 12 Seiten)Tiere im Buch: ++ Es werden im Buch keine Tiere getötet oder gequält. Es wird in dieser Zukunftsvision sogar kein Fleisch mehr verzehrt. Das Essen von Fleisch steht unter Strafe.Zitate„Samson holte sich einen Kaffee und ging zu den offenen Arbeitsplätzen. […] Fast alle Plätze waren belegt von Beratern, die recherchierten oder Dossiers fertigstellten. Sie alle schienen auf geisterhafte Art abwesend. Natürlich wusste Samson, dass sie konzentriert virtuelle Dokumente bearbeiteten, doch für einen Außenstehenden wirkten sie wie Marionetten, wie Roboter, die alle im gleichen flüsternden Befehlston murmelten und ferngesteuerte Bewegungen vollführten.“ Seite 131Meine MeinungEinstieg & Schreibstil Der Einstieg fiel mir durch den angenehmen Schreibstil leicht. Dennoch braucht die Geschichte etwas, bis sie ins Rollen kommt, weil die Autorin verständlicherweise zuerst ihren Weltenwurf präsentiert und den LeserInnen ein Gefühl für die „schöne neue Welt“ geben möchte. Der Schreibstil ist einfach, prägnant und auf den Punkt. Er lässt sich zudem sehr flüssig und leicht lesen und nutzt immer wieder Metaphern und Symbolik, um wichtige Sachverhalte zu verdeutlichen. Das fand ich sehr gelungen! Gefühle schildert Theresa Hannig zudem eindrucksvoll, mitreißend und intensiv. Das ist eine weitere große Stärke des Buches.Protagonist & PersonenIn der zugehörigen Leserunde fanden viele den Protagonisten Samson nicht allzu sympathisch. Das liegt vor allem daran, dass er als „braver Bürger“ absolut vom neuen Gesellschaftssystem überzeugt ist und die Schattenseiten vor allem am Beginn nicht erkennt. Dennoch: Ich fand ihn von Anfang an eine sehr dreidimensionale, authentische Figur, die ich sehr gerne in der Geschichte begleitet habe. Samson ist eben in einer Welt großgeworden, in der diese technologischen Neuerungen einfach zum Alltag gehören und in der einem in der Schule / Ausbildung eingeimpft wird, dass das vorhandene System nahezu perfekt ist. Ein Mensch, der zu Beginn so "tief drinsteckt", der so überzeugt von dieser Gesellschaftsordnung ist, der wird seine Zeit brauchen, bis er tatsächlich einsieht, dass nicht alles so schön ist, wie gedacht. Und dann wäre es noch einmal ein weiter Weg zur offenen Rebellion. Samsons Charakterentwicklung im Laufe des Buches fand ich überaus gelungen und überzeugend – es gab nicht eine Situation, in der ich sein Verhalten nicht nachvollziehen konnte. Auch seine starken Gefühle (der Verzweiflung, der Angst) wurden sehr greifbar und intensiv geschildert, so dass ich vollkommen in die Geschichte eintauchen konnte.Aber auch die Nebenpersonen, von denen nur sehr wenige eine wichtige Rolle haben, wissen zu gefallen. Auch sie erhalten ihre Stärken und Schwächen, ihre Ängste und Macken. Manche enthüllen sogar Geheimnisse, die man so nie vermutet hätte.Idee & ThemenDie Autorin hat eine sehr interessante, erschreckende Zukunftsvision geschaffen, die mit jeder Seite runder und überzeugender wird. Manche Dinge sind nicht einmal allzu weit hergeholt. In einem System, das jedem seinen Platz zuweist, sind Fehltritte nicht erlaubt. Jedes Abkommen vom zugedachten Weg zieht (teilweise harte) Sanktionen mit sich. Samson wird zu Beginn für ein Vergehen bestraft, für das er nichts kann – und von diesem Moment an geht es für ihn rapide bergab. Erst jetzt merkt er, wie das System, dessen Vorteile er über Jahre genossen hat, mit jenen umgeht, die sich nicht absolut konform verhalten. Robotern kommt eine sehr wichtige Rolle in der neuen Gesellschaft zu – eine Entwicklung, die es tatsächlich (wenn auch vielleicht nicht in diesem Ausmaß) in unserer Zukunft geben könnte. Auch sonst glänzt die Autorin mit vielen eigenständigen, frischen Ideen, die ein sehr gelungenes Gesamtbild ergeben. Es macht beim Lesen sehr viel Spaß, dieses zu erkunden.Die Themen, die behandelt werden, sind vielfältig. Es geht um das blinde Vertrauen in ein System, das angeblich nur das Beste für jeden Menschen will, um das Entdecken von unerwarteten Schattenseiten, um das Ausgrenzen von Menschen und das „therapieren“ dieser, wenn sie den Erwartungen nicht entsprechen oder es wagen, das angeblich optimale System zu kritisieren. Auch die Frage nach der Wahrheit steht immer wieder im Mittelpunkt. AtmosphäreBeim Lesen entfaltet sich eine besondere Atmosphäre: Teilweise erscheint das Buch fast kafkaesk, nicht zuletzt durch den Protagonisten und die seltsamen und unheimlichen Entwicklungen, die die Geschichte stellenweise nimmt. Insgesamt dominiert besonders in der zweiten Hälfte ein Gefühl von Verzweiflung und Misstrauen, weil es Samson unmöglich gemacht wird, wieder in der Optimalwohlökonomie Fuß zu fassen. Aber auch Faszination ist immer wieder vorhanden, sei es wegen der unglaublich hoch entwickelten Roboter oder wegen der tollen Erzählung insgesamt.SpannungAuch wenn die Geschichte nicht superspannend beginnt: Die Spannung baut sich mit jeder Seite mehr auf, wird anschließend konstant hoch gehalten und mündet in einem fantastischen Ende, das mich mehr als begeistern konnte. Immer wieder gibt es völlig unerwartete Wendungen, die das Lesen zum Genuss machen. Mein FazitEin interessantes, absolut spannendes Debüt, das auf ganzer Linie überzeugt. Theresa Hannigs Zukunftsvision ist ebenso faszinierend wie erschreckend und glänzt mit einer glaubwürdigen, authentischen Hauptperson, mit einem präzisen, flüssigen Schreibstil, mit unerwarteten Wendungen und einem Ende, das es in sich hat.Der zweite Teil, der laut Autorin 2019 erscheinen soll, ist für mich Pflichtlektüre! Empfehlung: Für Fans von Dystopien und Science Fiction (noch) ein echter Geheimtipp!BewertungIdee: 5 Sterne ♥Ausführung: 5 Sterne Schreibstil: 5 Sterne Personen: 5 Sterne ♥Hauptperson: 5 Sterne ♥Spannung: 5 Sterne Regt zum Nachdenken an!Insgesamt:❀❀❀❀❀♥Dieses Buch erhält von mir fünf verdiente Lilien, ein Herz und somit den Lieblingsbuchstatus!

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  • Jeder an seinem Platz

    Die Optimierer

    milkysilvermoon

    30. October 2017 um 11:25

    Die Bundesrepublik Europa (BEU) im Jahr 2052: Samson Freitag ist Lebensberater und ein überzeugter Befürworter der Optimalwohlökonomie, in der Menschen nicht mehr für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen und für jeden der ideale Platz gefunden werden soll. Es gibt Frieden, Wohlstand und Sicherheit in einer hochtechnisierten Gesellschaft. Allerdings muss dafür ein hoher Preis gezahlt werden: Überwachung rund um die Uhr, Abschottung vom Rest der Welt und eine Einschränkung der Freiheit des Einzelnen. Diese Schattenseiten werden Samson aber erst klar, als er von einem mustergültigen Bürger zum verachteten Mitglied der Gesellschaft degradiert wird. Kurz vor seiner Beförderung wird er beschuldigt, falsch beraten zu haben, und gerät damit in eine Abwärtsspirale. Das System tut alles, um auch ihn zu optimieren - ob er will oder nicht.Mit „Die Optimierer“ ist Theresa Hannig ein preisgekrönter Debütroman gelungen.Meine Meinung:Der Einstieg in die Geschichte und die Einführung in diese Welt der Zukunft sind der Autorin geglückt. Stück für Stück lernt man anhand von Beispielen unterschiedliche Lebensbereiche kennen und kann sich das System, das die komplette Kontrolle hat, gut vorstellen. Je weiter man liest, desto mehr treten die zunehmende Autorisierung, die Überwachung durch den Staat und die Einschränkungen zutage. Es wird ein beängstigendes, aber nicht allzu unrealistisches Zukunftsszenario dargestellt. Es gelingt, anschaulich zu zeigen, wie brutal und gnadenlos gegen Leute vorgegangen wird, die sich nicht konform verhalten. Auch Kritik an unserer heutigen Gesellschaft und aktuellen Themen wird deutlich. Dadurch wird die Lektüre nicht nur kurzweilig und spannend, sondern stimmt auch nachdenklich.Der Hauptcharakter, Samson Freitag, wirkt - vor allem in den ersten Kapiteln - nicht besonders sympathisch. Mir fiel es gerade anfangs schwer, mir ihn bildlich vorzustellen. Im Verlauf der Geschichte wird aber klar, woran das liegt. Vor diesem Hintergrund ist die Figur authentisch dargestellt.Die Handlung war für mich insgesamt gut nachvollziehbar. Meine Befürchtung, dass es im Buch zu viele Parallelen zu anderen Dystopien beziehungsweise Utopien gibt, hat sich nicht bestätigt. Die Geschichte kann mit neuen, kreativen Ideen überzeugen. Auch der überraschende Schluss ist nach meiner Ansicht stimmig.Der Schreibstil ist sehr flüssig, sodass sich die Geschichte angenehm lesen ließ. Auch sprachlich habe ich nichts auszusetzen.Mein Fazit:Der Autorin ist ein unterhaltsames Zukunftsszenario gelungen, das Lust auf eine Fortsetzung macht.

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  • Beklemmende Zukunftsvision

    Die Optimierer

    Lesewunder

    29. October 2017 um 17:38

    Normalerweise bin ich - Durchschnittsleser - eher skeptisch, wenn ein Buch mit einem Preis ausgezeichnet wird. Bei dieser Lektüre wurde ich eines besseren belehrt. Das Buch hat den preis völlig zu Recht bekommen.Die Geschichte spielt im Jahr 2052, also eine nicht allzu weit entfernte Zukunft. Der Staat kümmert sich um sämtliche Belange seiner Bürger. "Jeder an seinen Platz" ist das Ziel. Um dies zu erreichen, wird jeder permanent überwacht bis hinein in die intimsten Details seines Lebens. Samson Freitag ist Lebensberater. Er sorgt dafür, dass jeder Bürger die Aufgabe bekommt, für die er am besten geeignet ist und der Gesellschaft am meisten dient . Samson ist zufrieden. Es geht ihm gut. Er sammelt fleißig Sozialpunkte und stellt das System nicht in Frage. Das ändert sich jedoch ganz plötzlich, als sich eine junge Frau, die er beraten hat, umbringt. Samson verliert auf einen Schlag einen großen Teil seiner Sozialpunkte, die seine soziale Stellung definieren. Es folgt die soziale Ausgrenzung, da jeder im Internet auf  seinen Sozialpunktestand aufmerksam gemacht wird, der ihn als Asozialen ausweist. Samson kann sich seinen Absturz nicht erklären. Er reagiert aggressiv auf die ständige Überwachung die Übernahme wichtiger Aufgaben durch Roboter, die man kaum noch von Menschen unterscheiden kann. Als er in ein Umerziehungslager deportiert werden soll, wendet er sich hilfesuchend an eine Widerstandsgruppe.Die Autorin entwirft das Bild einer Gesellschaft der vollkommenen Überwachung und in der Roboter eine steigende Zahl von Aufgaben übernehmen. Abweichendes verhalten wird zum Wohle der Gemeinschaft sofort und rücksichtslos bestraft. Die Hauptfigur Samson Freitag ist nicht wirklich sympathisch, das er auch während seines sozialen Absturzes das System an sich nicht in Frage stellt.Was für mich erschreckend war, ist, dass viele der im Roman aufgezeigten Möglichkeiten der Überwachung und Reglementierung , bereits heute in Ansätzen vorhanden sind.Für mich ist der Roman ein Warn- und Weckruf sensibler mit den eigenen Daten umzugehen und technische Entwicklungen in Hinblick auf eine soziale Gesellschaft zu hinterfragen.

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  • Geniales Debüt von Theresa Hannig!

    Die Optimierer

    66jojo

    26. October 2017 um 17:24

    RezensionMit dem Stefan Lübbe Preis 2016 ausgezeichnet, doch verdient das Debüt von Theresa Hannig diesen Preis wirklich?In die Optimierer dreht sich alles um Samson, welcher ein perfekter Bürger sein möchte. Egal ob Korrekturvorschläge oder freiwilligen Arbeit, Samson ist zur Stelle. Natürlich verfolgt er damit ein Ziel; Beförderung in seinem Beruf als Lebensberater. Doch kurz vor seiner Beförderung erfährt er, bringt sich seine letzte letzte Kundin um. Grund dafür ist eindeutig Samson’s Lebensberatung. Eigentlich hat Samson nur seinen Beruf getan und plötzlich verliert er, obwohl er alles richtig gemacht hat, seine Stellung in der sozialen Gesellschaft. Doch als würde das noch nicht reichen, wird er plötzlich für alles und nichts bestraft, obwohl er weiterhin versucht alles richtig zu machen. Was steckt wirklich hinter dem Optimierungssystem des Staates? Was passiert, wenn man tagtäglich überwacht wird? Was geschieht, wenn Roboter immer mehr Berufe übernehmen und man nicht mal mehr zwischen Roboter und Mensch unterscheiden kann?Ein fast schon gruselig reales Buch. Theresa Hannigs Debüt Roman zeichnet eine zukünftige Welt, welche einem so real und möglich erscheint, dass ich beim lesen manchmal fast schon Angst bekommen habe. Samson’s Geschichte ist bloss ein Beispiel dafür, was geschieht, wenn wir aufhören Dinge zu hinterfragen und alles akzeptieren. Ebenso Roboter, welche in «die Optimierer» als etwas völlig normales angesehen werden und ich mich irgendwann gefragt habe: ist es möglich, dass ich irgendwann durch einen Roboter ersetzt werde?Samson Freitag überzeugt zu Beginn nicht mit Sympathie und nervt mit seiner überfreundlichen Art fast schon. Sein Glaube an das System der Optimierung und Überwachung ist fast schon beängstigend, doch nach seinem sozialen Absturz, beginnt er sich eigene Meinungen zu bilden und wird plötzlich ein interessanter Protagonist, welcher mich als Leser mit seinen Gedanken, selbst zum Denken angeregt hat. Die Handlung gefiel mir ebenfalls sehr gut und ich war schon lange nicht mehr so geschockt von einem Ende, wie von dem in «die Optimierer». Zum Glück habe ich vor einiger ihren Tagen erfahren, dass es einen zweiten Band geben soll. Fazit«die Optimierer» ist ein geniales Sci-Fi Buch, welches nicht nur mit Gesellschaftskritischen überzeugt, sondern auch mit der Realität der Geschichte. Es erschreckend zu sehen, was mit der Welt geschehen könnte, wenn Roboter die Macht übernehmen. So schafft das Buch es pausenlos zum Denken anzuregen. Theresa Hannig hat bewiesen, dass sie nicht nur toll schreiben kann, sondern auch kritische, authentisch und spannende Passagen bei ihr nicht zu kurz kommen. Der Protagonist Samson gehörte zwar nicht unbedingt zu den sympathischsten, aber er erfüllt seinen Zweck und ich bin gespannt darauf, was ihn in Band zwei erwarten wird. Für mich war «die Optimierer» eine grosse Überraschung, da ich nie damit gerechnet hätte, dass mir das Buch so gut gefallen würde. In dem Sinne kriegt das Buch ⭐⭐⭐⭐⭐ von 5 Sterne, da mir. Ich kann es wirklich jedem Empfehlen, der Sci-Fi, Dystopien und Gesellschaftskritische Romane mag. Dieses Buch ist ein Leseerlebnis der besonders kritischen Art! Vielleicht eines meiner Jahreshighlights?Ich danke dem Bastei Lübbe Verlag für mein Exemplar!

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  • Die Optimierer

    Die Optimierer

    angeltearz

    26. October 2017 um 07:30

    In welches Genre das Buch zu legen ist, kann man nicht so pauschal sagen. Meiner Meinung nach. Science Fiction trifft es auf jeden Fall, aber eine Dystopie ist es auch. Es spielt in der Zukunft, die eigentlich gar nicht mehr so weit weg ist. Und es geht um Roboter, um eine "optimale" Wohlökonomie. Ja, es hört sich kompliziert an. Ist es aber eigentlich überhaupt nicht. Was ist wenn man jedem Menschen sagt, wie er zu leben hat? Wenn jedem gesagt wird, wie das Leben für ihn ablaufen soll, nur damit es optimal ist. Ich finde, das ist eine gruselige Vorstellung. Ich könnte so nicht leben.Deswegen finde ich die Geschichte in diesem Buch einerseits wirklich gruselig, andererseits aber auch total spannend.Die Autorin schreibt sehr schön. Sie hat mich schnell auf den ersten Seiten eingefangen und mich nicht wieder losgelassen. Es gab eine Wendung in der Geschichte, die sie sehr gut hinbekommen hat, weil ich das überhaupt nicht mitbekommen habe. Ich war so in der Geschichte, dass ich mit dieser Wendung nicht gerechnet habe.Die Charaktere sind genial gemacht. Gerade Samson gefällt mir richtig gut. Der macht eine so extreme Wandlung durch, obwohl er seinen Charakter an sich nicht richtig ablegt. Er wurde mir mit seiner Art fast etwas zu dolle am Anfang des Buches, aber ich glaube dass es so sein sollte.Auch die anderen Charaktere passen perfekt zusammen.Wobei hier am Ende leider ein paar Fragen offen geblieben sind, die ich gerne beantwortet hätte. Fragen in zwischenmenschlichen Beziehungen, die irgendwie nicht weitergeführt wurden.Leider ist das Ende auch relativ offen. Das mag ich bei Einzelbänden nicht so gerne. Da habe ich schon lieber eine Geschichte, die logisch abschließt. Cliffhänger oder ungeklärte Fragen sollten den Büchern vorbehalten sein, die einen nächsten Band erhalten werden.Wer Lust auf einen guten Science Fiction-Dystopie-Mix hat, dem möchte ich auf jeden Fall diese Buch empfehlen. Es hat den "Stefan-Lübbe-Preis" 2016 bekommen und das zu Recht.Das Cover: Das Gelb ist ziemlich grell und dadurch fällt es auf jeden Fall auf. Ich finde es gut gemacht.Fazit: Ein schöner Mix aus Science Fiction und Dystopie. Eine großartige Autorin, die mich in den ersten Seiten gefesselt hat.

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  • Spannende Idee!

    Die Optimierer

    rainbowly

    25. October 2017 um 21:59

    Fakten Autor: Theresa Hannig Verlag: Bastei Lübbe Erscheinungsdatum: 29.09.2017 Genre: Science-Fiction Seiten: 272   Inhalt Samson Freitag lebt im Jahre 2052 in der Bundesrepublik Europa. Er ist absoluter Befürworter der Optimalwohlökonomie in der für alle Menschen der perfekte Platz gefunden werden soll. Es herrscht Wohlstand, hoher Komfort durch hochentwickelte Technologie und Sicherheit. Doch welchen Preis muss das Volk dafür zahlen? Abschottung vom Rest der Welt und völlige Überwachung! Das wird Samson aber erst klar, als er vom Vorzeigebürger zum verachteten Mitglied der Gesellschaft degradiert wird.   Gestaltung Das Cover springt einem natürlich durch das leuchtende Gelb sofort ins Auge. Und ich finde es echt gut! Es ist natürlich abstrakt und hat damit keinen direkten Bezug zur Geschichte, aber die einzelnen Kästchen erinnern mich trotzdem irgendwie an Computer und Pixel und Technik, also passt es in meinen Augen sehr gut. Auch den Titel finde ich spannend, denn man kann sich nicht sofort etwas darunter vorstellen und je mehr man nachdenkt, was hinter den Optimierern stecken könnte, umso interessanter wird der Klappentext.   Sprache Die Geschichte ist super flüssig zu lesen. Die technischen Begriffe sind gut eingegliedert und die "neuen" Begriffe, die mit der Optimalwohlökonomie und der weiterentwickelten Technik zusammenhängen, sind immer gut und nicht zu kompliziert erklärt. So erhält man ein umfassendes und detailliertes Bild der Bundesrepublik Europa und ihrem Gesellschaftsmodell.   Charaktere Samson Freitag ist eigentlich kein besonders sympathischer Charakter. Er ist spießig, überkorrekt und pedantisch, ein bisschen träge. Trotzdem leidet man mit ihm! Er strengt sich so an ein guter Bürger zu sein und alles richtig zu machen, glaubt an das Gesellschaftsmodell und trotzdem liegt nach kürzester Zeit sein Leben in Scherben. Das hat er wirklich nicht verdient. Man möchte ihm die ganze Zeit gut zureden und ihm helfen. Er löst Gefühle aus und so soll es ja sein.   Fazit Eine ganz schön abgedrehte Geschichte muss ich sagen. Erstmal finde ich die Idee der Optimalwohlökonomie richtig gut. Erstmal werden nur die guten Seiten dieses Gesellschaftsmodells gezeigt und man bekommt den Eindruck, das klappt richtig gut. Sicherheit, Wohlstand, technisch hochentwickelt, für jeden gibt es einen perfekten Platz in der Gesellschaft - klingt doch gut! Doch dann blickt man gemeinsam mit Samson in die Abgründe und man merkt, dass eben doch nicht alles gold ist was glänzt. Ein sehr unterhaltsamer Roman, der mehr Wahrheit enthält, als man es in einem Science-Fiction Roman erwartet!

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